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		<title>Schpraach | Virtuelles Walsermuseum</title>
		<link>https://www.walsermuseum.ch/?id=10</link>
		<description></description>
		<pubDate>Thu, 16 Apr 2026 08:48:40 +0200</pubDate>
		<category>Virtuelles Walsermuseum</category>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprichweerter-162</link>
			<title>Sprichweerter</title>
			<description>&lt;p&gt;Die geläufigsten Sprichwörter wie z.B. &amp;bdquo;Morgendstund hat Gold im Mund&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein&amp;ldquo; braucht auch der Walliser in der Hochsprache; hingegen hat der Volksmund viele weniger bekannt ins Dialekt übersetzt; daneben gibt es noch eine eher geringe Anzahl Sprichwörter oder Redensarten, die nur lokal vorkommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man kann Sprichwörter nach verschiedenen Gesichtspunkten einteilen; die folgende Gliederung richtet sich nach der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Aussage&lt;/strong&gt;: der lehrhaften Tendenz, dem Erfahrungsschatz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie wirkt das Sprichwort, wie äussert es seinen Erfahrungsschatz . Es lassen sich &amp;nbsp;fünf verschiedene Gruppen unterscheiden, das Sprichwort wirkt:&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;durch eine Warnung,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Erfahrung und Beispiel,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;durch einen Rat oder Befehl,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;in Trost oder Klage,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;durch Tadel.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?id=36&amp;quot;&gt;Mehr im Bereich Sprichwörter&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Volmar Schmid: Das Sprichwort im Walliserdeutschen. Lizetiatsarbeit, Uni Freiburg, 1978&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 4.12.11&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/gelaendeformen-und-flurnamen-148</link>
			<title>Geländeformen und Flurnamen</title>
			<description>&lt;p&gt;Wer die Handfläche auf eine 50&amp;#39;000er Karte legt, findet mit Sicherheit zweimal den gleichen Flurnamen. Ein Phänomen, dem ich diesmal etwas genauer nachgehen möchte, darum habe ich mich entschlossen, in diesem &amp;laquo;Kleinen Wörterbuch&amp;raquo; häufigen Flurnamen und ihrer Bedeutung nachzuspüren. Als Ba&amp;shy;sis für die Sammlung gilt die Landeskarte der Schweiz im Massstab 1:25&amp;#39;000 und es wurden nur Namen aufgenommen, die mehrmals vorkom&amp;shy;men und solche mit denen Geländeformen grundsätzlich beschrieben wer&amp;shy;den. Als Grundlage für die Schreibweise gilt &amp;ndash; wie für die übrigen Beiträge das &amp;laquo;Kleine Walliserdeutsche Wörterbuch&amp;raquo; &amp;ndash; mein, mit der Zeit etwas abge&amp;shy;flachter, Ausserbergerdialekt. Ich übernehme bewusst nicht die Schreib&amp;shy;weise der Karte, wurden doch hier viele Namen in ein künstliches Schrift&amp;shy;deutsch umgesetzt oder phonetisch an das übrige Schweizerdeutsche angegliedert (z.B. Holzgrabe &amp;gt; Holzgrabo; Aussenberg &amp;gt; Osserbäärq, Ranft &amp;gt; Raanft). Wo Namen schwierig zu erklären waren oder sich nicht so einfach ins Hochdeutsche transferieren liessen, zeigt auch die Karte die ortsübliche Lautung (z.B. Maachi &amp;gt; Maachi(n), was nichts anderes sagen will, als das &amp;laquo;Chi(n)&amp;raquo; bei St. German). Die Nasalierungen markiere ich durch ein in Klammer gesetztes &amp;laquo;n&amp;raquo; (z. B. Ba(n) = der Bann).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei Namen, die nicht generell eine Geländeform bezeichnen oder näher bestimmen, habe ich ver&amp;shy;sucht je ein Beispiel mit dem &lt;strong&gt;Koordinatenfeld &lt;/strong&gt;der Landeskarte der Schweiz zu belegen: also die Beispiele liegen rechts der ersten und oberhalb der zweiten Koordinate.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Entstehung der Namen habe ich ein paar interessante Beobachtungen gemacht; sehr oft be&amp;shy;zeichnen sie einfach die Sache selbst (Holz, Bach, Matta, Ägerta etc.), die aber dann in vielseitigen &lt;strong&gt;Zusammensetzungen &lt;/strong&gt;spezialisiert werden, z.B. mit anderen &lt;strong&gt;Allgemeinnamen &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;(Bachtola), &lt;/strong&gt;mit der &lt;strong&gt;Funktion &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;(Milibach, Maarchgrabo), &lt;/strong&gt;mit der &lt;strong&gt;Eignung &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;(Chüebodo, Schaafmatt) &lt;/strong&gt;mit der &lt;strong&gt;Ausdehnung oder Form &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;(Breitmatta, Chrummbach; &lt;/strong&gt;ein besonders faszinierendes Beispiel habe ich in der Ver&amp;shy;gleichsform &lt;strong&gt;Bischofchappa &lt;/strong&gt;unterhalb des Glishorns gefunden), oft gibt der Name auch die &lt;strong&gt;Lage an &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;(Unnerbäch, Üsserbinn, Oberwald, &lt;/strong&gt;eine Kombination zwischen Lage und Form scheint mir im Wort &lt;strong&gt;Widerfald [643/123] zu &lt;/strong&gt;liegen, es ist der Ort, wo das Gelände &amp;laquo;wieder fällt&amp;raquo;), manchmal gibt den Name auch den Besitzer an &lt;strong&gt;(Walterbiel, Perrigalpjl), &lt;/strong&gt;manchmal die &lt;strong&gt;Farbe &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;(Griewald, Wissi Riischa) &lt;/strong&gt;oder die &lt;strong&gt;emotionale Betroffenheit &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;(Fiischterschlüecht).&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=171&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr Begriffe als PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid in: Wir Walser, Heft 2001/1 und 2001/2&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 9.9.13&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/dialaektgraenzae-im-walliserditsch-12</link>
			<title>Dialäktgränzä im Walliserditsch</title>
			<description>&lt;p&gt;Habe ich oben versucht, das Walliserdeutsche wenigstens ganz grob zu charakterisieren, versuche ich nun im Folgenden die dialektischen Unterschiede und die Vielseitigkeiten des Walliserdeutschen darzustellen. Wichtig ist nochmals: Die obgenannten Merkmale gelten selten für das ganze Oberwallis und zum Teil nicht nur für das Oberwallis. Die folgende Karte geht auf die wichtigsten Unterschiede ein:&lt;br /&gt;
Die hier aufgeführten Hauptunterschiede sind auch von einem ungeschulten Ohr leicht zu hören und lassen die ungefähre Herkunft des Sprechenden feststellen; sie zeigen aber auch, wie un&amp;shy;einheitlich das Walliserdeutsche eigentlich ist. In diesem Punkte entstehen auch immer die heftigsten Diskussionen um die richtige oder falsche Aussprache - dabei geht es beim Dialekt nie um richtig oder falsch, sondern immer nur um die Frage: Wie sagt man bei uns?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle diese markanten Grenzen laufen von Norden nach Süden und teilen damit das Oberwallis in eine östliche (Chääs) und eine westliche (Chees) Hälfte .&lt;/p&gt;

&lt;h4&gt;vgl. &lt;a class=&amp;quot;download&amp;quot; href=&amp;quot;fileadmin/uploads/pdf-files/Walliserdeutsch-die_Zweiteilung.pptx&amp;quot;&gt;Zweiteilung des Walliserdialekts&lt;/a&gt;&lt;/h4&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Die markanteste &lt;strong&gt;Grenze zwischen &amp;laquo;ee&amp;raquo; und &amp;laquo;ää&amp;raquo;&lt;/strong&gt; &amp;nbsp;in langen Silben verläuft zwischen Ausserberg und Eggerberg, westlich Baltschieder durch Visp und östlich des Saastales: &lt;em&gt;schweer - schwäär &lt;/em&gt;(schwer). Das Interessante an dieser Grenze ist die Tatsache, dass bis vor wenigen Jahren dies auch die traditionelle Grenze zwischen Fleck- (Simmentaler) und Braunvieh war: aus der Milch einer gescheckten Kuh machte man also&lt;em&gt; Chees, &lt;/em&gt;aus der Milch einer braunen Kuh entstand &lt;em&gt;Chääs &lt;/em&gt;(Käse). Weitere Beispiele sind: &lt;em&gt;Scheeri - Schääri &lt;/em&gt;(Schere) &lt;em&gt;meeiju - määiju &lt;/em&gt;(mähen) &lt;em&gt;dreeiju - drääiju &lt;/em&gt;(drehen). Wir Kinder (Ausserberg) neckten unsere Mutter (Baltschieder) immer mit dem Sprüchlein: ... &lt;em&gt;mit der Schääri an de Zääwe der Chääs chratzu &lt;/em&gt;(Neckspruch zur unterschiedlichen Lautung: ... mit der Schere an den Zehen den Käse kratzen).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Etwas weiter östlich treffen wir auf genau das umgekehrte Phänomen mit &amp;laquo;&lt;strong&gt;ä&amp;raquo; und &amp;laquo;e&amp;raquo; in kurzen Silben&lt;/strong&gt;. Die Grenze verläuft östlich von Brig: &lt;em&gt;pchännu - pchenne.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Zusätzlich erleben wir hier die oben erwähnte &lt;strong&gt;Abschwächung der vollen Nebensilbenvokale auf &amp;laquo;e&amp;raquo;&lt;/strong&gt;; diese Abschwächung verläuft von Westen nach Osten: heisst es z. B. in Turtmann &lt;em&gt;gigangu, &lt;/em&gt;sagt man in Visp &lt;em&gt;ggangu, &lt;/em&gt;in Brig &lt;em&gt;ggangä &lt;/em&gt;und im Goms dann &lt;em&gt;gange &lt;/em&gt;(gegangen).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die sogenannte Gommergrenze (obwohl auch Teile Östlich Rarons dazugehören) ist die Grenze zwischen &lt;strong&gt;&lt;em&gt;iisch &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;insch&lt;/em&gt;;&lt;/strong&gt; an diesem &lt;em&gt;bi insch im Goms &lt;/em&gt;erkennt man sofort die Herkunft östlich von Brig.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Eine weitere markante Grenze bildet die unterschiedliche Aussprache des Personalpronomens &amp;laquo;du&amp;raquo;; wird es westlich der Linie Eggerberg &amp;ndash; Baltschieder - Visp und den Vispertäler mit einem kurzen, oft nasalem&lt;strong&gt;&amp;gt;du&amp;nbsp; &lt;!--/em--&gt;&lt;!--/i--&gt;gesprochen, tönt es östlich lang und hell &amp;laquo;üü&amp;raquo; &lt;em&gt;düü.&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;vgl.&amp;nbsp;&lt;a class=&amp;quot;download&amp;quot; href=&amp;quot;fileadmin/uploads/pdf-files/Walliserdeutsch-die_Zweiteilung.pptx&amp;quot;&gt;PPT&lt;/a&gt; zum Thema&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben diesen markanten Grenzen gibt es noch viele kleinere Nuancen, die dem kundigen Ohr es noch heute ermöglichen, den Sprechenden als z. B. Saaser, Grächner, Lötscher, Leuker, Rarner, Grengjer oder Münstiger zu lokalisieren. Obwohl in den grossen Talgemeinden die Mundart durch Zuwanderung von allen Seiten und durch die Medien inzwischen so verflacht ist, dass sich Unterschiede nur sehr schwer feststellen lassen, ist es heute immer noch möglich, einige lokale Phänomene zu erkennen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Lokale Eigenheiten&amp;nbsp;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;ch-Laut &lt;/strong&gt;wird im westlichen Oberwallis sehr rauh und krachend gesprochen - palatal bis velar (aus diesem Grunde werden wir von Deutschen oft mit den Holländern verwechselt - wir Walliser lassen das &amp;laquo;ch&amp;raquo; ähnlich krachen wie die Niederländer oder Flamen); weiter nach Osten wird dieser Laut zunächst im Anlaut und später auch im Auslaut weicher: &lt;strong&gt;Kchuchchi zu Chu[c]hi. &lt;/strong&gt;In &lt;strong&gt;Bellwald&lt;/strong&gt; wird das &lt;strong&gt;&amp;laquo;l&amp;raquo;&lt;/strong&gt; wie im Berndeutschen zu &lt;strong&gt;&amp;laquo;u&amp;raquo;&lt;/strong&gt; vokalisiert; der Bellwalder sagt also &lt;strong&gt;Beuwaud &lt;/strong&gt;(Bellwald); die &lt;strong&gt;Simpeler&lt;/strong&gt; (Simplon Dorf) fallen durch die Diphthongierung von &amp;laquo;u/ü&amp;raquo; auf und sagen &lt;strong&gt;dui, Muis &lt;/strong&gt;(du, Maus); die &lt;strong&gt;Saaser&lt;/strong&gt; (Saastal mit Saas Fee, Almagell, Grund, Balen) verdoppeln, neben ihrer urtümlichen Sprechmelodie und neben ihrer manchmal unorthodoxen Wortstellung die Laute &lt;strong&gt;&amp;laquo;l, m, n&amp;raquo;&lt;/strong&gt; zwischen Vokalen nicht: &lt;strong&gt;Wenntd Sunu nitschiint, triibi Hamer und Chelu wägg! &lt;/strong&gt;(Wenn die Sonne nicht scheint, werfe ich Hammer und Kelle weg). Bei den &lt;strong&gt;Zermattern&lt;/strong&gt; (und weniger stark auch bei den &lt;strong&gt;Leukerbadnern&lt;/strong&gt;) tönt das &amp;laquo;a&amp;raquo; so hell und offen, wie man es sich eigentlich von der deutschen Bühnensprache her gewohnt ist. Im übrigen Oberwallis wird es sehr dumpf und dunkel (geschlossen) gesprochen, so dass es schon fast wie das hochdeutsche &amp;laquo;o&amp;raquo; tönt. Markante Eigenheiten hat auch das &lt;strong&gt;Lötschental&lt;/strong&gt;. Es grenzt sich sprachlich in einigen Bereichen so stark ab, dass man spöttischer weise manchmal auch vom &lt;strong&gt;Kantn Leetschn &lt;/strong&gt;(Kanton Lötschen) spricht. Einerseits werden die Endungen auf &lt;strong&gt;&amp;laquo;u/e&amp;raquo;&lt;/strong&gt; (-en) wie im Hochdeutschen mit &amp;laquo;n&amp;raquo; gesprochen, aber das &lt;strong&gt;&amp;laquo;e&amp;raquo;&lt;/strong&gt; wird soweit abgeschwächt, dass praktisch nur noch das&lt;strong&gt; &amp;laquo;n&amp;raquo;&lt;/strong&gt; (vokalisiertes &lt;strong&gt;&amp;laquo;n&amp;raquo;&lt;/strong&gt;) übrig bleibt, also &lt;strong&gt;Leetschn, bringn, loiffn &lt;/strong&gt;(Lötschen, bringen, laufen). Andererseits wird das hochdeutsche &amp;laquo;nk&amp;raquo;, das im Walliserdeutschen &amp;laquo;ch&amp;raquo; gesprochen wird, zu &amp;laquo;h&amp;raquo;, also &lt;strong&gt;triihn &lt;/strong&gt;(trinken). Im Raume &lt;strong&gt;Raron-Turtmann&lt;/strong&gt; werden die vollen Nebensilbenvokale im Auslaut sehr stark durch die Nase gesprochen (nasaliert): &lt;strong&gt;Turtma&lt;sup&gt;n&lt;/sup&gt;, bringu&lt;sup&gt;n&lt;/sup&gt; &lt;/strong&gt;(Turtmann, bringen). Ein letztes Phänomen, das ich hier aufzeigen möchte, ist die Verschiebung von &amp;laquo;w&amp;raquo; zu &amp;laquo;b&amp;raquo; in den &lt;strong&gt;Leukerbergen&lt;/strong&gt; (Erschmatt, Bratsch, Guttet, Feschel) und in &lt;strong&gt;Leukerbad&lt;/strong&gt;: &lt;strong&gt;Löübinuverbüübige &lt;/strong&gt;statt &lt;strong&gt;Löwwinnuverbuwwige &lt;/strong&gt;(Lawinenverbauungen).