<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0">
	<channel>
		<title>Büwwu | Virtuelles Walsermuseum</title>
		<link>https://www.walsermuseum.ch/?id=50</link>
		<description></description>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 08:38:56 +0200</pubDate>
		<category>Virtuelles Walsermuseum</category>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/amboss-224</link>
			<title>Amboss</title>
			<description>&lt;p&gt;In seiner Urform ist er vor allem in Schmiedewerkstätten gebräuchlich, wobei mit einem Hammer das auf dem Amboss liegende, meistens glühende und dadurch weiche Metall durch gezielte Schläge geformt wird. Der Amboss besitzt in der Regel eine&lt;strong&gt;&amp;nbsp;typische Form mit&amp;nbsp;(Rund-)Horn&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und glatter Bahn, die es erlaubt, verschiedene Bearbeitungen möglichst einfach auszuführen. Größere Modelle haben Aufnahmen für weitere Einsteck-Aufsätze, um spezielle Schmiede- oder Treibarbeiten durchführen zu können. (&lt;a href=&amp;quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Amboss&amp;quot;&gt;mehr auf Wikipedia&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 11. 2. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613398187-4bfe184e63.jpg" length="88471" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/miller-217</link>
			<title>Miller</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Müller, m; &lt;/strong&gt;Müller; Als Müller wird der Handwerksberuf bezeichnet, dem die (häufig industrielle) Herstellung von Mehl oder Gewürzen, Pflanzenöl oder auch Futtermitteln obliegt. Daneben nennt man den Besitzer oder Betreiber einer Mühle Müller, auch wenn diese Mühle heute kein klassisches Müllerhandwerk mehr betreibt. Zugleich ist Müller auch der häufigste Familienname des deutschen Sprachraumes. (vgl. &lt;a href=&amp;quot;http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCller&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCller&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Mahlen wurde teilweise privat und teilweise genossenschaftlich organisiert. Wer Wasserrechte besass, konnte sich eine Mühle bauen und seinen Nachbarn gegen den Müllerlohn das Korn mahlen (z.B. Törbel). An vielen Orten wurden aber die Mühlen gemeinsam erstellt und das Amt des Müllers wurde jährlich versteigert. Gemahlen wurde hier in der Regel im Winter,wenn das Wasser nicht zum Wässern benutzt werden musste. [4/184;W. 2487]&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.berufskunde.com/4DLINK1/4DCGI/00ZH/BB_Start_Beruf-mueller/173/Berufsbild&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Mehr auf berufskunde.com&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Brig, 2003&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 9. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613396827-e00a4772c2.jpg" length="96586" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/schmidu-223</link>
			<title>Schmidu</title>
			<description>&lt;h2&gt;Die Schmiede&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;In der Schmiede und insbesondere in der Dorfschmiede wurde Eisen zum Glühen gebracht und in glühend-weichem Zustand in die gewünschte Form gehämmert. Zum Erhitzen des Eisens diente die Esse, die im Prinzip nur eine Feuerstelle mit Kamin war. Auf einer Art Rost brannte Holzkohle oder später Steinkohle. Und um die Kohlenglut anzufachen und starke Hitze zu erzeugen, wurde dem Rost von unten Luft zugeführt. Dazu benutzte der Schmied einen großen Blasebalg, den er entweder mit den Händen oder über Fußpedale betätigte. In die glühenden Kohlen schob er dann die zu schmiedenden Eisen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es dauerte natürlich eine ganze Weile, bis ein Eisen hellrot glühte und geschmiedet werden konnte. Dagegen kühlte das Eisen beim Schmieden relativ rasch ab und musste erneut erhitzt werden. Ein umsichtiger Schmied, der keinen Leerlauf in seiner Werkstatt haben wollte, hatte &amp;quot;mehrere Eisen im Feuer&amp;quot;, sodass er an irgendeinem Werkstück immer arbeiten konnte.&lt;br /&gt;
Das Schmieden selbst erfolgte auf dem Amboss, einem massiven und sehr schweren Eisenblock. Der Amboss hatte je nach Bedürfnis des Schmieds Ausbuchtungen, Aufsätze und runde oder eckige &amp;quot;Hörner&amp;quot;. Sie dienten als Formwerkzeuge. So wurde zum Beispiel ein Hufeisen über einem runden Horn in seine typische Form geschmiedet.&lt;br /&gt;
Um ein &amp;quot;heißes Eisen anzupacken&amp;quot; und beim Schmieden zu halten, benutzte der Schmied die Zangen, die immer wieder in den Zunftzeichen auftauchten.&lt;br /&gt;
Ein Werkzeug, das der zünftige Schmied überhaupt nicht wollte, war die Eisensäge. Es war Ehrensache, dass man Eisen nicht mit der Säge, sondern mit Hammer und Meißel trennte. (Quelle: Dr. Peter Albrecht/Horst Wolniak: Die Geschichte des Handwerks. Edition XXL, Fränkisch-Crumbach, 2004)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Die wichtisten Elemente des Schmiedens beschreibt uns Hans Schmidt in seinem Erinnerungsbuch &amp;quot;Bsinnscht di nu?&amp;quot;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 10. 2. 2011&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Schmiedetechniken&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Von den vielen Schmiedetechniken&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fügen&lt;/strong&gt;: schweißen;&amp;nbsp;&amp;nbsp;schrumpfen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Trennen&lt;/strong&gt;: abschroten; spalten; lochen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Umformen&lt;/strong&gt;: spitzen; breiten;absetzen; stauchen; strecken; schlichten; biegen; tordieren&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;weitere Fertigkeiten sind:&lt;/strong&gt; Treiben; Dengeln; Falten&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schmieden#Manuelles_Freiformschmieden&amp;quot;&gt;Mehr Informationen auf Wikipedia&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;geht Hans Schmidt auf die folgenden vier ein und erklärt sie mit Hilfe von Zeichnungen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stauchen&lt;/strong&gt;: bedeutet eine Längenänderung mit Hilfe des Schmiedehammers, wobei sich an der Stauchstelle eine Verdickung des Materials ergibt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Spitzen&lt;/strong&gt;: zum Spitzen wird mit dem Schmiedehammer eine Ende zur Spitze ausgetrieben, z.B. für die Spitze eines Spitzeisens&amp;nbsp;Spitziisu&amp;nbsp;oder eines Pickel&amp;nbsp;Piggil&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Strecken&lt;/strong&gt;: bedeutet eine positive Längenänderung, wobei das Werkstück gleichmässig dünner und dadurch länger wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Absetzen&lt;/strong&gt;: mit dem Absetzen werden Zwischenräume eingefügt (Rillen, Nuten etc.) oder Werkstücke getrennt; zunächst wird mit dem Schrothammer eine Kehle geschlagen, dann mit dem Setzhammer geglättet.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 11. 2. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613398071-dee5f0f602.jpg" length="95084" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/walliserhueues-238</link>
			<title>Walliserhüüs</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Verbindung von Holz- und Steinbau und namentlich das Verhältnis zwischen den beiden Bauweisen können sehr unterschiedlich sein. Wir können hier nicht festlegen, in welchem Masse diese Unterschiede durch örtliche Gewohnheiten oder durch die jahrhundertelange technische Entwicklung bestimmt wurden, da bis heute die notwendigen umfassenden Unterlagen fehlen. Wir beschränken uns darauf, vom einfachsten, früher verbreitetsten Typus zu sprechen und dann einige Abweichungen zu betrachten, ohne daraus endgültige Schlüsse ziehen zu wollen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Haus, das man im mittleren Wallis als typisch bezeichnen könnte, besteht aus einem meist talwärts gerichteten gemauerten&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Unterbau&lt;/strong&gt;, der den&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Keller&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;beherbergt, und dem daraufliegenden&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Blockgehäuse&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;mit der heizbaren Stube und dem dahinter befindlichen, hangwärts gebauten Steinbau der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Küche&lt;/strong&gt;. Das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Satteldach&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;weist einen von der vorderen Holzfassade zur hinteren gemauerten Küchenfassade laufenden Längsfirst auf. Das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Pfettendach&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;ruht auf den hochgezogenen Giebelwänden und ist je nach Entstehungszeit und Gegend mit Schindeln oder Steinplatten gedeckt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es kann interessant sein zu wissen, wie der Hausbau üblicherweise vor sich ging. Auf den Grundmauern errichte man das hölzerne Blockgehäuse, und erst nachdem sich die Blockwände gehörig gesetzt hatten, baute man den gemauerten Küchenteil auf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ursprünglich ist die Raumeinteilung äusserst einfach. Der kleine ebenerdige Keller besteht aus einem einzigen Raum mit Eingang an der talwärts gerichteten Fassade ; ausser bei später vorgenommenen Umbauten muss man immer ins Freie treten, um von der Küche in den Keller zu gelangen. Im eigentlichen Erdgeschoss sind zwei Räume auf gleicher Ebene angeordnet : die als Eingang dienende&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Küche&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und die nur durch die Küche zu betretende&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Stube&lt;/strong&gt;. Der Schornstein, der den Rauchabzug des Herdfeuers der Küche und des steinernen&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Stubenofens&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;gewährleistet, befindet sich an der dem Blockbau anliegenden Mauerwand. Der Estrich über der Stube ist durch winzige Fenster in der hölzernen Giebelfassade dürftig beleuchtet. Eine traufseitige, durch eine Aussentreppe zugängliche&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Laube&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;findet sich oft dicht unter dem Dach. Eine aus der Küche heraufführende Treppe steigt manchmal in ein zusätzliches Obergeschoss über der Stube, das oft von einer traufseitigen Laube begleitet wird. Wohnen zwei Familien unter dem gleichen Dach, so wird in jedem Stockwert derselbe Grundriss wiederholt, wobei die obere Küche durch eine Aussentreppe zugänglich ist (oder im Goms durch eine Innentreppe von Küche zu Küche); die Laube kann je nach Gegend von der oberen Küche oder über die Aussentreppe betreten werden. Treppentürmchen mit Wendeltreppen kommen nur in gewissen, wohlhabenden, städtisch beeinflussten Gegenden vor. Gehört ein Wohnhaus mehreren Besitzern, so ist Stockwerkeigentum üblich. Die senkrechte Aufteilung der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Firstlinie&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;entlang ist aber ebenfalls bekannt, nicht zu sprechen von den aus Erbteilungen entstandenen komplizierten und manchmal winzigen Besitznteilen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Grundriss dieses &amp;laquo; typischen &amp;raquo; Hauses kann durch Innenwände verändert werden : vom Küchenraum können ein oder mehrere kleine Räume abgetrennt werden, und ebenso kann die Stube unterteilt werden. Der ursprüngliche Bau kann aber auch durch Anbauten erweitert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abarten dieses &amp;laquo;typischen&amp;raquo; Hauses entstanden aus unterschiedlichen Beziehungen des Steinbaus zum &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=251&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Blockbau&lt;/a&gt;. Sie sind leicht von aussen her als solche zu erkennen. Gewisse Wohnhäuser bestehen fast gänzlich aus einem hölzernen Blockgehäuse, wobei nur der Sockel und die Herdstelle gemauert sind. Eine ganze Reihe von Zwischenformen liegen zwischen dem beinahe reinen Blockbau und dem &amp;laquo; typischen &amp;raquo; Hause. Sie können eine einzige Steinwand aufweisen, nur eine Mauerecke, oder zwei oder auch drei gemauerte Wände. Die Grundmauern können bis zum Erdgeschoss reichen, bis zum Estrichboden oder gar bis zum First. Blockbauten wurden aber auch teilweise oder ganz von Mauerwerk eingehüllt ; bei der Untersuchung der Beziehungen zwischen Block- und Steinbau sollte man diese Mauermäntel beachten. Im Pfarrhaus von Naters zum Beispiel wurde der aus dem Jahre 1461 stammende Blockbau ungefähr zwei Jahrhunderte später mit Mauerwerk umgeben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der heutige Zustand unseres architekto&amp;shy;nischen Erbes und vor allem die verschiedensten örtlichen Einflüsse erlauben es uns nicht, alle vorkommenden Konstruktionen in zeitoder ortsgebundene Typen aufzugliedern. Wir möchten aber immerhin erwähnen, dass im Goms der Maueranteil am Wohnhaus Rotten (Rhone) aufwärts immer geringer wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Gegenden des Wallis beobachtet man sogenannte Saalhäuser, bei denen über dem Kellergeschoss ein weiteres gemauertes, kaum beleuchtetes Saalgeschoss unter dem Blockbau liegt. Der &amp;laquo;Saal&amp;raquo; ist ursprünglich ein Vorratsraum für die Bedürfnisse der Familie. Er ist durch schmale, oft schiesschartenähnliche Fensteröffnungen gut durchlüftet und ist traufseitig zugänglich über eine primitive Treppe, bestehend aus in der Mauer steckenden Steinplatten (um die Nagetiere fernzuhalten).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Schönheit des Wohnhauses beruht weitgehend auf den durch die Balken gegebenen Massen und im spannungsvollen Wechsel von Holz- und Mauerpartien. Oft kommt eigentlicher Hausschmuck dazu. Der Mauerverputz kann Malereien aufweisen: &lt;strong&gt;Fenster&lt;/strong&gt;- und Türeinfassungen mit geometrischen oder floralen Motiven, seltener mit Gestalten oder Inschriften. An den Wänden wurden durchlaufende&lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=258&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt; &lt;strong&gt;Friese&lt;/strong&gt;,&lt;/a&gt; an den Fenstern, &lt;strong&gt;Pfetten &lt;/strong&gt;und Pfettenträgern mannigfache Schmuckformen angebracht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Obwohl seit dem Ende des Mittelalters auch das Innere des Hauses häufiger geschmückt wurde, blieb dieser Schmuck meistens auf die Stube beschränkt, wo die Deckenbalken Schnitzereien und &lt;strong&gt;Inschriften&lt;/strong&gt;, meist mit Angabe des Namens und der Stellung der Erbauers, sowie das Baudatum aufweisen, wo die Wände schön getäfert wurden und die Stubentüren einen gediegenen Abschluss bildeten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Grundsätzlich waren alle bisher besprochenen Bauten reine Wohnhäuser, in denen nur ein Bruchteil der Räume als Vorratsräume für den Familienbedarf dient (Keller, ev. &amp;laquo; Saal &amp;raquo; und ein kleiner über der Küche gelegener Raum).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Zeugen der Vergangenheit im Wallis von heute. (Maiarbeiter der französischen Originalfassung Dr. Roae-Claire Schüle und Dr. Walter Ruppen übertrugen den Text ins Deutsche). Staat Wallis (DEKS), Sitten, 1975, S. 28 f.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kurztitat: Zeugen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid 1. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613400654-eeef0a2685.jpg" length="101446" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/spiicher-212</link>
