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		<title>Jahreskreis | Virtuelles Walsermuseum</title>
		<link>https://www.walsermuseum.ch/?id=43</link>
		<description></description>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2026 10:34:03 +0200</pubDate>
		<category>Virtuelles Walsermuseum</category>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/tschaeggete-89</link>
			<title>Tschäggete</title>
			<description>&lt;p&gt;Als &amp;quot;Tschäggätta&amp;quot; (Plural: &amp;quot;Tschäggättä&amp;quot;) wird die ganze Gestalt, und nicht &amp;ndash; wie oft fälschlich angenommen &amp;ndash; nur die Maske, bezeichnet. Sie ist bekleidet mit umgestülpten Kleidern (das Futter nach außen) und behängt mit zwei Ziegen- oder Schaf-Fellen, die, über den Schultern zusammengenäht, durch einen Gürtel gehalten werden. Unter das Fell auf dem Rücken wird meist noch ein Kissen mit Stroh gesteckt, das die Tschäggätta noch größer, massiger und oft buckelig erscheinen lässt. Der Gürtel ist meist das &amp;quot;Halsband&amp;quot; einer Kuh, an dem eine große &amp;quot;Trichla&amp;quot; (Kuhglocke) hängt. Die Hände stecken in &amp;quot;Triämhändschen&amp;quot;, die Füße in alten Säcken, der Kopf ist hinter der grossen Arvenholz-Maske verborgen. Ein mannshoher Stock vervollständigt die Gestalt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Tschäggättun, der Tschäggätta-Brauch darf &amp;ndash; nach alter Sitte &amp;ndash; nur vom katholischen Feiertag Mariä Lichtmess (2. Februar) an bis zum Aschermittwoch, und nur von ledigen Männern ausgeübt werden (und an Letzteres wurde sich wohl auch bis in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts gehalten).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An Mariä Lichtmess wurden die &amp;#39;kostbaren&amp;#39;, meist aus Arvenholz handgeschnitzten, oft mit Kuhzähnen, manchmal auch mit Gamshörnern oder ähnlichem versehenen, teils bemalten Larven (Masken) und die alten &amp;quot;Tschopen&amp;quot; (Schaf- und Ziegenfelle) und &amp;quot;Triämhändschen&amp;quot;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;(Handschuhe aus Garnresten, die im Weberkamm übrig bleiben) aus den Verstecken geholt und für den ersten &amp;quot;Luf&amp;quot; (Lauf) vorbereitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nach der Tradition durften sich die Tschäggättä nur zwischen Mittag (12 Uhr) und Abendläuten oder Betzeitläuten (19 Uhr) sehen lassen. Bei ihren wilden Zügen durch die Lötschentaler Dörfer waren sie nicht organisiert. Man fand sie einzeln oder in Gruppen, teilweise rennend und mit ihren Kuhglocken lärmend oder still schleichend. Sie waren darauf bedacht, den Kindern und jungen Frauen Respekt beizubringen und/oder Angst einzuflössen. Die Opfer wurden oft mit Ruß geschwärzt, in welchen vorher die Handschuhe getaucht worden waren oder mit einem rußgefüllten Sack geschlagen. Auch sexuelle Nötigung war nicht selten. Diese führte nach Maurice Cappaz manchmal &amp;quot;über Jahre zum Verkehr (zehn Jahre und mehr), verheimlichter als alles Absinthtrinken ...&amp;quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gerusst wurden vor allem die jungen Mädchen und zwar von ihrem (heimlichen) Verlobten; für ein Mädchen war es eine arge Schande, wenn es nacht dem Tschäggetun ganz ohne Russspuren dastand.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ausführliche Informationen über &amp;quot;Tschäggättä&amp;quot; erhalten sie von &lt;strong&gt;Chiara Henzen&lt;/strong&gt; aus Wiler in ihrer Maturaarbeit:&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=43&amp;amp;resource_link_id=f5&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt; &amp;quot;Eela, eela die Tschäggättä chemund&amp;quot; - Fasnacht im Lötschental.&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp; aus: Wir Walser, 52. Jg., Nr. 1/2014, S. 25 ff.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle: &lt;a href=&amp;quot;http://www.loetschen.de/brauch_tschaeggaettae.php&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;http://www.loetschen.de/brauch_tschaeggaettae.php&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.lebendige-traditionen.ch/traditionen/00147/index.html?lang=de&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr auf Schweizer Brauchtum&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.sagapictures.ch/masken/index.php?option=com_frontpage&amp;amp;Itemid=1&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr über die Larven&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.youtube.com/watch?v=4Ef4gYxTmGg&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Film&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 17. 2. 12&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/ponscheggla-98</link>
