<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0">
	<channel>
		<title>Rechte der Walser | Virtuelles Walsermuseum</title>
		<link>https://www.walsermuseum.ch/?id=46</link>
		<description></description>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2026 17:56:11 +0200</pubDate>
		<category>Virtuelles Walsermuseum</category>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/andere-vertraege-135</link>
			<title>Andere Verträge</title>
			<description>&lt;h2&gt;Andere wichtige Dokumente der Walser&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Andere Verträge - Schutzbündnisse, Friedensvertrag,&amp;nbsp; Schiedsvertrag , Lehensbrief, Landfriedensbund- können oft auf die eine oder andere Art und Weise auf diese Muster zurückgeführt werden, oder sind ihnen verwandt. Über andere Verträge orientiert der Abschnitt &amp;#39; andere wichtige Verträge aus dem 14. Jahrhundert&amp;#39;&lt;/p&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rheinwaldner&amp;nbsp;&amp;nbsp;Verträge&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;Schirmvertrag vom 24. Juni 127&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;Freiheitsbrief vom 10. Oktober 1277&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;Lehensbrief von 1286&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Erblehensbriefe aus dem Lichtenstein und Vorarlberg&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;Urkunde Triesenberg von 1355&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Davos&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;?id=46&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=134&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Lehensbrief der Landschaft Davos 1289&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Urkunden und Dokumente aus dem Tirol&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Safien&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Berner Oberland&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.walser-alps.eu/geschichte/walser-recht-im-berner-oberland&amp;quot;&gt;Planalp Brienz 1306&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vallorcine&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;Lehensvertrag von 1264&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Süd Walser&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

			&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.walser-cultura.it/documenti/&amp;quot;&gt;Mehr auf walser-cultura.it&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h3&gt;Rheinwald : Freiheitsbrief vom 10. Oktober 1277&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Waltherus de Vaz stellt den deutschen Siedlern des &amp;#39;Valle Rheni&amp;#39; einen Freiheits- und Schutzbrief aus&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Rizzi, Enrico, Walser Regestenbuch,, Seite 12o&lt;/h5&gt;

&lt;h3&gt;Rheinwald: Lehensbrief vom 1286&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Probst Henricus de Grono überträgt namens der Kirche und des Kapitels von S. Johannes und S. Victor einer Gruppe von Siedlern des &amp;#39;Valle Rheni&amp;#39; das Wald- und Weidland, welches das Kapitel im &amp;#39;Valle Rheni&amp;#39; besitzt, zu Erblehen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Rizzi, Enrico, Walser Regestenbuch, Seite 122&lt;/h5&gt;

&lt;h3&gt;Lehensbrief der Landschaft Davos 1289&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Diese &amp;#39;Davoser Freiheiten&amp;#39; werden in späteren Verträgen immer wieder zitiert und sind zumindest für den Raum Graubünden fast so etwas wie ein Vorbild. Lesen sie diese Freiheiten im&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=46&amp;amp;resource_link_id=15e&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Volltext&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Lehensvertrag Vallorcine von 1264&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Prior Richardus von Chamonix übergibt einer Gruppe von &amp;bdquo;Theotonicis de Valle Ursina (Vallorcine) die Hälfte des Talstücks von Vallorcine zwischen dem Fluss Barberine, dem Pass von Salenton und der Quelle des Eau-Noire bis an die Grenzen zwischen dem Territorium von Martigny und dem Priorat von Chamonix, in Erbleihe gegen einen Jahreszins von 8 Denaren und 4 Pfund mit der Auflage, dass die Siedler getreue Leute des Priorats werden.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Rizzi, Enrico, Walser Regestenbuch, Seite 313&lt;/h5&gt;

&lt;h3&gt;Lehensvertrag Triesenberg&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;29. Oktober 1355 in Vaduz&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einige Walser kaufen von den Schaanern einen Teil von Malbun, Gampswald und Staviniel zu einem rechten Erblehen um 8 Pfund Pfennig Konstanzer Münz&amp;nbsp; nachdem Meinungsverschiedenheiten über Rechte im Alpgebiet zwischen den Parteien durch Vermittlung des gräflichen Ammanns Ulrich von der Lachen bereinigt und, um künftige Zwistigkeiten vorzubeugen, Rechte und Pflichten der Parteien festgesett worden sind.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Rizzi, Enrico, Walser Regestenbuch, Seite 237&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/erbleihe-127</link>
			<title>Erbleihe</title>
			<description>&lt;p&gt;Dies ist ein außerordentlich günstiges Besitz- und Nutzungsrecht. Allmählich konnten die Walser so aus dem Status von Leihleuten (Lehensleuten) zu Grundeigentümern werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Davoser Freiheitsbrief wird diese freie Erbleihe wie folgt umschrieben: Dasselbig gut söllend sie ewigklich besitzen. Vnnd wenne sie ihren zins verrichtend, so sind sie frey vnd habend mit nieman nüdt ze schaffen. &lt;a href=&amp;quot;?id=46&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=134&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;(siehe Davoser Freiheitsbrief, Abschnitt 2)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/verzeichnis-130</link>
			<title>Verzeichnis</title>
			<description>&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Persönl.Freiheit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Erbleihe&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Selbstverwaltung&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Jurisdiktion*&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Waffenpflicht&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Südwalser&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Pomatt&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;*&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Saley&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o/+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Ager&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o/+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Ausone&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o/+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Bosco-Gurin&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Macugnaga&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+/*&