			<title>Spiicher</title>
			<description>&lt;p&gt;Das Korn wird in einem eigens dazu erstellten Bau aufbewahrt, dem Speicher, der, stehe er im Dorf oder in einem den Speichern reservierten Dorfteil, vor allem vor Feuersgefahr sicher sein soll.&lt;br /&gt;
Der Inhalt des Speichers soll wie derjenige des&lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=211&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt; &lt;strong&gt;Stadels&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; besonders vor Bodenfeuchtigkeit und Nagetieren bewahrt werden, weshalb für beide dieselbe Stelzenkonstruktion gewählt wird. Der stets kleinere Speicherbau weist vier bis sechs hölzerne Stelzen mit &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=257&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Mäuseplatten&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;auf. Wenn er ein Untergeschoss besitzt, wird dieses als Keller&amp;nbsp; oder bei einer Holzkonstruktion als Lagerraum, aber nie als eigentlicher Stall benützt (Für Schmalvieh wird hin und wieder eine Ausnahme gemacht). Der Speicherraum ist im Gegensatz zum Stadel, wo man es gerne sieht, wenn die Luft durchstreichen kann, ganz sorgfältig als &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=252&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Kantholzblock&lt;/strong&gt; &lt;/a&gt;mit Vorstössen errichtet, damit weder Ungeziefer noch Feuchtigkeit eindringen können.&lt;br /&gt;
Der Speicher ist ausser dem Wohnhaus der gepflegteste Bau unserer Mehrhausbau-Gegend. Er wurde nicht nur in der besten Holzbautechnik ausgeführt, sondern auch geschmückt und nach örtlichem Geschmack abgewandelt, sodass sich von Ort zu Ort recht verschieden gebaute Speicher finden.&lt;br /&gt;
Wir verweisen hier auf drei seltene Abarten : die ganz aus Mauerwerk bestehenden Speicher, wie man sie zum Beispiel im Bagnestal (Abb. 34 c), aber auch anderswo findet ; die stelzenlosen Blockbauspeicher des Goms (Abb. 34 f) und die auf gemauerten Stelzen erbauten Blockbauspeicher der Vispertäler.&lt;br /&gt;
Das Innere des Speichers, bestehe er aus einem einzigen Raum oder sei er in mehrere &lt;strong&gt;Abteile&lt;/strong&gt; verschiedener Besitzer (je mit eigenem Eingang) unterteilt (Abb. 34 a-b), ist immer mit festen &lt;strong&gt;Truhen&lt;/strong&gt; ausgestattet, in denen man das Korn aufbewahrt. Da und dort ist ein kleines Fach für Mehl abgeteilt. Ausser dem Korn wurde aber früher viel kostbares Gut aufbewahrt : in kleinen Truhen geborgenes Geld und Dokumente, an den Wänden aufgehängte Sonn- und Festtagskleider, Trachten, aber auch der auf senkrechten &lt;strong&gt;Brotleitern&lt;/strong&gt; gestapelte Brotvorrat (manchmal auch auf waagrechten Brotleitern), Dörrobst und Trockenfleisch.&lt;br /&gt;
Da der Speicher früher den wertvollsten Besitz der Familie barg, war er mit gut schliessenden Türen und festen Schlössern versehen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Zeugen der Vergangenheit im Wallis von heute. (Maiarbeiter der französischen Originalfassung Dr. Roae-Claire Schüle und Dr. Walter Ruppen übertrugen den Text ins Deutsche).&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Staat Wallis (DEKS), Sitten, 1975, S. 56 f.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vgl auch [Id. 10/30,a; SDS, VII23ff, Anderegg, 120f.; Zeugen, 57; Sandoz, 11ff.;W. 3339; Gr. 17&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Schmid Volmar, 8. März 2008&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613395767-14cb6103ca_(1).jpg" length="62143" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/grundsaetzlichs-z-gebaeude-206</link>
			<title>Grundsätzlichs z Gebäude</title>
			<description>&lt;p&gt;Zur Unterbringung des Viehs dient der Stall, &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=230&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Stall &lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;oder &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=230&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Gade&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Getreide findet Platz in einem eigens dafür errichteten und zum Schutz gegen Mäuse auf Holzbeine gestellten Haus, dein Stade&lt;strong&gt;l, &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=211&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Stadil&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die eigentliche Schatzkammer des Bauern, in der neben allerlei Haus&amp;shy;geräten die Fleisch- und Milchprodukte liegen, ist der Speicher, &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=212&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Spiicher&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Wohnhaus, &lt;strong&gt;&lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=238&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Wohnhüss&lt;/a&gt;&lt;/strong&gt; teilt er sich meistens mit einer oder zwei anderen Familien (Stockwerkegentum).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daneben gibt es noch eine Reihe von anderen Gebäuden: &lt;strong&gt;Schwiistija, Brähüss, Wäschhüss, Remis, Gänter oder Schlopf&lt;/strong&gt; (meistens als Anbau), &lt;strong&gt;Gmeindhüss, Gmei- &lt;/strong&gt;und/oder&lt;strong&gt; Zeentustadol, Backhüss, &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=213&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Milli&lt;/a&gt;, &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=222&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Schmida&lt;/a&gt;, Saaga, Chircha, Kapälla, Bildstock, &lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;amp;mod_action=show_entry&amp;amp;entry_id=210&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Alphitta&lt;/a&gt;, Bäärghitta ....&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Dorf reihen sich die First an First den Gassen entlang; auf den benachbarten Matten stehen sie in Gruppen beisammen; zerstreut und einsam liegen sie an den entfernteren Bergkahlen. Da es dein Bauern nicht möglich ist, sein Heu in der kurzen Erntezeit aus den ent&amp;shy;legensten Gegenden ins Dorf zu bringen, hat er an Ort und Stelle, seine Ställe gebaut. Dafür muß er im Winter mit dem Vieh von Stall zu Stall dem Futter nachziehen &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;firchefaaru &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;und Tag für Tag beschwerliche, weite Wege zur Besorgung der Tiere zurücklegen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Gebäulichkeiten, die der Bauer besitzt oder an denen er Anteil hat, muß er selbstverständlich auch unterhalten. Im Frühjahr legt Hand an, wenn ein Gemach &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Gmach &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;unter den Witterungseinflüssen Schaden erlitten hat oder etwa von einem Lawinengang zerstört worden ist. Ein Großteil der Bauern ist deshalb noch heute in der Kunst der Zimmerleute nicht unerfahren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das typische Wallisergebäude ist, das durch seine einfache Bauweise geeignete, durch das Baumaterial begünstigte, als Einzweckbau bewährte Blockhaus. Diese Bauweise herrscht vor in den Terrassendörfern über dem Rhonetal, in den Seitentälern und im Goms.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Baumaterial liefert der Wald. Unter den Holzartenbevorzugt ist die Lärche, &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Leerch&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;. Ställe am Abhang sind bergseits und unter der Türsohle gemauert, damit die Balken nicht im Erdreich veran&amp;shy;kert werden müssen und dort faulen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jahrhundertealter Raubbau hat viele Gemeinden veranlaßt, Maßnah&amp;shy;men für eine sparsamere Ausbeutung ihrer Wälder zu ergreifen. Stein&amp;shy;bauten - in denselben Proportionen wie die alten Holzställe errichtet - fanden deshalb in neuerer Zeit fast überall Eingang.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;vgl. Rübel, S. 37 f.&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 21. 4. 2013&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/gwaett-251</link>
			<title>Gwätt</title>
			<description>&lt;p&gt;Eckverkämmung; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chriitzgwätt&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;von &amp;laquo;wetten = verbinden&amp;raquo;; bezeichnet die erkämmte Kreuzung der Wandbalken (Kantholz). Das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Gwätt&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;ist ein typisches Merkmal des alpinen Blockbaus und wurde noch heute als zierendes Element auch beim Ständer-, oder verschalten Riegelbau verwendet; in diesem Falle sind die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Gwätti&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;nur Attrappe.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Kleines Wallsier Wörterbuch, Volmar Schmid&lt;br /&gt;
[Id. 2,770; Ruppen, 22; Grimm, Bd. IV, I.Abt.3.]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 17.2. 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613403737-Blockbau_Gwaett2_01_(1).jpg" length="663624" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/dreschplatz-259</link>
			<title>Dreschplatz</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chaschtute(n)&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;n Tenne, Kastentenne, Dreschplatz; vgl.&amp;nbsp;Ten. Beim Dreschen durften keine Getreidekörner verloren gehen; deshalb wurde dieser Teil am sorgfältigsten gebaut.Mit gefederten Bohlen, L-förmigen Eckbrettern,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Fresch&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;Sing.&amp;nbsp;Frosch&amp;nbsp;und den Kastenbrettern wurde ein dichtgefugter Kasten konstruiert.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[SDS, VII/238 &amp;ndash; 240;W. 3547]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Te(n)&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;n Tenn (das &amp;laquo;n&amp;raquo; wurde stark nasaliert); korridorartiger Platz im Stadel, 1 bis 2 m breit, in der Regel mitten durch das Gebäude laufend, zwischen den zu beiden Seiten angeordneten Garbenbehältern. Es diente als Korridor zwischen den verschiedenen Abteilen, aber vor allem als Dreschplatz. Darum wurde es besonders sorgfältig und &amp;nbsp;möglichst fugenlos gebaut (vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Frosch&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Fädra&lt;/strong&gt;); siehe auch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chaschtute&lt;/strong&gt;(n).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 12/111,2; SDS, VII/238;W. 3547]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Schmid Volmar, 3. März 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/fries-258</link>
			<title>Fries</title>
			<description>&lt;p&gt;Fries; vgl. &lt;strong&gt;Zierwäärch, Zierfries; &lt;/strong&gt;eine Fläche mit abwechselnden Erhöhungen und Vertiefungen, Hervorragungen und Einschnitten als Zierat. Komposita: &lt;strong&gt;Pfeischter-, Want-, Zierfries. &lt;/strong&gt;Arten: &lt;strong&gt;Chamm- &lt;/strong&gt;(Kammfries, 15. Jh.), &lt;strong&gt;Rinnu- &lt;/strong&gt;(Rinnenfries, 16. Jh.), &lt;strong&gt;Trichter-&lt;/strong&gt;(16. Jh), &lt;strong&gt;Rillu- &lt;/strong&gt;(Rillenfries, 16./17. Jh.), &lt;strong&gt;Konsolu- &lt;/strong&gt;(Konsolenfries, 17. Jh.),&lt;strong&gt;Wirfil- &lt;/strong&gt;(Würfelfries, 17. Jh.),&lt;strong&gt;Wolfszant &lt;/strong&gt;(gezackte Linie als Zusatzschmuck, 17. und 18. Jh.), &lt;strong&gt;Röütufries &lt;/strong&gt;(Rautenfries, 18. Jh.), &lt;strong&gt;Rundstab- &lt;/strong&gt;(Paar versenkte Rundstäbe, 18. Jh.), &lt;strong&gt;Ranku- &lt;/strong&gt;(Rankenfries, 19. Jh.), &lt;strong&gt;Wällu- &lt;/strong&gt;(gebrochener Wellenfries, 19. Jh.): Alle diese Begriffe sind Lehnübersetzungen aus dem Hochdeutschen undnicht volksläufig.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 1/1329; vgl. SDS, VII/177, Egloff, 220 ff.; Ruppen, 18 f.]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Schmid Volmar, 17. 2. 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613407116-4675cb1715.jpg" length="60430" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/miischplatta-257</link>