			<title>Ponscheggla</title>
			<description>&lt;p&gt;Für ca. 60 Stück&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Zutaten Teig:&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;12 Eier&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;ca. 3 kg Weissmehl&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;2 Tassen Zucker&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;3 Kaffeelöffel Salz 1 Liter Fendant&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1 Weinglas Kirsch (geschmolzene Kochbutte&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&amp;nbsp;Fett (ges3/4&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1 Tasse Sonnenblumenöl&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Zutaten Füllung:&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;1 kg geriebenes Roggenbrot&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;9()0 g Zucker&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;2-3 päckli geriebene Haselnüsse&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1/2 kg Melasse&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wein, Kirsch nach Belieben (für die nötige Feuchtigkeit)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 9.2.12&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/salgescher-chruchtelae-96</link>
			<title>Salgescher Chruchtelä</title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/leetschaer-chiaechlini-95</link>
			<title>Leetschär Chiächlini</title>
			<description>&lt;p&gt;Auch heute sind die &amp;laquo;Chiächlini&amp;raquo;, eine Spezialität aus dem Lötschental, noch sehr begehrt. Hier ein Rezept aus Kippel:&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Zutaten:&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;2 kg Mehl&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;10 Stück Eier 200 g Kochbutter&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;2 Päckli Vanillezucker&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1 Päckli Backpulver&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;2 dl Milch oder Weisswein&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;2 dl Kirsch&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;2 Gläschen Rum&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;3 dl Bergamotte 1/4 1 Rahm&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;
	&lt;h2&gt;1 Zitronenschale 400 g Zucker .&lt;/h2&gt;
	&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Zubereitung:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Teig wird wie ein herkömmlicher Kuchenteig zubereitet.- Zuerst die Eier mit der Butter (geschmolzen oder bereits aufgewärmt) schaumig schlagen, dann zum Mehl dazugeben, die restlichen Zutaten beigeben und zu einem Teig kneten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann den Teig ausrollen auf zirka 5 mm, kleine rechteckige Stücke schneiden, die Rechtecke in der Mitte aufschlitzen (oder zwei kleine Schnitzehen hineinschneiden).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Chiächlini im heissen Öl ausbacken bis sie hellbraun sind.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Hildegard Stucky-Brantschen in Walliser Bote, Freitag, 29. Januar 2010 (VS, Februar 2010)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
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			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/chruchtele-94</link>
			<title>Chruchtele</title>