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;*/+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Alagna&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-/*&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o/+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Rimella&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Gressoney/Issime&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-/+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;-&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Persönl.Freiheit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Erbleihe&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Selbstverwaltung&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Jurisdiktion*&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Waffenpflicht&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Vorarlberg&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Damüls/Laterns&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Gr. Walsertal&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+/*&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o/+&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Tannberg&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;/&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Montafon/Brand&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;table border=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; class=&amp;quot;table&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%;&amp;quot;&gt;
	&lt;tbody&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;
			&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Persönl.Freiheit&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
			&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Erbleihe&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Selbstverwaltung&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Jurisdiktion*&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Waffenpflicht&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Ostschweiz&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Rheinwald&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Davos&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Ursern&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Safien&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Avers&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Vals&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Tschappina&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Stürvis&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
		&lt;tr&gt;
			&lt;td&gt;Triesenberg&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;+&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
			&lt;td&gt;o&lt;/td&gt;
		&lt;/tr&gt;
	&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Silke Gräfin Basselet de la Rosée, Die Rechte der Walser in den ennetbirgischen Siedlungsgebieten in ihrer rechtshistorischen Relevanz, Diss Innsbruck, 2004, Seiten 91/77/109/118&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;* Niedergerichtsbarkeit&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine solche Tabelle bedarf einer Interpretation. Wenn Sie unsere Interpretation wissen möchten, dann gehen Sie auf&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?id=46&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=130&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Kommentare&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/freiheit-im-spaetmittelalter-125</link>
			<title>Freiheit im Spätmittelalter</title>
			<description>&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Freiheit generell&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;:&lt;/strong&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Freiheit bedeutete im Spätmittelalter, dass Individuen oder Gruppen von einem Herrscher Privilegien erhielten. Der Privilegierte verpflichtete sich im Gegenzug dazu, dessen Herrschaftsraum und -rechte zu erhalten und anzuerkennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mittelalterliche Freiheiten wurden oft in sogenannten Freiheitsbriefen festgehalten. Darin wurde festgeschrieben, welche Rechte die Freien von Unfreien unterschieden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Feudalherr, welcher Freiheiten gewährte, verpflichtete sich, gewisse Privilegien ( Freiheiten) auf Dauer zu respektieren.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;strong&gt;Persönliche Freiheit der Walser konkret&lt;/strong&gt;:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Silke Gräfin Basselet de la Rosée schreibt:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#39;bäuerlicher Freiheit&amp;#39;: Hierzu wählt die historische Forschung zwei Anknüpfungspunkte: Einerseits definiert sie Freiheit negativ über die Frage nach &amp;#39;Freiheit wovon&amp;#39;, andererseits positiv über zu Frage &amp;#39;frei wozu&amp;#39;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der negative Ansatz sieht die Abwesenheit von Bindungen und Belastungen als das maßgebliche Kriterium. Im Zusammenhang mit mittelalterlicher bäuerlicher Freiheit wäre danach frei, wer nicht grundherrschaftlich gebunden ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der positive Ansatz meint mit umgekehrter Überlegung das Recht zu einem bestimmten Handeln oder Unterlassen. Demnach wäre, projiziert auf die mittelalterliche, bäuerliche Freiheit, derjenige frei, der das Recht hat, sich ungehindert von grundherrschaftlichen Bindungen frei zu bewegen und niederzulassen, zu kontrahieren, zu heiraten und zu testieren und in der Gemeinschaft selbst verwaltend tätig zu werden. Die Freiheit von Unfreienabgaben lässt sich hier jedoch kaum in positiver Formulierung subsumieren. Allenfalls könnte man hier - etwas konstruiert - an das Recht auf Unterlassung von Unfreienabgaben knüpfen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Silke Gräfin Basselet de la Rosée, Die Rechte der Walser in den ennetbirgischen Siedlungsgebieten in ihrer rechtshistorischen Relevanz, Diss Innsbruck, 2004, Seite 148&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;#39;Unter dem Titel der persönlichen Freiheit sollen, hier und im Folgenden grundsätzlich drei Aspekte dieses vielschichtigen Begriffs beleuchtet werden: als positiv bestehendes Recht die Freizügigkeit, und - negativ definiert - die Freiheit von Heirats- und Erbbeschränkungen, sowie die Freiheit von Unfreienabgaben wie Frondiensten, Fasnachthuhn, Todfall und Ähnlichem&lt;strong&gt;. &amp;#39;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Silke Gräfin Basselet de la Rosée, Die Rechte der Walser in den ennetbirgischen Siedlungsgebieten in ihrer rechtshistorischen Relevanz, Diss Innsbruck, 2004, Seite 37&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zu den Walser-Freiheiten siehe auch &lt;a href=&amp;quot;?id=46&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=134&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Davoser Lehensbrief&lt;/a&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/lehensbrief-von-davos-134&amp;quot;&gt; &lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;. Dort wird konkret und beispielhaft formuliert, um was es bei &amp;#39;Walser-Freiheiten&amp;#39; ging.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/literatur-137</link>
