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		<title>Hüüsu | Virtuelles Walsermuseum</title>
		<link>https://www.walsermuseum.ch/?id=14</link>
		<description></description>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 07:27:14 +0200</pubDate>
		<category>Virtuelles Walsermuseum</category>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/stubji-194</link>
			<title>Stubji</title>
			<description>&lt;p class=&amp;quot;bodytext&amp;quot;&gt;Alpstube, Wohnraum der Alphütte; vgl. &lt;strong&gt;Stubji; &lt;/strong&gt;Wohn-, Ess-, Schlaf- und Aufenthaltsraum einer Alphütte waren sehr bescheiden eingerichtet: Bett, Näscht, &lt;a href=&amp;quot;?id=14&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=198&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Güütschi&lt;/strong&gt;, &lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;dem &lt;strong&gt;Tisch, &lt;/strong&gt;dem &lt;a href=&amp;quot;?id=14&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=196&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Bäich&lt;/strong&gt;, &lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;einem bis zwei Hockern, &lt;a href=&amp;quot;?id=14&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=197&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Stubälli &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;und einer &lt;strong&gt;Petrollampe&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Lusa, Funzla, Lampa, Petrolllampa &lt;/strong&gt;und dem &lt;a href=&amp;quot;?id=28&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=49&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Herrgottswinkel&lt;/strong&gt;, &lt;/a&gt;&lt;strong&gt;Gottesji. &lt;/strong&gt;Meistens in einer talabwärtigen Ecke des Gesamtgebäudes gelegen, oft versehen mit zwei Fenstern in Front- und einem in der Seitenfassade. Die Alpstube lag direkt über dem Stall, und durch die Ritzen in der locker gefugten Diele strömte die Stallwärme und der Stallgeruch in die Stube; das gab zwar warm (hier auf manchmal über 2000 Meter Höhe konnten die Nächte auch im Sommer zeitweise empfindlich kalt werden und Heizung gab es in diesen Stuben keine); aber dieser Stallgeruch bescherte den Älplern ihren markanten und unverkennlichen &amp;lsquo;Duft’: &lt;strong&gt;&amp;hellip; äs schmeckt nach Alpa, &lt;/strong&gt;&amp;laquo;&amp;hellip;er/sie riecht nacht der Alpe&amp;raquo;, ein &amp;laquo;’Duft’, der damals nicht unbedingt als unangenehm empfunden wurde und bei manchen Menschen sogar heimelige Erinnerungen weckte.&lt;/p&gt;

&lt;h5 class=&amp;quot;bodytext&amp;quot;&gt;[vgl. Id. 10,1124; SDS,VII/247.;W. 3470; Gr. 184]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5 class=&amp;quot;bodytext&amp;quot;&gt;Volmar Schmid, 2. Februar 2008&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/alpu-184</link>
			<title>Alpu</title>
			<description>&lt;p&gt;Nach der Nutzungsart wird zwischen &lt;strong&gt;Stafilalpa &lt;/strong&gt;(individuelle Nutzung) und dem &lt;strong&gt;Senntum, Senntumalpa &lt;/strong&gt;(genossenschaftliche Nutzung) unterschieden. Hier muss kurz auf die eigenartigen Eigentumsverhältnisse in den verschiedenen Alpen eingegangen werden: man könnte sie grob mit einer Kombination zwischen Genossenschafts-und Aktienrecht bezeichnen. In der &lt;strong&gt;Stafilalpa &lt;/strong&gt;waren die Alphütte, die &lt;strong&gt;Meematte &lt;/strong&gt;(Mähwiesen, es brauchte auf dieser Höhe immer auch etwas Heu, um z. B. bei Schneefall die Kühe 2 bis 3 Tage im Stall behalten zu können; oft wurden hier schon im Frühjahr die Kälber gefüttert, bevor die Alpe bestossen werden konnte) und &lt;strong&gt;Etzweida &lt;/strong&gt;(Weide, in der Nähe der Alphütten) in Privatbesitz. Die grossen Weideflächen meist oberhalb der Alpe waren im Gemeinbesitz und konnten von den Alpbesitzern je nach &lt;strong&gt;Alprächt &lt;/strong&gt;(Kuhrecht, Alpbesitz) genutzt werden. Jeden Morgen nach dem Melken wurde das Vieh des ganzen Stafels von den &lt;strong&gt;Hirta &lt;/strong&gt;(Hirte;Kinder zwischen 8 und 12 Jahren) zusammen auf die Gemeinschaftsweide getrieben; das war manchmal ein ein- bis halbstündiger Weg. Diese Herde kehrte erst am Abend zum Melken zurück in den Stall. Gute Milchkühe, lahmes oder krankes Vieh und die Winterchälber (die 3 &amp;ndash; 6 Monate alten Kälberdes letzten Winters) wurden auf der privaten &lt;strong&gt;Etzweida &lt;/strong&gt;gehütet &amp;ndash; Hirten gab es genug. Ich erinnere mich, dass wir auf der Alpe Eril (Baltschiedertal) bei zehn &lt;strong&gt;Partiije &lt;/strong&gt;(Sömmerer, Gruppen) bis zu dreissig Kinder waren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Senntum war genossenschaftlich organisiert, die Stallung und die Weide waren in Gemeinbesitz, doch waren nicht alle Genossenschafter gleichgestellt. Je nach Kuhrecht, &lt;strong&gt;Alprächt, &lt;/strong&gt;hatten sie grösseres oder kleineres Nutzungs- und Mitspracherecht. Das Vieh wurde von einem Sennen und mehreren Hirten, &lt;strong&gt;Züehirt, &lt;/strong&gt;betreut; 2. im engerem Sinne das/die Gebäude; 3. im weiteren Sinne die ganze Weidefläche.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weiter Informationen:&amp;nbsp;Kein Volk von Hirten. Alpwirtschaft im Wallis. Hrsg. Thomas Antonietti; hier + jetzt, Baden, 2006&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Alpbewirtschaftung enthalten Sie ausführliche Informationen unter &lt;a href=&amp;quot;http://alpwirtschaft.com/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;http://alpwirtschaft.com/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quellen:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;[Id. 1,193; SDS,VI/76;W. 339, Gr. 25; vgl. Siegen]&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 2. Februar 2008&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Auf der Alpe&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Nähe der Gletscher galt als besonders bedrohlich. Dunkle Überlieferungen mit &lt;strong&gt;Sagen&lt;/strong&gt; vermischt, erzählen, wie ewiges Eis blühende Alpweiden verschüttete, und man mochte eine Wiederholung des schrecklichen Erlebnisses befürchten. Viele Sagen ranken sich um das &lt;strong&gt;Blümlisalpmotiv&lt;/strong&gt; (Turtmanntal z.B.), das den Gletschersturz als Strafe menschlichen Geizes oder Hochmutes erklärt. Vergessen wir aber nicht, dass die Gletscher und Bergsturzhänge, die oft unmittelbar an die Alpweiden grenzten, als Orte betrachtet der Busse für die Verstorbenen wurden. Auch dafür fehlen die Überlieferungen und Erzählungen nicht, sei es die edle eben, seien es die &lt;strong&gt;Armen Seelen&lt;/strong&gt;, die ihre Strafe im Aletschgletscher verstorbene Mailänderin, die barfuss bei finsterem Regenwetter um ihrer Sünden willen in den Gletscher eilt und dem Hirten der Törbjeralp begegnet abbüssen oder gar der ungetreue Senn der Lona-Alp (über Grimentz), der seit über dreihundert Jahren mit dem eiskalten Gletscherwasser käsen muss.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die verlassenen Alpweiden galten als das Aufenthaltsgebiet der Verstorbenen, als Gebiet &lt;strong&gt;Gratzug&lt;/strong&gt;, das man nicht ungestraft betreten durfte wollte man sich nicht unangenehmen Begegnungen aussetzen. Der zieht über die Alpen, und diejenigen, die im Leben verbotenerweise tanzten, tanzen wieder in der Alphütte eiszapfenbehangen als Verstorbene.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&amp;quot;bodytext&amp;quot;&gt;Ende Juni werden die meisten Alpen bestossen; erst im September zieht die Herde wieder talwärts. In dieser Zeit &lt;a href=&amp;quot;?id=14&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;wandert&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;sie von Alpstafel zu Alpstafel. Im tieferliegenden Teil der Alp liegt der Hauptstafel in lawinengeschützter Lage; da befinden sich auch die wichtigsten, manchmal einzigen Alpgebäude. Die Ende Juli Anfang August genutzten oberen Stafel (meist über 2000 m. ü. M.) haben keine oder nur primitive Bauten. Die immer gleichbleibenden Bedürfnisse der Viehzucht - Unterkunft und Fütterung der Tiere - werden auf den Alpen auf viel einfachere Art gelöst als in den Dörfern und Voralpen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ausser bei lang andauernden Schlechtwetterperioden, wo gewisse Alpen einen kleinen Heuvorrat verfüttern, lebt die Herde ausschliesslich vom Weidegang. Man führt die Herde von einem zugeteilten Weideplatz zum andern, um den Graswuchs möglichst rationell auszuwerten. Spezielle Heuscheunen sind überflüssig.