			<description>&lt;h2&gt;Zutaten:&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;1 kg Mehl&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;6 Eier&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;2 gehäufte Suppenlöffel Zucker 1 Päckli Vanillezucker&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1 Päckli Backpulver&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;250 g Margarine&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1 gestr. Kaffeelöffel Salz&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1 dl Rum&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1 dl Fendant&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;1 Päckli Safran&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Zubereitung des Teiges:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eier, Zucker und Vanillezucker, Backpulver und Salz schaumig rühren. Die Margarine schmelzen lassen und unter die Masse ziehen. Rum dazugeben, Safran mit Fendant vermischen und der Masse beifügen. Diese Masse mit dem Mehl nach und nach verbinden. Der Teig muss geknetet werden, bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Teig muss nach dem Kneten während vier Stunden bei gleichbleibender Temperatur mit einem feuchten Tuch abgedeckt im Raum stehen bleiben. Achtung: Der Teig verträgt keinen Durchzug!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Den Teig in kleine Portionen schneiden und auswallen, diese dann auf trockene Tücher auslegen und immer wieder abdecken und ruhen lassen. Jedes Stück Teig wird über das Knie gezogen und direkt im heissen Kokosfett kurz gebacken. Zum Ausbacken benötigt man Kokosfett (für diese Menge Teig etwa vier Dosen).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Hildegard Stucky-Brantschen in Walliser Bote, Freitag, 29. Januar 2010 (VS, Februar 2010)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
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			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/trolini--schenkeli-93</link>
			<title>Trolini - Schenkeli</title>
			<description>&lt;h2&gt;Zutaten/Zubereitung:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;150 g Butter rühren, 125 g Zucker, 2 Eier und eine Prise Salz dazugeben. Eine Zitronenschale dazureiben und 250 g Mehl dazugeben. Den gekneteten Teig zu fingerdicken Rollen formen und in 5-cm-Stücke schneiden. In einer Fritteuse (zirka 160 Grad Celsius) während etwa 5 Minuten portionenweise goldbraun backen. Das Fett gut abtropfen lassen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Hildegard Stucky-Brantschen in Walliser Bote, Freitag, 29. Januar 2010 (VS, Februar 2010)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
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			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/chraepfli-92</link>
			<title>Chräpfli</title>
			<description>&lt;p&gt;Die &amp;laquo;Chräpfli-Bacheta&amp;raquo; sollte vorbereitet werden:&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Vorbereitung/Zutaten:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Am Vortag des Backtages werden 1 Päckli Weinbeeren in 0,51 Weisswein eingelegt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Vormittag des Backtages 0,5 kg (vom Bäcker geriebenes) Roggenbrot mit der Hälfte einer Kochbutter rösten, mit der anderen Hälfte der Kochbutter zwei Päckli Mandeln und/oder Haselnüsse rösten. Nach Belieben Baumnüsse grob hacken. Diese Zutaten werden nun mit einem Likörglas Kirsch, &amp;#39; mit 0,5 kg Zucker und etwas feinem Apfelmus, (zirka 3 Äpfel) vermischt. Jetzt ist alles bereit für die nachmittägliche &amp;laquo;Bacheta&amp;raquo;. Vier bis fünf Blätterteige werden nun hauchdünn ausgerollt, danach Rondelle ausstechen (aus einem Blätterteig können etwa 30 Rondelle von zirka 10 cm Durchmesser herausgestochen werden). Auf jedes dieser Rondelle nun etwa 3/4 Esslöffel der süssen Masse geben, die Ränder mit Wasser bestreichen und sie zu halbkreisförmigen &amp;laquo;Chräpfli&amp;raquo; formen. Mit einer Gabel die Ränder festdrücken.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Ofen bei zirka 180 bis 200 Grad goldgelb backen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Gommer &amp;laquo;Chräpflini&amp;raquo; halten sich am besten in einem Korb mit einem Tuch bedeckt oder in verschliessbaren Biskuitschachteln.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Quelle: Hildegard Stucky-Brantschen in Walliser Bote, Freitag, 29. Januar 2010 (VS, Februar 2010)&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Weitere Informationen:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.baeckerei-imwinkelried.ch&amp;quot;&gt;www.baeckerei-imwinkelried.ch&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.foodnews.ch/cooking/20_rezepte/Rezepte_Fettgebaeck.html&amp;quot;&gt;www.foodnews.ch/cooking/20_rezepte/Rezepte_Fettgebaeck.html&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/walliser-fasnachstgebaeck-91</link>