			<title>Literatur</title>
			<description>&lt;h2&gt;&amp;nbsp;Verwendete Literatur:&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Büttner, Heinrich,Anfänge des Walser Rechtes im Wallis, in :&amp;nbsp;&amp;nbsp;Das Problem der Freiheit in der deutschen und schweizerischen Geschichte. Mainauvorträge 1953&amp;nbsp;(Vorträge und Forschungen 2), Sigmaringen 1953.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Silke Gräfin Basselet de la Rosée, Die Rechte der Walser in den ennetbirgischen Siedlungsgebieten in ihrer rechtshistorischen Relevanz, Diss Innsbruck, 2004&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;La Rosée, Silke, Walser Recht ennetbirgen, in : Wir Walser, Nr 2 /2005, Seit 5 ff.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Bundi, Martin, Zur Besiedlung und Wirtschaftgeschichte Graubündens im Mittelalter&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Carlen,Louis, Das Recht der Walser, in : Kultur des Wallis im Mittelalter, Rotten Verlag Brig 1981, Seite 137ff&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Carlen, Louis in : &amp;nbsp; Aufsätze zur Rechtsgeschichte der Schweiz, 1994&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Liver ,Peter, Mittelalterliches Kolonistenrecht und freie Walser in Graubünden, Kultur- und staatswissenschaftliche Schriften der ETH, Bd 36, Zürich 1943&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Pfister, Max,&amp;nbsp; Der Davoser Lehensbrief, in : Davoser Jubiläum 1289- 1989, Davos 1990&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zinsli, Paul,&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;Walser Volkstum. 7. ergänzte Auflage, Verlag Bündner Monatsblatt, Chur 2002&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Publizierte Quellen:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Gremaud; Jean, Documents relatifs à l&amp;#39; histoire du Valais (1876)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Rizzi, Enrico: Walser Regestenbuch ( 1991)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Handbuch der Bündner Geschichte, Chur 2000 (Bd 4, Quellen und Materialien)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/blick-in-die-forschung-136</link>
			<title>Blick in die Forschung</title>
			<description>&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Gibt es so etwas wie ein einheiltliches Walser Recht?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wenn ja: wurde dieses aus dem Ursprungsland importiert oder entwickelte sich dies in den neuen Regionen?&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Gibt es überhaupt zwischen den Walsern Gemeinsamkeiten ausser der Sprache?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Forscher sind sich nicht einig.Eine grosse Mehrheit von Historikern ist überzeugt, dass Walser Freiheiten Kolonistenrecht ist. Sie behaupten, alle Kolonisten hätten ähnliche Freiheiten wie die Walser. Folglich vertreten sie auch die These, die Walser Freiheiten seien auf keinen Falle von Ursprungsland mitgebracht worden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Andere&amp;nbsp; Forscher und Forscherinnen dagegen behaupten, Walser Freiheiten seien allen Walser eigen und diese hätten diese aus dem Ursprungsland mitgebracht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a id=&amp;quot;c86&amp;quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Davoser Freiheitsbrief von 1289 ist auf den ersten Blick etwas völlig anderes als der Friede von Macugnaga. In diesem Briefe werden die oft beschworenen Walser Rechte und Freiheiten konkrete benannt und anerkannt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Er ist nicht der erste Freibrief dieser Art und schon gar nicht der letzte. Es gibt vielmehr eine ganze Reihe von Freibriefen in allen Walser Gebieten. Aber die manchmal als &amp;bdquo;Davoser Freiheiten&amp;ldquo; zitierten Rechte scheinen zumindest im Bündnerland durchaus wegweisend gewesen zu sein und haben in einigen Fälle so etwas wie Vorbildcharakter..&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Lehensbrief von 1289 erhielten die Walser in der heutigen Landschaft Davos das Recht auf Selbstverwaltung. Alle Güter gingen in freier Erbleihe in den Besitz der einzelnen Familien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In dieser Urkunde werden die Walser Freiheiten, manchmal Davoser Freiheiten genannt, explizit aufgezählt:&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;die persönliche Freiheit.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die Erbfreiheit&lt;span&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die Selbstverwaltung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die niedere Gerichtsbarkeit&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Gleichzeitig wird präzise aufgelistet, was die Walser aus Davos an Abgaben und Leistung zu erbringen hatten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil ähnliche Briefe und Urkunden verloren gingen, orientieren sich viele Walser Froscher an dieser Urkunde. Der Lehensbrief von Davos gilt als Modell für andere ähnliche Briefe und ist eine Art zuverlässige Kronzeuge, was unter Walser Freiheiten wirklich zu verstehen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&amp;nbsp;Autor Hans Steffen, April 2007&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Standpunkt 1: Die Walser haben nur ein Erbgut gemeinsam:&amp;nbsp;Die Sprache&amp;nbsp;.&amp;nbsp;Walser Recht ist Kolonistenrecht&lt;/h2&gt;

&lt;h5&gt;(Exponenten: Peter Liver , &amp;nbsp;Paul Zinsli, Louis Carlen)&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&amp;quot;Man hat immer wieder versucht, die Eigenart der Walliser und der Walser zu bestimmen und ihre Gemeinsamkeiten zu ermitteln. Man sprach von Walserblut, von Walserrecht, vom Walserhaus, von Walsersagen und -bräuchen und wollte im hl. Theodul den Walserheiligen erkennen. Diese und andere Versuche vermögen nicht zu überzeugen. Gewisse Eigenheiten finden sich nämlich nur in einzelnen Kolonien, und andere teilen die Walliser und die Walser mit ihren Nachbarn. Wie könnte es auch anders sein? Seit den Wanderungen sind rund 700 Jahre verstrichen. In dieser langen Zeit haben die Nachkommen der Auswanderer ihre Lebensweise der neuen Umwelt und den andersgearteten Nachbarn angepasst. Manchenorts sind sie schon längst in der umgebenden Bevölkerung aufgegangen, so in Savoyen, im Berner Oberland, im Urserental und in einigen Gegenden Graubündens.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute ist man sich darüber einig, dass die Walliser und die Walser nur&amp;nbsp;ein&amp;nbsp;Erbgut gemeinsam haben: ihre altertümliche Sprache.