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&amp;quot;bodytext&amp;quot;&gt;Bei den &amp;nbsp;eigentlichen Alpgebäuden &amp;nbsp;handelt es sich um die &lt;strong&gt;Käserei&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;Sennerei&lt;/strong&gt;, den &lt;strong&gt;Käsekeller&lt;/strong&gt; oder um die Unterkünfte für die Menschen&amp;nbsp; und die Tiere; sie können nicht durch allgemeingültige Begriffe umrissen werden. Mehr als die Gebäude der Dauer- oder Temporärsiedlung unterliegen sie ortsbedingten Unterschieden, seien diese nun durch Überlieferung, durch Bodenbeschaffenheit, durch Baugewohnheiten oder durch den jeweiligen Stand der Technik bestimmt. Besitzverhältnisse und Alporganisation üben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss aus. Sicher beruht heute die häufigste Alpbewirtschaftung auf &lt;strong&gt;Alpkorporationen&lt;/strong&gt;. Wir finden aber im Wallis alle Formen der Alpwirtschaft, von der konservativen Betriebsform der &lt;a class=&amp;quot;internal-link&amp;quot; href=&amp;quot;?id=14&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=186&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Einzelhut&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;und &lt;a class=&amp;quot;internal-link&amp;quot; href=&amp;quot;?id=14&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=186&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Einzelsennerei&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;bis zur modernen Bewirtschaftung mit gemeinschaftlicher Hut des &lt;strong&gt;Senntums&lt;/strong&gt; und genossenschaftlich geführter Sennerei. Beim heutigen Stande unserer Kenntnisse ist es unmöglich, Alter und Reihenfolge dieser Betriebsformen zu ermitteln. Wir beschränken .uns deshalb auf einige Beispiele, indem wir zuerst die Organisation einer &lt;a class=&amp;quot;internal-link&amp;quot; href=&amp;quot;?id=14&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=187&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Senntumsalp&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;und dann die heute noch, wenn auch nicht ausschliesslich, im Val-d&amp;#39;Illiez und im deutschsprachigen Oberwallis vorkommende &lt;a class=&amp;quot;internal-link&amp;quot; href=&amp;quot;?id=14&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=186&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Einzelalpung&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;besprechen.&lt;/p&gt;

&lt;h5 class=&amp;quot;bodytext&amp;quot;&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li class=&amp;quot;bodytext&amp;quot;&gt;Zeugen der Vergangenheit im Wallis von heute. (Maiarbeiter der französischen Originalfassung Dr. Roae-Claire Schüle und Dr. Walter Ruppen übertrugen den Text ins Deutsche). Staat Wallis (DEKS), Sitten, 1975, S. 28 f. Kurztitat: Zeugen...&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 11. Februar 2008&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;Einen ausführlichen Glossar zu Begriffen im Zusammenhang mit dem Alpwesen finden sie bei:&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://www.alporama.ch/gv2/get/get_glossar.asp&amp;quot;&gt;Alporama Glossar&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle wichtigsten Alpen der Schweiz mit ihren Käsespezialitäten finden sie:&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://www.alporama.ch/gv2/get/get_welcome.asp&amp;quot;&gt;Alporama&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/lumpu-199</link>
			<title>Lumpu</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abputzlumpo&lt;/strong&gt;,m (Ab)-Putzlappen, zum Putzen mit Feuchtigkeit;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abstöüplumpo&lt;/strong&gt;,m Staublappen, zum trockenen Staubwischen;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lumpo&lt;/strong&gt;,m Lappen; vgl. Hudil; wie Lappen, kleines oft zerrissenes Tuch aus abgetragenen Kleidern; manchmal aber eigens geschnitten und genäht:&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Wäsch-, Chuchi-, Abbutz-, Gschirrlumpo, Putzlumpo, Gschirrhudil&lt;/strong&gt;, &amp;laquo;Wasch-, Küchentuch, Putz- und Geschirrlumpen&amp;raquo;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3/1278;W. 2227; Gr. 130]&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/gueuetschibett-198</link>
			<title>Güütschibett</title>
			<description>&lt;p&gt;Schubladenbett; vgl.&amp;nbsp;Ggüütschi, Gütschibett;&amp;nbsp;eine bewegliche Bettstatt, die tagsüber unter das an der Wand befestigte Hauptbett&amp;nbsp;(Bett, Näscht)&amp;nbsp;geschoben wurde. Auch es war mit einem Bettsack&amp;nbsp;Bissagga&amp;nbsp;versehen. Im Hauptbett schlief (in einer Stafelalpe) die Sennerin (die Mutter, Grossmutter oder Tante), im Schubladenbett die Kinder (Kinder, Enkel,Nichten und Neffen).Manchmal schliefen bis zu fünf Kinder in einem solchen Bett; natürlich ganz anständig die Mädchen in der einen, die Knaben in der anderen Richtung.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 2,563; SDS, VII/247]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid 2. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/stubaelli-197</link>
			<title>Stubälli</title>
			<description>&lt;p&gt;Schemel, Hocker; Sitzgelegenheit für eine Person, oft mit drei Beinen und ohne Lehne, wurde als Not- oder Reservehocker verwendet.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 10,1,11918,24, SDS, VII/179]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 2. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/baich-196</link>
			<title>Baich</title>
			<description>&lt;p&gt;Bank; vgl.&lt;strong&gt;&amp;nbsp;Eggbäich, Teiggbäich, Ofubäich;&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;1.längliche Sitzgelegenheit für mehrere Personen mit oder ohne Lehne, beweglich oder fest, aus Holz.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 6/285; SDS, VII/178ff.;W.564; Gr.32]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;&amp;nbsp;Volmar Schmid, 2. Februar&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/abort-195</link>
			<title>Abort</title>
			<description>&lt;h2&gt;Abort&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;WC, Toilette; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Abtritt,&amp;nbsp;Gabine,&amp;nbsp;Schiissa,&amp;nbsp;Schiishüss, Twalett;&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;diese ezeichnung eigt (wie wir es noch häufig antreffen erden) die beschönigende Manie, &amp;quot;heikle&amp;quot;&amp;quot; Dinge (Geschlechtlichkeit, Stuhlgang, Harnlösen, Tod etc.) nicht beim Namen zu nennen; wir haben es hier mit einem &amp;quot;Ab - Ort&amp;quot;, einem Ort, der eben ausgeklammert wird (vgl. auch&amp;nbsp;Abtritt,&amp;nbsp;ein &amp;laquo;Tritt, weg vom Normalen&amp;raquo;).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Wir Walser, Brig, 2003&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, August, 2011&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Abtritt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;WC, Toilette; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Abort,&amp;nbsp;Gabine,&amp;nbsp;Schiissa,&amp;nbsp;Schiishüss&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;in den ältesten Häusern war kein Abort vorgesehen: Man behalf sich mit einem Nachtgeschirr und benützte im übrigen die Ställe als Abort. Nach und nach erstellte man eigentliche Abortanlagen; sie befanden sich meistens ausserhalb des Hauses, an die Küchenwand angebaut. Zum Sitzen wurden verschieden grosse Löcher aus dem Sitzbrett gesägt, die man mit einem Holzdeckel verschliessen konnte.Unten hatte die Anlage eine Öffnung, aus der man alle ein bis zwei Jahre den Kot entfernen (meistens düngte man damit den Hausgarten) konnte. In vielen Bergdörfern des Oberwallis wurde erst in den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts aufWasserklosetts und Wasserspülung umgestellt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 14,1512; SDS,VII/146; Egloff, 191ff., Gr. 22]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Gabine (WC)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;WC, Toilette; vgl.&amp;nbsp;Gabinet,&amp;nbsp;Abtritt,&amp;nbsp;Gabine,&amp;nbsp;Schiissa,&amp;nbsp;Schiishüs,&amp;nbsp;Twaletts;&amp;nbsp;vom franz. &amp;laquo;cabinet&amp;raquo; = Zimmer(chen); die eigentlich vornehme, bzw. gesellschaftlich akzeptierte Art, die Toilette zu benennen. Standardsprache und gehobene Sprache:&amp;nbsp;ich gaa uff ds Gabine, di Twalett oder ufs WC,&amp;nbsp;Vulgärsprache:...&lt;strong&gt;ich gaa uff d Schiissa&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3,98; SDS, VII/146; Egloff, 191ff.]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Scheisshaus, Scheisse (WC)&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Schiissa: Abort, Toilette; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Abort;&amp;nbsp;Gabine,&amp;nbsp;Schiissa,&amp;nbsp;Schiisshüss,&amp;nbsp;Schiissulti,&amp;nbsp;Twalett&lt;/strong&gt;; derber Ausdruck für die Toilette. Diese bestand ursprünglich aus einem Holzverschlag ausserhalb der Wohnung, versehen mit einem Brett und einem oder mehreren Sitzlöchern,&amp;nbsp;Schiissloch,&amp;nbsp;auf einem bankartigen, geschlossenen hölzernen Gestell, meistens mit passendem Deckel und einem&amp;nbsp;Brunzloch&amp;nbsp;für die Männer am Boden.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 8/1325; SDS, VII/146; Egloff, 191ff.; Gr. 170]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 2. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/veestall-193</link>