			<title>Walliser Fasnachstgebäck</title>
			<description>&lt;p&gt;Man knabbert sie zum Tee, Kaffee oder Rot&amp;shy;wein, zum Znüni oder Zvieri, man kann aber auch zwischendurch ganze Berge davon ver&amp;shy;schlingen. Die Art der Fasnachtsgebäcke un&amp;shy;terscheidet sich zwar von Region zu Region, doch entspringen sie allesamt eigentlich der Küche der Armut und wurden infolgedessen stets in grösseren Mengen hergestellt. Wohl wissend, was die lange Fastenzeit an Entbeh&amp;shy;rungen bereithielt, griff man an der Fasnacht noch einmal herzhaft zu und brutzelte die heute noch üblichen Köstlichkeiten in der Pfanne. Dazu gehören etwa die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chräpfli&amp;shy;ni&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&amp;ndash; in Fiesch auch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Rischeulini&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;genannt &amp;ndash;, eine Gommer Spezialität, die mit Sicherheit noch aus der Zeit vor der Erfindung der Ka&amp;shy;lorientabelle stammt. Ein besonderer Ge&amp;shy;nuss sind ebenso die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schenkeli&lt;/strong&gt;, im Visper&amp;shy;tal auch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Trolini&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;genannt, ein derart belieb&amp;shy;ter Renner, dass sie nicht nur während der Fasnachtszeit, sondern das ganze Jahr über gebacken wurden. Sehr begehrt sind nach wie vor auch die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chiächlini&lt;/strong&gt;, eine leckere Besonderheit aus dem Lötschental. Eine ganz spezielle Köstlichkeit und heute beinahe unbekannt sind die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Ponscheggla&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;aus dem Saastal&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Hildergard Stucky in WB, 9.2.12&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 9.2.12&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/herrgottstag-90</link>
			<title>Herrgottstag</title>
			<description>&lt;h2&gt;Historischer Ursprung&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Fronleichnamsfest, ein Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakramentes, ist ein kirchengeschichtlich eher neuerer Festtag. Die Anregung zu diesem Fest soll auf eine Vision der später heilig gesprochenen Augustinernonne Juliana von Lüttich (+ 1258) zurückgehen. Das Fest selber wurde im Jahre 1246 im Bistum Lüttich eingeführt. Papst Urban IV., der zuvor selber Erzdiakon in Lüttich gewesen war, erhob Fronleichnam im Jahre 1264 als &amp;quot;Fest des Leibes Christi&amp;quot; zum allgemeinen kirchlichen Fest. Interessant ist, dass dieser&amp;nbsp; Feiertag, der, wie wohl kein zweiter, &amp;quot;von oben dekretiert&amp;quot; wurde, dennoch auf eine überaus gute Aufnahme beim Volk stiess und sich rasch verbreitete. Dies hing sicher auch mit der dazu gehörenden Prozession zusammen, mit der sich der nächste Abschnitt beschäftigt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Die Fronleichnamsprozession&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Weder die Bulle Papst Urbans IV. von 1264 noch die ersten Zeugnisse aus Lüttich sprechen im Zusammenhang mit Fronleichnam von einer Prozession. Es war aber gerade die Prozession, die dem Fest seinen besonderen Charakter gab und sicherlich auch viel zur Popularität des Festes beitrug. Doch obwohl bereits 1277 eine erste Prozession in Köln bezeugt ist, und sich dieser Brauch im 14. Jahrhundert über ganz Europa verbreitete und zum bestimmenden Element von Fronleichnam wurde, wurde sie offiziell erst 1614 in den römischen Ritus integriert. Das heisst, dass dieses kirchliche Fest seine eigentliche Ausprägung erst während und nach der Walserwanderung erhalten