			<title>Miischplatta</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Miischplatta&lt;/strong&gt;, f Mäuseplatte; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Plaane, Müüsuplatta&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;runde, auf Stelzen liegende Steinplatte, die durch ihren Vorkragen für Mäuse ein unüberwindliches Hindernis bildete. Diese Mäuseplatten zusammen mit den Stelzen gaben dem Walliserstadel erst so richtig &amp;nbsp;typisches Aussehen. Sie haben unterschiedliche Namen:&lt;strong&gt;&amp;nbsp;Plattu, Pfiilerplattu, Steiplattu,Schiibu, Schiibplatta, Schiibbeiplattu, Plaanu,Stadelplaana&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 5/106; SDS, VII/238, Gr. 138]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stadolplaana&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;f Mäuseplatte; vgl.Miischplatta&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stadolbei&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;n Stadelbein, Stütze und Platte, Bein, Stock; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Stadoltschaaggo, -pfiiler, -tschebil, Schibbei&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;auch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Plaana, Stadolplaana&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;senkrechte Stelze aus Holz (selten gemauert), auf welche die Mäuseplatte aufgelegt waren, die dann das ganze Geviert des Gebäudes trugen. Diese Stelzen bildeten einen Hohlraum zwischen dem Unterbau und dem eigentlichen Stadel oder Speicher; dadurch wurde die Luftzufuhr verbessert und für viel Ungeziefer, vor allem Mäuse, entstand ein unüberwindbarer Zwischenraum.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[SDS, VII, 238]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Schmid Volmar, 1. März 2008&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Funktion der Mäuseplatte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Auf dieser Fotografie eines neueren Speichers können wir die Funktion der Stadel- bzw. Speicherfüsse recht gut erkennen. Die Füsse schaffen einen Hohlraum unter dem Gebäudekörper, der bei der lockeren Blockbauweise des Kornspeichers (Stadel) zusätzlich Luft zum Trocknen des Getreides zuführt. Die Mäuseplatten verhindern, dass Schädlinge wie Mäuse, Ratten, Wiesel, Iltis den Lagerraum erreichen können. Damit dieses Hinderniss aber gewahrt bleibt, darf man das Podest zum Ein- oder (hier) Aufgang nicht durch eine Leiter oder Treppe erreichen. Als Aufstiegshilfe wird oft eine kleine Leiter verwendet, hier hat man einen Holzblock hingestellt, manchmal musste man sich einfach an einem Griff in die Höhe ziehen. In neuerer Zeit wird der Hohlraum immer häufiger zur Lagerung von Gerät oder Material genutzt; sobald aber der Zwischenraum wie hier mit Brettern praktisch ausgefüllt wird, ist natürlich der Mäuseschutz dahin. Das spielt aber heute keine Rolle mehr, weil heute weder Stadel noch Speicher noch genutzt werden. Die Tausenden von Stadel und Speicher falls sie nicht für touristische oder museale Zwecke erhalten werden oder zu Ferienhäuschen umgebaut werden, werden in den nächsten Jahren zerfallen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Schmid Volmar, 1. März 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613406883-400d9c80a4.jpg" length="77406" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/mueuera-256</link>
			<title>Müüra</title>
			<description>&lt;p&gt;Bauteil aus natürlichen oder künstlichen Steinen, die im Allgemeinen in bestimmten&amp;nbsp;https://www.wissen.de/&lt;a href=&amp;quot;https://www.wissen.de/&amp;quot;&gt;https://www.wissen.de/&lt;/a&gt;&amp;nbsp;verlegt und durch Mörtel verbunden werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Mauern werden nach verschiedenen Kriterien unterschieden:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach dem Material: Steinmauer, Ziegelmauer, Betonmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach der Beschaffenheit der&amp;nbsp; Steine: Naturstein-, Bruchstein-, Zyklopenmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach ihrer Funktion:&amp;nbsp; Schutz-, Stütz-, Grund-, Trenn-, Tragmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach dem Verbund von Steine oder Ziegel: Läufer-, Binder-, Block-, Kreuzverban, Holländischerverband, Märkischer Verband, Quadermauerwerk, Zyklopenmauerwerk, Findlingsmauerwerk, Schichtenmauerwerk, Bossenmauerwerk&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach ihrer Machart: Trockenmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach dem Ort: Keller-, Zimmer-, Küchen-, Stadt-, Quai-, Burgmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis vor 50 Jahren wurden in den Bergdörfern des Wallis (CH) zum Mauerbau praktisch nur Natur- oder gebrockene Steine unregelmässiger Grösse verwendet. Sie wurden z.B aus Finlingen gebrochen und nach Bedarf grob zugehauen. Für die Terassierung der Felder (Äcker, Wiesen, Reben) als Schutz-. Sperr- oder Stützmauer und oft als Grundmauer für Ökonomiegebäude wurden Trockenmauern verwendet. Für den Hausbau verwendete man als Mörtel gebrannten Kalk.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 9. 10. 2008&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;vgl.&amp;nbsp; auch:&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/technik/index,page=1187300,chunk=img_0.html&amp;quot;&gt;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/technik/index,page=1187300,chunk=img_0.html&lt;/a&gt;&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Trockenmauer&lt;/h2&gt;

&lt;h3&gt;Allgemeines&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Das Aufeinanderlegen von Steinen war schon sehr früh bekannt. Man baute so Stützmauern (&lt;strong&gt;Schtitzmüüre&lt;/strong&gt;), Häuser (Hiischini), Ställe (Ställ), Einzäunungen oder Hage (Färricha), Höhleneingänge (&lt;strong&gt;Heeliigäng&lt;/strong&gt;), Feuerstellen (&lt;strong&gt;Träche&lt;/strong&gt;), Lawinenverbauungen (&lt;strong&gt;Lowwiverbuwwige&lt;/strong&gt;) usw. Bei den Gebäuden wurde meistens nur das Untergeschoss gemauert (dr undre Schtock gmüürot). Jeder baute im Prinzip seine Mauern (Müüra) selber. Bei gemeinschaftlichen Arbeiten jedoch mauerten nur die Besten, die andern mussten ihnen zur Hand gehen (&lt;strong&gt;handlangu&lt;/strong&gt;). Das Mauern wurde meistens mit Gegenarbeit bezahlt. Die Steine wurden nach Möglichkeit vom Eigentumsboden genommen. Für Steine, welche z.B. auf Burgerboden (&lt;strong&gt;Burgerbodu&lt;/strong&gt;) waren, musste die zuständige Gemeinde angefragt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Eigentum wurden vielfach Findlinge ausgegraben (&lt;strong&gt;üsgigrabut&lt;/strong&gt;), die dann verarbeitet wurden. So entwickelten sich auch langsam die Berufe Maurer (&lt;strong&gt;Müürer&lt;/strong&gt;) und Handlanger. Zwischen 1948 und 1950 verdiente ein Maurerlehrling (&lt;strong&gt;Müürerleerling&lt;/strong&gt;) im ersten Jahr etwa 60 Rappen pro Stunde, im zweiten Jahr 70 Rappen pro Stunde und im dritten Jahr 90 Rappen pro Stunde. Ein ausgelernter Maurer musste mit etwa Fr. 1.25 pro Stunde anfangen. Die Höchstbezahlten bekamen Fr. 2.29 pro Stunde. Ein Vorarbeiter verdiente dazumal ungefähr Fr. 2.31 pro Stunde.&lt;/p&gt;

&lt;h3&gt;Eine Mauer entsteht&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;Zuerst musste natürlich das Fundament (&lt;strong&gt;Fundamänd&lt;/strong&gt;) ausgehoben werden. An Ort und Stelle wurden die Steine gehauen oder gespalten (&lt;strong&gt;ponchottnut&lt;/strong&gt;), damit sie für den Transport leichter wurden. Um grosse Granitfelsen zu spalten, wurden zuerst mit Spitzeisen (&lt;strong&gt;Schpitziisu&lt;/strong&gt;) oder Meissel (&lt;strong&gt;Meissil&lt;/strong&gt;) und Fäustel (&lt;strong&gt;Massetta&lt;/strong&gt;) kleine Löcher in der gewünschten Spaltrichtung in kleinen Distanzen geschlagen. In diese schlug man nun die kleinen, eisigen Spitzeisen. Steckte in jedem Loch eines, schlug man mit Gefühl der Reihe nach auf jedes Spitzeisen, bis sich der Fels spaltete. Kleinere Steine zerkleinerte (&lt;strong&gt;verchleindrot&lt;/strong&gt;) man mit dem langstieligen Schlegel (&lt;strong&gt;Steischlegil, Chlippil, Minörschlegil&lt;/strong&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit der Steinschubkarre (Steibära, Steigaretta) oder der Steintragbare (&lt;strong&gt;Steiträgbara&lt;/strong&gt;) wurden die Steine an den gewünschten Platz transportiert. Auch eine gewisse&amp;nbsp;Steischleipfa&amp;nbsp;war bekannt, auf der ein Mann schwerere Steine hinter sich her ziehen konnte. Die Maurer (&lt;strong&gt;Müürer&lt;/strong&gt;) schlugen mit dem Passierhammer oder mit dem Mauerhammer (&lt;strong&gt;Müürhammer&lt;/strong&gt;) die Steine in die richtige Form. Der Handlanger belieferte ihn mit den gewünschten Steinen und Werkzeugen (&lt;strong&gt;Wärchzig&lt;/strong&gt;). Schwerere Steine wurden mit Hilfe des Hebeisens (Hebisu, Reischtisu) hin und her gedreht, bis sie passten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dank des geschulten Auges des Maurers konnte in der Regel auf eine Schnur verzichtet werden. Steine, die auf der Sichtseite über zwei oder mehrere langten, nannte man Binder (&lt;strong&gt;Binner&lt;/strong&gt;).&amp;nbsp;Leiffer&amp;nbsp;nannte man diejenigen, welche bis zuhinterst (z hindroscht) vom Mauerwerk reichten. Wurde der oberste Kranz der Mauer mit gestellten Steinen gemacht, nannte man das der&amp;nbsp;Stutz.&amp;nbsp;La schiessu&amp;nbsp;war, wenn man hie und da einen Stein auf der Sichtseite weiter hervorstehen liess. Es gab auch noch ein spezielles Kanteisen (Tschalfing), um den Sichtsteinen (&lt;strong&gt;Sichtsteina&lt;/strong&gt;) die Kanten zu brechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für Zugänge liess man die Stiegentritte (&lt;strong&gt;Stägutritta&lt;/strong&gt;) direkt aus der Mauer herausschauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Ecksteine (&lt;strong&gt;Egger&lt;/strong&gt;) mussten zwei unbeschädigte Seiten aufweisen. War die Mauer erstellt, füllte man die grösseren Löcher mit passenden Steinen und schlug sie mit Gefühl (&lt;strong&gt;Gfüül&lt;/strong&gt;) nach. Dies nannte man&amp;nbsp;schgaaiju (von Schgaaja =&amp;nbsp;Stein).&amp;nbsp;Betrachten wir alte Wege (&lt;strong&gt;Wäga&lt;/strong&gt;), Wasserleitungen (&lt;strong&gt;Wasserleitige&lt;/strong&gt;) oder andere Bauwerke (&lt;strong&gt;Buwwärch&lt;/strong&gt;), so staunen wir, wie viele Jahrhunderte diese Trockenmauern (&lt;strong&gt;Trochumüüre,&amp;nbsp;Bruchschteimüre&lt;/strong&gt;) der Natur trotzten. Nicht selten wurden auf steilen Platten zuerst winzige Fundamente herausschlagen, um dann mit kleinen Steinen das Mauerwerk anfangen zu können. Immer grössere überbrückten die vorherigen, und so entstanden richtige Kunstwerke.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Maurus Schmid: Altes Handwerk und Brauchtum im Oberwallis. Rotten Verlag, Visp, 2000, S. 22ff.&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;vgl. auch:&amp;nbsp;http://stoneline.ch/deutsch/trockenmauer.php&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;Trockenmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mauerverbänade&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bauteil aus natürlichen oder künstlichen Steinen, die im Allgemeinen in bestimmten&amp;nbsp;Mauerverbänden&amp;nbsp;verlegt und durch Mörtel verbunden werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Mauern werden nach verschiedenen Kriterien unterschieden:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach dem Material: Steinmauer, Ziegelmauer, Betonmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach der Beschaffenheit der&amp;nbsp; Steine: Naturstein-, Bruchstein-, Zyklopenmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach ihrer Funktion:&amp;nbsp; Schutz-, Stütz-, Grund-, Trenn-, Tragmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach dem Verbund von Steine oder Ziegel: Läufer-, Binder-, Block-, Kreuzverban, Holländischerverband, Märkischer Verband, Quadermauerwerk, Zyklopenmauerwerk, Findlingsmauerwerk, Schichtenmauerwerk, Bossenmauerwerk&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach ihrer Machart: Trockenmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;nach dem Ort: Keller-, Zimmer-, Küchen-, Stadt-, Quai-, Burgmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bis vor 50 Jahren wurden in den Bergdörfern des Wallis (CH) zum Mauerbau praktisch nur Natur- oder gebrockene Steine unregelmässiger Grösse verwendet. Sie wurden z.B aus Finlingen gebrochen und nach Bedarf grob zugehauen. Für die Terassierung der Felder (Äcker, Wiesen, Reben) als Schutz-. Sperr- oder Stützmauer und oft als Grundmauer für Ökonomiegebäude wurden Trockenmauern verwendet. Für den Hausbau verwendete man als Mörtel gebrannten Kalk.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Volmar Schmid, 9. 10. 2008&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;vgl.