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;[1]&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;mailto:volmar.schmid@bluewin.ch&amp;quot;&gt;Volmar Schmid&lt;/a&gt;: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Verlag Wir Wasler, Brig 2003&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Text und Abbildungen, 10. 12. 2007&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hier finden Sie einen&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=168&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Anleitung&lt;/a&gt;&amp;nbsp;zur Schreibung der Walserdialekte:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=167&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Hörprobe&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Literaturhinweise&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Bohnenberger, Karl: Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Aussenorten. (Beiträge zur Schweizerdeutschen Grammatik, Bd. VI), Frauenfeld 1913.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Carlen, Albert: Walliser Deutsch. Sonderabdruck aus der &amp;quot;Schweizer Schule&amp;quot;, Jg. 33, 1946, Nr. 6&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;dtv-Atlas zur deutschen Sprache. Tafeln und Texte. dtv, München, 1978&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Hotzenköcherle, Rudolf-. Die Sprachlandschaften der deutschen Schweiz. Verlag Sauerländer, Aarau, 1984 Schmid, Volmar: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Wir Walser, Brig, 2001&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Sprachatlas der Deutschen Schweiz. Herausgegeben von: HOTZENKÖCHERLE, fortgeführt von Robert Schläpfer, Rudolf Trüeb und Paul Zinsli, Bd. I-VII, Francke Verlag, Bern,1962-1993.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Werlen, Iwar; Verena Tunger; Ursula Frei: Der zweisprachige Kanton Wallis. Rotten-Verlag, Visp, 2010&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Zinsli, Paul: Walser Volkstum. 7. ergänzte Auflage, Verlag Bündner Monatsblatt, Chur, 2002&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/verbae-und-konjugation-144</link>
			<title>Verbä und Konjugation</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;(vgl. Andreas Lötscher: Schweizerdeutsch. Geschichte Dialekte, Gebrauch. Verlag Huber, Frauenfeld, 1983)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Schweizerdeutschen wie auch im Walliserdeutschen ist eine Vereinfachung der Ausdrucksmittel festzustellen. Dem Walliserdeutschen fehlt gegenüber dem Standartdeutschen vor allem die einfache Vergangenheit (&lt;strong&gt;Imperfekt, Präteritum&lt;/strong&gt;) Für den Ausdruck des Vergangenseins eines Geschehnisses wird&amp;nbsp; nur das zusammengesetzte &lt;strong&gt;Perfekt&lt;/strong&gt; gebraucht: &lt;strong&gt;är ischt gigangu&lt;/strong&gt;, er ist gegangen; &lt;strong&gt;wier hei gschafft&lt;/strong&gt;, wir haben gearbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Hilfe der zusammengesetzten Perfektformen von&lt;strong&gt; sii&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;ha &lt;/strong&gt;kann auch ein &lt;strong&gt;Plusquamperfekt&lt;/strong&gt;&amp;nbsp; gebildet werden, das Vorzeitigkeit einer Handlung oder eines Ereignisses in bezug auf ein anderes Geschehnis in der Vergangenheit ausdrückt: &amp;nbsp;&lt;strong&gt;wa wer gsungus gcha hei, hei wer ggässu,&lt;/strong&gt; als wir gesungen hatten, assen wir&lt;strong&gt;;&amp;nbsp; wa wer fertig gschaffots kcha hei; hei wer ds Wäärchziig zrugg gibrungu;&lt;/strong&gt; als wir fertig gearbeitet hatten, brachten wir das Werkzeug zurück.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unbekannt ist dem Walliserdeutschen auch eine spezielle &lt;strong&gt;Futurform&lt;/strong&gt;. Zukünftige Geschehnisse werden einerseits mit dem einfachen Präsens bezeichnet: &lt;strong&gt;mooru rägnots&lt;/strong&gt;, morgen regnet es oder das Zukünftige wird mit dem Zeitatverb &lt;strong&gt;de&lt;/strong&gt;, &amp;quot;dann&amp;quot; markiert:&lt;strong&gt; mooru schaffi &lt;sup&gt;(ch)&lt;/sup&gt;de&lt;/strong&gt;, morgen arbeite ich dann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Bildung des &lt;strong&gt;Partizips&lt;/strong&gt; erfolgt im Walliserdeutschen im Grunde mit den gleichen Mitteln wie im Standartdeutschen durch das Anfügen des Präfixes &amp;quot;ge-&amp;quot;, wobei wir bei einer grossen Zahl von Verben einen deutlichen Unterschied zwischen dem oberen Teil: &lt;strong&gt;ggangu&lt;/strong&gt; und unteren Teil des Oberwallis: &lt;strong&gt;gigangu&lt;/strong&gt; festellen (vgl. &lt;a href=&amp;quot;?id=10&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=12&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Sprachgrenzen&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Zuteilung der einzelnen Verben in &lt;strong&gt;stark, schwach, oder gemischt&lt;/strong&gt; ist mit wenigen Ausnahmen die gleiche wie im Standartdeutschen. Die gemischten Verben und ein Teil der schwachen Verben (&lt;strong&gt;schiinu&lt;/strong&gt;, scheinen; &amp;nbsp;&lt;strong&gt;stimmu&lt;/strong&gt;, stimmen; &lt;strong&gt;tiischu&lt;/strong&gt;, täuschen etc) werden im Walliserdeutschen stark konjugiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Wechsel zwischen &lt;strong&gt;Suffix&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;-t&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;-ot&lt;/strong&gt;, -et &amp;nbsp;treffen wir auch im Standartdeutschen (&lt;strong&gt;glacht&lt;/strong&gt;, gelacht; &lt;strong&gt;gwaartot&lt;/strong&gt;, gewartet, wobei die altertümlich Endung &lt;strong&gt;-ot &lt;sup&gt;(ot)&lt;/sup&gt;&lt;/strong&gt; langsam am Verschwinden ist und sich dem &lt;strong&gt;-t&lt;/strong&gt; der Standartsprache anpasst.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch bei den meisten von &lt;strong&gt;Substantiven und Adjektiven abgeleiteten Verben&lt;/strong&gt; wird das &lt;strong&gt;Suffix&lt;/strong&gt; -&lt;strong&gt;ot &lt;/strong&gt;gebraucht:&lt;strong&gt; ghipschot&lt;/strong&gt; (hübsch geworden), &amp;nbsp;&lt;strong&gt;tickot&lt;/strong&gt; (dicker geworden), &lt;strong&gt;verdräckot&lt;/strong&gt; (verdreckt), usw.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben den beiden erwähnten Hauptgruppen der starken und schwachen Verben gibt es im Walliserdeutschen &amp;nbsp;zahlreiche unregelmäßige Verben, wie die Hilfsverben &lt;strong&gt;ha, sii, tue, wäärdu&lt;/strong&gt; &amp;nbsp;und die &lt;strong&gt;Modalverben&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allgemein fällt hier auf, daß das Walliserdeutsche eine große Vorliebe für &amp;laquo;&lt;strong&gt;zusammengezogene&lt;/strong&gt;&amp;raquo;, das heißt stark verkürzte &lt;strong&gt;Verbformen&lt;/strong&gt; besitzt; statt geben, nehmen, kommen, lassen, fangen heißt es &lt;strong&gt;nä, cho, laa, faa&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Konjunktiv&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wie im Standarddeutschen können auch im Walliserdeutschen zwei Konjunktive gebildet werden, nämlich ein &lt;strong&gt;Konjunktiv I&lt;/strong&gt; (Konjunktiv im engeren Sinn) und ein Konjunktiv II (oft auch Konditional genannt). Der Konjunktiv I kann am &lt;strong&gt;-i-&lt;/strong&gt; in der Endung erkannt werden sowie daran, daß in der 3. Person Singular keine -t-Endung steht: &lt;strong&gt;ich süechi&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;er süechi&lt;/strong&gt; (er suche).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;Konjunktiv II&lt;/strong&gt; wird in den regelmäßigen Fällen mit der Endung &lt;strong&gt;- ti&lt;/strong&gt; gebildet:&lt;strong&gt; är&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;süechti&lt;/strong&gt; (er würde suchen), &lt;strong&gt;chöüfti&lt;/strong&gt; (er würde kaufen). Allerdings gibt es im Bereich des Konjunktivs eine Formenvielfalt, die in einer einfachen Aufzählung gar nicht einzufangen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die &lt;strong&gt;Verwendung&lt;/strong&gt; einfacher Konjunktivformen stößt im Walliserdeutschen auf ähnliche Probleme wie im Standarddeutschen. Außer bei den unregelmäßigen Verben sind die Konjunktiv I-Formen schlecht erkennbar und wirken die Konjunktiv-II-Formen schwerfällig. Regelmäßig gebildete Formen wie &lt;strong&gt;chlätterti &lt;/strong&gt;(er würde klettern), &lt;strong&gt;badoti&lt;/strong&gt; (er würde baden) werden deshalb grundsätzlich vermieden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Ersatz dafür treten &lt;strong&gt;Umschreibungen des Konjunktivs&lt;/strong&gt; mit &lt;strong&gt;würdi&lt;/strong&gt; &amp;nbsp;würde oder &lt;strong&gt;tie(tieje)&lt;/strong&gt; &amp;nbsp;täte ein:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Konjunktiv I&lt;strong&gt;: är tie chlättru, tiejegi badu&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Konjunktiv II: &lt;strong&gt;är tieti chlättru, würdi badu&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der hauptsächlichste Verwendungsbereich des Konjunktiv I ist die &lt;strong&gt;indirekte Rede&lt;/strong&gt;. Nach Verben des Sagens und Meinens ist der Konjunktiv praktisch obligatorisch:&lt;strong&gt; Schii het gseit, schii chämi eerscht am Aabund heim.&lt;/strong&gt; (Sie sagte, sie komme erst am Abend heim.). &lt;strong&gt;Ich ha gitröümt, ich siigi as Krokodill&lt;/strong&gt;. (Ich träumte, ich sei ein Krokodil.) &lt;strong&gt;Är het gmeint, &amp;nbsp;är heigi ds Portmonee verlooru.&lt;/strong&gt;(Er meinte, er habe seinen Geldbeutel verloren.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach Verben des Wissens, Sicher-Seins usw. dagegen steht der Indikativ : &lt;strong&gt;Ich ha gwisst, dass är z spaat chunnt. &lt;/strong&gt;(Ich habe gewußt, daß er zu spät kommen würde.) &lt;strong&gt;Ich bi sicher, dass settigs verbottu ischt.&lt;/strong&gt; (Ich bin sicher, daß so etwas verboten ist.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Konjunktiv I in Konzessivsätzen, in Finalsätzen usw. kann zwar gehört werden, scheint jedoch ähnlich wie im neueren Standarddeutschen am Veralten zu sein: &lt;strong&gt;Schii heint schich abkchrampft, dass schii im Aalter eppis heigi.&lt;/strong&gt; &amp;nbsp;(Sie haben sich abgeschuftet, um im Alter etwas zu besitzen.)&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 5. 12. 2010&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;mehr:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Schweizerdeutsch.html&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Schweizerdeutsch.html&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.calsky.com/lexikon/de/txt/s/sc/schweizerdeutsch.php&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;http://www.calsky.com/lexikon/de/txt/s/sc/schweizerdeutsch.php&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&amp;quot;kommen&amp;quot; statt &amp;quot;werden&amp;quot; im Passiv&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Im Wallis und in Graubünden gibt es viele Belege für den Gebrauch von &amp;#39;kommen&amp;#39; statt &amp;#39;werden&amp;#39;, z. B. im Passiv &lt;strong&gt;&amp;#39;schi [die Villa] ischt verchöifti cho&amp;#39; vs. &amp;#39;sie isch verchauft worde&lt;/strong&gt;&amp;#39;.&lt;br /&gt;
Ev. wurde die Wendung &lt;strong&gt;&amp;#39;schi isch leider gschtorbnigs cho&amp;#39;&lt;/strong&gt; analog gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komischweise wird das adjektivisch gebrauchte Partizip &amp;#39;gschtorbnig&lt;strong&gt;s&lt;/strong&gt;&amp;#39; mit einer Endung im Neutrum gebildet und nicht an das fem. &lt;strong&gt;&amp;#39;schi&amp;#39; &lt;/strong&gt;angeglichen. Dann würde es ja &lt;strong&gt;&amp;#39;gschtorbn&lt;strong&gt;i&lt;/strong&gt;&amp;#39;&lt;/strong&gt; heissen. Aber es ist im Wallis kein Einzelfall, dass Frauennamen sächlich verwendet werden.&lt;br /&gt;
Es ist charakteristisch für die Walliser Dialekte, dass Adjektive und Partizipien mit dem Objekt kongruieren, daher die Endung &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;-igs/-ix&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; für Neutrum.&lt;br /&gt;
Und mit dem Ausdruck &lt;strong&gt;&amp;#39;gschtorbnigs cho&amp;#39;&lt;/strong&gt; wird wohl der Vorgang des Sterbens betont und nicht das Resultat, also der Tod. Das ist in diesem Zusammenhang zwar ein bisschen irritierend. Ich denke nicht, dass diese Wendung im Zusammenhang mit &amp;#39;gestorben&amp;#39; oft verwendet wird. Wohl eher &lt;strong&gt;&amp;#39;schi ischt leider gschtorbn&amp;#39;&lt;/strong&gt;, also abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber Wendungen wie &lt;strong&gt;&amp;#39;dHosä sind nass&lt;strong&gt;i&lt;/strong&gt; cho&amp;#39;&lt;/strong&gt;,&lt;strong&gt; &amp;#39;ds Chind ischt gsund&lt;strong&gt;s&lt;/strong&gt; cho&amp;#39;&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;&amp;#39;dr Kaffee ischt chalt&lt;strong&gt;ä&lt;/strong&gt; cho&amp;#39;, &amp;#39;ds Chind ischt chrank&lt;strong&gt;s&lt;/strong&gt; cho&amp;#39;&lt;/strong&gt;... sind weit verbreitet.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Gabi Bart&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 18.3.2013&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/ds-walserditsch-in-oberitalie-152</link>
			<title>Ds Walserditsch in Oberitalie</title>