hat, womit Gemeinsamkeiten bei der Gestaltung dieses Festes wohl nicht auf eine eigentliche &amp;quot;Walseridentität&amp;quot; zurück geführt werden können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der &amp;quot;Erfolg&amp;quot; dieser Prozession ging wahrscheinlich auch darauf zurück, dass sie an viel ältere, vorchristliche, Bräuche anschloss. In der römischen Antike gab es beispielsweise die &amp;quot;Ambarvalien&amp;quot;, ein altrömisches Fest der Ackerweihe. Man wollte mit einem Opfer und einer dreimaligen Flurumgehung die Götter für eine gute Ernte milde stimmen. Ebenfalls ein ähnliches altrömisches Bauernfest war die &amp;quot;Robiglia&amp;quot;. Nach der Christianisierung Roms wurde diese Prozession beibehalten und, wie viele andere Rituale auch, christlich umgedeutet. Seit Ende des 6. Jahrhundert ist diese &amp;quot;Robiglia&amp;quot; als christliche Prozession belegt. Da das Datum vom 25. April beibehalten wurde, ist sie auch als &amp;quot;Markusprozession&amp;quot; bekannt. Die ursprüngliche römische Bitte um Schutz vor dem Getreiderost wurde ausgeweitet zu einer allgemeinen Bitte um reiche Feldfrucht und Bewahrung vor Unwetter und Hagel. Die zum Teil magischen Vorstellungen im Zusammenhang mit diesen Flurumgängen taten das ihrige dazu, dass Prozessionen im abergläubischen Mittelalter sehr beliebt waren.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Fronleichnam - Der Name&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Begriff Fronleichnam stammt vom mittelhochdeutschen Wort &amp;quot;vronlichnam&amp;quot; was &amp;quot;Leib des Herrn&amp;quot; heisst. Damit ist es nichts anderes als die deutsche Übersetzung des lateinischen &amp;quot;festum corpus domini&amp;quot;, des offiziellen lateinischen Namens des Festtages. Später wurde der Tag dann auch verbreitet &amp;quot;Herrgottstag&amp;quot; genannt, ein Begriff der sich bis heute in weiten Teilen der katholischen Schweiz, so auch bei uns, erhalten hat.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Damian Studer&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Quellen:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;
	&lt;p&gt;Jecker Urs, Fronleichnam, Wandel und Regression im 20. Jahrhundert am Beispiel der Gemeinde Laufen / BL, Münsingen 1995.&lt;/p&gt;
	&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;
	&lt;p&gt;Becker Huberti Manfred, Kirchliches Festjahr, Fronleichnam,&lt;/p&gt;
	&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.festjahr.de/festtage/fronleichnam.html&amp;quot;&gt;http://www.festjahr.de/festtage/fronleichnam.html&lt;/a&gt;&amp;nbsp; (31. Mai 2007).&lt;/p&gt;
	&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/chrippa-88</link>
			<title>Chrippa</title>
			<description>&lt;p&gt;Der Stolz jeder Familie war die eigene Krippe, und da wurde mit Hilfe von Kisten, Schachteln, Packpapier (Krippenpapier =&amp;nbsp;Chrippupapiir, mit Maromo- oder Felsmuster bemaltes Packpapier), Moos, Kies und Sand ganze Landschaften in die Stube gezaubert. Das Hauptgebäude war naltürlich der Stall zu Betlehem, besonders beliebt war dafür an&amp;nbsp;Holetsch, ein ausgehöhlter (ausgefaulter) Wurzelstrunk. Im Stall wurde das Christkind, Maria und Josef und natürlich der Esel und der Ochse dargestellt. Vor dem Stall kamen natürlich die Hirten; ihre Schafe (und Ziegen, und Hirsche, und Rehn und Hunde ...) blieben in der Landschaft verteil. Langsam näherten sich auf einem kunstvollen Wege (über Brücken und manchmal durch Tunnels) an kunstvollen Ziehbrunnen vorbei die heiligen drei Könige. Für die Kinder war es eine ehrenvolle und wichtige Aufgabe, diese drei Könige jeden Tag ein Bisschen näher an die Krippe heranzurücken, so dass sie dann auch tatsächlich am Dreikönigstag (6. Januar) das Christkind erreichten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Krippe wurde am 24. Dezember aufgestellt und in der Regel direkt nach Dreikönigen (6. Januar) wieder abgebrochen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Früher hatte man werktags bis zum 24. 12. abends Schule und am 26. 12. begann sie schon wieder, es war also klar, dass auch im Schulzimmer eine Krippe stand. Ebenso gab es auch in der Kirche eine Krippe.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 30. 