			<title>Veestall</title>
			<description>&lt;p&gt;Da es in der Alpe an Streu (Chrissu) fehlte, wurde der Viehkot&amp;nbsp;(&lt;strong&gt;Lutza,&amp;nbsp;Pjöüda&lt;/strong&gt;)&amp;nbsp;im Kotgraben (&lt;strong&gt;Lutzugrabo&lt;/strong&gt;) gesammelt und dann mit einem Schaber (Lutzuschüfla) in eine Grube (&lt;strong&gt;Lutzugrüeba&lt;/strong&gt;, Pjöüdugrüeba) geschoben.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 11,15; SDS,VII/178ff.]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/chaeller-192</link>
			<title>Chäller</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Einrichtung des Kellers mit &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Tablaar&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Cheesleitra&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; zeugt vom ewigen Kampf gegen Schädlinge - vor allem Mäuse und Ratten. Ein durchschnittlicher Keller war etwa wie folgt eingerichtet: in der Mitte des Raumes war das &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Tablaar&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; &amp;laquo;Tablar&amp;raquo;, an einer Wand &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;d W&amp;igrave;ifassjini &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&amp;laquo;Weinfässer&amp;raquo; und daneben &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;d Schnapsbomboona&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; &amp;laquo;grosse, gläserene Schnapsflasche, Korbflasche&amp;raquo;, in einer Ecke&lt;strong&gt;&lt;strong&gt; d Häärpfilgrüeba &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&amp;laquo;Kartoffelgrube&amp;raquo;, an der Decke &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Hääggu&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;, &amp;laquo;Haken&amp;raquo;, für das Trockenfleisch und daneben &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;d Cheesleitra&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; &amp;laquo;Käseleiter&amp;raquo;. Wenn es noch Platz hatte, wurden an&amp;nbsp; den Wänden Regale für das Eingemachte und die Konfitüre angebracht. Da hier ein wesentlicher Teil der Nahrung für den Winter (und teilweise für das ganze Jahr) lagerte, wurde der Keller mit einer soliden Türe verschlossen. Der Kellerschlüssel war einerder rneistbehüteten Gegenstände des Haushalts. Passanten oder Bekannte hat man selten zu sich in die Stube eingeladen; wenn man zu jemandem sagte: &lt;strong&gt;chuscht an Schluck ga triichu&lt;/strong&gt;, meinte man immer eine Einladung in den Keller, gleichzeitig konnte man seinen &amp;bdquo;Reichtümer&amp;ldquo; dem Gast präsentieren. Hier hielt man ein paar Gläser bereit, die wurden mit dem Rockschoss ausgeputzt, dann wurden der eigene Wein, &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;dr Eigono&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;, probiert. Es gab &amp;laquo;Spezialisten&amp;raquo;, die wussten, vor welchen Kellern sie einige Male hin und her laufen mussten, bis sie eingeladen wurden;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In der Alpe war der Keller ein kühler, unterirdischer Raum zur Aufbewahrung der Milch, Lagerung der Butter und des Käses. Auf Gestellen, &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Tablar&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;, werden die Aufrahrngefässe &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Gepse&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; (runde, flache, früher Holz-, später B1echgefässe) mit frischer Milch aufgestellt; diese Milch wurde am Tag darauf mit der Rahmschöpfkelle &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Niidilchella&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; entrahmt und dann zu Käse verarbeitet. Wo sich die Möglichkeit bot, wurde fliessendes Wasser durch den Keller geleitet und dann die &lt;strong&gt;Gebsen&lt;/strong&gt; schwimmend im frischen Wasser aufbewahrt. In diesem Keller wurde auch der Käse gelagert und die Butter im Butterstock, &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Äichustock&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; oder in Sauerampferblättern &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Äichuballe&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; aufbewahrt. Der Butterstock war der Stolz der Älplerin, kunstvoll wurde er geformt und die Butter sorgfältig ausgestrichen. Da wöchentlich gebuttert wurde, wuchs er während der Sommerzeit zu stattlicher Grösse von I0 bis 20 Kilo an. Dank dieser Konservierungsmethode wurde nur die äusserste Schicht (0.5 cm) gelb und ranzig, derRest war geniessbar, wurde oft aber doch zusammen mit Schweineschmalz im Herbst eingesotten und als Bratfett benutzt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;vgl. Volmar Schmid: Gebäude&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 6. 11. 17&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Chällertola&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kellergrube&lt;/strong&gt;; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chällertola&lt;/strong&gt;; Schacht für die Kellertreppe; da die Keller ja möglichst tief und weit in den gewachsenen Boden gebaut wurden, war die Kellertüre tiefer als der umliegende Grund; meistens führten zwei bis drei Stufentritte in d&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chällergrüeba&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;hinunter.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS. 06.11.17&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Chällertiri [Kellertüre]&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kellertüre&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Poort, Chällertir, Tiri&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;da im Keller die wichtigsten Wintervorräte gelagert wurden, war diese Türe abschliessbar und sehr stabil mit Rahmen und Füllung. Sie war fast immer zweiflüglig, wobei normalerweise für die tägliche Benutzung nur der breitere (meist rechte) Flügel benutzt wurde; der schmalere Flügel war mit eisernen Riegeln fest am Sturz,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Obertirner&lt;/strong&gt;; an der Schwelle,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Unnertirner&lt;/strong&gt;, verriegelt. Wie bei vielem im Wohnungsbau unserer Ahnen, bestimmte auch hier derpraktische Nutzen die Proportionen, bei sperrigen Gütern (z.B. Weinfässern) wurden beide Flügelgeöffnet.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;vgl. Volmar Schmid, Gebäude&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS. 06.11.17&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/chuchi-191</link>
			<title>Chuchi</title>
			<description>&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Wohnhaus; die Küche war der Raum, in dem gekocht und fast immer gegessen wurde. Für damalige Platzverhältnisse war die Küche relativ gross, denn hier spielte sich der grösste Teil des Familienlebens ab, hier wurde (bei Familien bis zu zehn Personen) gegessen, gearbeitet (Gemüse, Fleisch, Früchte verarbeitet, Schularbeiten gemacht, Korrespondenz erledigt), gelesen, gespielt (Karten- und Brettspiele) und viel gebetet (Rosenkranz). Eingerichtet war die Küche mit einem grossen Tisch, mit Bänken und Stühlen (&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Eggbäich&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Hocker&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Stubäillï&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;, mit einem Küchenschrank (&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Schaft&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;), dem Ofen (&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Chuchiofo&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;) und dem Schüttstein (&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Schitti&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;) recht spartanisch;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Alpe: Mehrzweckraum, der als eigentliche Küche zur Zubereitung der täglichen Mahlzeiten und als Sennereiraum genutz twurde. In dieser &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Chuchi&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; wurde der Käse im &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Chessi&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; hergestellt, dann im &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Gäärb&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; gepresst, anschliessend gewogen, gesalzen und beschriftet (mit Tintenbleistift wurde jeder Käse mit Datum und Gewicht angeschrieben); hier lag auch das Milchbüchlein (&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Milchbüechji&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;), in dein die Sennerin über die verschiedenen Anteile Buchhaltung führte. Da diese Tätigkeit sehr einfach (X Liter Milch = X Kilogramm Käse) aber auch sehr sorgfältig war, spricht man heute noch von Milchbüchleinrechnung (= addieren).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a class=&amp;quot;internal-link&amp;quot; href=&amp;quot;?id=49&amp;quot;&gt;das Essen&lt;/a&gt;, ...&lt;strong&gt;dini guet Chuchi gseet mu miinum Ranzu a&lt;/strong&gt;; &amp;laquo;... deine gute Küche sieht man meinem Wanst an.&amp;raquo;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;h5&gt;vgl. Volmar Schmid: Gebäude&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 06.11.17&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Trächa&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Feuerstelle&lt;/strong&gt;; offene Feuerstelle mit oder ohne Kamin (in der Alpe zog der Rauch frei&lt;br /&gt;