			<description>&lt;h2&gt;Vorwort&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die vorliegende Textsammlung ist unter Bedingungen entstanden, die nicht ohne Einfluß auf ihre heutige Gestalt bleiben konnten und die darum dem Benützer dieses Heftes nicht vorenthalten werden dürfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Anfänge gehen in die Zeit zurück, als das Phonogrammarchiv der Universität Zürich für die technische Durchführung seiner Aufnahmen auf die Zusammenarbeit mit der &amp;bdquo;Lautabteilung der Preußischen Staatsbibliothek&amp;quot; in Berlin angewiesen war: so besorgte unser Institut zwar im Sommer 1929 die Vorbereitung der Aufnahmen und der Sprecher durch Dr. F. Gysling, R. Hotzenköcherle und Frl. Dr. C. Stockmeyer, die Aufnahmen selbst aber wurden im Oktober jenes Jahres von Prof. W. Doegen aus Berlin in Domodossola durchgeführt. Da das Zürcher Phonogrammarchiv damals auch noch keine eigene Textreihe besaß, die Berliner &amp;quot;Lautbibliothek&amp;quot; aber auf Jahre hinaus durch andere Publikationen (worunter zahlreiche wieder in Arbeitsgemeinschaft mit unserm Phonogrammarchiv aufgenommene Schweizer Texte) blockiert war, bestand zunächst überhaupt keine Möglichkeit, diese ennetbirgischen Walsertexte zu veröffentlichen. Erst 1941 griff der damalige Leiter der &amp;bdquo;Lautbibliothek&amp;quot;, Prof. Westermann, auf sie zurück und regte an, sie für die &amp;bdquo;Lautbibliothek&amp;quot; (und auf deren Kosten) durch das Phonogrammarchiv bearbeiten und bei Huber &amp;amp; Co. drucken zu lassen. Wir gingen sofort an die Arbeit und hatten trotz schwerer Behinderung durch den häufigen Militärdienst und die berufliche Inanspruchnahme des Hauptbearbeiters etwa die Hälfte der Texte druckfertig gestellt, als 1945 mitten im Korrekturengang der Zusammenbruch in Deutschland zur Einstellung des Druckes zwang.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht zuletzt unter dem Eindruck dieser Verhältnisse hatte das Phonogrammarchiv der Universität Zürich unterdessen den Plan einer eigenen Textreihe gefaßt und weitgehende Vorarbeiten hiefür betrieben. Als uns im Jahre 1947 Prof. Westermann die volle Verfügungsfreiheit über die ennetbirgischen Walsertexte gab, beschlossen wir sofort, sie in die geplante Reihe aufzunehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um die bereits in diesen Texten investierte große Arbeit und den schon vorhandenen Satz nicht zu verlieren, verzichteten wir auf eine volle Adaptation an die im übrigen für diese Reihe vorgesehene Form; vor allem kam eine Umschreibung in die neue Transkription auch aus prinzipiellen Überlegungen nicht in Frage.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem langen Werdegang dieser Texte hängt manche Unzulänglichkeit zusammen, die dem Benützer auffallen mag. Schon der Umstand, daß die Aufnahmen nicht an den einzelnen Orten selbst, sondern, aus technischen Gründen, zentralisiert in Domodossola stattfinden mußten, wirkte sich nachteilig aus: statt der im Sommer im Hinblick auf artikulatorische und allgemein stimmliche Eignung sorgfältig ausgelesenen und vorbereiteten Sprecher erschienen zum Teil Stellvertreter &amp;mdash; das wichtige und schön vorbereitete Alagna fiel bedauerlicherweise überhaupt aus &amp;mdash;; statt der mit den vorgesehenen Sprechern transkriptorisch und lexikalisch-inhaltlich gründlich durchgearbeiteten Texte sahen wir uns zum Teil neuen Texten gegenüber, die in der unruhigen Atmosphäre einer &amp;bdquo;durchgepeitschten&amp;quot; Massenaufnahme weder mit der genügenden Sorgfalt transkribiert noch genügend eingehend besprochen werden konnten; das Fehlen eines Vorprotokolls mußte sich besonders in jenen Fällen nachteilig auswirken, wo die Sprecher unter dem Eindruck der ungewohnten Umgebung und Situation sich verhaspelten. Daraus erklären sich nicht nur gewisse Ungleichwertigkeiten der Texte in inhaltlicher Hinsicht, sondern vor allem auch Unsicherheiten in der Transkription sowie die Lücken in Übersetzung und Kommentar mancher Stücke. Eine restlose Rekonstruktion rein nach der Platte verbot in den meisten Fällen schon die akustische Qualität dieser Platten; die Erinnerung mußte bei so großem zeitlichem Abstand von vornherein versagen; eine nachträgliche Klärung war bei der Abgelegenheit und Entfernung dieser Mundarten praktisch ausgeschlossen. So haben einzelne dieser Texte twas Torsohaftes.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir glaubten uns indes doch berechtigt und verpflichtet, auch die am wenigsten befriedigenden Stücke (Agher, Saley, Rima) in diese Sammlung aufzunehmen. Sie enthalten immer noch eine solche Fülle von lexikalischem und grammatischem Stoff, daß sie, beim sonstigen Mangel an publizierten zusammenhängenden Texten aus diesen Mundarten, eine wertvolle und einmalige Dokumentation darstellen. Zusammen mit den in jeder Beziehung gelungenen, ja zum Teil prachtvollen Stücken aus Gressoney, Issime, Maeugnaga, dem obern Pomat, hinter denen sie übrigens zahlenmäßig weit zurückstehen, geben sie ein wohlgerundetes, eindrucksvolles Bild dieser ebensosehr durch Altertümlichkeit wie durch die Intensität der germanisch-romanischen Symbiose merkwürdigen Mundartgruppe. Daß hier einmal in größerer Anzahl umfangreichere Texte aus fast sämtlichen wichtigeren Walsergemeinden südlich der Alpen&amp;#39; transkribiert, übersetzt und kommentiert und damit der Forschung und dem wissenschaftlichen Unterricht wie der Beschäftigung des Liebhabers zur Verfügung gestellt sind, dürfte überhaupt die eigentliche Bedeutung dieser Publikation ausmachen. Sie wird erhöht durch den schmerzlichen Umstand, daß die Mundart dieser einstigen Walliser Kolonisten auf den obersten Talstufen der Lys, der Sesia und des Toce und ihrer Nebenflüsse heute im Begriffe ist, in den romanischen Dialekten und Schriftsprachen ihrer Umgebung aufzugehen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;R. Hotzenköcherle&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Literatur zu den ennetbirgischen Walserkolonien&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;A. Schott, Die deutschen Colonien in Piemont. Stuttgart und Tübingen, 1842. G. Giordani, La Colonia tedesca di Alagna-Valsesia. Torinn 1891.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;K. Bohnenberger, Die Mundart der deutschen Walliser im Heimattal und in den Außenorten = BSG VI. Frauenfeld 1913.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;E. Balmer, Die Walser im Piemont. Bern 1949&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 24. 2. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/richtigsadverbiae-146</link>
			<title>Richtigsadverbiä</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Richtungsadverbien ermöglichen es dem Zuhörer, die Herkunft des Sprechenden oder denjenigen, über den gesprochen wird, festzustellen. Gemeint ist hier die räumliche Herkunft von oben, unten, neben usw. und nicht die geografische (Tal oder Ort).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abkürzungen&lt;/strong&gt;: vgl. &lt;a href=&amp;quot;info/bibliographie.html&amp;quot;&gt;Bibliographie&lt;/a&gt;; Id. = Idiotikon, SDS = Schweizerdeutscher Sprachatlas; Duden = Duden Grammatik&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Vorbemerkungen&lt;/h2&gt;

&lt;h3&gt;Präfix am-&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;Das &lt;strong&gt;m&lt;/strong&gt; in diesem Präfix gibt dem Hörer die Herkunft des Sprechenden oder desjenigen, über den gesprochen wird, bekannt. Es zeigt also immer an, ob jemand nach Hause geht oder nach Hause zurückkehrt: vom Sprechenden aus gesehen: &lt;strong&gt;ich gaa: amuber, amache, &amp;nbsp;amüff;&lt;/strong&gt; &amp;nbsp;über den gesprochen wird: &lt;strong&gt;är geit&lt;/strong&gt;(vom Subjekt aus gesehen): &lt;strong&gt;amuber, amap, amüff,- är chunt&lt;/strong&gt;: &lt;strong&gt;amache, amiche&lt;/strong&gt;. Das Präfix &lt;strong&gt;am&lt;/strong&gt;- steht, vortonig, vor einfachen oder zusammengesetzten Richtungsadverbien (SDS, VII, VI 104) und bedeutet wieder zurück (wahrscheinlich kommt es vom Präfix &lt;strong&gt;an-&lt;/strong&gt; und bewirkt durch sein pleonastisches Auftreten das Verständnis von &amp;bdquo;zurück&amp;quot;: z. B&lt;strong&gt;. amache&lt;/strong&gt; = an das An her zurück),- es wird auch, weil die Etymologie dem Sprachbewusstsein abhanden gekommen ist, pleonastisch verwendet (Id. 1/221). In der Grafik werden diese Bezüge durch Kreise (in der Mitte und an der Peripherie) dargestellt.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Präfix ver-&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Diese Vorsilbe verstärkt den Umstand des Zurück, wirkt also in Formen wie &lt;strong&gt;veramap&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;veramache&lt;/strong&gt; etc. zusätzlich pleonastisch &lt;strong&gt;veramache&lt;/strong&gt; = zurück wieder zurück her. Sie kann bei allen hier erwähnten Richtungsadverbien auftreten.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Suffix - che&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Suffix - che ist eine lautliche Verkürzung von hin und her und lässt sich lautlich nicht mehr unterscheiden (Id. 11/1316 und 11/1318). &lt;strong&gt;hin&lt;/strong&gt;: Adv. 1.1. (drückt die Richtung auf einen Zielpunkt aus); a) (räumlich) in Richtung (Duden, 111/1234); &lt;strong&gt;her&lt;/strong&gt;: Adv. 1. zum Standort, in die Richtung des Sprechers, als Aufforderung, sich in Richtung auf den Sprechenden zu bewegen.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;opschi, nitschi, am Hang, daana&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Diese in der Grafik gerahmten Wörter sollen nur die grundsätzliche Richtung angeben: &lt;strong&gt;opschi&lt;/strong&gt; = auf, hinauf; &lt;strong&gt;nitschi&lt;/strong&gt; = ab, abwärts&lt;strong&gt;; am Hang&lt;/strong&gt; = ein sich Bewegen in der Horizontalen, wobei ein &amp;quot;Hier&amp;quot; in der Grundbedeutung mitschwingt, und &lt;strong&gt;daana&lt;/strong&gt; = drüben, dort, diesmal ein &amp;quot;Sein&amp;quot; vom Hier weg.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Worterklärung&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;ache - amache:&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; (&lt;strong&gt;ajä, acha, aha, ahe - ämachä, ummacha, ämacha, emacher, emaha; auch Zss.: verache - veramache&lt;/strong&gt; mit gleichen Dialektvarianten). Dieses Wortpaar gehört nach der Logik der Herkunftsbezeichnung zusammen: ein Fremder kommt ache = her, wer aber hierzu Hause ist, kommt amache = her zurück (an das An her zurück). Gemeint ist ein seitliches Verschieben auf ungefähr gleicher Höhe, dabei ist aber zu beachten, dass sich im Gebirge das &amp;quot;Her&amp;quot; oft nur erreichen lässt, indem man zuerst in die Tiefe (oder die Höhe) steigt (Id. 1/161) &lt;strong&gt;Är chunt va Zeneggu uff Üsserbärg amache&lt;/strong&gt;. Er kehrt aus Zeneggen (1200 M.ü.M) nach Ausserberg (1000 M.ü.M) zurück heim. Beide Dörfer liegen ungefähr auf der gleichen Höhe, doch muss man auf diesem Weg zuerst hinunter nach Visp (600 M. ü.M), um dann wieder nach Ausserberg aufzusteigen. &lt;strong&gt;Är chunt va Simpillu amache uff Ried-Brig&lt;/strong&gt;. Er kehrt von Simplon-Dorf nach Ried-Brig zurück.. Hier muss man zuerst zum Simplonpass aufsteigen. Dabei sehen wir auch, dass man es bei diesen Ausdrücken, die die gleiche Höhe bezeichnen mit der Horizontalen nicht so genau nimmt: man sagt auch noch &lt;strong&gt;amache&lt;/strong&gt;, wenn der Herkunftsort höher oder tiefer, aber nicht am gleichen Hang liegt: &lt;strong&gt;Är chunt va Vischp amache,-&lt;/strong&gt; Er kehrt aus Visp zurück. Hier liegt Visp zwar tiefer (als Ausserberg), aber zunächst geht es in der Ebene nach Baltschieder und steigt erst dann hoch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;uber - amuber:&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; (&lt;strong&gt;ubr, ubär - ämuber, umupjä, umubär, ämubär, muberha, amuberha, ammubercha; &lt;/strong&gt;auch Zss.: &lt;strong&gt;veruber &amp;ndash;veramuber&lt;/strong&gt; mit gleichen Dialektvarianten). Wir haben es bei diesen Richtungsadverbien wie oben auch mit einer Bewegung in der &amp;quot;Horizontalen&amp;quot; zu tun, aber im Gegensatz zum &amp;quot;Hier&amp;quot; steht jetzt das &amp;quot;Dort&amp;quot; im Zentrum. Ein Fremder geht &lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;uber&lt;/strong&gt; = hinüber&lt;/strong&gt;, gegenüber, jenseits (Id. 1/58), ist der Sprechende oder von dem gesprochen wird dort zu Hause, geht er &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;amuber&lt;/strong&gt; = hinüber zurück&lt;/strong&gt; (an das über hin zurück), gegenüber, jenseits.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;amap&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;, mit gleichen Dialektvarianten). Wir bewegen uns in den folgenden Richtungsadverbien in der Vertikalen, d. h. bei unseren gebirgigen Verhältnissen am Hang ab-oder aufwärts. Hier handelt es sich um eine Form, die das Abwärts bezeichnet: &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;apche &lt;/strong&gt;= herunter&lt;/strong&gt;, herab (Id. 1/30); die Form heisst eigentlich nur &lt;strong&gt;ap&lt;/strong&gt;, aber in Assimilation mit den übrigen Richtungsadverbien hat sich auch hier die Form mit&lt;strong&gt; -che&lt;/strong&gt; eingebürgert. Diese formale Logik setzt sich auch in den &lt;strong&gt;m&lt;/strong&gt;-Formen, die das Heimkehren bezeichnen fort: &lt;strong&gt;amap &lt;/strong&gt;wird zu &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;amapche &lt;/strong&gt;= zurück nach abwärts&lt;/strong&gt; (an das Ap hin zurück).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;iche - amiche&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;: (&lt;strong&gt;ihe, icha, icher - ämichä, ummicha, emicher, emihe, ämiche&lt;/strong&gt;; auch Zss.:&lt;strong&gt; veriche - veramiche&lt;/strong&gt; mit gleichen Diaektvananten). Auch bei diesen Richtungsadverbien bewegen wir uns in der Vertikalen abwärts.&lt;strong&gt; &lt;strong&gt;iche &lt;/strong&gt;= herab&lt;/strong&gt; (SDS, VI 111) besteht aus der ZusdmmensetzunS von&lt;strong&gt; in-&lt;/strong&gt;(Id. 11/1335) und &lt;strong&gt;-che&lt;/strong&gt; (s. o.); der, von dem gesprochen wird, bewegt sich auf den Sprechenden zu: &lt;strong&gt;Mooru chunt de der Onkel Peeter iche z iisch.