11. 2010&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;D Chrippa üfstellu&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sobald man wusste, wer &amp;bdquo;ds Chrischinli&amp;ldquo; war, durfte man beim Aufbau der Krippe mithelfen. Das Moos, das zur Oberdeckung des über Kisten und Kartons gezogenen Papiers verwendet wurde, holte man noch vor dem Schneefall im Wald und lagerte es im Keller. Das Anlegen von Strässchen für die Drei Könige, das Anordnen von Weiden und einem Rastplatz mit Bächlein und Feuerstelle für die Hirten und ihre Herde und die mit Batterien betriebenen elektrischen Installationen förderten die Vorstellungskraft und die handwerkliche Fingerfertigkeit. Natürlich gehörte es zur Gepflogenheit, während der Weihnachtszeit bei den Nachbarn die Krippen anzuschauen und sich dabei auch neue Ideen zu holen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Domherr Josef Sarbach, in: Walliser Bote, 30. 11. 2010&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS. 30. 11. 2010&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/itreellu-87</link>
			<title>Itreellu</title>
			<description>&lt;p&gt;Domherr Josef Sarbach schildert uns im Folgenden dieses Itreellu aus seinen Jugenderinnerungen (vgl. Walliser Bote, 30. November, 2010):&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Haus in der Wichelgasse gab es eine grosse Stube, die mir und einem Vetter und zwei Basen, die &amp;laquo;unnini&amp;raquo; wohnten, im Vorschulalter viel Platz zum Spielen geboten hat. Diese Stube war denn auch der Schauplatz, wenn das Christkind sich in der Adventszeit zum &amp;laquo;Itreelu&amp;raquo; anmeldete. Wenn wir die Stube meistens nur am Morgen oder am Nachmittag zum Spielen in Beschlag nahmen, so ersannen die Erwachsenen irgendeinen Grund, um uns für einmal auch am früheren Abend dort einfinden zu lassen. Und genau dann passierte es: Ein Glöcklein war im langen Gang, der zur Stube führte, ganz leise zu hören und erfüllte alle mit äusserster Aufmerksamkeit. Wir Kinder wurden zum Gebet angehalten, und so falteten wir die Hände in Richtung zum Stubenkreuz hin. Unsere Herzchen pochten immer schneller, je näher der Klang des Glöckleins kam. Dann öffnete sich für einen Augenblick die Stubentür um einen Spalt, der nur so breit war, dass ein Papiersack durch ihn hindurch in die Stube geworfen werden konnte. Jetzt gab es kein Halten mehr und alle Frömmigkeit war wie verflogen! Die Kinderaugen sahen nur noch die Nüsse, Mandarinen, Schokoladestängel und Bonbons, die verstreut auf dem Boden lagen. Aber da hörte man noch die Haustür ins Schloss fallen, und das war denn auch das Zeichen dafür, dass das Christkind sich eiligen Schrittes entfernt hatte. Weil aber Dankbarkeit sein muss, öffneten wir die Stubentür und riefen in den dunklen Gang hinein: &amp;laquo;Merci, Chrischinli!&amp;raquo;, ehe wir uns daran machten die Süssigkeiten untereinander aufzuteilen und natürlich auch zu verkosten. Die prickelnde Aufregung, die Innigkeit kindlicher Frömmigkeit und die Freude am Beschenktwerden bleiben unvergesslich.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 30. 11. 2010&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<link>https://www.walsermuseum.ch/feste--braeuche/jahreskreis/noeijahr-86</link>
			<title>Nöijahr</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=43&amp;amp;resource_link_id=ee&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Neujahrslied&lt;/a&gt;&amp;nbsp;aus Ausserberg (Schweiz)&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=43&amp;amp;resource_link_id=ef&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;1. und 2. Strophe&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=43&amp;amp;resource_link_id=f0&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;3. Strophe&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=43&amp;amp;resource_link_id=f1&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;4. Strophe&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=43&amp;amp;resource_link_id=f2&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Neujahrslied&lt;/a&gt; aus St. Niklaus (Schweiz)&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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