durch ein Loch am Dachgiebel). Die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Trächa&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;wurde doppelt genutzt: zum Kochen, dazu stellte man einen Dreifuss,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Trifüess&lt;/strong&gt;, auf die flache Feuerstelle und zum Käsen, dazu konnte man den Turm,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chessituro&lt;/strong&gt;, Turo, herausschwenken, an den man dann das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Käsekessi&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;hing.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 11. 10. 12&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Chuchischaft&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Küchenschrank&lt;/strong&gt;; vgl. Schaft,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Gschirrschaft&lt;/strong&gt;, im Küchenschrank wurde das Geschirr (manchmal offen) und die direkt für den Verzehr bestimmten Lebensmittel&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Spiisstricka&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;aufbewahrt. Es war ein niederer Schrank mit aufgesetztem, schmaleren Schrankteil mit Holz- oder Glastüren. Der obere Schrankteil sass entweder direkt auf dem unteren Schrank (buffetartig), oder er war durch eine offene Mittelpartie, welche als Ablagefläche diente, davon getrennt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Chuchiofo&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Küchenofen&lt;/strong&gt;, Holzherd; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Ofo, H&amp;atilde;&amp;atilde;rd, Chunschtofo&lt;/strong&gt;, &amp;laquo;Kunstofen, Ofen&amp;raquo;,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Holzofo,&amp;nbsp;Chochofo&lt;/strong&gt;; Herd aus Gusseisen (Metall) mit Holzfeuerung mit zwei bis vier Kochlöchern, meistens mit einem Wasserschiff und einem Backofen. Mittels Ringen konnte das Pfannenloch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Pfannuloch&lt;/strong&gt;, der Grösse der Pfanne angepasst werden.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 11. 17&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Trächa&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Feuerstelle; offene Feuerstelle mit oder ohne Kamin (in der Alpe zog der Rauch frei&lt;br /&gt;
durch ein Loch am Dachgiebel). Die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Trächa&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;wurde doppelt genutzt: zum Kochen, dazu stellte man einen Dreifuss,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Trifüess&lt;/strong&gt;, auf die flache Feuerstelle und zum Käsen, dazu konnte man den Turm,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chessituro&lt;/strong&gt;, Turo, herausschwenken, an den man dann das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Käsekessi&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;hing.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 11. 10. 12&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/alphiirt-189</link>
			<title>Alphiirt</title>
			<description>&lt;h2&gt;Verdingbüobi. olt &amp;nbsp;Sumerhirtji in Briischeru&amp;nbsp; -&amp;nbsp; 3 Suummbra.&lt;/h2&gt;

&lt;h3&gt;Eener: am anfang, als bis gegen Ende 1940.)&amp;nbsp;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Fa dene drii Jaaru, wa’n ich bi ds Chüoni Raffisch um Briischerru bi Hirt gsii, weli Jaar, ischt niene gschribus, nimi numu eis Jaar derfa, wa mer am beschtu no im Hirni ischt giblibu!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Von den drei Jahren, in denen ich bei Kuonen Rafaelsch in Brischern Hirt war, welche Jahr weiss ich nicht mehr so genau, aber es muss so gegen Ende der 40ziger Jahr gewesen sein, nehme ich nur das Jahr heraus, das mir am besten im Gedächtnis geblieben ist.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;SV, 15.1.12&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Weitere Hüterbuberninnerungen finden Sie unter: &lt;a href=&amp;quot;http://alpwirtschaft.com/A5_Bewirtschaftung&amp;quot;&gt;http://alpwirtschaft.com/A5_Bewirtschaftung&lt;/a&gt;&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Einleitung&lt;/h2&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;h3&gt;1. D’Iileeitig:&lt;/h3&gt;

			&lt;p&gt;Briischerru isch in zwei giteilts, Grob gseitz, isch der Oschtu&amp;nbsp;&amp;nbsp;d&amp;#39;Munderro Giteilu- / Burgeralpa, (öü an Teil mit dum Mundersenntum), und der weschtlich Teil Eggerbäärgerro Giteilualpa, mit jezz höüptsächli durch Herrat, aber zum Teil öü durch Chöüf, am parr weenigi Eiguntimmer fa Lalu, Brigerbad, Uesserbäärg und Baltschieder. Mund het Alpurächt fer 120 mälchi Chie, und d&amp;#39;Eggerbäärger 90 mälchi Chie. Uss dene 90 mälche Chie hetts de meischtens um di 120 Stukk Vee, gigä, will&amp;nbsp;&amp;nbsp;gworfni Rinnerlini als halbi Chüo gizellt hent, und ungworfni Rinnerlini und Chalber als a Viertil gizellt hent,&amp;nbsp;&amp;nbsp;und so weniger Alpurächt gibrüücht hent. So sind jährlich appa statt 90 mälchi Chie, Total appa as 120 Stukk Veh ds&amp;#39;hietu gsii. Gwendli sind de mindeschtens 5 Sennerinne gsii, wa der Summervehstand bsorget hennt, und de öü 5 Hirta, Ob ei Sennerri 10-20 Stuck mee het chäbet, wa d&amp;#39;andra, so isch de das öu uf du Hirt uber gangu. Da het mu de ds miiner Ziit kei Unnerscheid gmacht und gseit, dü hescht mee ds hietu, du müoscht amaal me ga werru. Asie hennt d&amp;#39;Sennerine na dum Uefftrib gseit, jezz gäät jjer zwei da und da ga werru, jjer zwei da und da,,,,,,&amp;nbsp;&amp;nbsp;und dü da,, und da hett mu de de Sennerinu miessu folge. Immer hent d&amp;#39;Sennerine nit chennu bifälu und de het de meischtens der eltoscht , oder öu der gwelltischtoscht Hirt bifolu: hitu gä wier zwei zämu da, und jjer dri da, oder no je nach Werri&amp;nbsp;&amp;nbsp;zwei da und eis da,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;(Es könnte eher Anfangs der Vierzigerjahre gewesen sein!)&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;h3&gt;1. Einleitung:&lt;/h3&gt;

			&lt;p&gt;Brischern ist zweigeteil, grob gesagt,&amp;nbsp;&amp;nbsp;ist der Osten der Munder Geteil-/und Burgberalpe, (auch zum Teil mit dem Mundersentum), und der westliche Teil ist Eggerberger Geteilenalpe, mit jetzt hauptsächlich durch Heirat, aber auch durch Kauf (in Besitz gelangt), ein paar wenigen Eigentümer von Lalden, Brigerbad, Ausserberg und Baltschieder. Mund hat Alprechte für 120 Milchkühe und Eggerberg 90; aus diesen 90 Kühen gabe es in der Regel 120 Stück, da &amp;quot;geworfene&amp;quot; Rinder nur als halbe Kühe und &amp;quot;ungeworfene&amp;quot; Rinder und Chälber nur als Viertelkühe zählten und man so weniger Alprechte nutzen musste. So waren jährlich 90 Milchkühe und Total 120 Stück Vieh zu hüten. Gewöhnlich besorgten&amp;nbsp;&amp;nbsp;mindestens 5 Sennerinnen den Sommerviehstand und dann auch noch 5 Hirte. Wenn eine Sennerin 10 &amp;ndash; 20 Stück Vieh mehr hatte als die anderen ging das auch auf den Hirt über. Da machte man zu meiner Zeit keinen Unterschied und einfach gesagt: du musst mehr hüten, du musst einfach einmal mehr zum Wehren laufen. Manchmal haben die Sennerinnen nach dem Auftrieb einfach befohlen: ihr zwei geht jetzt da und da wehren, ihr zwei da und da&amp;hellip; und du da, und da musste man den Sennerinnen einfach gehorchen. Immer aber konnten die Sennerinnen nicht befehlen und dann hat meistens der älteste oder auch der gewaltätigste Hirt befohlen: heute gehen wir zwei zusammen dahin und ihr drei dahin, oder je nach Abschnitt zwei da und einer da.&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h5&gt;VS. 18.1.12&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Das Viehhüten allgemein&lt;/h2&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;h3&gt;2. Ds hietu allgmei.&lt;/h3&gt;