&lt;/strong&gt; &amp;quot;Morgen kommt dann (der) Onkel Peter zu uns herunter&amp;quot; Onkel Peter wohnt also irgendwo &amp;quot;oben&amp;quot;. Kehrt aber, von dem gesprochen wird, nach Hause zurück, sprechen wir von &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;amiche &lt;/strong&gt;= wieder herab&lt;/strong&gt; (an das In her zurück): &lt;strong&gt;Mooru chomuntsch va der Alpa amiche.&lt;/strong&gt; &amp;quot;Morgen kommen sie von der Alpe zurück&amp;quot;. Die Älpler besitzen hier unten ihr Winterquartier. d.h. ihr eigentliches Zuhause.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;üff - amüff&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;: (&lt;strong&gt;uff, uif - ummuif, emüff, ämüff, amuff&lt;/strong&gt;; auch Zss.: &lt;strong&gt;verüff &amp;mdash; veramüff&lt;/strong&gt; mit gleichen Dialektvarianten). Dieses Paar entspricht dem oben besprochenen Paar &lt;strong&gt;ap - amap&lt;/strong&gt; und bezeichnet das Aufwärts:&lt;strong&gt; &lt;strong&gt;üff &lt;/strong&gt;= auf, hinauf&lt;/strong&gt; (id.1/1 18). Auch hier bezeichnet &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;amüff &lt;/strong&gt;= wieder hinauf&lt;/strong&gt; (an das Auf hin zurück), das Nach-HauseZurückkehren (SDS, VI 110).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;üeche - amüeche&lt;/strong&gt;: (&lt;strong&gt;üeje, uacha, üechä, üecher, üecha - ämüächä, ummuacha, emüecher, ämüacha&lt;/strong&gt;; auch Zss.: &lt;strong&gt;verüeche - veramüeche &lt;/strong&gt;mit den gleichen Dialektvarianten). Auch dieses Paar bezeichnet das Aufwärts:&lt;strong&gt; &lt;strong&gt;üeche &lt;/strong&gt;= herauf&lt;/strong&gt;, aufwärts besteht aus der Zusammensetzung von &lt;strong&gt;ue-hin&lt;/strong&gt; = auf-hin (Id. 1/162): &lt;strong&gt;Mooru chunt der Onkel Peeter üeche z iisch&lt;/strong&gt;. Und, inzwischen schon des Erklärens überflüssig, bezeichnet &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;amüeche &lt;/strong&gt;= wieder herauf&lt;/strong&gt; (an das Aufhin hin zurück (sic.!), die Rückkehr: &lt;strong&gt;Mooru chomunt schii va Visp amüeche&lt;/strong&gt; &amp;quot;Morgen kehren sie von Visp (herauf) zurück&amp;quot;. (SDS VI 109).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;ambri - ambrüf&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;f: (&lt;strong&gt;apjä, umbri, abri, embri, ämbri, imbri - üöjä, umbruif, abrüff, embrüff, ämbrüff, imbrüff&lt;/strong&gt;; auch diese Formen werden manchmal mit&lt;strong&gt; -che&lt;/strong&gt; ergänzt, wobei man ambriche sehr wohl, jedoch ambrüffche nur ausnahmsweise hört; Zss.: &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;verambri(che) - verambrüft&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;. Das &lt;strong&gt;m &lt;/strong&gt;in diesen beiden Formen bezeichnet nicht die Herkunft des Sprechenden; es stammt aus der Vorsilbe &lt;strong&gt;an-&lt;/strong&gt;, dies zeigt sich auch in der an einigen Orten angetroffenen Sprechweise &lt;strong&gt;abri, abrüff&lt;/strong&gt; mit einem nasal Besprochenen &lt;strong&gt;a&lt;sup&gt;n&lt;/sup&gt;&lt;/strong&gt;; die Formen &lt;strong&gt;ambri&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;ambrüff &lt;/strong&gt;sind wohl eher in lautlicher Analogie zu den oben behandelten Richtungsadverbien entstanden. &lt;strong&gt;ambri &lt;/strong&gt;und &lt;strong&gt;ambrüff &lt;/strong&gt;geben ganz neutral das Auf oder Ab an (SDS, IV 109ff.):&lt;strong&gt; Ärgeit ambrüff in d Alpa; är geit ambri uff Salgesch. &lt;/strong&gt;Wie die Richtungsadverbien&lt;strong&gt; &lt;strong&gt;opschi &lt;/strong&gt;= aufwärts; &lt;strong&gt;nitschi &lt;/strong&gt;= abwärts&lt;/strong&gt;, können auch &lt;strong&gt;ambri &lt;/strong&gt;und &lt;strong&gt;ambrüff &lt;/strong&gt;für sich selbst stehen, doch lassen sich mit ihnen aus dem Kontext heraus doch mehr und subjektivere Möglichkeiten ausdrücken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die übrigen Richtungsadverbien liegen viel näher bei der Standartsprache, so dass sich in diesem Rahmen eine vertiefte Beschäftigung erübrigt, und dennoch lassen sich bei genauem Hinhören auch hier noch subjektive Unterschiede erkennen. Ichhabe versucht, auch diese Unterschiede in die Grafik einzubinden und unter dem Gesichtspunkt des Heimkehrens oder Weggehens zu betrachten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am klarsten ist der Fall wohl bei &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;afort/ fort - zerugg/zrugg&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;. &lt;strong&gt;Ärgeit ver an par Tägg afort, ischt de aber ds Wienächtu zerugg.&lt;/strong&gt; &amp;bdquo;Er geht für ein paar Tage fort, ist aber an Weihnachten zurück&amp;quot;, wobei aber auch hier noch in der heute eher veralterten Aussprachformen das Präfix &lt;strong&gt;an-&lt;/strong&gt; analog der obigen Richtungsadverbien mitklingt. Ähnliches gilt für &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;heim&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;, und &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;awägg.&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;Mooru chumi churz heim, aber schoo um zääni müess i wider awägg.&lt;/strong&gt; &amp;quot;Morgen komme ich kurz nach Hause (heim), aber schon um zehn Uhr muss ich wieder fort (weg)&amp;quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein bisschen differenzierter ist der Gebrauch der beiden nächsten Paare:&lt;strong&gt; &lt;strong&gt;uss - vam&lt;/strong&gt;, &lt;/strong&gt;bei ihnen lässt sich unter Umständen aus dem Kontext die Herkunft des Sprechenden oder über den gesprochenen wird, feststellen;&lt;strong&gt; &lt;strong&gt;uss &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;= aus&lt;/strong&gt;:&amp;nbsp; &lt;strong&gt;Är chunt uss Zürich.&lt;/strong&gt; &amp;quot;Er kommt aus (von, wohnt in) Zürich&amp;quot;; &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;vam &lt;/strong&gt;= von&lt;/strong&gt;, (meist im Zusammenhang mit einer Tätigkeit),&lt;strong&gt; Är chunt vam schaffu.&lt;/strong&gt; &amp;bdquo;Er kommt (kehrt nach Hause) von der Arbeit zurück&amp;quot;. &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;uff - va(&lt;sup&gt;n&lt;/sup&gt;)&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;: &lt;strong&gt;Är geit de diräkt uff Bääru, wenn är va(&lt;sup&gt;n&lt;/sup&gt;) Amerika zerugg chunt&lt;/strong&gt;. &amp;quot;Er geht dann direkt nach (auf) Bern, wenn er von Amerika zurückkehrt&amp;quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mehr zum Thema&lt;a href=&amp;quot;http://www.deutschplus.net/pages/216&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt; Lokalaverbien&lt;/a&gt;; vgl. Richtungsadverbien im&lt;a href=&amp;quot;http://www.bairische-sprache.at/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt; &lt;/a&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.bairische-sprache.at/Index/Remaraweng%20Boarisch%20-%20Lehren/Richtungsadverbien.htm&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Bayrischen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Volmar Schmid, Wir Walser, 34. Jahrgang, 1/1996, S. 35 ff.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 24. 11. 2010&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/speziells-vam-walliserditsch-143</link>
			<title>Speziells vam Walliserditsch</title>
			<description>&lt;p&gt;Diese Schlussbemerkungen zum Schweizerdeutschen gelten in ge&amp;shy;nau gleicher Form auch für das Walliserdeutsche. Es gibt eigentlich kein Merkmal, das nur im Wallis, ausschliesslich und überall im Wallis, vorkommt. Es gibt aber trotzdem ein paar Merkmale, mit denen man das Walliserdeutsche wenigstens in groben Zügen charakterisieren kann. Neben typischen Eigenwörtern wie&amp;nbsp;Giretsch&amp;nbsp;(Eberesche),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Lattüechji&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;oder&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Häärleischu&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Eidechse),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Hopschol&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Frosch),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Heimina&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Guter Heinrich)&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Straffil, Straffol, Hewwstraffil&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Heuschrecke),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Figfoltra&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Pfiiffoltra&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Schmetterling),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Strälla&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Striegel),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Hienerleiber&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Jüpini&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;Ruscheling&lt;/strong&gt; (Alpenrose),&amp;nbsp;etc. gibt es ein paar&amp;nbsp;lautliche Merkmale:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das verbreiteste Merkmal ist die &lt;strong&gt;Verschiebung von &amp;laquo;s&amp;raquo; zu &amp;laquo;sch&amp;raquo;&lt;/strong&gt;; im Neuhochdeutschen verschiebt sich das urdeutsche &amp;laquo;s&amp;raquo; im Anlaut zu &amp;laquo;sch&amp;raquo;, z. B. mittelhochdeutsch &lt;strong&gt;slafen &lt;/strong&gt;wird zu &lt;strong&gt;schlafen; &lt;/strong&gt;das Schweizerdeutsche verschiebt es nun zusätzlich vor &amp;laquo;t&amp;raquo; und &amp;laquo;p&amp;raquo;, z.B. &lt;strong&gt;Geist zu Geischt, Visp zu Vischp. &lt;/strong&gt;Im Walliserdeutschen geht die Entwicklung noch weiter, hier wird jedes urdeutsche &amp;laquo;s&amp;raquo; zu &amp;laquo;sch&amp;raquo;, wenn in der vorangehenden oder nachfolgenden Silbe ein &amp;laquo;i&amp;raquo; vorkommt: &lt;strong&gt;sie &lt;/strong&gt;(althochdeutsch &lt;strong&gt;siu) zu schii, seines &lt;/strong&gt;(mittelhochdeutsch &lt;strong&gt;sin) zu schiis, Haus &lt;/strong&gt;(althochdeutsch &lt;strong&gt;husir) zu Hiischer.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Recht auffällig sind besonders die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Aufhellung und die Entrundung von Vokalen:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die &lt;strong&gt;dunklen Vokale &amp;laquo;o&amp;raquo; und &amp;laquo;u&amp;raquo; werden&lt;/strong&gt; im Walliserdeutschen &lt;strong&gt;aufgehellt&lt;/strong&gt;, d. h. sie werden nicht wie im übrigen Schweizerdeutschen so weit hinten in der Kehle geformt, sondern weiter vorne am Mundhimmel gebildet; dabei werden daraus die Umlaute &amp;laquo;ö&amp;raquo; und &amp;laquo;ü&amp;raquo;: aus schweizerdeutsch &lt;strong&gt;Huus, Boum, Muot, Uussicht, guet, Puur, &lt;/strong&gt;(Haus, Baum, Mut, Aussicht, gut, Bauer) wird &lt;strong&gt;Hüüs, Böüm, Müet, Üssicht, güet, Püür.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die vorher bereits &lt;strong&gt;hellen Vokale &amp;laquo;ü&amp;raquo;, &amp;laquo;ö&amp;raquo; und die Diphthonge (Doppellaute) &amp;laquo;öi&amp;raquo;,&amp;laquo;öü&amp;raquo;, &amp;laquo;üe&amp;raquo; werden&lt;/strong&gt; nun im Walliserdeutschen &lt;strong&gt;entrundet&lt;/strong&gt;, d. h. sie werden nicht mehr in der runden Lippenstellung, sondern mit in die Breite auseinandergezogenen Lippen gesprochen und werden so zu &amp;laquo;i&amp;raquo;, &amp;laquo;e&amp;raquo; und zu den Diphthongen &amp;laquo;ei&amp;raquo; und &amp;laquo;ie&amp;raquo; (&amp;laquo;ie&amp;raquo; wird in der Dialektschreibung immer als &amp;laquo;i+e&amp;raquo; gesprochen, es gilt hier nicht als Dehnungslaut): aus schweizerdeutsch &lt;strong&gt;Füür, Föön, müed, Fröit, Schüür, Dörfli, Füess &lt;/strong&gt;(Plural), (Feuer, Föhn, müde, Freude, Scheune, Dorf, Füsse) wird &lt;strong&gt;Für, Feenno, mied, Freit, Schür, Deerfji, Fiess. &lt;/strong&gt;Ein interessantes Wort in diesem Bereich ist Föhn/Fön: den Föhn als warmen Fallwind kennen wir hier schon seit Urzeiten; deshalb haben wir ihn auch folgerichtig auf &lt;strong&gt;Feenno &lt;/strong&gt;entrundet, hingegen den Fön als Haartrockner lernten wir erst in jüngster Vergangenheit kennen; deshalb brauchen wir hier den hochdeutschen Begriff als Dialektlehnwort und sagen &lt;strong&gt;Föön.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als weiteres Merkmal tritt nach Vokalen an die Stelle von neuhochdeutsch &lt;strong&gt;&amp;laquo;nk&amp;raquo; das &amp;laquo;ch&lt;/strong&gt;&amp;raquo;; das &amp;laquo;n&amp;raquo; vor &amp;laquo;k&amp;raquo; verschwindet also, dafür wird aber der vorangehende Vokal gedehnt oder diphthongiert: aus hochdeutsch trinken, tränken, schenken, danken, Bank wird im Walliserdeutschen &lt;strong&gt;triichu, treichu, scheichu, däichu, Bäich, [Baich, Böuch, Böüch &lt;/strong&gt;etc.].&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den oftmals altertümlichen Charakter des Walliserdeutschen wird besonders durch den Erhalt der &lt;strong&gt;vollen Nebensilben&lt;/strong&gt; vokale erzeugt; es ist dies aber ein Phänomen, das von Westen nach Osten abnimmt: im unteren Teil des Oberwallis (Region Leuk, Turtmann, Raron) lässt sich teilweise noch der ganze Reichtum der althochdeutschen Flexion erkennen:&lt;/p&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Fall (Plural)&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Althochdeutsch&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Walliserdeutsch&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Nominativ&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;taga&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Taga&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Langsam wäärdunt di Taga länger.