&amp;nbsp; auch:&amp;nbsp;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/technik/index,page=1187300,chunk=img_0.html&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trockenmauer mit &amp;quot;Sturz&amp;quot; als schützender oberster Kranz. (Foto: Maurus Schmid)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trockenmauer als Felssicherung. (Foto: Maurus Schmid)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Maurerwerkzeuge zum Erstellen von Trockenmauern: Steinbohrer, Blattenklinge, Bonschotten, Fäustel, Spitzeisen und Meissel. (Foto: Maurus Schmid)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trockenmauern zur Terassierung an den Heidenreben bei Visperterminen. (Foto: NZZ)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Trockenmauer&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Allgemeines&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Aufeinanderlegen von Steinen war schon sehr früh bekannt. Man baute so Stützmauern (Schtitzmüüre), Häuser (Hiischini), Ställe (Ställ), Einzäunungen oder Hage (Färricha), Höhleneingänge (Heeliigäng), Feuerstellen (Träche), Lawinenverbauungen (Lowwiverbuwwige) usw. Bei den Gebäuden wurde meistens nur das Untergeschoss gemauert (dr undre Schtock gmüürot). Jeder baute im Prinzip seine Mauern (Müüra) selber. Bei gemeinschaftlichen Arbeiten jedoch mauerten nur die Besten, die andern mussten ihnen zur Hand gehen (handlangu). Das Mauern wurde meistens mit Gegenarbeit bezahlt. Die Steine wurden nach Möglichkeit vom Eigentumsboden genommen. Für Steine, welche z.B. auf Burgerboden (Burgerbodu) waren, musste die zuständige Gemeinde angefragt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Eigentum wurden vielfach Findlinge ausgegraben (üsgigrabut), die dann verarbeitet wurden. So entwickelten sich auch langsam die Berufe Maurer (Müürer) und Handlanger. Zwischen 1948 und 1950 verdiente ein Maurerlehrling (Müürerleerling) im ersten Jahr etwa 60 Rappen pro Stunde, im zweiten Jahr 70 Rappen pro Stunde und im dritten Jahr 90 Rappen pro Stunde. Ein ausgelernter Maurer musste mit etwa Fr. 1.25 pro Stunde anfangen. Die Höchstbezahlten bekamen Fr. 2.29 pro Stunde. Ein Vorarbeiter verdiente dazumal ungefähr Fr. 2.31 pro Stunde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Mauer entsteht&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zuerst musste natürlich das Fundament (Fundamänd) ausgehoben werden. An Ort und Stelle wurden die Steine gehauen oder gespalten (ponchottnut), damit sie für den Transport leichter wurden. Um grosse Granitfelsen zu spalten, wurden zuerst mit Spitzeisen (Schpitziisu) oder Meissel (Meissil) und Fäustel (Massetta) kleine Löcher in der gewünschten Spaltrichtung in kleinen Distanzen geschlagen. In diese schlug man nun die kleinen, eisigen Spitzeisen. Steckte in jedem Loch eines, schlug man mit Gefühl der Reihe nach auf jedes Spitzeisen, bis sich der Fels spaltete. Kleinere Steine zerkleinerte (verchleindrot) man mit dem langstieligen Schlegel (Steischlegil, Chlippil, Minörschlegil).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit der Steinschubkarre (Steibära, Steigaretta) oder der Steintragbare (Steiträgbara) wurden die Steine an den gewünschten Platz transportiert. Auch eine gewisse&amp;nbsp;Steischleipfa&amp;nbsp;war bekannt, auf der ein Mann schwerere Steine hinter sich her ziehen konnte. Die Maurer (Müürer) schlugen mit dem Passierhammer oder mit dem Mauerhammer (Müürhammer) die Steine in die richtige Form. Der Handlanger belieferte ihn mit den gewünschten Steinen und Werkzeugen (Wärchzig). Schwerere Steine wurden mit Hilfe des Hebeisens (Hebisu, Reischtisu) hin und her gedreht, bis sie passten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dank des geschulten Auges des Maurers konnte in der Regel auf eine Schnur verzichtet werden. Steine, die auf der Sichtseite über zwei oder mehrere langten, nannte man Binder (Binner).&amp;nbsp;Leiffer&amp;nbsp;nannte man diejenigen, welche bis zuhinterst (z hindroscht) vom Mauerwerk reichten. Wurde der oberste Kranz der Mauer mit gestellten Steinen gemacht, nannte man das der&amp;nbsp;Stutz.&amp;nbsp;La schiessu&amp;nbsp;war, wenn man hie und da einen Stein auf der Sichtseite weiter hervorstehen liess. Es gab auch noch ein spezielles Kanteisen (Tschalfing), um den Sichtsteinen (Sichtsteina) die Kanten zu brechen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für Zugänge liess man die Stiegentritte (Stägutritta) direkt aus der Mauer herausschauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Ecksteine (Egger) mussten zwei unbeschädigte Seiten aufweisen. War die Mauer erstellt, füllte man die grösseren Löcher mit passenden Steinen und schlug sie mit Gefühl (Gfüül) nach. Dies nannte man&amp;nbsp;schgaaiju (von Schgaaja =&amp;nbsp;Stein).&amp;nbsp;Betrachten wir alte Wege (Wäga), Wasserleitungen (Wasserleitige) oder andere Bauwerke (Buwwärch), so staunen wir, wie viele Jahrhunderte diese Trockenmauern (Trochumüüre,&amp;nbsp;Bruchschteimüre) der Natur trotzten. Nicht selten wurden auf steilen Platten zuerst winzige Fundamente herausschlagen, um dann mit kleinen Steinen das Mauerwerk anfangen zu können. Immer grössere überbrückten die vorherigen, und so entstanden richtige Kunstwerke.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Maurus Schmid: Altes Handwerk und Brauchtum im Oberwallis. Rotten Verlag, Visp, 2000, S. 22ff.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;vgl. auch:&amp;nbsp;http://stoneline.ch/deutsch/trockenmauer.php&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Betonmauer, Betonwand&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Betonmauern gibt es erst seit gut 50 Jahren. Interessant ist, dass der Volksmund zwischen Betonwand und Betonmauer unterscheidet. Bei Mauern ausserhalb von Gebäuden spricht er von &amp;quot;Mauer&amp;quot;:&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schutz&lt;/strong&gt;-, &lt;strong&gt;Stitz&lt;/strong&gt;-, &lt;strong&gt;Stutz&lt;/strong&gt;-, &lt;strong&gt;Staumüüra&lt;/strong&gt;, dieses gilt auch für die Aussenseite von Gebäuden; im Gebäudeinnern spricht der Volksmund von &amp;quot;&lt;strong&gt;Wand&lt;/strong&gt;&amp;quot;; also ist es wohl möglich, dass die gleiche Mauer aus Beton von Aussen&amp;nbsp;Betonmüüra&amp;nbsp;und von&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Betonwand&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;genannt wird.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 9. 10. 2008&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Steinmauer&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Begriff Steinmauer&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Steimüüra&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;wird im Gegensatz zu Ziegel- oder Betonmauer gebraucht. Der Stein war neben dem Holz&amp;nbsp; praktisch bis 1950 das einzige Baumaterial das Verwendung fand. Gebaut wurde prinzipiell nur mit Material, dass in der näheren Umgebung zur Verfügung stand (vgl.&amp;nbsp;Dach). Die Mauern unterschieden sich eigentlich nur in der Form der Steine:&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Natursteinmauer&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;Natursteimüüra&amp;nbsp;(die Steine blieben naturbelassen),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Bruchsteinmauer&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;Bruchsteimüüra&amp;nbsp;&amp;nbsp;(beim Bruchstein gab es&amp;nbsp;von sehr ungleichmässig gebrochenene bis zu regelmässig behauene Steinen alles),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Zyklopenmauer&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;Ziklopumüüra (Mauer aus grossen, groben Steinen).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Später kamen dann auch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Ziegelmauern&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;hinzu. Ziegel wurden aber praktisch nur für den Hausbau verwendet und auch hier wurde zunächst unterschieden zwischen Tonziegeln&amp;nbsp;Tonziegil&amp;nbsp;für die Innen-&amp;nbsp;Innu-, Zimmerwand&amp;nbsp;und Betonziegel&amp;nbsp;Betonziegil&amp;nbsp;für die Aussenwände&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Üssuwand&lt;/strong&gt;.&amp;nbsp;Heute gibt es&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Ziegel&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;Ziegil&amp;nbsp;in allen Formen, für alle Funktionen und in fast allen Materialien.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 9. 10. 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613404855-Trockenmauer_2.jpg" length="208979" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/loeueba-255</link>
			<title>Löüba</title>
			<description>&lt;p&gt;Löüba, f&amp;nbsp;Laube, Balkon, Terrasse; 1. Vorbau, Podest oder Ähnliches vor dem Eingang in die Wohnung (Stockwerkeigentum).Ursprünglich hatte die Laube nur Durchgangsfunktion; erst in den Fünzigerjahren entstanden bei uns Terrassen, deren Funktion der Aufenthalt im Freien oder Ablageraum war.Diese wurden zunächst auch mit&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Löüba&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;&amp;laquo;Laube&amp;raquo;, bezeichnet. Heute hat sich der Begriff&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Terass&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;&amp;laquo;Balkon&amp;raquo;, durchgesetzt; 2. Laube, Platz zum Trocknen; vgl.&amp;nbsp;Derri&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3/962; SDS, VII/148/149; Egloff, S.154]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, Kleines Walliserdeutsches Wörterbuch&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Laube, Laubengang, Plattform&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dilti&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;n Laube, Treppenvorbau, Plattform vor einem Stadel oder Speicher; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Biijischwanz&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Schwalbuschwanz, Üsstritt&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und bei grösseren&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schiirschopf, Tennji, Stäguplatta, Löüba&lt;/strong&gt;, Plattform; von &amp;laquo;Til&amp;raquo;, Balken, die quer unter dem Bretterboden eines Gemaches oder eines Balkons hinlaufen und denselben tragen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 4/1247; SDS. VII/148/210; Rübel, 40]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schora&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;f Laube; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Löüba, Diwti&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;oder Dim.&amp;nbsp;Diwteli;&amp;nbsp;Plattform, die aus den 50 bis 70 cm vorstehenden Balken des Tenns gebildet wurde.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 8/1194; SDS, VII/238]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Derri&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Derri, f&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;Dörrplatz, -laube; vgl.&amp;nbsp;Löüba;&amp;nbsp;laubenartiger An- bzw. Vorbau auf dem&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chriiter&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Sammelname, Sing.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chrüt&lt;/strong&gt;),&amp;nbsp;&amp;laquo;Kräuter&amp;raquo;,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Groossboone&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;f. Pl. &lt;strong&gt;Groossboona&lt;/strong&gt;, &amp;laquo;Grossbohnen&amp;raquo;, aber auch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Derrfricht&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Pl.),&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Derrfrucht&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;&amp;laquo;Dörrfrüchte&amp;raquo;, geschützt vor Regen, konnten an der Luft getrocknet werden.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 7/147ff.; SDS, VII/238&amp;ndash;240]&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613404347-0395913658.jpg" length="93817" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/pjoeuedugrueeba-254</link>
			<title>Pjöüdugrüeba</title>
			<description>&lt;p&gt;Jauchegruba; vgl. auch&amp;nbsp;Lutzugrüeba;&amp;nbsp;die zähflüssige Masse bestehend aus Kot und Jauche wurde mit der Schorrkelle, Schorrschaufel unter der Türschwelle,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Unnertirner&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;durch ein Loch in eine Grube gestossen.Hier wurde diese Masse den ganzen Sommer über gesammelt (die Oberfläche verkrustet jeweils wie bei erstarrender Lava) und im Herbst oder im Frühjahr mit Wasser auf die Wiesen gespült,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;awäschu&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Rübel, S. 52, Id. II/1559; Gr. 30]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/pjoeuedugrabo-253</link>
			<title>Pjöüdugrabo</title>
			<description>&lt;p&gt;Jauchegraben; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Pjöüdugrabo, Schorrgrabo;&lt;/strong&gt; Graben zum Sammeln von Kot und Urin. In der Alpe wurde kein Streu verwendet, der frische Viehmist wurde zur Säuberung mit einem Schaber,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Mischtchratzer&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;vom Bett geschabt und dann mit der Schorrschaufel,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schorrschüüfla&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;aus dem Graben in die Mistgrube,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Pjöüdugrüeba&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;gestossen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[vgl. Id. II/1559, SDS, VII/227, Rübel, S. 52]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613403982-624f2742a9.jpg" length="57795" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/unnertirner-260</link>
			<title>Unnertirner</title>