			&lt;p&gt;Das Jaarsch si wer zwei Botsche und drii Meitje Hirta gsii, Der richtig Namo ischt bald vergässne gsii, de der Mächteral oder der sterchscht het jedum sofort an Ubernamo gigä. Der het iisch alli gibschowwot, dernaa der Feissti na igiteilt und gschteigrot wie im Läsubüoch gschtannu het.igiteilt. Us dum Heleni hets der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Toppolchnollo&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;gigä, us mier hets der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chnollo&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;gigä, us dum Alice hets ds&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chnolli&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;gigä, us dum Mächteral ds&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Gnagi&lt;/strong&gt;, und us dum Hedi hets ds&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Doppolgnagi&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;gigä. Wier hei das fa im so angnu, si fer 2 Manot niw gitöüfti gsii, und das het iisch öü nit annesch giblaagot oder uffgerregt. Fer füüf verschidni Chind, fa drii verschidene Gmeindu sii z’gsii, hei wer eiguntli wenig mitenand d&amp;#39;schtrittu käbet. Ds&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Gnagi&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;als Eltoschte het scho asie schini Höüptrolla chennu zeichu,,,, de bischt derfa ggangu&amp;nbsp;&amp;nbsp;und hescht naa gigä, so het mu de d’ Chrisiltini öu fa lenger Ziit, güot chennu uberwinnu und uberstaa.&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;h3&gt;2. Das Hüten allgemein.&lt;/h3&gt;

			&lt;p&gt;In diesem Sommer (das erzählte Jahr) waren wir zwei Knaben und drei Mädchen. Die richtigen Namen haben wir rasch vergessen: der Mächteral (Gewalthaber, stärkster Hirte) oder der stärkste Knaben hat jedem gleich einen Übernamen gegeben. Der hat uns alle angeschaut und dann der Dicke nach steigernd, wie es im Lesebuch&amp;nbsp;steht,&amp;nbsp;eingeteilt. Aus der dicksten Helene gabs der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Toppolchnollo&lt;/strong&gt;, aus mir gabs den&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chnollo&lt;/strong&gt;, aus dem Alice ds&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chnolli&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und aus der Hedwig das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Doppolgnagi&lt;/strong&gt;. Wir nahmen das von ihm einfach an und waren für zwei Monate neu getauft und das hat uns auch nicht gequält oder aufgeregt. Für fünf verschiedene Kinder aus drei verschiedenen Gemeinden haben wir eigentlich wenig gestritten. Ds&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Gnagi&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;als Ältester hat schon manchmal seine Hauptrolle zeigen müssen&amp;hellip; in solchen Momenten gingen wir einfach davon, so hat man die kleinen Krisen auch für eine lange Zeit gut überwinden können&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h5&gt;VS, 18.1.12&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Spezielle Gegebenheiten&lt;/h2&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;h3&gt;Spezielli Bigäbuheite, wa giblibu sind, fam Hietu:&lt;/h3&gt;

			&lt;ol&gt;
				&lt;li&gt;In d&amp;#39;Chumma het kei&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Tschaaggo&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Vee&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;vor dum&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Skapuliersunntag&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;terfu cho, de das wäri düozumal an grossi Uneer fer d&amp;#39; Hirta gsii. Der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Skapuliersunntag&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;ischt der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chummutag&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;gsii, Wier mit der ganzu Jogletu Vee fam Stafol uber, bis ans Bacheggu-Egg ga cheru, und de der du obroschtu Ttreju&amp;nbsp;&amp;nbsp;ds undroscht de Rossmattu durch, der d Scheeni Tola,&amp;nbsp;&amp;nbsp;und der &amp;quot;Eschinen Staalen&amp;quot; uber du Bach bim grossu Chummu-Tschuggu, endli in du erseentu Chummu Bodo. Da ischt de ds Vee, aber öü wier Hirtjini fini und glikklichi gsii.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;Eeis Jaarsch hent tatsächli&amp;nbsp;&lt;strong&gt;zwei graawi Chielini&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;der Chummubodo öü derfor entjuungfrort. De ischt mu öü derfor in d&amp;#39;undru Siite ga hietu, und die zwei grawu Bleger sind schi tatsächli entwitscht und sind sich stulzi vorcho, alleinig da sii gsii. Das hent de d&amp;#39;Sennerine fam Stafol uss öü gsee, und wier Hirtjini heischi de fascht as bizji gschämt, fer sottigs. Die zwei grawu Chielini sind d&amp;#39;einzigu graawu uf der Alpu gsii, und&amp;nbsp;&lt;strong&gt;hennt dum Fäärtschi-Joosi ds Eggerbärg&amp;nbsp;kehrt,&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;(R.I.P.) und hätti de no ich ds hietu käbet.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;As einzigs mal weisi, dass&amp;nbsp;&lt;strong&gt;k&amp;#39;haglot&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;het. Wier sii bim Vee öü fa der Chummu zerrug cho, heischi scho hiena dum Bach käbet. Uf ds&amp;#39;mal hetts angfangu haglu, ja so grossi Haglgagle, wie wenigschtens gwennlichi Marfle. Ich hä numu as liechts Hemmilti aa käbet, mit churze Armu, aber oho, wa ischt der erscht Lärch?&amp;nbsp;&amp;nbsp;Unner de Eeschiine Staalu richtig Scheenitola tatsächli unner du erschtu Lärch, de&amp;nbsp;&lt;strong&gt;di Chugle hent de richtig Wee gita&lt;/strong&gt;, so uf di blutt Hütt. Höütchleid, Pellerii und Päärisol sotigs Zigg het mu keis käbet, und das mu nit unner a Böum sellti, das hett iisch düozumal no niemu gseit, und das ischt grad ds greschtoscht Gäguteil gsii, wamu het chennu machu, aber äbu..... jungi unerfaarni Hirtjini.....&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;As eizigs mal weisi, das mer d’Nacht&amp;nbsp;&lt;strong&gt;gfirchtot&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;het, wäge’m Uuwätter. Das hett asoo glärmot und gidonnrot, das eis fascht gidüücht het, d’ Hitta tiegi tnoggillu, und di Blizza hennt d’ Schtuba so helli gmacht, das mu hätti chennu Zitig läsu, wemu uberhöüpt eini gsee, olt käbet hätti&amp;hellip;&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;An’a&amp;nbsp;&lt;strong&gt;chranku Tag&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;chan i mi in alle dene drii Jaaru nie psinnu, das mu hätti miessu im Näscht, olt öü de heimu bliibu, Oeü an&amp;nbsp;&lt;strong&gt;D’s Haar&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;schäru&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;nit.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Um Naatag fam Hewwu ischt de der&amp;nbsp;Meemattutag gsii&lt;/strong&gt;, mit dum ganzu Fee in d Meematta, aber d’z’vill ds frässu henntsch de nit bercho, eppis Griesch fa de Chrütternu, wa mu um Aafang gnu het fer Iihanni, uff de trochundu Eggu, wasch verlicht nit gmäät hend, will’sch verbrannti sind gsii, de no dum ganzu Züü naa, ds u’süfer g’määta, und am meischtu um di ganzu Marchtubla um, wa’sch bim Määju mit der Sägesu nit derzüo megu hent. Naa chrüttot hent’sch in Briischerru nie, der, olt dii Bläzza, wa naa der Mäss no g’stannu hennt, het nach altum Brüüch und Oornig, der chennu nää, wa ds Stieri het käbet, fer&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Stieri-Füotter&lt;/strong&gt;. ----- der isch de naa der Mäss, der, oder dii Bläzza noo ga määju; aber am Hewwertag het är de miessu der eerschto sii, suscht ischt de ds Heww asie scho wäg gsii. Aess het de a sie öü jungi Meder gigä, wa der naa zer Uesered öü hätti chennu säge, das ischt jezz äbu der Blätz, wan i der vor nimme gfunnu hä, jezz chunnt mer d’si, der ischt doch öü no iische!!!&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;Eeis Jaarsch ischt öü so a schüderhafti Trechnii gsi, da’sch an Tag vor mitte’n Oeügschtu hent miessu&amp;nbsp;&lt;strong&gt;öffentli entalpu&lt;/strong&gt;.