&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Fibicher, Walliser Geschichte Band 2, Seite 244)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;quot;Man kann wohl sagen, dass Livers These vom Walserrecht als Kolonistenrecht Gemeingut geworden ist und praktisch von allen, die seither geschrieben haben, übernommen worden ist. Auch Hans Kreis, Paul Zinsli und Enrico Rizzi haben in ihren Gesamtschauen sich ihr angeschlossen.&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Carlen, Aufsätze zur Rechtsgeschichte, Seite 75/76)&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Unser Standpunkt&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der wissenschaftlichen Literatur war man sich einig: es gibt keine Gemeinsamkeiten zwischen den Walsern ausser der Sprache. Und gerade die Rechtsgeschichte beweist, dass die Walser zwar Freiheiten und Rechte hatten, dass diese aber unterschiedlich sind und schon gar nicht auf eine alte Tradition (also auf das Herkunftsland) zurückzuführen sind.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und dann kam 2004 eine Dissertation geschrieben bei Professor Louis Morsak, einem verdienten und bekannten Rechtshistoriker in Innsbruck. Diese Dissertation geht neu Wege. Sie wagt es, alte, von allen übernommene Positionen zu hinterfragen. Frau Dr. La Rosée hatte den Mut, die Grundfragen zur Walser Geschichte neu zu denken. Sie verdient für diesen Mut Anerkennung und Lob.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So stehen auf der einen Seite eine Reihe von grossen Wissenschaftlern und verdienten Persönlichkeiten. Deren Leistung und deren Resultate sind unbestritten und deren Argumente sind überzeugend.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dem gegenüber steht das Zusammenghörigkeitsgefühl der Leute aus Walser Gebieten. Im Rahmen des Interreg Projektes &amp;quot;Walser Alps&amp;quot;&amp;nbsp;&amp;nbsp;haben wir mit einigen Dutzend alten Leuten aus Walser Regionen ausführlich Gespräche geführt und haben dabei festgestellt, dass es so etwas wie eine &amp;quot;gefühlsmässige Identität&amp;quot; da ist. Man fühlt sich als Walser und man formuliert, dass viele Sagen, Bräuche, Rezepte, Arbeitstechniken etc erstaunlich gleich sind. In der Wissenschaft ( Paul Zinsli) hat man vermutet, dass dieses Zusammengehörigkeitsgefühl neuesten Datums sein könnte. Erst seit der Wiederentdeckung der Walser ( Tita von Öttingen) und seit den verschiedenen internationalen Walser Treffen sei den Leuten bewusst geworden, dass man etwas Gemeinsames habe. Vorher hätte dieses Bewusstsein nie bestanden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eines der heikelsten Kapitel in dieser Diskussion ist- wie gesagt- die Rechtsgeschichte. Es schien, als ob alle Urkunden gelesen und alle Schlüsse gezogen worden seien und dass es zu diesem Kapitel nichts mehr zu sagen gäbe. Die erwähnte Dissertation hat aber gezeigt: stellt man andere Fragen, geht man von anderen Fragestellungen aus, dann kann man durchaus zu anderen Schlussfolgerungen kommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bisher galt die These &amp;quot;Walser Rechte sind Kolonistenrechte&amp;quot;. Und weil sie Kolonistenrechte sind, gelten sie überall, wo es Kolonisten gibt und sie sind unabhängig von der Herkunft der Leute. Sollte diese zentrale These aber nicht stimmen, ergeben sich völlig neue Perspektiven. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zum Beispiel könnten die Landfriedensbündnisse&amp;nbsp; (Vertrag von Saas Almagell von 1291) der Ursprung von vielen Rechten sein. Aus dem Bedürfnis nach Sicherheit heraus konnten völlig neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Adeligen und Talleuten entstehen. Die zentrale Walser Recht der Selbstverwaltung&amp;nbsp; zum Beispiel erklärt sich dann nicht nur oder nicht mehr als Entgeld für Kolonistenarbeit, sondern als Produkt eines Prozesses.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Oder es müsste die Frage neu aufgerollt und nee beantwortet werden, ob die Walser Rechte nicht doch letztlich Walser Recht sind in dem Sinne, dass sie aus der Urheimat mitgebracht wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und wenn die Walser Rechte eben doch aus dem Ursprungsland mitgebracht wurden?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Silke&amp;nbsp; La Rosée hat in ihrer Dissertation die Frage klar beantwortet: die Visionen von Freiheit und Selbstverwaltung wurden aus dem Ursprungsland (aus dem Wallis) mitgebracht. Silke&amp;nbsp; La Rosée ist nicht die einzige, welche die These vertritt, Walser Recht sei Walliser Recht. Schon viele Jahre vor ihr hat zum Beispiel der bekannte deutsche Historiker&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=46&amp;amp;resource_link_id=15f&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Heinrich Büttner&lt;/a&gt;&amp;nbsp; in einem Aufsatz von 1955 betitelt mit &amp;quot;Anfänge des Walser rechtes im Wallis&amp;quot; Folgendes geschrieben:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;#39;Bei der Urkunde, die Walter von Vaz im Oktober 1277 für die homines Theutonici im Rheinwaldausgestellte, wird das ausgebildete Walserrecht, bei dem auch die aus geprägte Selbstverwaltung und die eigene Bestellung des Ammanns eine besondere Rolle spielte, bereits als illorum consuetudo, als mitgebrachtes Gewohnheitsrecht, bezeichnet. Wenn man auch durchaus berücksichtigen darf, dass in den Jahrhunderten des Mittelalters eine Rechtsgewohnheit oft rascher, als man vermuten möchte als solche entstand und bezeichnet wurde, so wird doch durch diesen Hinweis der Urkunde von 1277 der Blick wieder auf das Herkunftsgebiet der Siedler im Rhein wald oder gar auf das Ausgangsland8 der ganzen Wanderbewegung im Alpenraum, auf das Wallis, gelenkt.&amp;#39;(Seite 90)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn im oberen Wallis die Ausbildung des genossenschaftlichen Gedankens und der Selbstverwaltung im 13. Jahrhundert durchaus spürbar ist, wenn sich aus den Anfängen des ausgehenden 12. Jahrhunderts, wie sie bei Lauinen deutlich werden, bis zur zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Auftreten der politisch handelnden communitates entwickelt, dann ist als sicher anzunehmen, dass die auswandernden Walser seit dem 12. Jahrhundert jeweils die besten und ausgebildetsten Formen, die ihnen am meisten zusagten, aus ihrer Heimat mitnahmen und sie, unbeschwert von den Nachwirkungen der Vergangenheit, im Pomat oder am Simplon in Ursern oder sonst wo bei ihren Siedlungen zur Geltung zu bringen suchten. Der Hinweis, der für Rheinwald im Jahre 1277 auf die consuetudo der Siedler gegeben wurde, bestand völlig zu Recht. Die Rechtsformen der Walser waren in ihrer neuen Heimat den dort bekannten Rechtsvorstellungen aber keineswegs ganz fremd; sie wurden nicht als ganz ungewöhnlich empfunden, da ja ähnliche Gedanken und Entwicklungstendenzen sich um die gleiche Zeit des 13. Jahrhunderts auch sonst im Raum der Zentralalpen enden. (Seite 101)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Damit gäbe es aber neben der Sprache und neben viel Zeugen gemeinsamer Tradition in Museen, ein weiteres Merkmal einer Walser Identität. Wenn &amp;nbsp;Walser Rechte Walser Recht ist und letztlich aus dem Ursprungsland Wallis mitgebracht wurde, dann kann man eben doch von einer Walser Ethnizität sprechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das, was Interviewpartner uns gegenüber formuliert haben und was wir als Grundthese für unsere Projektarbeit mal angenommen haben, nämlich dass es eine ethnische Identität der Walser gibt, wird bestätigt. Zugegebenermaßen gibt es eine Reihe von Fakten, die mit gutem Grund verschieden gedeutet werden können. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Walser Rechte letztlich ein bisschen beides sind, ist groß. Nur : die Behauptung, dass das eine auszuschließen sei, muss spätestens seit der Dissertation von Silke La Rosée fallen gelassen werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber zumindest kann man nicht mit einem Lächeln behaupten, Walser Identität sei ein Hirngespinst von Projektleitern von Interreg Projekten, oder ein Wunschtraum von Heimwehwallisern, die es Gegner sehen würden, wenn die Band zum Ursprungsland klar nachgewiesen würden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Fairerweise sei gesagt: die These vom Walser Recht, das als Gewohnheitsrecht mitgebracht wurde ( oder der consuetudo illorum) ist eine vallable, nachvollziehbare, wissenschaftlich fundierte These ebenbürtig der andern, die behauptet Walser Recht sei Kolonistenrecht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es kann dann durchaus sein, dass sich durch die Walser und dank den Walsern&amp;nbsp; in den Walsergebieten eine Bewegung durchgesetzt hat, die ganz&amp;nbsp; auf Gemeindeselbstverwaltung und Freiheit aus Sicherheitsgründen setzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir behaupten nicht, diese Bewegung sei in ihren Ursprung eine rein Walserische. Sie könnte durchaus andere Wurzeln haben (oberitalienische Städte zum Beispiel). Aber sie wurde in Walser Gebieten überall übernommen und man kann durchaus sagen, es sei ein gemeinsames Merkmal, also eine Identität der Walser.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;&amp;nbsp;Autor Hans Steffen, April 2007&lt;/h5&gt;
&lt;!--TYPO3SEARCH_end--&gt;</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/lehensbrief-von-davos-134</link>
			<title>Lehensbrief von Davos</title>
			<description>&lt;p&gt;Er ist nicht der erste Freibrief dieser Art und schon gar nicht der letzte. Es gibt vielmehr eine ganze Reihe von Freibriefen in allen Walser Gebieten. Aber die manchmal als &amp;bdquo;Davoser Freiheiten&amp;ldquo; zitierten Rechte scheinen zumindest im Bündnerland durchaus wegweisend gewesen zu sein und haben in einigen Fälle so etwas wie Vorbildcharakter..&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Lehensbrief von 1289 erhielten die Walser in der heutigen Landschaft Davos das Recht auf Selbstverwaltung. Alle Güter gingen in freier Erbleihe in den Besitz der einzelnen Familien.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In dieser Urkunde werden die Walser Freiheiten, manchmal Davoser Freiheiten genannt, explizit aufgezählt:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;die persönliche Freiheit.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die Erbfreiheit&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die Selbstverwaltung&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die niedere Gerichtsbarkeit&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;Gleichzeitig wird präzise aufgelistet, was die Walser aus Davos an Abgaben und Leistung zu erbringen hatten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil ähnliche Briefe und Urkunden verloren gingen, orientieren sich viele Walser Froscher an dieser Urkunde. Der Lehensbrief von Davos gilt als Modell für andere ähnliche Briefe und ist eine Art zuverlässige Kronzeuge, was unter Walser Freiheiten wirklich zu verstehen ist.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Volltext&lt;/h2&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Handbuch der Bündner Geschichte, Chur 2000, Bd 4, Quellen und Materialien, Seite 46&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Wir graff Hug von Werdenberg vnnd Johannes, Donat, Walter, vnser ohem von Vatz kündend allen denen, so diesen brieff sehend oder hörend lesen, das wir&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Wilhelm dem ammen vnd seinen gesellen vnd jhren rechten erben verliehen hand das gut ze Davos ze rechten lehen als vnser ohem selige herr Walther von Vatz gesetzt hette zurn rechten zins, also dass sie jährliche verrichten sollend von demselbigen gute ze sant Gallen dult vierhundert vnd drey vnd siebentzig käse vnd zu s.Martins dult hundert vnd acht vnd sechtzig elen tuchs, vnd zu s. Görien dult sechs vnd funfftzig frischling oder die pfennig, die sie dafür gezinset, für den käse dry schilling Maylisch, für die elen duchs vier schillige Maylisch, für die frischling zwblff schilling Maylisch, welches sie aller gernest thund.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Dasselbig gut söllend sie ewigklich besitzen. Vnnd wenne sie ihren zins verrichtend, so sind sie frey vnd habend mit nieman nüdt ze schaffen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ist auch, dass vnsere ohmen oder ihr botten hinin farend, so sol man ihnen geben, was sie bedörffen ohne wyn vnd brot.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Einer, der den see inn hat, der zu demselben gut gehört, der sol verrichten dusent fisch an der alten faßnacht, wo här das nicht thund, so muss er je für das hundert geben ein pfundt Maylisch, vnd gehört auch der see nicht in das erblehen, deme wer ihn empfacht, dass ist vnser wille.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vnd sol Wilhelm ammen sin, dieweil ers nicht verwürckt vmb sine gesellen, ist aber, dass er es verwürcket, so sol man einen andern nemmen in demselben thal auss seiner geselschafft.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vnd sol man vor ihnen zu recht stahn aller schulden, ohne dieb vnd manschlacht, die sol man verrichten vor vnserem ohem von Vatz, vnnd was man vor dem amen nicht verrichten mag.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Wer in dem thal verschuldet, der sol auch darinnen richten.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vnd wer in das thal kompt, der hat denselben schirm, den Wilhelm vnd sin gesellschafft haben mag.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ist daß man derselben leuten in ein reiss bedarff, so sol man ihnen zu dem ersten huss, da sie kommind, ein mahl geben, dass vnser ohemen ist.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vnd wer nicht gehorsam ist, dass hie geschrieben staht, der sol auss dem thal fahren.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Ist, das man den zinß jehrlich nicht verrichten wird, so sol man den amman, wer er ist, ein pfand nemmen an rindern, geissen vnd schafen.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Das alles das stett blibe vnnd gantze krafft der warheit habe, das hie geschrieben staht, so gebend wir vnser zwen insigel an diesem brieffe ze einem waren vrkund. Das geschach, da von gottes geburt warend dusent jahr, zweyhundert jahr, nüne vnd achtzig jahr, an dem achzehenden tag s. Bartholomei.