&amp;nbsp;Langsam werden die Tage länger&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Genitiv&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;tago&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Tago&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Psinntsch di no der flottu Tago im letschtu Jaar?&amp;nbsp;Erinnerst du dich noch an die schönen Tage im letzten Jahr?)&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Dativ&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;tagun&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Tagu(n)&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;(Mit dene paar Tagu chan wäärli nix afa.&amp;nbsp;Mit den paar wenige Tagen kann ich wirklich nichts anfangen.)&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Akkusativ&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;taga&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Taga&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Ich müess der leider fam Loo di paar Taga abzie. Ich muss dir leider vom Lohn die paar Tage abziehen.)&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;p&gt;Das Phänomen &amp;laquo;volle Nebensilbenvokale&amp;raquo; verschwindet allmählich; wer aber bei älteren Leuten richtig zuhört, kann die Probe aufs Exempel machen. Ähnlich verläuft die lautliche Situation beim Gebrauch der Verben; hier kann man im Westen vor allem beim Partizip Il noch die vollen Nebensilbenvokale antreffen: gegangen, getragen, gegessen, wird &lt;strong&gt;zu gigangu, gitreit, ggässu. &lt;/strong&gt;Diese Lautmerkmale wirken manchmal etwas grob und altertümlich; deshalb lässt ein Walliser, der sich im Dialekt angleichen will, als erstes die vollen Nebensilbenvokale fallen; grundsätzlich schleift sich das Walliserdeutsche durch den Einfluss von Mobilität und moderner Kommunikation immer mehr ab.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nicht minder auffällig sind aber einige&amp;nbsp;&lt;strong&gt;grammatikalische Merkmale&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;des Walliserdeutschen, insbesondere stechen hier die Pluralbildung (Mehrzahlbildung) und der Diminutiv (Verkleinerungsform) hervor:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der &lt;strong&gt;Diminutiv&lt;/strong&gt; wird im Walliserdeutschen sehr häufig und teilweise anders gebraucht, als dies beim übrigen Schweizerdeutschen üblich ist. Anstelle von &amp;laquo;-li&amp;raquo; sagt der Walliser &amp;laquo;-ji&amp;raquo;, also statt &lt;strong&gt;Maitli, Büebli, Hüüsli, Bärgli, &lt;/strong&gt;sagt er &lt;strong&gt;Meitji, Büebji, Hiischi, Bäärgji, &lt;/strong&gt;(Mädchen, Bübchen, Häuschen, Berglein); dazu steht oft diese diminutive Form als eigentliche Normalform: &lt;strong&gt;Mannji &lt;/strong&gt;(Mann) wird viel häufiger als das Wort &lt;strong&gt;Ma(n) &lt;/strong&gt;verwendet und vermerkt keineswegs eine Verkleinerung. (Wenn man es genau nimmt, gibt es natürlich einen wertenden Unterschied: Mann ist `besser&amp;#39;, persönlicher, emotionaler; man sagt &lt;strong&gt;miine Maa &lt;/strong&gt;[mein Mann], &lt;strong&gt;äss ischt an groosse Maa gsii &lt;/strong&gt;[er war ein grosser Mann], aber &lt;strong&gt;da uber steit as Mannji &lt;/strong&gt;[da drüben steht ein Mann], &lt;strong&gt;hiite het iisch as Mannji psüecht &lt;/strong&gt;[heute besuchte uns ein Mann]).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einen Unterschied zum Schweizerdeutschen erkennen wir auch an den &lt;strong&gt;Pluralendungen&lt;/strong&gt; (Mehrzahlendungen) auf &amp;laquo;-ini&amp;raquo;: Männer wird &lt;strong&gt;zu Mannjini, &lt;/strong&gt;Häuser zu &lt;strong&gt;Hiischini.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein zwar nicht sehr auffälliges, aber doch einzigartiges Merkmal ist der &lt;strong&gt;vorangestellte Genitiv&lt;/strong&gt;: sagt der Zürcher &lt;strong&gt;der Huet vom Vatter &lt;/strong&gt;[der Hut des Vaters], drückt sich der Walliser hier schon fast poetisch aus: &lt;strong&gt;ds Vattersch Hüet &lt;/strong&gt;[des Vaters Hut], &lt;strong&gt;ds Müetersch Schnützlumpo &lt;/strong&gt;[Mutters Taschentuch].&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch wenig beachtet wird die &lt;strong&gt;Flexion des prädikativ gebrauchten Adjektivs&lt;/strong&gt;: aus &lt;strong&gt;er isch afen alt &lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;ds Chind ischt ganz lieb gsii &lt;/strong&gt;wird &lt;strong&gt;äär ischt afu aalte &lt;/strong&gt;und &lt;strong&gt;ds Chind ischt ganz liebs gsii &lt;/strong&gt;[er ist schon alt und das Kind war ganz lieb].&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wiederum ein recht bekanntes und auffälliges Merkmal ist die &lt;strong&gt;Versächlichung &lt;/strong&gt;(Neutrum Bildung). Für Personen oder Dinge mit männlichem oder weiblichem Artikel wird einheitlich der sächliche (neutrale) verwendet: z.B. der Lötscher, &lt;strong&gt;ds Leetschi, &lt;/strong&gt;(die) Anna, &lt;strong&gt;ds Anni. &lt;/strong&gt;Besonders häufig finden wir dieses Merkmal bei Personennamen: &lt;strong&gt;ds Tooni, ds Vreni &lt;/strong&gt;[Anton, Verena] und Berufsbezeichnungen: &lt;strong&gt;ds Müüri, ds Metzgi &lt;/strong&gt;[Maurer, Metzger]. In der Regel drückt diese Versächlichung keine Abwertung, keine Respektlosigkeit (nicht pejorativ) aus - ich bin halt &lt;strong&gt;ds Schmidji &lt;/strong&gt;und unser Schulvorsteher, der Rektor des Gymnasiums, ist &lt;strong&gt;ds Räkti - &lt;/strong&gt;das ist im Wallis nun mal so üblich!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beibehaltung des dreiförmigen Plurals der sogenannten Normalverben (Iwar Werlen, Verena Tunger, Usula Frei: Der zweisprachige Kanton Wallis. Rotten Verlag, Visp, 2010, S. 71)&lt;/p&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Wallis&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Westl. Mittelland&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Östl. Mittelland&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;1. Plural&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;wier mache&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;mier mache&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;miir mached/-id&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;2. Plural&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;ier machet&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;dier mached/-id&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;ier mached/-id&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;3. Plural&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;schii machent&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;si mache&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;si mached/-id&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h5&gt;VS, 8. 3. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/ds-walliserditsch-142</link>
			<title>Ds Walliserditsch</title>
			<description>&lt;p&gt;Das Walliserdeutsche im Vergleich mit dem Schweizerdeutschen und den internen Eigenarten (vgl.&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=161&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF-Vortrag&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Einige Gedanken zum Walliserdeutschen [&lt;a href=&amp;quot;http://www.walser-alps.eu/mundart/das-walliserdeutsche/#_ftn1&amp;quot;&gt;1&lt;/a&gt;]&lt;/h2&gt;

&lt;h3&gt;Deutsche Mundarten&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Auch wenn dir, geschätzter Leser, die Sprache, die du im Oberwallis hörst, wie ein unverständliches Flämisch vorkommt: Es ist Deutsch, ein urtümliches und für viele schwer verständliches Deutsch - es ist das Walliserdeutsche oder wenigstens ein Teil davon. Diese Sprache in einigen, wenigen Worten zu erklären, ist ein fast unlösbares Vorhaben; ich beschränke mich also auf eine möglichst geraffte Zusammenfassung und verweise in der Fussnote auf weiterführende Literatur.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Walliserdeutsche gehört zum Schweizerdeutschen, das seinerseits wieder zum hochalemannischen Sprachraum und damit zum Hochdeutschen gehört. Vom Hochdeutschen unterscheidet sich einerseits das Schweizerdeutsche durch lautliche Merkmale, die auf einem unterschiedlichen Übergang vom Mittel- zum Hochdeutschen beruhen und anderseits vom Walliserdeutschen, das einen Teil dieser Lautänderungen gar nicht mitmachte und deshalb teilweise bei charakteristischen Lautmerkmalen im Alt- und Mittelhochdeutschen verharrt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=162&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Raidiointerview&lt;/a&gt;&amp;nbsp;zum Walliserdeutsche vom 21. 2. 2011 im Radio Rottu auf Walliserdeut (30&amp;#39;).&lt;/h5&gt;

&lt;h3&gt;Schweizerdeutsch&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die wichtigsten Merkmale, die das Schweizerdeutsche vom Hochdeutschen unterscheiden, sind neben Eigenwörtern wie z. B.&amp;nbsp;Scheiche&amp;nbsp;die folgenden lautlichen Merkmale:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die neuhochdeutsche Diphthongierung (aus einem Laut&amp;nbsp;&lt;strong&gt;&amp;laquo;a&amp;raquo;&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;werden zwei&amp;nbsp;&lt;strong&gt;&amp;laquo;au&amp;raquo;&lt;/strong&gt;)&amp;nbsp;vor Konsonanten (Mitlaut) findet im Schweizerdeutschen nicht statt, z.B. statt neuhochdeutsch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Haus, Feuer, Reis&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;bleibt im Schweizerdeutschen&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Huus, Füür, Riis&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umgekehrt macht das Schweizerdeutsche die neuhochdeutsche Monophthongierung (aus zwei Lauten&amp;nbsp;&amp;laquo;ue&amp;raquo;&amp;nbsp;wird einer&amp;nbsp;&amp;laquo;u&amp;raquo;)&amp;nbsp;nicht mit, das neuhochdeutsche&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Bruder, Dieb&lt;/strong&gt; (ü&amp;nbsp;gespro&amp;shy;chen), bleibt bei&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Brueder, Dieb&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(i+e gesprochen).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die neuhochdeutsche Dehnung der Silben, die auf einem Vokal enden, macht das Schweizerdeutsche nicht mit:&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Nabel (Naabel)&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;ohne (oone)&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;bleibt bei&amp;nbsp;Nabel, one. -&amp;nbsp;Dagegen verschiebt das Schweizerdeutsche im Gegensatz zum Neuhochdeutschen das &amp;laquo;k&amp;raquo; im &amp;laquo;Anlaut&amp;raquo; und nach &amp;laquo;1&amp;raquo; und &amp;laquo;rk&amp;raquo; zu &amp;laquo;ch&amp;raquo; (dies gilt nicht für Basel und Chur); aus den neuhochdeutschen&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Kind, Kuchen, Volk, Küchenkasten&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;wird schweizerdeutsch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chind, Chueche, Volch&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und das berühmte&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chuchichäschtli&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf grammatikalische und phonetische Eigenheiten des Schweizerdeutschen möchte ich hier nicht näher eingehen, möchte aber betonen, dass die oben aufgeführten Merkmale in dem Raum, in dem hochalemannisch gesprochen wird (Schwaben, Vorarlberg, Liechtenstein, Schweiz), nicht einheitlich vorkommen und es kein Merkmal gibt, bei dem man jetzt endgültig und eindeutig sagen kann. Das ist jetzt typisch schweizerdeutsch: Es bleibt eine Vielfalt mit gewaltigen Unterschieden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;mehr zum Schweizerdeutschen&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.idiotikon.ch/&amp;quot;&gt;Dialekte der deutschen Schweiz&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.dialektwoerter.ch/&amp;quot;&gt;Sammlung Schweizerdeutscher Dialektwörter&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.hallo-schweiz.ch/CH_7_Sprache.htm&amp;quot;&gt;Schweizer Sprache&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/schreibung-des-walserdeutschen-161</link>
			<title>Schreibung des Walserdeutschen</title>
			<description>&lt;h2&gt;1. Selbständigkeit der Wörter:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Jedes Wort behält in der Schrift seine Selbständigkeit bei; auf Bindestriche und Apostrophe ist daher konsequent zu verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;a) Artikel:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;dr Maa (&lt;/strong&gt;nicht:&lt;strong&gt; d&amp;#39;r Maa), d Räba, d Leitra, d frisch Niidla (&lt;/strong&gt;nicht:&lt;strong&gt; d&amp;#39;Räba usw.), ds Huüs, ds Häärz, ds Öig (nicht :z&amp;#39;Hüüs usw.); het mu, ischt mer (nicht: het-mu, ischt-mer).&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;b) Präpositionen:&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;z Naatersch, z Brig, z Leigg, z Zermatt ( &lt;/strong&gt;nicht:&lt;strong&gt; zNaatersch usw.); z linde tüo, z gschwälle tuo ( &lt;/strong&gt;nicht:&lt;strong&gt; zlinde tüo usw.).&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;2. Schreibung der Vokale:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;a) &lt;strong&gt;Kürze&lt;/strong&gt; des Vokals wird durch einfachen Buchstaben, &lt;strong&gt;Länge&lt;/strong&gt; durch Doppelbuchstaben ausgedrückt: &lt;strong&gt;faru-faaru, choru-Chooru, gschribu-schriibu, leschschu-leeschu.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
b) Zwischen e- und ä-Lauten ist deutlich zu unterscheiden.&amp;nbsp; &lt;strong&gt;Chees-Chääs, fleet-fläät, Henne-Hänne.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