			<description>&lt;p&gt;Türschwelle; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Sella, Tirsell&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;Wandholz, auf welchem die Schwelle des Türgestells ruhte. In einfachen Gebäuden (Stadel, Speicher Scheune, Alphütte) bildete das Wandholz die Türschwelle.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 13/1410; SDS, VII/170; Gr. 212]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613407267-bde6bdad14.jpg" length="74691" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/chammerboeuem-252</link>
			<title>Chammerböüm</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chammerböüm,m&lt;/strong&gt; Kammerbaum; vgl. &lt;strong&gt;Chammerlado,Chammerlatta,&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Chaschtladeböüm, Dilböüm,Vogilböüm; &lt;/strong&gt;auf ca. 2 m Höhe parallel zum Tenn laufende Balken, welche mehreren Zwecken dienten: zum Anstellen der Leiter, zum Aufhängen von Garben und als Tragbalken für einen zweiten Boden; an ihm waren auch die Trennwände befestigt, die dem Stadel die typische Kammerung (&lt;strong&gt;Abteil&lt;/strong&gt;) gaben. Eine ähnliche Trennwand mit Kammerbaum und Ständerwand finden wir auch auch bei Scheunen, diese Trenneinrichtung teilt die Scheune in verschiedene (meisten zwei &amp;frac12;, 1/3 zu 2/3) Teile. Diese kann man schon von aussen durch die Anzahlt der Scheunentüren (&lt;strong&gt;Etzpoort&lt;/strong&gt;) erkennen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[vgl. &amp;laquo;chammer&amp;raquo; Id. 3,248; SDS, VII/238 - 240]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vogilböüm,m&lt;/strong&gt; Vogelbaum; bei firstlosen Gebäuden die zwei obersten Tragbalken des Daches. Bei der Unterteilung des Inneren von Gebäuden durch Abteilwände &lt;strong&gt;Unnerschlacht &lt;/strong&gt;bildete der Vogelbaum den oberen Abschlussbalken, in den die Stutzwand eingenutet war. Bei grösseren Scheunen diente dazu ein begehbarer breiter Balken oder ein breites, dickes Brett.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[SDS, VII/234; Rübel, 48]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Schmid Volmar 3. März 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/pfetta-250</link>
			<title>Pfetta</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pfetta, f &lt;/strong&gt;Pfette, Dachbalken; vgl. &lt;strong&gt;Äbuwender, Vortachzier; &lt;/strong&gt;waagrechter Dachbalken, der dieSparren trägt; ragt über die Blockwand hinaus und bildet das Vordach; oft werden die tragenden Balken &lt;strong&gt;(Firscht &lt;/strong&gt;und &lt;strong&gt;Äbuwender) &lt;/strong&gt;verziert. Dann bilden sie das Vordachzier.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[SDS, VII/234]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vordachzier, f &lt;/strong&gt;Vordachzier, Pfettenkonsole; vgl. &lt;strong&gt;Zierwäärch; &lt;/strong&gt;bei Wohnhäusern ragte nicht nur der letzte Wandbalken (&lt;strong&gt;Äbuwender, Chappholz, Rafböüm, Vogilböüm&lt;/strong&gt;) vor; bis zu fünf Balken bildeten zusammen eine Konsole, die sehr einfach aus verschieden langen Wandbalken oder aus einer kunstvollen Verzierung bestand. Arten: &lt;strong&gt;Tropfukonsola &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Tropfenkonsole &amp;raquo;, (älteste Form), &lt;strong&gt;Rosschopf- &lt;/strong&gt;(Rosskopfkonsole, 16. bis 18. Jh.), &lt;strong&gt;Tulpu- &lt;/strong&gt;(Tulpenkonsole, 19. Jh)&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3/384, &amp;laquo;Chappen&amp;raquo;; SDS,VII, 234; Egloff, 209, 220ff.; Ruppen, 25]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Äbuwender&lt;/strong&gt;,m&amp;gt;(Fuss)-Pfette; vgl. &lt;strong&gt;Äbiwand, Chappholz, Rafboim; &lt;/strong&gt;Abschlussbalken; meint den letzten Balken auf der Längsseite eines Gebäudes, der die Rafen trägt. Meistens steht er etwas vor und trägt das Vordach. Bei Wohnhäusern bildet er zusammen mit den darunter liegenden Balken die &amp;laquo;Vordach-Zier&amp;raquo;; Pfettenkonsole.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id.3/384 &amp;laquo;Chappen&amp;raquo;; SDS,VII/234;Anderegg, 112; Rübel, 41]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bindebaum&lt;/strong&gt;, Bindebalken; vgl. &lt;strong&gt;Äbuwender, Band, Chnipfböüm, Chranz, Rafböüm, Ring, Schneeböüm, Schlaafböüm, Schnabulböüm&lt;/strong&gt;; Wandbalken auf dem obersten Kranz eines &amp;laquo;gewetteten&amp;raquo; Holzgebäudes. Die obersten vier Wandbalken der senkrecht ansteigenden Blockwände bilden den abschliessenden Umgang &lt;strong&gt;(Chranz, Ring&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Band&lt;/strong&gt;). Man bezeichnet die vier Balken entweder einzeln als Äbuwandholz oder unterscheidet zwischen den beiden seitlichen Längsbalken (&lt;strong&gt;Schlaafböüm, Schneeböüm, Rafböüm, Schnabulböüm&lt;/strong&gt;), welche auf der Schildseite des Stalles vorspringen und deren Enden oft kunstvoll geschnitzt (&lt;strong&gt;Vortach, Vortachzier&lt;/strong&gt;) sind und den sie verbindenden Querbalken (&lt;strong&gt;Spannböüm, Bindböüm, Chnipfböüm&lt;/strong&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 4/1246; SDS, VII/238; Rübel, 41]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Blockrahmen&lt;/strong&gt;; vgl. auch &lt;strong&gt;Schlafboüm, Gspann, Spannbalko&lt;/strong&gt;, eckverkämmter Blockrahmen aus starken Kanthölzern, in den die Stadelstelzen verankert wurden und der so dem ganzen Gebäude Halt gab.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[vgl. Id. 5,9; SDS VII/238]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chappholz&lt;/strong&gt;, n (Fuss)Pfette; vgl. &lt;strong&gt;Äbuwender, Rafböüm&lt;/strong&gt;; Abschlussbalken, der letzte Balken auf der Längsseite eines Gebäudes, der die Rafen &lt;strong&gt;Rafböüm &lt;/strong&gt;trägt; er bildet zusammen mit den darunterliegenden Balken die &lt;strong&gt;Vordachzier, &lt;/strong&gt;die Pfettenkonsole.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3/384; SDS, VII/234, Ruppen, 22]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chatzuglotz&lt;/strong&gt;, n Katzenloch; vgl. &lt;strong&gt;Chatzuloch, Glotz&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3/168; SDS, VII/238; Rübel, 44]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chatzuloch&lt;/strong&gt;, n Katzenloch; vgl. &lt;strong&gt;Chatzuglotz; &lt;/strong&gt;Zwischenräume unter dem Vordach, wo die Rafen auf den Seitenwänden aufliegen. Sie dienen als Lüftungsschlitze zum Trocknen des Heus.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Rübel, 44]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chatzutotz&lt;/strong&gt;,m Katzenklotz; vgl. &lt;strong&gt;Chatzloch; &lt;/strong&gt;zwar ist Luftzufuhr erwünscht, doch müssen überall dort, wo Wind, Schnee und Regen hineinwehen konnte, die Luftlöcher, &lt;strong&gt;Chatzuloch, Chatzuglotz, &lt;/strong&gt;mit kurzen vierkantigen Holzklötzen verschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;[Rübel, 44]&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chnipfböüm&lt;/strong&gt;,m Knüpfbaum, Bindebalken; vgl. &lt;strong&gt;Bindböum&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Rübel, 41]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rafo&lt;/strong&gt;,m (Dach)Sparre; Dachsparren sind die zueinander parallel laufenden, schräg stehenden und oben über die First sich kreuzenden Balken, welche das Gerippe des Daches bilden und auf welche die Dachlatten genagelt wurden.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 6,634]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 8, 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613403556-b6854cf36a.jpg" length="60209" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/giaebil-249</link>
			<title>Giäbil</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abrooscht&lt;/strong&gt;,m &amp;gt;Giebelwand; vgl. &lt;strong&gt;Rooscht; &lt;/strong&gt;Balkenriss am Dachstuhl; gemeint ist hier der freie Raum, der zwischen den nutzbaren Abteilen und dem Dachgiebel bleibt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 4/1521,c; SDS, VII/240/247]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chriitzgwätt&lt;/strong&gt;, n Kreuzverzähnung; vgl. &lt;strong&gt;Gibilgwätt, (Schnablera &lt;/strong&gt;im Saastal); unter der Firstpfette eingestrickte Balkenstümpfe, die das Abbiegen der Giebelwand verhinderten. Im Innern waren diese Balken auf unterschiedliche Länge abgestumpft.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Andereggen S. 278]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gibil&lt;/strong&gt;,m Giebel, Dachgiebel; vgl. &lt;strong&gt;Dachgibil&lt;/strong&gt;; die dreieckige Abschlusswand des Satteldaches an der Schmalseite&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 2,97; vgl. SDS, VII/138, 141;W. 1515; Gr. 94]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gibilgwätt&lt;/strong&gt;, n Eckverkämmung am Giebel; vgl. &lt;strong&gt;Chritzgwätt&lt;/strong&gt;; Firstauflage; der Dachgiebel wurde entweder durch die Spilla oder das Gibilgwätt verstärkt. Bevor man die Technik des waagrechten, gewandeten Balkengiebels kannte, stützte man die First mit einem senkrechten Balken Spilla, den man auf das letzte durchgehende Balkenholz aufstützte (Heidengiebel). Den seitlich freibleibenden Raum füllte man mit schrägen Balken.Wir nennen diese Häuser heute &lt;strong&gt;Heiduhiischer&lt;/strong&gt;, Heidenhäuser.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 2/97/2; SDS, VII/237]&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gibilwant&lt;/strong&gt;, f Giebelwand, Stirn-, Vorderseite eines Gebäudes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Heiduhüss&lt;/strong&gt;, n Heidenhaus; vgl. &lt;strong&gt;Heidustadol; &lt;/strong&gt;nach dem Volksglauben aus der Heidenzeit stammendes, sehr altes Haus (16. Jh.). Man erkennt diese Häuser an ihrem senkrecht gestellten Giebelbalken; die Blockbauweise dieser Zeit liess noch keinen durchgehend gewandeten Giebel zu.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 2,1136]&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rafo&lt;/strong&gt;, m (Dach)Sparre; Dachsparren sind die zueinander parallel laufenden, schräg stehenden und oben über die First sich kreuzenden Balken, welche das Gerippe des Daches bilden und auf welche die Dachlatten genagelt wurden.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 6,634; SDS, VII/234; Gr. 159; Anderegg, 208]&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rooscht&lt;/strong&gt;,m Giebelwand; vgl. &lt;strong&gt;Abrooscht, Üfrooscht, Reeschti; &lt;/strong&gt;Balkenriss am Dachstuhl; der Raum zwischen Wohnhausdecke und Dachgiebel&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 4,1521, c; SDS, VII/240, 247; Rübel, 41]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 19. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613403160-77a6fbef31.jpg" length="60209" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/firscht-248</link>
			<title>Firscht</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Firscht, f &lt;/strong&gt;First, Firstpfette, Giebelbalken; oberste Kante des Daches, tragender Balken, auch Pars pro toto für das gesamte Gebäude: &amp;hellip; &lt;strong&gt;ds Obergestillu sind mee wa hundert Firschte verbrunnu; &amp;laquo;&amp;hellip;in Obergesteln sind mehr als hundert Firsten (Häuser) abgebrannt&amp;raquo;.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;[Id. 1,1023/3; SDS, VII/234] &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Firschtlegg, n &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Firstlage; vgl. Plattudach; oberste Lage der Steinplatten bei einem Plattendach, entweder überragte die Wetterseite und schützte so vor dem Wetter oder man schloss das Dach mit einem kleinen Mäuerchen (zwei, drei Lagen Platten) ab. Dies machte den Scheitel stumpf und dichtete die Dachkrone ab.&lt;br /&gt;
[SDS, VII/234; Rübel, 44]&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Gäwtschger,m &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;Firststein, Dachkronenstein; 1. dieser Stein ist der Stolz der Dachdecker und wurde sehr sorgfältig ausgewählt. Er diente einerseits zum Beschweren und Sichern der Firschtlegg, anderseits sollte er aber auch böse Geister abwenden; 2. Kläffer, Schreier, Hund&lt;br /&gt;
[Gr. 88]&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 19. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613402940-ad723c0d17.jpg" length="49011" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/abloeuef-247</link>
			<title>Ablöüf</title>
			<description>&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Regenrohr&lt;/strong&gt;; vgl.&amp;nbsp;Tröüffi; erst in neuester Zeit sind die Häuser mit Regenrinne und Abflussrohr versehen. In der alten Bautradition gab es zunächst überhaupt keine Wasserauffangvorrichtung, das Regenwasser troff (Traufe) vom Vordach auf den Boden (vgl. sprichwörtliche Redensart &amp;laquo;&amp;hellip;vom Regen in die Traufe kommen&amp;raquo;. Spöttisch sagt man von einem tollpatschigen Menschen auch: &amp;hellip;&amp;nbsp;äss het vam Rägo di Tröiffi üssglaa und ischt diräkt in d Schiissa, &amp;laquo;vom Regen unter Umgehung der Traufe direkt in die Scheisse&amp;raquo;. (Damit bezeichnet man eine Person, der es gelingt, kein Fettnäpfchen auszulassen);&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Ablauf&lt;/strong&gt;; grundsätzlich jeder Abflauf, z.B. Badewanne oder Ablaufrost bei Strassen,&amp;nbsp;Gulli, Riigol.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Verlauf&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;[Id. 3,1113.2]&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Wir Walser, Brig, 2003&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, August, 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/tach-246</link>
			<title>Tach</title>