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=46&amp;amp;resource_link_id=15e&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Volltext im pdf Format&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;h2&gt;Erklärungen zum Inhalt&lt;/h2&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Handbuch der Bündner Geschichte, Chur 2000, Bd 4, Quellen und Materialien, Seite 46&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Bereits zu Beginn des 13. Jahrhunderts erscheint das spärlich von Romanen besiedelte Gebiet von Davos urkundlich als im Besitz der Freiherren von Vaz.&amp;rdquo; Die Einwanderung von Walsern &amp;ndash; sie stammten wohl aus dem Raume von Brig &amp;ndash; begann um 1270/80 unter Walter V. von Vaz. 1289 war die Niederlassung so konsolidiert, dass Graf Hugo II. von Werdenberg als Vormund von Walters noch unmündigen Söhnen Johann, Donat und Walter es für angezeigt hielt, die Rechte und Pflichten der unter der Führung des Ammanns Wilhelm stehenden Siedler in einem Lehenbrief schriftlich festzuhalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der erste Abschnitt betrifft die Abgaben, welche die Davoser Leute dem Werdenberger zu entrichten haben. Die genannten 473 Käse, die 168 Ellen Tuch und die 56 jungen Schafe sind je zu einem besonderen Abgabetermin fällig (Punkt 1).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;Wird diese Verpflichtung eingehalten, soll das Gebiet den Davosern &amp;laquo;ewigklich&amp;raquo; gehören (Punkt 2). Diese Ewigkeitsklausel garantiert jedoch noch keinen Verzicht auf eine Revision zuungunsten der Walser. Sie bedeutet lediglich, dass für die Vertragsbestimmungen keine Befristung vorgesehen ist.&amp;rdquo; Ferner wird den Leuten zugestanden, dass sie &amp;#39;frei&amp;#39; sind. Der Begriff &amp;#39;frei &amp;#39; hat im mittelalterlichen Verständnis&amp;nbsp; keinen absoluten Wert. Die Freiheit besteht hier im Vorhandensein eines gegenseitig respektierten und verbrieften&amp;nbsp; Rechtsverhältnisses.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Punkt 4 handelt von der Verleihung und der Zinspflicht des Davoser Sees, welcher nicht dem Verband der Siedler, sondern einem einzelnen verliehen wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Punkt 5 wird die freie Wahl des Ammanns festgesetzt, was in Graubünden erstmals für das Rheinwald 1277 belegt ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es folgen Hinweise zu den gerichtlichen Verhältnissen: die niedergerichtlichen Befugnisse liegen beim Ammann, das Hochgericht steht der Herrschaft zu (Punkt 6).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei Nichtentrichtung der jährlichen Zinsen an die Herrschaft droht dem Ammann eine Viehpfändung (Punkt 11).&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kommentare&lt;/h2&gt;

&lt;h3&gt;Martin Bundi&lt;/h3&gt;

&lt;h4&gt;&amp;#39;Die Verpflichtungen waren (in diesem Vertrag) schwerwiegender als die zugestandenen Rechte&amp;#39;&lt;/h4&gt;

&lt;h5&gt;Autor:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Marin Bundi&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Bundi, Martin, Zur Besiedlung und Wirtschaftgeschichte Graubündens im Mittelalter, Seite 424 ff&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;#39;Gleich am Anfang der Belehnungsurkunde von 1289 wurde der Lehenszins festgesetzt. Offensichtlich erheischte diese Regelung höchste Beachtung und Priorität&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;Es ist das denn auch die wichtigste Bestimmung des Lehensbriefes. Die Davoser Neusiedler, welche bis dahin für ihre schwere Rodungsarbeit wohl privilegiert worden waren, sahen sich veranlasst, die folgenden jährlichen Zinsleistungen zu erbringen:&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;auf St. Gall 473 Käse oder 3 Schilling pro Käse,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;auf St. Martin 168 Ellen Tuch oder 4 Schilling pro Elle,&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;auf St. Georg 56 junge Schafe oder 12 Schilling pro Schaf.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Umrechnung des Käsezinses ergibt, den Wertkäse zu 4 kg gerechnet, eine Gesamtabgabe von 1892 kg. Wenn wiederum davon ausgegangen wird, dass diese Abgabe etwa den zehnten Teil einer Sommerproduktion ausmachte und die damaligen Familien auf ca. 300 kg Käse für den Eigenbedarf angewiesen waren, käme man auf ca. 56 Familien&amp;hellip;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben diesen Abgaben waren die Vazer Untertanen noch zu zwei weiteren Leistungen verpflichtet. Jeweilen, wenn sich die Herren von Vaz oder deren Dienstleute zur Ausübung der hohen Gerichtsbarkeit oder zu einem anderen Zweck in die Landschaft Davos begaben, mussten ihnen die Talleute Speise und Trank (mit Ausnahme von Wein und Brot) vorsetzen und Unterkunft gewähren. Ferner hatten die Untertanen den Vazern bei Bedarf Kriegsdienste zu leisten. ..&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gegenüber diesen weitgehenden Verpflichtungen und Belastungen nahmen sich die Rechte und Freiheiten bescheiden aus. Die Talleute konnten ihre inneren Angelegenheiten selber regeln &amp;ndash; insbesondere die Ausübung der niederen Gerichtsbarkeit - und zu diesem Zwecke aus den Reihen der deutschen Leute einen Ammann wählen. Befanden sie sich im Kriegsdienst des Herren, so hatten sie ausserhalb der Landschaft Davos Anrecht auf Verpflegung auf Kosten des Vazers. Damit erschöpften sich ihre Freiheiten! &amp;bdquo;&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Max Pfister&lt;/h3&gt;

&lt;h4&gt;Die Freiheiten waren bedeutend, insbesondere für die Ausbreitung der Davoser Walser&lt;/h4&gt;

&lt;h5&gt;Autor:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Max Pfister&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Davoser Jubiläum 1289- 1989, Davos 1990, Seite 10 (der Davoser Lehensbrief)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Der Lehensbrief enthält aber &amp;ndash; ausgesprochen oder zwischen den Zeilen &amp;ndash; noch weitere für Davos und die Ausbreitung der Davoser Walser bedeutende Bestimmungen: die Selbstverwaltung; der Ammann sollte aus den eigenen Reihen genommen werden; man unterstand dem eigenen Gericht (mit Ausnahme der Blutgerichtsbarkeit); für die Davoser bestand keine Heiratsbeschränkung und sie waren freizügig, konnten sich also ansiedeln, wo es Möglichkeiten für sie gab. Diese Freiheiten und die bessere Rechtsstellung trugen wesentlich zur Verbreitung der Walser in jenen Gebieten bei, die später den Zehngerichtenbund bildeten, in dem Davos eine natürliche Führungsrolle zufiel.