c) Kurzer i-Laut wird mit i, langer i-Laut mit ii geschrieben. ie darf &lt;strong&gt;nie&lt;/strong&gt; als Längezeichen (wie im schriftsprachlichen vier, Tier) verwendet werden. Die Buchstabenverbindung ie dient ausschliesslich zur Bezeichnung des schweizer&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; deutschen Zwielauts: &lt;strong&gt;siedu, dienu, Brief, Triel, gibliet.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Beispiele:&lt;strong&gt;Himil, Igil, Glick, Dili, ghiiju, gchiju, Siida, lisch, Miisch, ( &lt;/strong&gt;aber:&lt;strong&gt; Miesch = Moos).&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
d) Auch die Zwielaute (Diphthonge) sind lautgetreu entsprechend &lt;strong&gt;der eigenen Mundart&lt;/strong&gt; zu schreiben: &lt;strong&gt;Buech, Buoch, Buech, Buöch; Oichu, Öichu, Aichu, Aihu, Ouhu, Öühu.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
e) Das j erscheint vor Vokalen wie in der Schriftsprache und vor allem bei den in der Walliser Mundart häufig vorkommenden Verkleinerungsformen: &lt;strong&gt;Rieja, jagigs, Marjoosi, bitzji, Waldji&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;( nicht&lt;strong&gt;: Waldij).&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;3. Schreibung der Konsonanten:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;a) Im &lt;strong&gt;Anlaut&lt;/strong&gt; entsprechen sp und st der analogen hochdeutschen Lautgruppe: &lt;strong&gt;springu, Spinna, stitzu, Stüol ( &lt;/strong&gt;aber:&lt;strong&gt;schgädru, Schgitza!)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Im &lt;strong&gt;Wortinnern&lt;/strong&gt; soll derselbe Laut als schp und scht geschrieben werden: &lt;strong&gt;Ascht, Aschpa, Vischpa, Mischt, meschtu.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
b) Die Silben und Wörter sind möglichst lautgetreu wiederzugeben: &lt;strong&gt;Chalb&amp;mdash;Chalp, Chibji-Chipji, hoblu-hoplu, Gabla-Gapla.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
c) Den Schärfungen ist besondere Beachtung zu schenken: &lt;strong&gt;leew&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;aber&lt;strong&gt; Heww, Ofo &lt;/strong&gt;aber&lt;strong&gt; offu, speers &lt;/strong&gt;aber&lt;strong&gt; sperru, Spiina&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;aber&lt;strong&gt; Spinna, leeschu&amp;nbsp; &lt;/strong&gt;aber&lt;strong&gt; leschschu.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
d) Die Vergangenheitsformen (Partizipien) zeigen je nach Dialekt gi- bzw. gg- oder einen anderen Konsonanten: &lt;strong&gt;ggangu-gigangu, gibunnu-punne, gitrüüchu-trüüche, ghäbet-gchäbet, gchort, gchnipft, zergchiit.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
e) Der x- Laut erscheint überall dort als x, wo dieser Buchstabe auch in der Schriftsprache vorkommt, sonst als gs:&lt;strong&gt; Xander, Xavi, Maxji, aber: Agsla, wagsu, wägslu&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;S&lt;strong&gt;iehe auch &amp;laquo;WIR WALSER&amp;raquo;, Nr. 1/1978, S. 39&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Die Anleitung ist in engster Zusammenarbeit mit dem Bund Schwyzertütsch (Dr. Rudolf Trub und Dr. Alfred Egli) entstanden.&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprache-pomatt-val-formazza-160</link>
			<title>Sprache: Pomatt (Val Formazza)</title>
			<description>&lt;p&gt;Auf dem PDF finden Sie die Texte in in Hochdeutsch, gemässigter und phonetischer Lautschrift; in der Audiodatei können Sie die Texte hören&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1b6&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1b7&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Ein Lawinenunglück&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1b8&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Wir käsen und zigern&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 6. 3. 2011&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprache-saley--saleggio-159</link>
			<title>Sprache: Saley / Saleggio</title>
			<description>&lt;p&gt;Auf dem PDF finden Sie die Texte in in Hochdeutsch, gemässigter und phonetischer Lautschrift; in der Audiodatei können Sie die Texte hören&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1ab&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Heuet, Teil&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1ac&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;1&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1ad&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;2&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1ae&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;3&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1af&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;4&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1b0&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Korn, Teil&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1b1&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;1&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1b2&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;2&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1b3&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 6. 3. 2011&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprache-agher-agaro-158</link>
			<title>Sprache: Agher/Agaro</title>
			<description>&lt;p&gt;Auf dem PDF finden Sie die Texte in in Hochdeutsch, gemässigter und phonetischer Lautschrift; in der Audiodatei können Sie die Texte hören&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1a2&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1a3&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Ein uralter Brauch in Agher&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1a4&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zahlen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Lawinenunglück Teil&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1a5&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;1&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1a6&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;2&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1a7&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;3&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=1a8&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;4&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 6. 3. 2011&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
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			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprache-macugnaga-157</link>
			<title>Sprache: Macugnaga</title>
			<description>&lt;p&gt;Auf dem PDF finden Sie die Texte in in Hochdeutsch, gemässigter und phonetischer Lautschrift; in der Audiodatei können Sie die Texte hören&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=19b&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auf der Gemsjagd, Teil&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=19c&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;1&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=19d&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;2&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=19e&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=19f&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Die lustige Fastnacht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 5. 3. 2011&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprache-rimella-156</link>
			<title>Sprache: Rimella</title>
			<description>&lt;p&gt;Auf dem PDF finden Sie die Texte in in Hochdeutsch, gemässigter und phonetischer Lautschrift; in der Audiodatei können Sie die Texte hören&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=196&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=197&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Der Fuchs und der Rabe&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=198&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Furcht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 6. 3. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprache-rima-155</link>
			<title>Sprache: Rima</title>
			<description>&lt;p&gt;Auf dem PDF finden Sie die Texte in in Hochdeutsch, gemässigter und phonetischer Lautschrift; in der Audiodatei können Sie die Texte hören&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=190&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=191&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Eine Hochzeit in Rima&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=192&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Böse Nachbarschaft&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=193&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Hochzeitsspruch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 6. 3. 2011&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1612881615-Rima.jpg" length="90583" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprache-issime-154</link>
			<title>Sprache: Issime</title>
			<description>&lt;p&gt;Auf dem PDF finden Sie die Texte in in Hochdeutsch, gemässigter und phonetischer Lautschrift; in der Audiodatei können Sie die Texte hören&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=185&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Spaziergang hinauf nach Müni, Teil&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=186&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;1&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=187&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;2&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=188&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;3&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=189&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;4&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=18a&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;5&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=18b&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zwei Sprüche&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=18c&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Hochzeitsspruch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=18d&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Sprüche&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 6. 3. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1612881491-Issime.jpg" length="74701" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/sprache-gressoney-153</link>
			<title>Sprache: Gressoney</title>
			<description>&lt;p&gt;Auf dem PDF finden Sie die Texte in in Hochdeutsch, gemässigter und phonetischer Lautschrift; in der Audiodatei können Sie die Texte hören.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=17a&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein lustiger Streich, Teil&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=17b&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;1&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=17c&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;2&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=17d&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=17e&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Zahlen&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=17f&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Wochentage&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=180&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Monate&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Geschichte vom Burrataz Franz, Teil&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=181&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;1&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=182&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 5. 3. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/hadwig-keller-151</link>
			<title>Hadwig Keller</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Uuftröla:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Een Balka übar da ander tröla&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis er a siim Platz uufhockat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Uuftröla:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Balka uf Balka&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gedanka uf Gedanka&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wort uf Wort.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nüd as Luft dazwüschat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An Turm, an &amp;nbsp;Wörtarturm&amp;nbsp;id Luft ussibaua.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;nbsp;Aäppa a so:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;2 Wörtar quer und 2 Wörtar längs,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;cho go&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;liga Schto&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Äs neus Gviert druuf uffi setza&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;villicht aätawo no an Balka zwee&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;förr Zwüschawend&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dazua cho Dava gp&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ondarliga Uufschto&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenns langat, brucht s a paar Dilana&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;als Boda odar Decki&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Je naodem, wo ma staoht)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hem cho Fort go&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Richtig liga Aähi schto&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dee wedar a paar Baälka,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;noch amaol guat glagarati, gsondi Bömm,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;soss hescht da Waorm im Holz. -&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(A soo wia hi und dao i dr Schpraoch,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;wenn d Wörtar falsch bruucht waärdan&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;und da eigatlichi Sinn, wia Wormmaähl&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;us da Löchar rislat.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Uf d Welt cho Verlora go&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Förr d Förschtchammara&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;und da Dachschtuahl&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nohamaol an gspannta Boda,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;a Decki, wo ma si danao strecka,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;sich dra heba muass,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(wia d Gsondheit z. Bsp.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Odar as Talent, wo ma hed, odar aäba ned.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Liga bliiba Verschto&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;A Höhi und Gwicht zuaneh &amp;ndash;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wedar aobneh,&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dromm om cho Vergo&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;bis een enziga Tromma&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Drübar schto&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;alls zuadecka cha.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bliiba&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sii&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=10&amp;amp;resource_link_id=174&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;PDF&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/erich-jordan-150</link>