			<description>&lt;p&gt;Abschluss eines Gebäudes; nach ihrer Form unterscheidet man, &lt;strong&gt;Walmdach, Flachdach, Pultdach &lt;/strong&gt;und die bei uns im Wallis vorherrschende Form &lt;strong&gt;Satteldach. &lt;/strong&gt;Die Dächer wurden je nach greifbarem Material mit Steinplatten (Gneis- oder Schieferplatten), &lt;strong&gt;Platta, Dachplatta, Blattudach&lt;/strong&gt;, mit &lt;strong&gt;Schindle &lt;/strong&gt;(Pl.), &lt;strong&gt;Dachschindla, Schindludach &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Schindeln&amp;raquo;, mit &lt;strong&gt;Halbliga &lt;/strong&gt;(Pl.),&lt;strong&gt;Halblig &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Hälblingen = halbierte, dünnen Holzstangen&amp;raquo;, mit &lt;strong&gt;Bläch &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Blech&amp;raquo;, &lt;strong&gt;Eternit &lt;/strong&gt;oder auch &lt;strong&gt;Ziegla &lt;/strong&gt;(Pl.), &lt;strong&gt;Ziegil &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Ziegeln&amp;raquo; gedeckt. Komposita: &lt;strong&gt;Unnertach &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Estrich&amp;raquo;, &lt;strong&gt;Dachchänil, -licka, -pfeischter, -pfetta, -platta, -rafo, -riiter, -schindle, -stüel &amp;ndash;tröüff&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[vgl. SDS, VII/138, Egloff, 202ff.;W. 826]&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Dachrinne&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dachchänil, m Traufrinne, Dachrinne; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Ablöüf, Dachtroüf, Sporrchänil, Tröüfchänil&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3,310/11; SDS, VII/235]&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Dachlatte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dachlatta, f;&amp;nbsp;Dachlatten, Dachbretter; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Unnerlatt&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;schmale Holzlatten, die quer auf die Rafen genagelt wurden, auf denen die Schindeln oder Platten zu liegen kamen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3,1483; Rübel, 43]&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Dachplatte&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dachplatta, f; Dachplatte; rohe oder zubehauene Gneisoder Schieferplatten, die zum Decken des Daches verwendet wurden. Die Wahl des Dachdeckmaterials war von Gebiet zu Gebiet verschieden; grundsätzlich kann man drei Typen unterscheiden: Gneis- oder Schieferplatten (z. B. Vispertäler, Lötschberg), Schindeln (z. B. Goms oder Schattenberge) und eine Art gemauertes Dach auf der Simplon Südseite.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 5/189, 3a, das Id. nennt hier die angegebene Verwendung nicht; SDS, VII/238&amp;ndash;240]&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Dachreiter&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dachriiter,m; Dachreiter; vgl.Dach;&amp;nbsp;kleiner Turm auf dem Dach. Lukarnen und Dachreiter gab es beim ehemaligen Walliser Haus höchstens bei Schulhäusern, Kirchen und Kapellen.&lt;/p&gt;

&lt;h5 class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot;&gt;[Id. 6,1705;W. 827]&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Vordach&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dachsporr, n; Vordach, Dachtraufe; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Dachtröüff, Sporr, Tröüffi&lt;/strong&gt;; hier der von Bauwerken vorspringender Teil, Balken, mit&amp;nbsp;Dachsporr&amp;nbsp;ist der über die Wand vorragende Teil des Daches gemeint. Abgeschlossen wurde dieses Element durch die dreieckige&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Sporrlatta&lt;/strong&gt;.&amp;nbsp;Entgegen der sprichwörtlichen Redensart &amp;laquo;...vom Regen in die Traufe kommen&amp;raquo; werden die Begriffe&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Dachsporr&amp;nbsp;und&amp;nbsp;Dachtröüff&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;auch für den durch das Vordach geschützten Raum verwendet. Heute sagt man für jemanden, der sich verspekuliert hat, oder der sich besonders schlau anstellen wollte: &amp;laquo;&amp;hellip;vom Regen unter Umgehung der Traufe direkt in die Scheisse. &amp;raquo;.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 10,463 &amp;laquo;Sporr II&amp;raquo;, f; SDS, VII/235; Rübel, 43]&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Traufe&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Dachtröuff, n; Vordach, Dachtraufe; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Tröüffi&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;dieser Begriff wurde doppelt verwendet: 1. Meinte man damit das fallende (von keiner Rinne aufgefangene) Regenwasser; 2. den senkrecht unter dem Dachrand liegenden Boden. Wenn man heute noch jemand sagen hört: &amp;nbsp;&lt;strong&gt;&amp;hellip;i bi unner dum Dachtröüff im Schääru,&lt;/strong&gt;(= im &lt;strong&gt;Trockenen&lt;/strong&gt;),dann steht er eben nicht unter der sprichwörtlichen Traufe, sondern im trockenen Schutz unter der Dachtraufe.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 14,306, f; vgl. Gr. 198]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 18. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613402636-19ea998437.jpg" length="42843" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/aebihooch-245</link>
			<title>Äbihooch</title>
			<description>&lt;p&gt;Ebenhoch, Lawinenbrecher, Lawinenschutz; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Ebihööch, Lowwinuverbuwwig&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;Schutzwall, Aufschüttung auf der Bergseite des Gebäudes, die bewirkt, dass die Lawine über das Gebäude hinwegfegt. Es gibt hier die verschiedensten Varianten, z. B. stehen die Gebäude auf der Augstbortalpe oder im Nanztal in Einerkolonne, das oberste ist mit einem Äbihooch versehen und die übrigen fügen sich jeweil mit einem kleinen Absatz an das obere an. Eine sehr originelle, aber eher zweifelhafte Lösung habe ich auf Fafleralp gesehen, dort hat jemand sein Gebäude gesichert, indem er die First mit einem Kabel an einen Felsbrocken angebundenhat.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[vgl. &amp;laquo;äbig&amp;raquo;,Id. 1,42], VS, S. 25&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 12. 12&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613402139-adfea1e33c.jpg" length="92790" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/faerrich-244</link>
			<title>Färrich</title>
			<description>&lt;p&gt;Freiluftgehege aus Holz oder Stein; im Wallis finden sie sich auf der Alpe und werden im Herbst zu Schafscheide,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schaafscheidi&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Trennung und Verteilung der Tiere auf die einzelnen Besitzer) benutzt; im Zentrum gibt es einen grossen Färrich, Pferch in den alle Schafe hineingetrieben werden, den wählen die Besitzer ihre Schafe aus und sperren sie in den nebenstehenden kleinen Pferch.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 12. 12&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613402062-c0d33ba341.jpg" length="114909" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/chromo-243</link>
			<title>Chromo</title>
			<description>&lt;p&gt;Verschlag, Koben, Pferch, Gehege; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schwiichromo, Schaafchromo&lt;/strong&gt;, Färrich; 1.&lt;br /&gt;
Auslauf: vor allem den Schweinen wurde direkt am Stall durch einen kleinen Verschlag etwas Auslauf ermöglicht; 2. Sondergehege: bei Raumknappheit wurde im Stall ein zusätzlicher Verschlag angebracht:&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schwii-, Schaaf-; Chalberchromo&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 3,818; SDS, VII/213;W. 2074; Gr. 54]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 12. 12&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613401962-81398ab335.jpg" length="60964" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/walserhueues-242</link>
			<title>Walserhüüs</title>
			<description>&lt;p&gt;Das Walserhaus gibt es nicht, zwar haben die Walser auf ihren Wanderungen verschiedene Bautechniken mit aus dem Obewallis mitgenommen, doch wird das Haus den jeweiligen Gegebenheiten (&lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;quot;&gt;Lebensweise,&amp;nbsp;Erbteilung,&amp;nbsp;Baumaterialien&amp;nbsp;und&amp;nbsp;Technik&lt;/a&gt;) angepasst.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;vgl. auch:&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://www.walser-alps.eu/kultur-1/bauweise&amp;quot;&gt;http://www.walser-alps.eu/kultur-1/bauweise&lt;/a&gt;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613401564-3f2d258ca9.jpg" length="16943" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/obergommer-hueues-241</link>
			<title>Obergommer Hüüs</title>
			<description>&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Das Heidenhaus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die ältesten Wohnhäuser des&amp;nbsp;Obergoms stammen aus dem Spätmittelalter (aus der Zeit um 1500) und werden im Volksmund ihres hohen Alters wegen als Heidenhäuser bezeichnet. Sie bestehen aus einem gemauerten Sockel und einem Wohngeschoss mit Wohnstube vorne sowie der Küche hinten. Die &amp;laquo;Loibe&amp;raquo;, ein dem Wohnstock aufgesetztes Geschoss, wurde nicht voll ausgezimmert und diente als Abstellraum oder Schlafkammer. Das typische Kennzeichen des Heidenhauses ist der Firstständer, der den seitlich eingenuteten Wandhölzern des Giebeldreiecks Halt verleiht.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Renaissancehaus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Gesteigerte Bedürfnisse führten ab dem 16. Jahrhundert zu einer horizontalen Erweiterung des Wohnraums. Es entstand das Renaissancehaus mit dem eigentlichen Grundtyp der alten Gommer Wohnung. Im Vorderteil die Stube mit schmaler Kammer und im Hinterteil die Küche und ein Nebenraum, das &amp;laquo;Stubji&amp;raquo;.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Barockhaus&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das 17. und 18. Jahrhundert brachte dann vor allem eine Erweiterung in die Höhe. Das hochstrebende, mehrgeschossige Barockhaus wurde in der Folge zum bestimmenden Wohnhaustyp im Obergoms.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Kulturweg Münster. Hrsg. Kulturlandschaft Münster-Geschinen, Postfach 41, 3985 Münster-Geschinen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 24. 9. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613401395-Heidenhaus_Goms.jpg" length="77720" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/aarmuhuess-240</link>
			<title>Aarmuhüss</title>
			<description>&lt;p&gt;Armenhäuser konnten sich die meisten Berggemeinden gar nicht leisten.&lt;br /&gt;
Arme, die die Burgergemeinde übernehmen musste, brachte man in irgendeinem leerstehenden Gebäude des Dorfes unter.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 2,1706;W. 438]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 16. 11. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/heiduhueues-239</link>
			<title>Heiduhüüs</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Heidenhaus&lt;/strong&gt;; vgl.&amp;nbsp;Heidustadol; nach dem Volksglauben aus der Heidenzeit stammendes, sehr altes Haus (16. Jh.). Man erkennt diese Häuser an ihrem senkrecht gestellten Giebelbalken; die Blockbauweise dieser Zeit liess noch keinen durchgehend gewandeten Giebel zu. Oft waren diese Giebelbalken mit einem Kreuz verziert, was zu paradoxen Bezeichnung&amp;nbsp;Heiduchriitz, Heidenkreuz führte.&lt;br /&gt;
[Id. 2,1136]&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613400859-65faa4b5d0.jpg" length="86536" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/hewwschiir-237</link>
			<title>Hewwschiir</title>
			<description>&lt;p&gt;Scheune, Heuraum; vgl.&amp;nbsp;Hewwschiir;&amp;nbsp;das Heu verdirbt in den Mauern; deshalb sind die Scheunen (das obere Stockwerk des Gebäudes) ursprünglich im Blockbau, später im Ständerbau errichtet. Um Holz zu sparen, wurden mit der Zeit die vier Ecken gemauert und dazwischen im Ständerbau Holzwände eingefügt. Oft teilen zwei bis drei Besitzer eine Stallscheune, so dass die Scheune mit Trennwänden in verschiedene&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schroote&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;geteilt wurde. In der Alpe wurde normalerweise keine Stallfütterung vorgenommen, doch da es in dieser Höhe praktisch jeden Sommer vorkam, dass Schnee fiel, hatte man extra ein paar&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Mähwiesen&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;Meematte,&amp;nbsp;deren Heu man für solche Tage als Futterreserve vorsah. In vielen Alpen wurde im Frühjahr, bevor der Alpweidegang begann, dieses Heu auch zur Fütterung von Kälbern und Rindern verwendet, die dann anschliessend den ganzen Sommer ins Freie auf die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Kalberalpe&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;Chalberalpa,&amp;nbsp;geführt wurden.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. VIII/919,. SDS, VII/117&amp;ndash;129;W. 3087; Gr. 170]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 10. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613400185-9b12e15212.jpg" length="53722" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/loeufstall-236</link>
			<title>Löufstall</title>