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Unser Kommentar&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Die Urkunde beweist nicht, dass Walser-Recht Kolonistenrecht ist&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Autor:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Hans Steffen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Tatsache ist, dass die Herren von Vaz in diesem Briefe Autonomie und Selbstverwaltung zugestanden. Und da fragt&amp;nbsp; sich natürlich, was eigentlich die Beweggründe der Herren von Vaz waren, dies zu tun (und von den zugewanderten Walsern dies zu fordern).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Martin Bundi behauptet, man hätte die Privilegien durch Rodungsarbeit verdient. Dies ist eine mögliche und bisher nicht bestrittene Erklärung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine andere Überlegung ist wohl die, dass diese Zugeständnisse die Vazer Lehensherrn von der Pflicht entband, diese Leute zu schirmen und zu schützen. Es könnte sein, dass die Schirmherrschaft in diesen entlegenen Gebieten mit beträchtlichem Aufwand verbunden gewesen war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Umgekehrt wäre es auch möglich, dass die Davoser Leute ein Interesse daran hatten, die Sicherheit in die eigenen Hände zu nehmen (durch einen eigenen Ammann).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die zugewanderten Walser waren bereit, diese Selbstverwaltung durch recht hohe Zinsabgaben zu &amp;#39;erkauften&amp;#39;. In diesem zweiten Falle bekäme Frau Silke La Rosee Recht, wenn sie in ihrer Dissertation behauptet, die Abwanderung aus dem Wallis sei in erster Linie erfolgt, um der dort einsetzenden Feudalisierung zu entgehen und sie hätten das Recht auf persönliche Freiheit und der Selbstverwaltung aus dem Wallis in die Aussenorte transportiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;(Dissertation la Rosée, Seite 150)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im übrigen enthält dieser Brief genau jene &amp;nbsp;4 Merkmale des &amp;bdquo;Walser Rechtes&amp;ldquo;, welche Frau Dr. Silke La Rosée in ihrer Dissertation ins Zentrum stellt:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;die persönliche Freiheit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es wird den Leuten zugestanden, dass sie frei sind ( siehe Punkt 2)&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;die Erbfreiheit (Punkt 2)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die Selbstverwaltung ( eigener Amman wählen)&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;die niedere Gerichtsbarkeit (Punkt 6, Punkt 7).&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;Allerdings ist der Preis recht hoch: klare Abgaben und Zinsen und die Androhung, was geschehen wird, wenn diese Abgaben und Zinsen nicht entrichtet werden. Zudem mussten sie sich zum Waffendienst verpflichten&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/der-friede-von-macugnaga-saas-almagell-1291-133</link>
			<title>Der Friede von Macugnaga/Saas Almagell 1291</title>
			<description>&lt;p&gt;So schlossen die Leute von Macugnaga und&amp;nbsp; von Ancasca einerseits und diejenigen vom Saaser- und Mattertal andrerseits im Jahre 1291 einen Friedensvertrag. Im Wesentlichen ging es darum, Streitigkeiten nicht durch Gewalt auszutragen, sondern vor ein Schiedsgericht zu&lt;br /&gt;
bringen. Nach heutigem Sprachgebrauch würde man wohl sagen, es ging um &amp;bdquo;Frieden durch Recht&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man vereinbarte, was man tun wollte und tun konnte, um Überfälle, Diebstähle, Brandschatzungen etc. zu verhindern. Neben den Grafen nahmen an diesen Verhandlungen auch Vertreter der Leute der Täler als gleichberechtigte Partner teil. Und sie erhielten &amp;ndash;oder sie erstritten sich- im gleichen Vertrag auch Zugeständnisse von diesen Grafen,Zugeständnisse, welche im Kern so etwas wie der Beginn von Selbstverwaltung war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So gesehen, könnte man mit Fug und Recht behaupten, diese Friedensverträge oder Landfriedensbündnisse waren der Quell oder Ursprung der Selbstverwaltung in Walser- Gebieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Vertrag von Saas Almagell ist nicht etwa einmalig. In der Innerschweiz kennen wir zum Beispiel den berühmten Bundesvertrag zur Gründung der Eidgenossenschaft. Ähnliche Verträge wurden aber zum Beispiel auch abgeschlossen zwischen den Leuten vom Goms unddem Valle Antigorio (Friede von Binn, 1407).&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kurze Inhaltsangabe&lt;/h2&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Original- Stao, Sion, A.C.S., Blandrate&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Publiziert: Gremaud; Jean, Documents relatifs à l’histoire du Valais (1876), Text II, 1021&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Siehe auch Rizzi, Enrico: Walser Regestenbuch ( 1991), Seite 64&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h3&gt;Inhaltsangabe&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Im Jahre 1291 wurde zwischen den Leuten von Macugnaga, vom Valle Ancasa, dem Saastal und Mattertal und einigen Adeligen (u. a. die Grafen von Blandrate) ein Friedensvertrag unterzeichnet, der u. a. folgende Punkte enthielt:&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;Die streitenden Parteien beendigen ihre Händel und schliessen einen Frieden,&amp;nbsp; welcher folgende Parteiungen einschliesst: Jocelin und Johann de Blandrate, Adelige aus den Tälern südlich des Monte Rose, die Leute von Saas- und Nikolaital (inklusive Zermatt), vom Vallée d’Anzasca und von Macugnaga.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Die Bewohner des Anzascatals und von Macugnaga sowie die Minenarbeiter und andere Personen sollen ohne Furcht vor Angriffen ins Wallis reisen können.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Graf Jocelin von Blandrate verpflichtet sich, Raubzüge zum Nachteil der Leute von Macugnaga und des Anzascatals zu unterlassen und verbietet seinen Unterstellten, solche Raubzüge zu unternehmen.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Dafür wird dem Graf der Durchzug mit seinem Gefolge, sei dies nun bewaffnet oder unbewaffnet, gestattet. &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;h2&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=46&amp;amp;resource_link_id=15b&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Inhaltsangabe Abschnitt für Abschnitt&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;h2&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=46&amp;amp;resource_link_id=15c&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Volltext&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;h2&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=46&amp;amp;resource_link_id=15d&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Kommentare&lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/quellen-132</link>