			<title>Erich Jordan</title>
			<description>&lt;p&gt;Mag s halt du Wintär&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Us bitzji in d Lengi ziä&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Där Summär, deer chunnt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Us Tagsch ganz sichär oi diär&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schtand jetz uif und lipf di Bei&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/10-thesen-zum-walliserdeutschen-149</link>
			<title>10 Thesen zum Walliserdeutschen</title>
			<description>&lt;p&gt;Zur Mund- und Handhabung der &amp;quot;&lt;strong&gt;Schlächttjtsch&amp;quot;-&lt;/strong&gt; Texte muss ich unbedingt noch Erläuterndes nachschicken. Wenn ich solche Texte schreibe, fehlen mir auf der Computer-Tastatur etliche Buchstaben. Wenn ich sie lese, stellt sich erneut ein Problem. Die mit nicht ganz richtigen Buch&amp;shy;staben geschriebenen Wörter muss ich nun wie&amp;shy;der, mir in den Mund passend, mundartig, lesen können. Nach jahrelangem Dialektschreiben habe ich mir ein Schriftbild entworfen, das es mir ermöglicht, das Geschriebene auf Anhieb richtig zu mundhaben. Da Mundart an und für sich kei&amp;shy;ne Schriftsprache ist, nehme ich mir die Freiheit, sie &amp;ndash; ohne Berücksichtigung vorliegender Allge&amp;shy;meinregulierungen, zu Papier zu bringen. So ver&amp;shy;füge ich beispielsweise über drei i-Sorten: &lt;strong&gt;&amp;quot;Ich &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;bi bitte z Brig gsi&amp;quot; &lt;/strong&gt;schreibe ich so: &lt;strong&gt;&amp;quot;Ich bi hjtte z Brjgg gsii. &amp;#39;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;i = stimmloses, fast guttulares i&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;j = stimmhaftes, kurzes i&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;ii = gedehntes, stimmhaftes i&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Bei solcher i-Ausstattung weiss ich sofort, wie das betreffende Wort zu artikulieren ist. Bei Verben, die alle mit einem abgeflachten Vokal auslauten, muss ich mich für einen Vokal entscheiden, der meinem &amp;bdquo;Grängjertjtsch&amp;quot; am nächsten kommt. Für &amp;quot;&lt;strong&gt;singen&lt;/strong&gt;&amp;quot; schreibe ich &amp;quot;&lt;strong&gt;singe&lt;/strong&gt;&amp;quot;, je nach Ober&amp;shy;walliser-Ansässigkeit würden die Gommer &amp;quot;&lt;strong&gt;sin&amp;shy;gä&lt;/strong&gt;&amp;quot;, einzelne Sonnenseiter&amp;bdquo;singo&amp;quot;, weiter rotten-abwärts Wohnende &amp;quot;&lt;strong&gt;singu&lt;/strong&gt;&amp;quot; schreiben müssen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Woraus manche &amp;quot;Dialektiker&amp;quot; den Schluss zo&amp;shy;gen, es gäbe gar kein &amp;quot;&lt;strong&gt;Wallisertjtsch&lt;/strong&gt;&amp;quot;, es gäbe nur Ortsdialekte. An seiner Sprechweise erkenne ich aber den Walliser im Radio oder am Fernse&amp;shy;hen subito,mag er nun ein Saaser, ein Zermat&amp;shy;ter, ein Simpeler, es Leetschi oder ein Gommer sein, woraus ich dann wieder schliesse: &amp;quot;O doch, zumindest im Oberbegriff müssen wir &lt;strong&gt;&amp;quot;walli&amp;shy;sertjtsch&lt;/strong&gt;&amp;quot; führen.&amp;quot; Genug der Fachsimpeleil&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor 12 Jahren habe ich im WB einen geradezu leidenschaftlichen Artikel zur Lage der Nation geschrieben, insofern die Lage unseren Dialekt betraf. Ein Vorspann fiel mit der Türe knall ins Haus: Letzte Gegenwehr vor ihrem Verfall. Da ich die unter dem Titel &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Ds Schlächttjtscha: inschi Schpraach &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;entwickelten Thesen von Jahr zu Jahr noch notwendiger finde, zähle ich sie hier, zur Stützung des Gedächnisses noch einmal auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;quot;Wenn ich mir das so anhören muss: &lt;strong&gt;Im innru Vischpertal cha ds RRO hjttu njt empfangu wär&amp;shy;du: &lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;Schiff wird hjttu njnzig jährig &lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;di Schtrassä sind hjttu nass... &lt;/strong&gt;oder ein Interwiew&amp;shy;ter sagt &lt;strong&gt;Wje vili Lecher sind giborrut wordu, fr dass dr Felsu het chennu gschpängt wärdu: &lt;/strong&gt;dann leuchten in meiner Dialektstube alle Alarmlam&amp;shy;pen rot auf und der Ohnmachtspegel, da noch et&amp;shy;was flicken zu können, steigt ins Hoffnungslose. Trotzdem will ich mich nicht ohne Gegenwehr zur letzten Ruhe hinbetten lassen. In ein paar leicht verständlichen und leicht anwendbaren Thesen möchte ich den in unserer Muttersprache sich Ausdrückenden noch etwas Unterstützung geben, vorletzte Ölung spenden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;1. These: Wenn ein Reporter sagt, richtiges Schlächttjtsch sei das, das er so von der Strasse weg parliere, dann habe ich für ihn kein Heil vermittelndes Gegenargument.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Natürlich kann der Jungreporter sich nicht mehr ausdrücken wie sein Grossvater. Die Sprache ist im Fluss. Der Fluss lässt sich nicht hemmen in seinem Fliessen. Frage einzig: sollen wir darob das Urmuster unserer Umgangssprache auch so mir nichts dir nichts flussab treiben lassen und mit dem Reklame-Alpenöhi Steiner ins ausser-schweizerisch, ja interkontinental Coole und Co&amp;shy;ca-Colige abwässern lassen? Dazu bin ich nicht willens. Ich mache mir Sorgen, wenn eine Mode&amp;shy;ratorenstimme die englischen Songs und Singels und Hits radiophoner hinkriegt als die zu Hause gesprochene Muttersprache.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;2. These: Es gibt kein einheitliches Wallisertjtsch. Es gibt unzählige Tal-und Ortsdialekte.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Altbekannte Auffälligkeit: Gommer, Saaser, Löt&amp;shy;scher, Briger, Natischer, Visper, Leuker, Badner reden nicht die gleiche Sprache. Ein &lt;strong&gt;Grängjer&amp;shy;ä&lt;/strong&gt;, ein &lt;strong&gt;Brigerberger-e&lt;/strong&gt;, ein &lt;strong&gt;Reckinger-ch&lt;/strong&gt;, ein&lt;strong&gt; Fieschertaler-u,&lt;/strong&gt; eine &lt;strong&gt;Munder-Fermate&lt;/strong&gt;, einen &lt;strong&gt;Randäjer-Nasa&lt;/strong&gt;l, den &lt;strong&gt;Zermatter-Singsang&lt;/strong&gt;, ein &lt;strong&gt;Ste&amp;shy;ger-&amp;quot;gigangu&amp;quot;&lt;/strong&gt; kann nur ein Dortgeborener rich&amp;shy;tig hinkriegen. Deshalb lässt sich über Sprach&amp;shy;melodie und Sprechrhythmus nichts allgemein Verbindliches diktieren. Jeder rede, wie ihm der Schnabel gewachsen ist, so unangepasst wie nur möglich. Das passt in die zertälerte, zerklüftete Walliser Landschaft.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;3. These: Schlächttjtsch ist eine eigenmächtige Sprache. Man darf sie nicht vom Schriftdeut&amp;shy;schen ableiten.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Jeder Tal- und Dorfdialekt verfügt über eine eige&amp;shy;ne Sprach- und Bildmächtigkeit. Er erzeugt die unverwechselbaren Höhen, Tiefen, Laute, Bilder, Rhythmen, Melodien. Er ist von Haus aus öko&amp;shy;rein. Erst das Einfügen artfremder, genveränderter Wörter und Wendungen zerstört seinen Charakter. Schlimmes widerfährt ihm, wenn er sich aus der geschriebenen Hochsprache ableitet. Dann stimmt Wort- und Satzbau sofort nicht mehr, und er passt dann den Einheimischen nicht mehr ins Ohr. Es klingt dann alles &amp;mdash; ohne die richtige Ko&amp;shy;loratur &amp;mdash; wie Wortwurstsalat im Bahnhofbuffet Olten. Wer befiehlt dir dann noch: &lt;strong&gt;&amp;quot;Gang-a gatt gaa Brot rejche&amp;quot;-? &lt;/strong&gt;&amp;quot;Brot hole&amp;quot;: &lt;strong&gt;was jsch ou des&lt;/strong&gt;?&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;4. These: Was für alle Oberwalliser Dialekte gilt: Passiv und Futurum gibt es nicht!&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der Mundart, in der wir uns hierzulande aus&amp;shy;drücken, gibt es seit Menschengedenken keinen Satz, den man ins Futurum kleiden oder ins Pas&amp;shy;siv stürzen dürfte. Gegen diese allerwichtigste Regel verstossen hiesige Moderationen, Reporta&amp;shy;gen, Nachrichten, Interwiews, Trailers und Politi&amp;shy;kerreden so oft, dass ein Mehr davon kaum noch möglich ist. Praktische Beispiele: Falsch: &lt;strong&gt;Schii wärdent de schoo appas unnernä. &lt;/strong&gt;Richtig: &lt;strong&gt;Dii machent de schoo appes. &amp;mdash; &lt;/strong&gt;Also man hängt dem Präses ein &lt;strong&gt;de &lt;/strong&gt;an: &lt;strong&gt;Ich chumme de, ich mache de, wjer lotzi de. &lt;/strong&gt;Oder man operiert mit &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;tiie: &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Ich tüe me s de säge, ich tüe me s de z Si legge. &lt;/strong&gt;Ande&amp;shy;re Variante mit &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;welle: &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;das well wr dem Pirschtli schoo vertriibe.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun zum Passiv. Das Passiv muss dem Hoch&amp;shy;deutschen vorbehalten bleiben. In unserm Dia&amp;shy;lekt wirkt das Passiv zerstörerisch. Es entcharak&amp;shy;terisiert unsere Mundart bis zur Unkenntlichkeit. Wer das Passiv braucht, begeht eineTodsünde ge&amp;shy;gen unsere Landessprache. Praktische Beispiele: Falsch: &lt;strong&gt;Und düe jscht dr Felse gschprengt worde. &lt;/strong&gt;Richtig: &lt;strong&gt;Und düe hejnt sch dr Felse gschprengt.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Falsch: &lt;strong&gt;Dr Vermisste jscht hjtte m morget tot gfundu wordu. &lt;/strong&gt;Richtig: &lt;strong&gt;Dr Vermisste hejnt sch &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;hjtte m morget totä gfunne. &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Also: &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Die schriftdeut&amp;shy;sche Passivform wird schlächttjtsch mit der einfa&amp;shy;chen Perfektform gegeben, oder man kann auch mit &amp;quot;cho&amp;quot; operieren. Falsch: &lt;strong&gt;Dr Presidänt jscht nimmä gwäält wordu. &lt;/strong&gt;Richtig: &lt;strong&gt;Dr Presidänt jscht &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;nimmä gwäältä cho.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;5. These: In unserer Oberwalliser Mundart stimmt das dem Nomen nachgestellte Adjektiv (das prädikative Ajektiv) in Zahl und Geschlecht mit dem Nomen überein.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Steht das Ajektiv vor dem Nomen, dann be&amp;shy;kommt es automatisch die richtige Endung:&lt;strong&gt; E scheenä Ma, e hjbschi Fröüw, es unäärtigs Jün&amp;shy;gi. &amp;ndash; &lt;/strong&gt;Steht das Adjektiv aber nach dem Nomen stimmt es &amp;ndash; im Gegensatz zur Hochsprache &amp;ndash; mit dem Nomen überein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hochdeutsch: Der Mann ist flink, die Frau ist flink, das Kind ist flink.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mundart: &lt;strong&gt;Dr Ma jscht fljnggä, d Froüw jscht fljng&amp;shy;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;gi, ds Chind fischt fljnggs.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Hochdeutsch: Ein Karren voll Äpfel, eine Pfeife voll Tabak, ein Haus voll Kinder&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mundart: &lt;strong&gt;E Charre vollä Epfel, en Pfiiffa volli Tu&amp;shy;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;bak, es Hüss volls Chind.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;*** &lt;/strong&gt;Im Gratulationssätzchen: &lt;strong&gt;&amp;quot;Schii wird hjttu njnzg jäärig&amp;quot; &lt;/strong&gt;verstecken sich gleich zwei Fehler. Es müsste richtig heissen: &lt;strong&gt;Schii &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;chunnt &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;hjttu njnzg jäärigi.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;6. These: Satzstellung und Sprachductus schrei&amp;shy;en in unserm Dialekt danach, dass das jeweilige Referat schlächttjtsch gedacht und unbedingt schlächtttjtsch zu Papiergebracht werden muss.