&amp;nbsp;We d’s Vee fa der Rossmattu gägu du Schtafol ischt choo, hennt’ds’Vee numu grad a so giziibet uf alle Viere, De hennt de d’Sennerine gseit, so chenti a schuppo Vee di Tschagge brächu, das terfe wer nimme verantwortu. Und so hennt’t sch de um Vortag fa Mitte n’Oeügschtu entalpot, und d’Liit ds Vee und der Nuzz miessu ga reichu,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Zwei&amp;nbsp;Sennerrine sind de mit iro eigundu Vee no am parr Täg da giblibu&lt;/strong&gt;. Di parr Tägg, di parr Tschagge hei de ds Cecil und ich chiettot. De siiwer de no in di Bigschäbi ga hietu, dervor bim ganzu Vee het mu da nit terfu ga, bsunders will’s ds schtozzund&amp;nbsp;&amp;nbsp;und so ds gfäärlich wääri gsii. Mu hätti Angscht käbet, der du Wäg üss, chenti eis, d’andra üsstrikku und will da so schtozzund ischt, äbu&amp;nbsp;&amp;nbsp;eis old d’s andra umbri treelu. Will wer beedi kei Uer käbet hei, so hent’schi d’Sennerine gseit: &amp;quot;Wier tieche de as roots Linntüoch uf iis Chällerlitach, de terfee der de choo, mit dum Vee, und so hei wers de öü gmacht. Das root Linntüoch im Schtaafol uf dum Chällerlitach fa der alt Albinerhittu het mu de vom Chummurand&amp;nbsp;&amp;nbsp;old öu fa der Mällichu flott gsee.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;We eim asie Vee ant gangu ischt, zerrugg in du Schtafol, das hennt de d’Sennerrine nie gäru käbet, de hennt de schii miessu üffpasse, das dii&amp;nbsp;&lt;strong&gt;nit in d’Schiirlini ibrächund&lt;/strong&gt;, fer da d’Ihanni ds frässu. Ds schlimmschtoscht Chieli ischt darfer&amp;nbsp;&amp;nbsp;ds Rori Teffiltisch säälig’sch&amp;nbsp;&amp;nbsp;(R.I.P.) Chieli gsii, das Gschpäischt ischt iisch no hie und a mal ant gangu, und keis, wie das Chieli het di Trügga üssa käbet, wie mu in d’Schiirlini cha ii brächu, Das het mit dum Grind und de Hoornu geringgillot, bis jedi güot vermachti Schiirport offundi ischt gsii. Da het de ds Blagg schnäll a Hüüffo Ihanni gfrässni käbet und di biträffund Sennerri het&amp;nbsp;&amp;nbsp;schi deschi so grüüsig üffgerregt.&lt;/li&gt;
			&lt;/ol&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;h3&gt;Spezielle Begebenheiten, die mir vom Hüten geblieben sind:&lt;/h3&gt;

			&lt;ol&gt;
				&lt;li&gt;In die Kumme (Flurname) durfte vor dem Skapuliersonntag (16. Juli) kein Vieh, denn das wäre damals eine grosse Unehre für die Hirten gewesen. Der Skapuliersonntag nannten wir den &amp;quot;Chummutag&amp;quot;. Wir zogen mit einer Schaar Vieh vom Stafel hinüber bis an das &amp;quot;Bacheggen-Egg&amp;quot; kehrten dort um und dann dem obersten &amp;quot;Treijen&amp;quot; zu unterst der Rossmatte durch die &amp;quot;Scheeni Tola&amp;quot;&amp;nbsp;&amp;nbsp;und den &amp;quot;Eschien Stalden&amp;quot; über den Bach beim grossen Kummenstein, endlich in den ersehnten Kummenboden. Dort waren Vieh und Hirte glücklich.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;Einmal haben tatsächlich zwei graue Kühe den Kummenboden schon davor &amp;quot;entjungfert&amp;quot;. Man ging auch davor in die unteren Seiten hüten und dabei sind die zwei grauen Viecher uns tatsächlich entwischt und sie waren ganz stolz, ganz allein dort gewesen zu sein.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Das haben dann die Sennerinen vom Stafel aus gesehen und wir Hirte schämten uns fast ein Bisschen. Die zwei grauen Kühen waren die einzigen grauen auf der Alpe und gehörten dem Fäärtschi-Josi aus Eggerberg und an mir wäre es gewesen, sie zu hüten.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;Ein Mal, erinnere ich mich, hagelte es. Wir kamen mit dem Vieh aus der Kumme zurück und waren noch diesseits des Baches, da begann es plötzlich mit Hagelkörnern gross wie Murmeln zu hageln. Ich trug nur ein kurzärmeliges Hemd und sah mich sofort nach der nächsten Lärche um. Unter dem dem Eschinen Stalden in Richtung Scheen Tola wischte ich unter die erste Lärche, die Hagelkörner taten auf der nackten Haut so richtig weh. Hut, Pellerine oder Regenschirm, solches Zeug hatten wir nicht und das man bei Gewitter nicht unter einen Baum stehen sollte, hat uns zur damaligen Zeit noch niemand gesagt &amp;ndash; das ist der grösste Fehler den man machen kann, aber eben &amp;hellip; junge, unerfahrene Hirte.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;Nur einmal, weis ich, fürchtete ich mich wegen einem Unwetter während der Nacht. Da hat es so gelärmt und gedonnert, das einem vorkam, die Hütte wackele und die Blitze erhellten die Stube, dass man dabei hätte Zeitung lesen können, wenn man überhaupt eine gehabt hätte.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;An einen Tag Krankheit kann ich mich in all denen Jahren nicht erinnern oder dass man hätte im Beitt oder zu Hause bleiben müssen. Auch das Haare Scheren erinnere ich mich nicht. (die Haare wurden sowieso zu Beginn des Sommers glatt abrasiert, so hatte man den ganzen Sommer durch Ruhe; Anm. der Redaktion).&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;Am Tag der nach der Heuernte folgte, war der Mähwiesentag, man zog mit dem Vieh in die Mähmatten, aber allzuviel zu Fressen gab es da nicht mehr: etwas &amp;quot;Griesch&amp;quot; (Emdgras) von dem Krautplatz wo man am Anfang des Sommer das frische Gras zur Stallfütterung schnitt (chrüttu ver d Ihanni); auf der &amp;quot;tochundu Eggu&amp;quot; (Flurname: trockenes Eck), wo man vielleich nicht mähte weil das Gras (aus Trockenheit) verbrannt war; dann den Zäunen entlang, das unsauber Gemähte auch den Grenzmarken entlangt, wo man mit der Sense nicht hinkam &amp;ndash; nachgemäht oder gekrautet wurde in Brischern nie. Wiesen (Blätza) die nach der Messe noch nicht gemäht waren, konnte man nach altem Brauch und alter Ordnung, dort wo es Stiere hatte, als Stierfutter nehmen &amp;hellip; der ist nach der Messe, der (oder die) Wiese(n) hingegangen und hat sie gemäht, er musste sich aber am Heuertag beeilen, dass er der erste war, sonst war dann das Heu manchmal schon weg. Es gab manchmal auch junge Mäher, die als Ausrede (wenn sie zu spät kamen) erklärten: &amp;bdquo;Ah, das ist jetzt die Wiese, die ich vorher nicht fand, jetzt fällt es mir wieder ein, die gehört ja auch noch uns.&amp;ldquo;&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;Einmal war eine solche schauderhafte Trockenheit, dass man die am Tag vor Mitte August entalpen musste. Wenn das Vieh von der Rossmatte gegen den Stafel zog, ist es ganz schlimm&amp;nbsp;&amp;nbsp;(auf dem trocken Boden)&amp;nbsp;&amp;nbsp;auf allen Vieren gerutscht. Da sagten die Sennerinnen, das ist zu gefährlich, da könnte sich das Vieh die Beine brechen, das dürfen wir nicht verantworten und so wurde am Vortag von Mitte August entalpt und Leute, Vieh und Nutzen (Käse, Butter, Ziger) musste geholt werden. Zwei Sennerinnen blieben dann mit ihrem eigenen Vieh noch ein paar Tage. Die wenigen Tage und das wenige Vieh haben Cecil und ihr gehütet.&amp;nbsp;&amp;nbsp;Da gingen wir noch in die Bigschäbi, mit allem Vieh konnte man da nicht hin, besonders weil es viel zu steil und zu gefährlich war. Wir hatten Angst, dass die Kühe sich gegenseitig in den Abgrund stossen könnten. Weil wir beide keine Uhr hatten, sagten uns die Sennerinnen, wir legen dann ein rotes Tuch auf das Kellerdach, dann dürft ihr dann mit dem Vieh nach Hause, und so machten wir es auch. Das rote Leintuch im Stafel auf dem Kellerdach von der alten Albinerhütte konnte man von dem Kummenrand als auch von den Mällichu gut sehen.&lt;/li&gt;
				&lt;li&gt;Wenn einem manchmal&amp;nbsp;&amp;nbsp;das Vieh abging (ausriss) und in den Stafel zurückkehrte &amp;ndash; die Sennerinnen hatten das gar nicht gern &amp;ndash; dann mussten sie aufpassen, dass dieses Vieh nicht in die Scheune einbrach und dort das Stallfutter frass. Die schlimmste dafür war des Rori Teffiltisch seligen (R.I.P.) Kuh, diese Luder ist uns einige Male entwischt und keine andere Kuh hatte den Trick raus, wie man in die Scheune einbrechen konnte. Sie hat mit dem Kopf und Hörnern so lange an der Türe gerüttelt bis jede auch so gut verschlossene Scheunentüre offen war. Da hat das Luder schnell so viel als möglich Heu gefressen und die betroffene Sennerin hat sich dann grausam aufgeregt.&lt;/li&gt;
			&lt;/ol&gt;