			<description>&lt;p&gt;Es gibt unterschiedliche Formen von Laufställen in der Milchviehhaltung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Boxenlaufstall hat beispielsweise für die Kühe einzelne Liegeplätze, die getrennt von der Lauffläche sind. Die Liegeboxen sind entweder tief und mit Einstreu aufgefüllt oder hoch und mit speziellen&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kuhmatratze&amp;quot;&gt;Kuhmatratzen&lt;/a&gt;&amp;nbsp;versehen. Der Boxenlaufstall wird mit befestigtem oder teilbefestigtem Boden ausgeführt: Dieser ist planbefestigt oder mit Spaltenboden oder eine Mischform von beiden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tieflaufställe sind dagegen mit Einstreu. Hier gibt es keine Trennung von Laufbereich und Liegeplatz. Sie sind besonders geeignet für Jungtieraufzucht und Bullenmast, allerdings verbrauchen sie das meiste Stroh, sind sehr arbeitsaufwändig beim Entmisten und haben den größten Flächenbedarf.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Laufstall ist bei Stallneubauten Standard, da er Vorteile bezüglich der Tiergesundheit und der Arbeitswirtschaft aufweist. Des weiteren hat sich gezeigt, dass durch den verbesserten Kuhkomfort speziell in der Milchviehhaltung eine Steigerung der Milchleistung zu erwarten ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vgl.&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Laufstall_%28Viehwirtschaft%29&amp;quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Laufstall_%28Viehwirtschaft%29&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 25. 02. 2010&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Laufstall_%28Viehwirtschaft%29&amp;quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Laufstall_%28Viehwirtschaft%29&lt;/a&gt;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613400082-Laufstall.jpeg" length="76468" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/grabo,-schorr-,-lutzu-,-mischt-,-pjoeuedugrabo-235</link>
			<title>Grabo, Schorr-, Lutzu-, Mischt-, Pjöüdugrabo</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Grabo, Schorr-, Lutzu-, Mischt-, Pjöüdugrabo&lt;/strong&gt;, m: Vertiefung an beiden Rändern des Stallganges, hier sammelte sich die Jauche und zum Teil der Mist. Bei der Stallreinigung wurde der Mist in den Graben gekehrt und dann mit der Mistgabel (&lt;strong&gt;strewwinu&lt;/strong&gt;, beimStreuen) oder mit der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schorrschaufel&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Alpe) entfernt. In der Alpe wurde kein Streu verwendet, der frische Viehmist wurde zur Säuberung mit einem Schaber,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Mischtchratzer&lt;/strong&gt;, vom Bett geschabt und dann mit der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schorrschaufel&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schorrschüüfla&lt;/strong&gt;, aus dem Graben in die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Mistgrube&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Pjöüdugrüeba&lt;/strong&gt;, gestossen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Text und Bilder: Volmar Schmid 24. 02. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613400004-4f95f45caf.jpg" length="39149" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/abteil,-viehhaltebox-234</link>
			<title>Abteil, Viehhaltebox</title>
			<description>&lt;ol&gt;
	&lt;li&gt;im Stall den Platz für zwei Kühe (Standplatz 2 mal 2 m), das Viehläger, die Brigi wird durch eine&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Unnerschlacht&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;in zwei bis drei Abteile unterteilt,&amp;nbsp;Will ds Vee uf der Alpa ischt, Woerterbuch &amp;nbsp;sind d Abteil bis uf das vam Summerchieli leeri&amp;nbsp;&amp;laquo;Weil das Vieh auf der Alpe ist, sind die Abteile bis auf das der Sommerkuh (Milchkuh, die im Sommer für die Nutzmilch zurückblieb) leer&amp;raquo;;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;das Wort wird neuerdings auch bei Abteilen in Scheunen oder Stadeln verwendet; doch grundsätzlich verwendet man hier den Begriff Schroota, Stadolschroota, Hewwschroota;&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;abgetrennter Raum z. B. Eisenbahn: Zugsabteil.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;In den traditionellen Ställen betrug das Viehläger in der Rege 2 auf 2 Meter, also stand einer Kuh gerade mal 2 Quadratmeter zur Verfügung, recht wenig Platz, wenn man bedenkt, dass die Kühe den ganzen Winter über an diesem Platz angekettet waren und nur gerade zwei Mal am Tag zum Tränken (&lt;strong&gt;treichu&lt;/strong&gt;) an die Tränke (&lt;strong&gt;Treichi&lt;/strong&gt;) geführt wurden. Moderne Tierschutzgesetze verbieten heutzutage eine solche Tierhaltung und schreiben Laufställe vor (&lt;strong&gt;Löufstall&lt;/strong&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Text und Bild Volmar Schmid, 25. 02. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613399897-f4b71ace0e.jpg" length="39149" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/brigi,-laeger,-glaeger-233</link>
			<title>Brigi, Läger, Gläger</title>
			<description>&lt;h2&gt;Brigiböüm, m;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Viehlägerendbalken, Grabenbalken; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Grabuholzji, Standböüm, Stellböüm, Bettholz&lt;/strong&gt;; fester Holzbalken, der das Viehläger gegen den Graben Lutzugrabo abgrenzt. Er verhindert scharfe Kanten, an denen sich das Vieh verletzen könnte.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Text und Bild: Volmar Schmid, 24. 02. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613399799-79f13af9bb.jpg" length="23160" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/baarma-232</link>
			<title>Baarma</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Baarmu&lt;/strong&gt;, vgl. im unteren Teil des Oberwallis auch&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Baarnu, Baar&lt;/strong&gt;u; f. ist die Futterkrippe. Sie besteht aus dem&amp;nbsp;Baarmusatz&amp;nbsp;(m.), einem Fundament aus einem Mäuerchen, dessen Fugen mit Kalk ausgestrichen sind. Dieses Fundament wird meistens mit einem Brett oder mit Steinplatten abgedeckt (&lt;strong&gt;Baarmubodo&lt;/strong&gt;. m). Auf dieses Fundament ist ein schräg nach oben ragendes Brett angebracht, der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Baarmulado&lt;/strong&gt;, der eben mit der Stallwand die Krippe bildet. In diesem Brett hat es Löcher (&lt;strong&gt;Baarmuloch&lt;/strong&gt;, n), durch die die Kuhkette gezogen wird. Die Krippe wird duch die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Baarmustutt&lt;/strong&gt;, f (Krippenpfosten) in verschiedene Abteile unterteilt; er ist Teil der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Unnerschlacht&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Abteil, s.d.). &amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Text und Bild: Volmar Schmid, 24. 02. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613399691-Baarma.jpg" length="67553" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/stalltiri-231</link>
			<title>Stalltiri</title>
			<description>&lt;p&gt;Der Eingang in den Viehstall befindet sich in der Mitte der Vorderfront. Er wird, wenn die Stallwand genügend dicki ist, durch eine innere und eine äußere Türe &lt;strong&gt;Poort&lt;/strong&gt; verschlossen. Ist die Winterkälte vorbei, so wird die eine Türe ausgehoben. Die andere Türe ist in ihrem oberen Teil fensterartig durchbrochen und durch eingesetzte Holzstäbchen in ein Gitter verwan&amp;shy;delt. Durch das Gittertürchen &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Ripputiri &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;n. dringt frische Luft in&lt;sup&gt; &lt;/sup&gt;den Stall, die wiederum, wenn es nötig wird, durch ein rasch zwischen den Rip&amp;shy;pen durchgedrehtes Strohgeflecht abgehalten werden kann. Noch bequemer kann die Luftzufuhr reguliert werden, wenn die Türe in eine obere und eine untere Halbtüre geteilt ist (vgl. Abb links). Als ungeeignet hat sich hingegen die Spaltung der (inneren) Türe in zwei Türflügel &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Fligil&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt; erwiesen, die sieh nach innen öffnen. Die Kühe wer&amp;shy;den eingeklemmt, wenn sie den Durchgang nicht sorgfältig genug passieren und an einen Türflügel stoßen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die meisten Ställe (im Goms) haben indes nur eine ungeteilte, einbändige Eingangstüre (vgl. Abb links). Sie besteht aus drei bis vier senkrecht aneinan&amp;shy;dergefügten Brettern, die durch zwei Riegel &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Rigil &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;zusammengehal&amp;shy;ten werden. Ein Randbrett ist zapfenartig verlängert und reicht wie mit Fingern, &amp;#39;Kloben&amp;#39; &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Chlobo &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;oben in ein Loch des oberen Türbal&amp;shy;kens und&lt;sub&gt; &lt;/sub&gt;unten in die Türschwelle. Der waagrecht liegende Grundbalken &amp;quot;Unterturner&amp;quot;, &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Unnertirner &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;bildet unter der Türe die Schwelle: &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Sellner, Sella, Tirrsell &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Schwella&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;. Sein Gegenstück ist der erste oberhalb der Türe gelegene Balken, der &amp;quot;Oberturner&lt;strong&gt;&amp;quot;, &lt;strong&gt;Oberturner&lt;/strong&gt;.&lt;/strong&gt; Die beiden Pfosten links und rechts der Türe machen mit dem oberen und dem unteren Querbalken das Türgestell &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Tirrgstelle&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; &lt;/strong&gt;aus. Auch im gemauerten Stall (vgl. Abb. links) ist die Türe auf diese Art eingefasst, nur dass die beiden waagrechten Balken bloss die Breite der Türe oder weni&amp;shy;ges mehr messen, während sie beim Holzstall die ganze Wandbreite ein&amp;shy;nehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unter dem Oberturner, dicht neben der Türe, befindet sich eine etwa 20 cm auf 10 cm weite Öffnung, der &amp;#39;Glotz&amp;#39; &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Glotz&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;. Dieses Guckloch ist bei älteren Ställen die einzige Luke, durch welche etwas Licht&lt;strong&gt;, &lt;strong&gt;Liitri&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;in den Stall fällt. Hie und da ist es durch ein Schiebfensterchen &lt;strong&gt;Stosspfeischter&lt;/strong&gt; verschließbar.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle: Rübel: Viehzucht im Oberwallis S. 38 f.&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS. 22. 4. 2013&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613399576-cbcd3c4d9a.jpg" length="33798" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/schiir-230</link>
			<title>Schiir</title>
			<description>&lt;p&gt;Stall; vgl. &lt;strong&gt;Schiir&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;; &lt;/strong&gt;in der landläufigen Bedeutung, Raum zur Unterbringung von Gross- und Kleinvieh. Zusammensetzungen: &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Vee-, Geiss-, Gitzi- &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&amp;laquo; &lt;/strong&gt;Zicken&amp;raquo;, &lt;strong&gt;Hännu&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;- &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Hühner&amp;raquo;, &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Chüe-, Chalber- , Ross-, Schaaf-, Schwiistall &lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;und weiter: &lt;strong&gt;Ober&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;- &lt;/strong&gt;(vgl. &lt;strong&gt;Schiir&lt;/strong&gt;), &lt;strong&gt;Alp-, Anderhalb-&lt;/strong&gt;&amp;laquo;Stallung bestehend aus dem breiten Kuh- und dem schmalen Kleinviehstall&amp;raquo;, &lt;strong&gt;Löüfstall&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;. &lt;/strong&gt;Früher und vor allem im oberen Teil des Oberwallis wurde das gesamte Gebäude aus Holz errichtet; um aber Holz zu sparen, wurden später die Ställe und zum Teil auch noch die Scheunen aus Stein errichtet. Die meisten Ställe wurden in der Mitte durch den Gang in zwei Viehläger geteilt, diese wiederum in Abteile für je zwei Kühe oder einen Ferrich, &lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Chromo&lt;/strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;, &lt;/strong&gt;für die Kälber. Die Masse waren sehr bescheiden: für ein Abteil für zwei Kühe rechnete man ca. 2 mal 2 Meter, zudem war die Decke selten höher als 1.80 bis 2 Meter; dies bedingte, dass in diesen Ställen aus Tierschutzgründen heute keine Kühe mehr gehalten werden können, was zur Folge hat, dass viele alte Stallscheunen heute verfallen. Was noch genutzt wird, diente praktisch ausschliesslich der Kleinviehzucht, insbesondere der Schafzucht. Der Stall bestand in den meisten Alphütten aus zwei getrennten Räumen: dem Viehstall, &lt;strong&gt;Veestall&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;, &lt;/strong&gt;für das melkfähige Grossvieh und dem &lt;strong&gt;Kleinviehstall&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Schmallvee&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;-, &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Chleiveestall&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;, &lt;/strong&gt;der für die einzelnen Tiergattungen in verschiedene Abteile, &lt;strong&gt;Chromo&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;, &lt;/strong&gt;unterteilt war: &lt;strong&gt;Geiss-, Schaaf-, Schwii-, Hännustall.&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;An vielen Orten trennte man aber ganz streng zwischen Kuh-, Schaf-/Ziegen- und Rinderstall.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 6/748,9/5/2b; SDS, VII/168, 210-212, 247; Rübel,37f.;W. 3386]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 10. Februar 2008&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613399402-bd5471ad55.jpg" length="51847" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/stallscheune-229</link>