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Was ungezinkt &lt;strong&gt;schlächttjtsch &lt;/strong&gt;ans Ohr der Ra&amp;shy;dio- oder Konferenzzuhörerschaft gelangen soll, dass muss entweder papierfrei (auswendig) vorgetragen werden oder auf dem Vortragspa&amp;shy;pier &lt;strong&gt;schächttjtsch &lt;/strong&gt;abgefasst sein. Eine geradezu lächerliche Methode besteht darin, dass der im Schriftdeutschen etwas unbewanderte Texter mit viel Mühe einen hochdeutschen Text in den Computer &lt;strong&gt;tätscht&lt;/strong&gt;, mit diesem ans Radio oder ans Rednerpult geht, um ihn dort mit noch viel grös&amp;shy;serer Mühe am Mikrophon wieder in den Dialekt zurückzuübersetzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie schwierig es am Anfang auch erscheint, &lt;strong&gt;man &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;muss &lt;/strong&gt;seinen Dialektauftritt &lt;strong&gt;schlächttjtsch&lt;/strong&gt; vorfin&amp;shy;den. Alles andere wird in der Hitze des Gefechtes &lt;strong&gt;&amp;quot;d rejnschtisch Chuchjsuppa&lt;/strong&gt;&amp;quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abschreckendes Beispiel: Auf meinem Manus steht &amp;quot;Da sprangen die Knaben hinaus auf die Frühlingswiese und pflückten Gras für ihre Ka&amp;shy;ninchen&amp;quot;. Das soll ich nun mundartig von mir geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;quot;Da sind di Knabe uff d Frühlingswiisa gschprun&amp;shy;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;ge fr de Kaninche Gras gaa z pflücke.&amp;quot; &lt;/strong&gt;Und das soll nun &amp;bdquo;&lt;strong&gt;wallisertjtsch&lt;/strong&gt;&amp;quot; sein?!&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;7. These: Schriftdeutsches viel gescheiter hoch&amp;shy;deutsch vom Blatt lesen als Handgelenk mal Pi in hundsmiserablen Dialekt umverfrachten.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es sei deshalb allen Redaktoren und Moderato&amp;shy;rinnen, die schriftdeutsch verfasste Nachrichten und Wetterprognosen &lt;strong&gt;schlächttjtsch &lt;/strong&gt;hauslie&amp;shy;fern wollen, zu bedenken gegeben, dass nichts Schriftdeutsches dadurch zur Mundart wird, in&amp;shy;dem man es nur gerade &amp;ndash; bei gleicher Satzstel&amp;shy;lung&amp;ndash; auf eine frische Zeile rollt und mit Dialekt&amp;shy;farbe noch etwas angestrichen dem Mikrophon zumutet. &amp;ndash; Ist die nötige Zeit zur totalen Um&amp;shy;strukturierung einer hochdeutschen Nachricht nicht vorhanden, dann diese um aller 14 Not&amp;shy;helfer willen und aller vier Eisheiligen und um der Planta-Kathrj willen hochdeutsch vorlesen, damit nicht auch noch das Mikrophon nach dem ersten Punkt schon ins Komma fällt!&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;8. These: Dem Mundart-&amp;quot;Dichter&amp;quot;steht eine un&amp;shy;verbrauchte Welt, stehen einzigartige Bilder zur Verfügung, die der Kreativität freie Zügel lassen.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Urknall steht noch bevor.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wohin du blickst und denkst: lauter Rohmaterial. Du bist &amp;quot;lieber Gott&amp;quot; und Robinson zugleich. Kannst dir alles selbst erschaffen und modeln, aneinanderreihen und benennen. Kaum ein Bild, nicht ein einziger Satz ist vor dir schon durch Goethe oder Rilke gegangen. Du bist der Erste, dem das so in den Sinn kam, der das so zusam&amp;shy;menstiefelte! Das macht munter.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;9. These: Die Bezeichnung &amp;quot;schlächttjtsch&amp;quot; hat mit &amp;quot;schlächt&amp;quot; als qualitativ miserabel nicht das Geringste zu tun.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Es ist nicht das Deutsch dritter Qualität. &lt;strong&gt;&amp;quot;Schlächt&amp;quot;&lt;/strong&gt; enstammt der Wurzel &amp;quot;schlicht&amp;quot;. Schlichtdeutsch ist einfach, unverbildet, aus dem Mund des Volkes kommend. Es ist wesentlich nicht Schriftdeutsch, dem Duden hörig und dem Siebs. Schlichtdeutsch ist zuallererst Mundart, also nicht zur Niederschrift geeignet. Schriftspra&amp;shy;che wird zuerst ersonnen und dann erst zu Papier gebracht. Schlichtdeutsch ist noch zungenwarm, hirnfrisch, hautnah am Geschehen, dem Mo&amp;shy;mentanen auf dem Fusse folgend. Deshalb wirkt es frisch und bunt, demnach ein Deutsch höchs&amp;shy;ter Qualität. Nach meinem Dafürhalten sollte man es deshalb eher auf CDs sprechen - brühwarm, atemfrisch - als &amp;quot;vertagt&amp;quot; und &amp;quot;verkühl&amp;shy;schrankt&amp;quot; in ein Buch einzumachen. - Allerdings liesse sich, insofern sich Schlichtdeutschkönner zu einem Verband vereinten, eine Dialektkultur auch bei uns aus dem Boden stampfen. Was im Bernischen schon lange geht, ginge sicher auch bei uns.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;10. These: Die Sünde derer, die sündhaft schlecht &amp;quot;schlächttjtsch&amp;quot; reden, ist nicht in jedem Fall eine Todsünde.&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das kann ich als Beichtvater natürlich nicht schlecht abschätzen. Also, vom moralischen Standpunkt aus, sieht das so aus: Wem danach gelüstet, eine schwere Sünde zu begehen, der muss 1. gegen stehendes Gesetz (Gebot/Verbot) sich schwer verfehlen; 2. über den genügenden Wissensstand verfügen (dass es eine schwerwie&amp;shy;gende Sache ist); 3. freiwillig und aus purer Bos&amp;shy;haftigkeit das schwer Sündhafte ausführen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach meinem Dafürhalten ist bei den Dialeksün&amp;shy;dern meist nur Punkt 1 als Vergehen anrechenbar. Punkt 2 und 3 kann man selten jemand ankrei&amp;shy;den. Da aber nur alle drei Punkte zusammen&amp;shy;gezählt eine Todsünde ergeben, kann in unserm Fall nur lässliche Sünde geortet werden. Davon ist Lossprechung komplikationslos zu erhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Immerhin, gute Besserung muss auch der läss&amp;shy;lich Sündigende versprechen. Und an diese Besserung knüpft sich nun, nach diesem län&amp;shy;gern Expose, meine Zuversicht. Möchten doch alle &amp;quot;&lt;strong&gt;wallisertjtsch&lt;/strong&gt;&amp;quot; Redenden nicht noch mehr unbewusste Schande über unser Land bringen und sich so &amp;quot;anständig&amp;quot; wie nur immer möglich ausdrücken... nicht nur englisch mit amerikani&amp;shy;schem Akzent!&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Eduard Imhof: Dr Güeten Tagg-Kaländer. Visp, 2009.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 18.4.2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/manetnaeme-147</link>
			<title>Manetnäme</title>
			<description>&lt;h2&gt;Januar , Jener&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nach Janus, dem Beschützer der Stadttore, Gott des Aus- und Einganges, im übertragenen Sinne des Anfangs und des Endes, dargestellt mit zwei Gesichtern, blickt nach zwei Seiten, nämlich vorwärts und rückwärts. lateinisch ianua &amp;quot;Schwelle&amp;quot; (zum neuen Jahr).&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Februar, &amp;nbsp;Hoonig&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Reinigungs- bzw. Sühnemonat, weil am Jahresende das Fest Februa zur Reinigung der Lebenden und die Sühnung der Verstorbenen vorgenommen wurde (februare &amp;quot;reinigen&amp;quot;).&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;März, Merzo&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Benannt nach Mars, dem Gott des Krieges und der Vegetation. Im altrömischen Kalender begann das Jahr mit dem März, daraus ergibt sich die Verschiebung der numerischen Monate September bis Dezember und dem Februar als Jahresende. Seit 153 v. Chr. traten in Rom die für ein Jahr gewählten Konsuln ihr Amt jeweils am 1. Januar an, der sich bald als Jahresbeginn einbürgerte.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;April, Aberello&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Wird abgeleitet von lat. aperire &amp;quot;öffnen&amp;quot;, der Monat der Öffnung bzw. des Aufblühens.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Mai, Meijo&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Nach Iupiter Maius benannt, dem römischen Gott des Frühlings und des Wachstums.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Juni, Braachot&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Benannt nach Juno, einer römischen Gottheit, der die meisten Eigenschaften der griechischen Götterkönigin Hera übertragen wurden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Juli, Hewwot&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ursprünglich Quintilis, der &amp;quot;fünfte Monat&amp;quot;. Geburtsmonat Caesars (Gaius Julius Caesar). Nach ihm wurde dieser Monat seit 44 v. Chr. Julius genannt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;August, Öügsto&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dies war ursprünglich der sechste Monat, dementsprechend Sextilis genannt, des alten römischen Kalenders. Er wurde zu Ehren des ersten römischen Kaisers Augustus im Jahre 8 v. Chr. in Augustus umbenannt. Dies war verbunden mit einer Verlängerung des Monats um einen Tag, der dem Februar genommen wurde, nach welcher der Monat des Augustus ebenso lang war wie der Caesars. 22 Jahre später, 14 n. Chr., wurde der August der Sterbemonat seines Namenspatrons. (Die Reihenfolge der Ereignisse scheint sonderbar, aber zumindest die letzte Jahreszahl darf als sicher gelten.)&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;September, Herbschtmonat&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der siebente Monat (lateinisch septem &amp;quot;sieben&amp;quot;) im Römischen Kalender. An diesem und den folgenden Monatsnamen kann man erkennen, dass man mit der Zählung ursprünglich im Monat März begann. Er sollte nach dem Kaiser Tiberius benannt werden.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Oktober, Wiimonat&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der achte Monat (octo &amp;quot;acht&amp;quot;) nach dem Römischen Kalender. Auch hier konnte sich die Bezeichnung Domitianus nicht durchsetzen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;November, Wintermonat&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der neunte Monat (novem &amp;quot;neun&amp;quot;) nach dem Römischen Kalender.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Dezember, Chrischtmonat&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der zehnte Monat (decem &amp;quot;zehn&amp;quot;) nach dem Römischen Kalender.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Vgl.&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Monat&amp;quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Monat&lt;/a&gt;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 30. 11. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/sprache/adjektiv-145</link>
			<title>Adjektiv</title>
			<description>&lt;p&gt;Grundsätzlich werden die Adjektive im Walliserdeutschen gleich wie im Hochdeutschen in verschiedenen Erscheinungsformen gebraucht:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;attributiv&lt;/strong&gt;: das heisst in Bezug zum Nomen, dieses näher bezeichnend oder bestimmend: &lt;strong&gt;as roots Auto&lt;/strong&gt;, ein rotes Auto; &lt;strong&gt;an waarmi Suppa&lt;strong&gt;,&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; eine warme Suppe; in&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;diesem Falle wir das Adjektiv analog der dem Standartdeutsch dekliniert, wobei aber der Endvokal auf das Genus Rücksicht nimmt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;prädikativ&lt;/strong&gt;: das heisst in Bezug zum Verb, meisten nach &amp;quot;sein&amp;quot;: &lt;strong&gt;der Ma ischt aalte&lt;/strong&gt;, der Mann ist alt; &amp;quot;werden&amp;quot;: &lt;strong&gt;d Froww wird aalti&lt;/strong&gt;, die Frau wird alt; &amp;quot;kommen&amp;quot;: &lt;strong&gt;ds Jungi chunt langsam aalts&lt;/strong&gt;, das Kind wird langsam alt; an diesen Beispielen erkennen wir sofort, dass das prädikative Adjektiv im Walliserdeutschen im Gegensatz zum Hochdeutschen oder zum übrigen Schweizerdeutschen flektiert wird, d.h. das Adjektiv passt sich in seiner Endung an den Genus des Bezugwortes an.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;adverbial&lt;/strong&gt;: diese unflektierte Form des Adjektivs wird&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;heute oft zu den Partikeln gezählt, da es eben (auch im Walliserdeutschen) unveränderlich auftritt: &lt;strong&gt;der Ma brielot lütt,&lt;/strong&gt; er brüllt laut; &lt;strong&gt;d Froww schaffot güet,&lt;/strong&gt; die Frau arbeitet gut; &lt;strong&gt;ds Jungi llöüfft schnäll,&lt;/strong&gt; das Kind läuft schnell.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Das Adjektiv kann sich aber auch noch auf ein anderes&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Adjektiv oder ein Adverb beziehen und eine Situation besonders auszuzeichnen: &lt;strong&gt;dass ischt hüero güet&lt;/strong&gt;, das ist wirklich gut;&lt;strong&gt; super geil&lt;/strong&gt;, besonders gut;&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;strong&gt;teif unnuna&lt;/strong&gt;, tief unten; &lt;strong&gt;wiit obina,&lt;/strong&gt; weit oben.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Gleich wie im Standarddeutschen ist im Walliserdeutschen auch die Steigerung: &lt;strong&gt;liep - lieber - am liebschtu; frisch - frischer - am frischoschtu&lt;/strong&gt;; viel beliebter als im Standartdeutschen ist im Walliserdeutschen aber der Umlaut bei den Steigerungsformen:&lt;strong&gt; mager - megrer - am megerschtu; braav - bräver - am brävschtu; grop - greber - ds grebschta&lt;/strong&gt; ...&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Quellen:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Der grosse Duden. Grammatik, Bd. 4, 3. Aufl. 11973; Lötscher Andreas: Schweizerdeutsch. Huber, Frauenfeld, 1983&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 28. 11. 12&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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