			&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h5&gt;VS, 20.2.12&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Die brennende Hütte&lt;/h2&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Eis mal siiwer in d&amp;#39;obru Bodini ga hietu,&lt;/strong&gt; düo ischt öü leizz Wätter gsii. D&amp;#39;Zobroscht de Bodinu ischt as chleis eifachs Hüüsi. ama liggundu chrummu Büum angmüürots gsi, mit uma undichtu Tachji druf, das ischt gsii, wie a Locherchella, fora flott gmüürots und an Port-Iigang üs gmüürote, aber kei Port dri, aber wier hei alli füüfi ii megu, aber woll gitrangti gsii und nit rächt chennu staa. Keissu hetts&amp;nbsp;&lt;strong&gt;ds&amp;nbsp;&amp;nbsp;Dräjerlisch Ggääschii&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und das hennt wolappa tifigerri Hirta fa friejer sälber gmacht, woll öü fer um leidu Wätter zuö ds schliifu. Da dri hei wer de zwei Fiirlini gmacht, um iisch wider ambiz z&amp;#39;erwermu, Das ds Wätter nit zfascht umbri chume, hei wer ischi Räguschizz, wie Pellerin, alti Tscheppu,&amp;nbsp;&amp;nbsp;an umkoorte Mälsakk old was öü immer ischt gsii, uff ds Tach gita, dass ds Wätter weniger umbri chume, und wier mee old weniger im Schääru sii gsii, old öü hei megu di zwei Fiirlini ds’erhaltu.&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;Düo siiwer alli mitanand ga Zäpfe süochu, (Arvuzäpfe) , derro Beim hent as Stikkilti derfa gägu ds Rand gschtannu, fer uf dene Firlinu ds bratu. Wawer dro gnüog hei zämu gläsu käbet, siiwer mitenand zerrug ds Dräjerlisch Ggääschi cho, d&amp;#39;Hitta brennt liechterloo, das no pärwei, aber iischi&amp;nbsp;&amp;nbsp;altu Räguschuzza, als het gibrennt, alz hei wer verlooru, aber als Hirtji het mu nit vill chennu verlieru. Wier hei de druss no Gspass gmacht und hei angfangu dichtu:&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;&amp;bdquo;Im Anfang war ein kleines Feuerlein, dieses wurde immer grösser und grösser,&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;und wir Hirten verloren unsere Regenschuzze und ds Dräjerlisch Ggääschi ist gestorben.usw.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Einmal waren wir in den oberen Böden beim Hüten&lt;/strong&gt;, da war wieder mal schlechtes Wetter. Zu oberste auf den Böden war eine kleine, einfache Hütte an einen liegenden, krummen Baum angemauert; sie besass ein undichtes Dach, das war wie eine Lochkelle (stehender Ausdruck:&amp;nbsp;rinnu wie an Locherchella,&amp;nbsp;sehr undicht): sauber gemauert, aber ohne Türe; wir fanden zwar alle fünf Hirte darin Platz, waren aber sehr gedrängt und konnten nicht recht stehen. Die Hütte hiess &amp;bdquo;ds Dräjerlisch Ggääschii&amp;ldquo;. (Ggääschi&amp;nbsp;= alte, windschiefe Hütte) und wurde vermutlich früher als Unterschlupf von fähigeren Hirten als uns erbaut. Darin entzündeten wir zwei Feuer, um uns wieder etwas zu erwärmen. Damit die Hütte etwas vom Regen geschützt sei, haben wir unseren Regenschutz: Pellerine, alte Jacken, ein umgedrehter Mehlsack oder was es auch immer war auf das Dach gelegt, so dass wir mehr oder weniger im Trockenen sassen und die Feuer am Brennen halten konnten. Anschliessend suchten wir Arvenzapfen, die wir im Feuer brieten wollten. Als wir genug gefunden hatten, kehrten wir zu Hütte zurück und da brannte die Hütte lichterloh, das ginge ja noch, aber auch unser Regenschutz ist vollständig verbrannt. Alles haben wir verloren, aber zum Trost: als Hirt konnte man nicht viel verlieren. Wir machten uns aus der ganzen Angelegenheit einen Spass und begannen zu dichten:&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;&amp;bdquo;Im Anfang war ein kleines Feuerlein, dieses wurde immer grösser und grösser,&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;und wir Hirten verloren unsere Regenschuzze und ds Dräjerlisch Ggääschi ist gestorben.usw.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h5&gt;VS, 17. 3. 12&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613383556-b327740011.jpg" length="152912" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/schaafalpu-188</link>
			<title>Schaafalpu</title>
			<description>&lt;p&gt;vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Alpa&lt;/strong&gt;; als Schafalpe wurden die freien Weideflächen der höchsten Vegetationsstufe genutzt. Im freien Weidegang wurden die Schafe während des Sommers sich selbst überlassen und höchstens mit Gläck versorgt. Heute ist die Schafhaltung zu einem beliebten Nebenerwerb und teilweise sogar Freizeitbeschäftigung geworden. Das führt zu Problemen der Übernutzung (Erosion), zusätzlich macht sich auch der Wolf wieder bei uns heimisch, und richtet bei den unbewachten Herden immense Schäden an. Dadurch wurde er zum erklärten Feind der Schäfer.[Id. 1,195;W. 3052]&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch.&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 25. 8. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613059452-Schafalpe.jpg" length="49079" type="image/jpeg">
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/senntum-187</link>
			<title>Senntum</title>
			<description>&lt;p&gt;Grundsätzlich wird die Alp gemeinsam genutzt. Das Weidland gehört der genossenschaftlich organisierten &lt;strong&gt;Alpkorporation &lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;Alpgeteilschaft&lt;/strong&gt;. Die Kuh- und Alprechte sind in sehr unterschiedlichen Mengen Besitz der einzelnen &lt;strong&gt;Alpgeteilen &lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;Genossenschafter&lt;/strong&gt;. Die Alpgeteilen können aus einem einzigen Dorf oder aus mehreren Weilern stammen, in einzelnen Fällen sogar aus Nachbargemeinden.&lt;br /&gt;
Jedes Jahr wählen die Alpgeteilen das für den Betrieb der Alp benötigte Personal. Die Arbeit wird innerhalb der Alpfamilie nach althergebrachten strengen Regeln aufgeteilt. Die Verantwortung für die gesamte Käse- und Milchproduktherstellung trägt der &lt;strong&gt;Senn&lt;/strong&gt;, während der &lt;strong&gt;Hirte &lt;/strong&gt;für das Wohlergehen der Herde besorgt sein muss. Beide Älpler werden, je nach Grösse der Alp, von einer Anzahl Gehilfen unterstützt, von denen jeder ganz bestimmte Arbeiten zu verrichten hatte.&lt;br /&gt;
Eines der Hauptanliegen der Alpgenossenschaft ist die sachgerechte Aufbewahrung des &lt;strong&gt;Alpnutzens&lt;/strong&gt;, des Käses, eventuell des &lt;strong&gt;Zigers &lt;/strong&gt;und der &lt;strong&gt;Butter&lt;/strong&gt;. Es ist deshalb selbstverständlich, dass das erste auf einer Alp erstellte Gebäude (auf primitiven Alpen manchmal das einzige) der &lt;strong&gt;Käsekeller&lt;/strong&gt; ist. In den einfachsten Fällen besteht das immer abseitsstehende Gebäude aus vier Steinmauern und einem Dach. Es ist oft ganz oder teilweise in den Boden eingegraben. Die Innenausstattung ist ebenfalls einfach : den Wänden entlang laufen Gestelle, auf denen die frischen Käse liegen. Der noch weiche Käse wird regelmässig gewendet und gesalzen. Hier und da wurde über dem Käsekeller ein Schlafraum für das Alppersonal errichtet.&lt;br /&gt;
Erst nach dem Käsekeller kam das Bedürfnis nach einer geschützten Stelle für die Käsefabrikation, und man erbaute Sennereien. Auch dieses Gebäude ist äusserst einfach, meistens nur aus vier Mauern und einem mit Steinplatten oder Rohschindeln gedeckten Dach bestehend. Der primitive Dachstuhl lässt den Rauch abziehen, sodass kein Schornstein erstellt werden musste. Desgleichen ist auch die Inneneinrichtung äusserst rudimentär. In einer Ecke hängt der grosse Käsekessel über der Feuerstelle (in grossen Alpen kommen bisweilen zwei oder mehr Feuerstellen vor). Mit oder ohne Herdkette am drehbaren &amp;laquo;&lt;strong&gt;Turner&lt;/strong&gt;&amp;raquo; aufgehängt, kann der grosse &lt;strong&gt;Kessel&lt;/strong&gt; nach Bedarf beinahe mühelos übers Feuer oder vom Feuer weg geschoben werden. Gewisse Sennereien wiesen einen abgetrennten Schlafplatz für das Alppersonal auf, wenn die Älpler nicht einfach draussen, unter einem Felsvorsprung oder in einem kleinen Heuschober übernachteten. Wo Butter hergestellt wurde, findet sich neben der Sennerei ein Milchkeller, leicht in den Boden eingegraben, ohne Fenster und manchmal durch fliessendes Wasser gekühlt. Darin wird die Milch in flachen Gefässen stehengelassen und dann für die Butterherstellung abgerahmt. Früher wurden die &amp;laquo;&lt;strong&gt;Butterfässer&lt;/strong&gt;&amp;raquo;, in denen der Rahm zur &lt;strong&gt;Butter&lt;/strong&gt; verarbeitet wurde, oft durch ein kleines, primitives Wasserrad betrieben.&lt;br /&gt;
Wenn die Herde bei den oberen Stafeln weidete, wurde der Käse oft auf einer improvisierten Feuerstelle, unter einem Baum, manchmal auch in einem kleinen Unterstand hergestellt und dann in den oft weit entfernten Käsekeller befördert.&lt;br /&gt;
Ursprünglich kannte man für die Herde bei Schlechtwettereinbruch keinen anderen Schutz als den Rückzug in die oberen Zonen der nächstliegenden Wälder. Dieses &lt;strong&gt;Fluchtrecht&lt;/strong&gt; war äusserst genau in Verträgen festgelegt. Sobald eine Geteilschaftsalp aber einen gewissen technischen Fortschritt erreicht hatte, wurden ein oder mehrere &lt;strong&gt;Alpställe&lt;/strong&gt; errichtet. Manchmal besitzen die Alpgeteile ihre eigenen kleinen Alpställe, die auf Gemeinboden stehen ; in den weitaus zahlreichsten Fällen sind die grossen Alpställe, wie die Sennerei und der Käsekeller, im Besitz der Alpgeteilschaft. Die Alpställe sind gross und können 50 und mehr Kühen Schutz gewähren. Die kleinen Ställe sind meist aus Holz auf winzigen Grundmauern erstellt worden,wie auch die meisten grossen Alpställe, deren hölzerne Längswände in neuerer Zeit manchmal durch Quermauern unterteilt wurden.&lt;br /&gt;