			<title>Quellen</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Quellen werden mit ganz unterschiedlichen Namen bedacht: Schutzbrief, Lehensbrief,Freiheitsbrief, Friedensvertrag, Schutz- oder Schirmvertrag etc und es ist nicht so leicht, die Unterschiede zu verstehen. Unser Fokus richtet sich auf die so genannten Freiheitsbriefe, also Urkunden, welche Privilegien und Freiheiten schriftlich zusichern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Man versteht darunter die Bestätigung alter Rechte, Freiheiten und Privilegien. Oft ging es um Befreiung von fremden Richtern und um das Recht, einen Amman wählen zu dürfen, welcher mit richterlicher Gewalt ausgestattet war. Solche Freiheitsbriefe kennt man u.a. in Rheinwald, Safien, Davos, aber auch von Ursern , Triesenberg u.a.O.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir stellen im folgenden zwei solche Dokumente vor. Beide sind modellhaft für Urkunden aus Walser Regionen. Sie sind also keineswegs einmalig oder sensationell, wohl aber typisch. Sie konkretisieren beispielhaft, worum es ging. Es sind dies der Friedensvertrag von Saas Almagell 1291 (meist Frieden von Macugnaga oder Frieden zwischen den Tälern des Monte Rosa genannt) und den Lehensbrief von Davos 1289.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/kommentare-131</link>
			<title>Kommentare</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Tabelle zeigt, dass man in sämtlichen Walser Siedlungen die persönliche Freiheit kannte. Auf dieser Feststellung beruht die oft zitierte und oft mythologisierte Begriff &amp;quot;Walser Freiheit&amp;quot; oder &amp;quot;Walser Freiheiten&amp;quot;. Auch wenn man diskutieren kann, worauf diese Freiheiten zurückzuführen sind, kann niemand leugnen, dass diese Freiheiten offenbar ein Merkmal der Walser war. Im Wesentlichen waren damit gemeint die Freizügigkeit, die Heirats- und Erbfreiheit und die Befreiung von bestimmten Abgaben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die meisten Autoren sind sich zudem einig, dass diese persönlichen Freiheiten im 13. Jahrhundert noch nicht allgemein üblich waren und dass andere Gruppen durchaus noch in Unfreiheit lebten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Genauso wesentlich ist- folgt man der Übersichtstabelle- die gemeindliche Selbstverwaltung. Als zentrales Element einer kommunalen Selbstverwaltung gilt dabei die freie Ammanwahl. Und gerade diese freie Ammanwahl ist sehr früh in Walser Siedlungen urkundlich belegt (Davos, Safien, Rheinwald, Macugnaga,&amp;hellip;&amp;hellip;).&amp;nbsp; Heikler ist offenbar die Frage, was man unter Gemeinde verstehen soll und wann / wie Gemeinden überhaupt entstanden sind. Möglicherweise sollte man deshalb besser von regionaler oder kommunaler Selbstverwaltung sprechen, als von gemeindlicher Selbstverwaltung. Es besteht die These, dass die Bildung von Gemeinden letztlich auf&amp;nbsp; die Übertragung von Gerichtsbefugnissen zurückzuführen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann aber haben wir gemäss Tabelle ein Problem mit den Südwalsern. Denn dort scheint die niedere Gerichtsbarkeit nicht so einheitlich auf die Kommunen übertragen worden zu sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Liest man aber den Vertrag von Macugnaga aufmerksam durch (siehe Volltextversion), dann dann reihen sich diese Südtäler trotzdem ein stückweit ein. Man führt dort u.a. ein Schiedsgericht ein. Dieses bestand aus einheimischen &amp;quot;Richtern&amp;quot; und die meisten &amp;nbsp;Rechtshändel wickelten sich dort ab. Es ist zwar ausdrücklich ein Schiedsgericht, hatte aber eine Reihe von gerichtlichen Kompetenzen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Grundsätzlich stand in den Grundherrschaften, die sich aus Grafschaften oder hohen Kirchenvogteien entwickelt hatten, dem Grundherrn volle Gerichtsbarkeit, also das Hoch- oder Blutgericht, sowie das Niedergericht zu. An diesem Grundsatz änderte sich in den Walser Siedlungsgebieten nichts. Die Blutgerichtsbarkeit blieb bei der kirchlichen oder weltlichen Herrschaft.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Silke Gräfin Basselet de la Rosée, Die Rechte der Walser in den ennetbirgischen Siedlungsgebieten in ihrer rechtshistorischen Relevanz, Diss Innsbruck, 2004, Seite&amp;nbsp; 128&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Die Frage bleibt offen, ob die Walliser selber im Ursprungsland Wallis zu dieser Zeit diese Freiheiten bereits kannten. (Mehr dazu im Kapitel Walser Rechte oder Walser Recht)&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Autor Hans Steffen, April 2007&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/ueberblick-128</link>
			<title>Überblick</title>
			<description>&lt;p&gt;Es ist schon sehr viel geschrieben, diskutiert, gestritten worden darüber, ob die Walser alle die gleichen Rechte hatten und ob diese Rechte nur den Walser zustanden, oder vielen ( allen?) Bewohnern von abgelegenen Gebieten. Die Frage ist&amp;nbsp; von einiger Bedeutung für die Walser. Denn möglicherweise sind diese Rechte ein Teil ihrer Identität. Bisher waren viele Forscher und Wissenschaftler überzeugt, dass die Sprache das einzige gemeinsame Merkmal der Walser sei.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Frau Silke Gräfin Basselet de la Rosée hat eine Dissertation geschrieben, in welcher sie zu neuen Schlüssen kommt. Ihr verdanken wir auch eine Übersicht über die Rechte der Walser in den verschiedenen Regionen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das&amp;nbsp;Verzeichnis&amp;nbsp;dieser Rechte zeigt auf den ersten Blick, dass gewisse Rechte tatsächlich in allen Walsergebieten vorhanden waren, so dass man mit Fug und Recht von Freiheiten der Walser sprechen kann. Das Verzeichnis gibt andrerseits keine Auskunft darüber, ob diese Rechte auf die Walser beschränkt waren resp an welche Auflagen die Gewährung solche Rechte verknüpft waren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Interessant ist auch die Frage, warum gewisse Freiheiten in einzelnen Walser Gebieten nicht vorhanden waren. Lesen Sie mehr dazu im Abschnitt&amp;nbsp;Kommentare.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/geschichte/rechte-der-walser/selbstverwaltung-126</link>
			<title>Selbstverwaltung</title>
			<description>&lt;p&gt;Im Spätmittelalter hatten sich vor allem die Städte eine gewisse Selbstverwaltung erkämpft. Für die Landschaft aber war Selbstverwaltung sehr selten und die Selbstverwaltung der Walser fast sensationell.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gemeint ist dabei die&amp;nbsp; Selbstverwaltung der Gemeinden und Kommunen. Als zentrales Element einer kommunalen Selbstverwaltung gilt die freie Ammanwahl. Und gerade diese freie Ammanwahl ist sehr früh in Walser Siedlungen urkundlich belegt (Davos, Safien, Rheinwald, Macugnaga,&amp;hellip;&amp;hellip;).&amp;nbsp; Allerdings ist der Begriff der Gemeinden mit Vorsicht zu verwenden. Es ist nicht ganz klar, wie und wann Gemeinden überhaupt entstanden sind. Möglicherweise sollte man deshalb besser von regionaler oder kommunaler Selbstverwaltung sprechen, als von gemeindlicher Selbstverwaltung. Es besteht die These, dass die Bildung von Gemeinden letztlich auf&amp;nbsp; die Übertragung von Gerichtsbefugnissen zurückzuführen ist.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
	</channel>
</rss>