Besondere Erwähnung verdienen die grossen, ganz aus &lt;strong&gt;Stein gebauten Alpställe&lt;/strong&gt; des Entremont- und Bagnestals, Diese wahrscheinlich vom Aostatal beeinflussten Bauten weisen an den Querseiten je eine Türe auf. Das Steindach ruht ohne irgendwelche Holz&amp;shy;bauteile direkt dem langen Gewölbe auf&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Zeugen der Vergangenheit im Wallis von heute. (Maiarbeiter der französischen Originalfassung Dr. Roae-Claire Schüle und Dr. Walter Ruppen übertrugen den Text ins Deutsche). Staat Wallis (DEKS), Sitten, 1975.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kurztitat: Zeugen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid 15. 2. 2008&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;PS Auf der Hompage &lt;a href=&amp;quot;http://www.alporama.ch/gv2/get/get_welcome.asp&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;http://www.alporama.ch/gv2/get/get_welcome.asp&lt;/a&gt; können sie das gesamte Alpkataster der Senntumsalpen der Schweiz abrufen; diese Seite enthält viele Bilder der einzelnen Alpen und ausführliche Informationen zu den regionalen Käsespezialitäten.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/alltagsleben/wohnen/stafil-186</link>
			<title>Stafil</title>
			<description>&lt;p&gt;Alpe; &lt;strong&gt;Alpji, Summeralpa, Hoochalpa, Voralpa&lt;/strong&gt;; Ort des sömmerlichen Weidegangs, je nach Höhenstufen unterteilt in &lt;strong&gt;Hooch- oder Summeralpa &lt;/strong&gt;(1700 - 2300 m ü. M.) und &lt;strong&gt;Voralpa, &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Maiensäss&amp;raquo; (1400 - 1600 m ü. M.). Nach der Nutzungsart wird zwischen &lt;strong&gt;Stafilalpa &lt;/strong&gt;(individuelle Nutzung) und dem &lt;strong&gt;Senntum, Senntumalpa &lt;/strong&gt;(genossenschaftliche Nutzung) unterschieden. Hier muss kurz auf die eigenartigen Eigentumsverhältnisse in den verschiedenen Alpen eingegangen werden: man könnte sie grob mit einer Kombination zwischen Genossenschafts-und Aktienrecht bezeichnen. In der &lt;strong&gt;Stafilalpa &lt;/strong&gt;waren die Alphütte, die &lt;strong&gt;Meematte &lt;/strong&gt;(Mähwiesen, es brauchte auf dieser Höhe immer auch etwas Heu, um z. B. bei Schneefall die Kühe 2 bis 3 Tage im Stall behalten zu können; oft wurden hier schon im Frühjahr die Kälber gefüttert, bevor die Alpe bestossen werden konnte) und &lt;strong&gt;Etzweida &lt;/strong&gt;(Weide, in der Nähe der Alphütten) in Privatbesitz. Die grossen Weideflächen meist oberhalb der Alpe waren im Gemeinbesitz und konnten von den Alpbesitzern je nach &lt;strong&gt;Alprächt &lt;/strong&gt;(Kuhrecht, Alpbesitz) genutzt werden. Jeden Morgen nach dem Melken wurde das Vieh des ganzen Stafels von den &lt;strong&gt;Hirta &lt;/strong&gt;(Hirte;Kinder zwischen 8 und 12 Jahren) zusammen auf die Gemeinschaftsweide getrieben; das war manchmal ein ein- bis halbstündiger Weg. Diese Herde kehrte erst am Abend zum Melken zurück in den Stall. Gute Milchkühe, lahmes oder krankes Vieh und die Winterchälber (die 3 &amp;ndash; 6 Monate alten Kälberdes letzten Winters) wurden auf der privaten &lt;strong&gt;Etzweida &lt;/strong&gt;gehütet &amp;ndash; Hirten gab es genug. Ich erinnere mich, dass wir auf der Alpe Eril (Baltschiedertal) bei zehn &lt;strong&gt;Partiije &lt;/strong&gt;(Sömmerer, Gruppen) bis zu dreissig Kinder waren.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 1,193; SDS,VI/76;W. 339, Gr. 25; vgl. Siegen]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 2. Februar 2008&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Einzelalpung im Val-d&amp;#39;Illiez und im Oberwallis&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Sömmerung des Viehs hat im Vald&amp;#39;Illiez und im Oberwallis [1]&amp;nbsp;neben den Korporationsalpen zu einer besonderen Alporganisation geführt, vielleicht weil dort die Alpweiden wenig höher als die Dauersiedlungen liegen. Voralpen oder Maiensässe gehen in vielen Fällen in Alpen über. Die höchsten Weiden sind Gemeinweiden, die der Burgerschaft oder der Gemeinde gehören. An der unteren Grenze dieses Weidelandes, bisweilen auf einen Kilometer verstreut, stehen die Alpgebäude, die je einer Familie gehören. Unmittelbar Hang abwärts anschliessend dehnen sich die privaten Weiden aus, die je zu einem Gebäude gehören. Diese Weiden werden wie anderswo die Voralpen genutzt; im Sommer dagegen weidet die Herde auf der Allmende der Alpstufe.&lt;br /&gt;
Diese durch Privatbesitz geprägte Sömmerungsweise kennt natürlich keine gemeinschaftlichen Gebäude (Käsekeller, Alpstall usw.). Die von der ganzen Familie bewohnten Gebäude sind kleinere Abbilder des Mehrzweckhauses, das wir Illiez-Haus nannten ; jeder kann darin sein Vieh unterbringen ; die Frau verarbeitet die Milch und pflegt die Butter und den Käse. Die Herde weidet auf der Allmende in Einzelhut&lt;br /&gt;
Jede Familie besitzt eine eigene Alphütte mit einem Stall im Untergeschoss, einer Wohnstube darüber und einer Küche mit Milchkeller dahinter. Die Stallung und die Milchverarbeitung ist Privatsache, weshalb es keinerlei gemeinsame Bauten braucht.&lt;br /&gt;
Im Unterschied zum Illiez-Tal ist wohl die Weide Gemeingut, die Hut erfolgt aber üblicherweise gemeinsam: am Morgen werden die Tiere aus den verschiedenen Einzelställen zu einer Herde zusammengetrieben und dann durch die Hirten (ein Teil der älteren Kinder, die den Sommer bei ihrer Mutter, Grossmutter oder Tante verbrachten) auf die höher gelegenen Alpweiden (Genossenschaftsweiden) getrieben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die auf Gemeinboden erstellten Alphütten drängen sich eng zu einem Alpdorf (meist mit Kapelle) zusammen, um möglichst wenig gutes Weidland zu besetzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;[1] Im Oberwallis bestehen diese beiden Formen: Senntumalpe und Einzelalpe nebeneinander, z.B. in &amp;bdquo;Zen Steinu&amp;ldquo; im Baltschiedertal (VS, CH) liegt auf der rechten Seite des Baches das Senntum, der Bach wird hier in einem Steg überquert (Weg zur Alpe Eril) und auf der linken Seite stehen zwei Alpgebäude die als Einzelalpe bewirtschaftet wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;em&gt;Quelle: vgl. Zeugen...&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Volmar Schmid, 15. 2. 2008&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<title>Senn &amp; Hirte</title>
			<description>&lt;p&gt;Soll aber die Kuhherde einer kleinen Senntumsalp, das heisst 50 bis 100 Kühe betreut werden, so braucht es mindestens vier bis fünf Melker. Der Senn erhält als ersten Gehilfen den &amp;laquo;&lt;strong&gt;Dinner&lt;/strong&gt;&amp;raquo;, der den Ziger zuzubereiten hat, die Milchgeschirre wäscht, das Brennholz herbeischafft und das Feuer unter dem grossen Käsekessel unterhält. Zum Hirten gesellt sich ein &amp;laquo;&lt;strong&gt;Zuhirt&lt;/strong&gt;&amp;raquo; oder &amp;laquo;&lt;strong&gt;Zuwehrer&lt;/strong&gt; &amp;raquo; zur Mithilfe bei der &lt;strong&gt;Hut&lt;/strong&gt;. Alle müssen melken, auch der Senn. In grösseren Alpbetrieben wächst die Älplerfamilie weiter : 5 - 6 Küher sind dem Hirten unterstellt, der dann meist &amp;laquo;&lt;strong&gt;Ober- oder Grosshirt&lt;/strong&gt;&amp;raquo; genannt wird, sein nächster Untergebener ist dann der &amp;laquo;&lt;strong&gt;Unter- oder Kleinhirt&lt;/strong&gt;&amp;raquo;. Der Senn hat ebenfalls weitere Gehilfen, den &amp;laquo;&lt;strong&gt;Praling&lt;/strong&gt;&amp;raquo; , der beim Käsen behilflich ist und mit oder ohne Maultier den Transport des frischen Käses von der Sennhütte in den Käsekeller besorgt. Ein &amp;laquo;&lt;strong&gt;Anker&lt;/strong&gt;&amp;raquo; ist mit der Butterherstellung beschäftigt. Der &amp;laquo;&lt;strong&gt;Dinner&lt;/strong&gt;&amp;raquo; wird in grossen Alpfamilien durch einen &amp;laquo;&lt;strong&gt;Zigerer&lt;/strong&gt;&amp;raquo; bei der Zigerfabrikation und durch einen &amp;laquo;Holzer&amp;raquo; ersetzt, der für Holzbeschaffung und Feuerung verantwortlich ist. Ein &amp;laquo;&lt;strong&gt;Wäscher&lt;/strong&gt;&amp;raquo; reinigt alle Geschirre ; ein &amp;laquo;&lt;strong&gt;Koch&lt;/strong&gt;&amp;raquo; muss die Mahlzeiten nicht nur bereiten, sondern sie auch den weitab hütenden Rinder- oder gar Schafhirten bringen. Die grössten Senntumsalpen des französischsprechenden Mittelwallis hatten zeitweilig, die am Anfang der Alpzeit zugezogenen Hilfsmelker und die Hüterbuben eingerechnet, über zwanzig Älpler.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Zeugen der Vergangenheit im Wallis von heute. (Maiarbeiter der französischen Originalfassung Dr. Roae-Claire Schüle und Dr. Walter Ruppen übertrugen den Text ins Deutsche). Staat Wallis (DEKS), Sitten, 1975, S. 28 f. vgl. Rübel&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Kurztitat: Zeugen&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid 15. 2. 2008&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Thu, 11 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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