			<title>Stallscheune</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Gebäude der Rindviehzucht im Dorf haben zwei wichtige Funktionen zu erfüllen : dem Vieh Unterkunft zu bieten und die Futtervorräte zu bergen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Früher hielt man die Kühe im Spätherbst, bei Winterbeginn und dann wieder ausgangs des Winters und im Vorfrühling im Dorf. In dieser Zeit mussten die Tiere in Ställen untergebracht werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Während der Zeit, in der das Vieh im Dorfe war, standen dem Bauern zwei Fütterungsarten zur Verfügung. Im Spätherbst und im Frühjahr wurde das Vieh, wenn es die Witterung erlaubte, tagsüber auf die bewässerten Wiesen in Dorfnähe geführt, im Früh- und Spätwinter wurde es mit dem im Sommer auf denselben Wiesen gewonnenen Heu gefüttert, was die Notwendigkeit der Scheunen erklärt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Grundsätzlich können die zwei für die Viehzucht im Dorf unentbehrlichen Bauten, die Scheune und der Stall, sowohl getrennt wie auch vereint vorkommen. Im Wallis ist der zweite Fall der übliche, wie in anderen, Gebieten, aber die Stallscheune, die man beim Fehlen einer Tenne eher Heustall zu nennen pflegt, wird je nach Kantonsteil auf verschiedene Weise verwirklicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Unsere Stallscheune findet sich überall vor St-Maurice an rottenaufwärts. Sie ist durchwegs vom Wohnhaus getrennt und bildet ein selbständiges Gebäude, das im Untergeschoss den Stall und darüber die Scheune beherbergt. In den Dörfern sind oft Stallscheunen und Wohnhäuser regellos verstreut, im Goms aber (und anderortes nach Feuersbrünsten finden sich öfters eigentliche landwirtschaftliche Dorfviertel etwas abseits der Wohnhäuser, z.B Oberwald).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die ältesten Typen der Stallscheunen&amp;nbsp;&amp;nbsp;bestehen aus reinem&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Blockbau&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Kantholzblock mit Vorstössen), wobei im Goms oft selbst der Stall aus,&amp;nbsp;Holz erstellt ist und sich so die steinerner Grundmauern auf das Allernotwendigste beschränken (Abb. 23 a und b). Das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Dach&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;ist mit Rohschindeln oder mit Schieferplatter gedeckt.&lt;br /&gt;
Ein etwas weiter entwickelter Typus zeigt einen gemauerten Stall mit einer darüber liegenden Scheune in gestricktem Blockbau.&lt;br /&gt;
Im mittleren Wallis, vor allem auf den. rechtsseitigen Rottenufer ist eine weitere Variante verbreitet (Lenk bis Fully), die sich in jüngerer Zeit, besonders nach Feuersbrünsten, weit herum ausbreitete (z.B. in Basse-Nendaz vom 19. Jahrh. an). Diese Stallscheune besitzt ausserdem gemauerten Stall in den einfachsten Fällen vier gemauerte Ecken, in denen die Bretterwände verankert sind. Stattliche Stallscheunen dieser Art weisen einen oder mehrere gemauerte Zwischenpfeiler auf, die Firstbalken und&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Pfetten&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;tragen. Die verschiedenen Zwi&amp;shy;schenpfeiler ermöglichen es, mit den üblichen Brettlängen grössere Gebäude zu erstellen.&lt;br /&gt;
Gewöhnlich besitzt der Stall eine Tür an der meist talwärts gerichteten Vorderseite. Der immer sehr niedrig gehaltene Innenraum weist einen grobgepflasterten, in der Türachse liegenden Gang auf. Meist handelt es sich um einen&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Mittelgang&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;mit beidseits etwas erhöht liegenden hölzernen&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Liegeplätzen&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Läger, Bett) für das Vieh. Die einfache der Wand entlang laufende&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Krippe&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Baarma) besteht aus einem waagrechten und einem leicht geneigten Brett, welches das Futter zusammenhält und an das die Kühe gebunden werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In weitaus den meisten Fällen besitzt die Scheune eine einzige, meist bergwärts oder traufseitig angebrachte Türe. Sie ist gross genug, um das Einbringen des Heus zu erlauben (&lt;strong&gt;Iwurf&lt;/strong&gt;). Es gibt aber auch wahrscheinlich primitivere Scheunentypen, bei denen das Heu durch eine Dachluke eingebracht wird (vor allem in den Vispertälern, im Lötschental und früher in den Bagnes- und Entremonttälern) ; das Heu zum Füttern der Tiere wird in diesem Fall durch eine kleinere seitliche Türe geholt. Keine unserer ältesten Stallscheunen kennt die anderorts üblichen Heu&amp;shy;löcher, die es ermöglichen, das Heu auf direktem Wege aus der Scheune in die Krippen zu befördern. Das Heu wurde aus der Scheune, meistens in einer speziellen&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schürze&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Hirterforscher), vom Heustock durch das Freie in den Stall gebracht. Der Heustall (&amp;laquo; Gade &amp;raquo;) der Gommer Landwirte verkürzt diesen Heutransport durch zwei&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Fronttüren&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Etzpoort) mit Aussentreppen zur Stalltüre . Diese von der Stalltüre weg symmetrisch zu den seitlichen Türen hochsteigenden Treppen ergeben ein charakteristisches Bild. Sind nun aber mehrere Heuställe nebeneinandergebaut, so können Stalleingang und Aussentreppen auch traufseitig liegen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Zeugen der Vergangenheit im Wallis von heute. (Maiarbeiter der französischen Originalfassung Dr. Roae-Claire Schüle und Dr. Walter Ruppen übertrugen den Text ins Deutsche). Staat Wallis (DEKS), Sitten, 1975, S. 28 f.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Kurztitat: Zeugen..&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Volmar Schmid 10. Februar 2008&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613398676-b74f8f70e6.jpg" length="86106" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/borrmaschina-228</link>
			<title>Borrmaschina</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Bohrmaschine&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Borrmaschiina&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und die Blechschere&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Blächscheeri&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;waren für den Dorfschmied zwei unverzichtbare Werkzeuge.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 11. 2. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613398447-e9669f57ce.jpg" length="56062" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/faeldschmitta-227</link>
			<title>Fäldschmitta</title>
			<description></description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613398386-7fc542abc9.jpg" length="55015" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/fiirzange-226</link>
			<title>Fiirzange</title>
			<description>&lt;p&gt;Auch bei den Feuerzangen (wie bei den Schmiedehämmern) gibt es eine ganze Vielfalt, die uns Hans Schmidt in seinem gezeichneten Erinnerungsbuch wunderbar näher bringt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 10. 2. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613398336-8a071cb4a6.jpg" length="60522" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/schmithaemmer-225</link>
			<title>Schmithämmer</title>
			<description>&lt;p&gt;Je nach Formgebung benötigt der Schmied einen entsprechenden Hammer. Einen guten Überblick über die Vielfalt der Schmiedehämmer gibt die folgende Grafik von Hans Schmidt aus &amp;quot;Bsinnscht di nu?&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 10. 2. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613398263-c887e1bb24.jpg" length="62432" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/schmitta-222</link>
			<title>Schmitta</title>
			<description>&lt;p&gt;Arten:&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Hammerschmitta&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;mechanische Schmiedewerkstatt zur groben Bearbeitung;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Iisuschmitta&lt;/strong&gt;, Werkstatt für die Verarbeitung von Eisen, Werkzeuge;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Doorfschmitta&lt;/strong&gt;, Dorfschmiede, meist von einem Generalisten geführt, der all die metallenen Produkte des Alltags von Räderreifen über Werkzeuge zu Hufeisen bearbeitete oder reparierte;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Fääldschmitta&lt;/strong&gt;, transportable Feldschmiede um Arbeiten auf der Stör vor Ort durchzuführen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auch zu diesem Thema hat uns Hans Schmidt in seinen gezeichneten Erinnerungen &amp;quot;Bsinnscht di nu?&amp;quot; einige erklärende Bilder geliefert.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 10. 2. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613397873-70edf7d10d.jpg" length="58814" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/daalt-dorfsaaga-va-reckige-221</link>
			<title>D&amp;apos;aalt Dorfsaaga va Reckige</title>
			<description>&lt;p&gt;Der (verstorbene) Tierarzt Schmidt Hans hat in vielen Zeichnungen die alte Bausubstanz, besonders gmeinnützige Gebäude, Geräte und Werkzeuge für die Nachwelt festgehalten. Hier erklären vier Zeichnungen den Aufbau und den Betrieb der alten Dorfsäge von Reckingen.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Schmid Hans: Bsinnscht di nu? Alte gemeinnützige Gebäude, Einrichtungen und Werkzeuge. Rottenverlag, Visp, 2004.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 28. 1. 2011&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613397713-6074632bfb.jpg" length="77042" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/kaffemili-220</link>
			<title>Kaffemili</title>
			<description>&lt;p&gt;Ein ganz spezielle Mühle ist die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Kaffemili&lt;/strong&gt;, Kaffeemühle. Kaffee wurde erst sehr spät zu einem Volksgetränk und wurde sehr sparsam eingesetzt. Ursprünglich röstete die Hausfrau ihren Kaffee selber &amp;ndash; ein Akt, von dem entscheidend die Qualität des Kaffees abhing. Der geröstete Kaffee wurde dann in der Handmühle gemahlen. Meistens war die Mühle ein einfacher Holzkasten mit dem metallenen Mahlwerk und einer Mahlkurbel oben und einer kleinen Schulblade für den gemahlen Kaffee unten. Die Zubereitung des Kaffees war wiederum ein gut gehütetes Hausfrauengeheimnis. Die einte brühte ihn auf, die andere kochte den Kaffe gleich im Pulver auf; hier wiederum die einte nur ganz kurz, die andere sott ihn stundenlang. Niemand wagte es der Hausfrau nicht zu bestätigen, sie hätte den besten weit und breit.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;Die Kaffeemühle ist eine Mühle zum Zerkleinern von Kaffeebohnen. Kaffeeliebhaber bevorzugen frisch vor der Zubereitung gemahlenen Kaffee, da nach dem Öffnen von Vakuumpackungen ein rascher Aromaverlust des gemahlenen Kaffees auftritt. Frisch gerösteter und gemahlener Kaffee&amp;nbsp; ist am aromareichsten. Daneben muss der Kaffee entsprechend der Zubereitungsart unterschiedlich fein gemahlen werden, etwa für die French Press etwas grober, für Espresso sehr fein. (vgl.&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeem%C3%BChle&amp;quot;&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeem%C3%BChle&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;mehr zu&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Kaffee&amp;quot;&gt;Kaffee&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 16. 9. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613397553-483f0c4fe6.jpg" length="64357" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/milistei-219</link>
			<title>Milistei</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Milistei&lt;/strong&gt;, m; &amp;nbsp;Mühlstein,Mahlstein; im engeren Sinne der Bodenstein, dann aber grundsätzlich der Mühlstein. Die Mühlsteine mussten ein körniges oder poröses Gefüge von gleichmässiger Beschaffenheit und Härte aufweisen, denn sie waren für die Feinheit und Qualität des Mahlgutes ausschlaggebend. Darum wurden in unserer Region meistens Steine aus Granit verwendet. Aus Findlingen wurden sie in einem Stück herausgehauen und oft mühsam zu ihrem Standort gebracht. Zuerst wurde die Lauffläche geglättet, dann wurden die notwendigen Mahlrillen eingespitzt. [Id. 11/850;W. 2486]&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Brig, 2003&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 9. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613397407-muehlsteine.jpg" length="37662" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/milirad-218</link>
			<title>Milirad</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Milirad&lt;/strong&gt;, n; Mühlenrad; als Baumaterial für die Wasserräder wurde bis ins 19. Jh. ausschliesslich Holz verwendet. Das für die Felgen, &lt;strong&gt;Fälgurad&lt;/strong&gt;, und die Radkränze, &lt;strong&gt;Radchranz&lt;/strong&gt;, geeignetes Holz war das harzreiche und im Wasser dauerhafte Lärchenholz. Für die Schaufeln, &lt;strong&gt;Schüüfla, Schüüfilrad,&lt;/strong&gt; bevorzugte man das billigere Kiefern- oder Tannenholz. Der ganze Radkranz wurde von einer oder zwei Speichenreihen, &lt;strong&gt;Radchranz&lt;/strong&gt;, getragen, welche mit Zapfen im Wellbaum, &lt;strong&gt;Wällböüm&lt;/strong&gt;, eingelassen waren. Die Räder wurden durch das Wasser auf verschiedene Arten angetrieben: horizontal, &lt;strong&gt;Stockmili&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Stockrad&lt;/strong&gt;, oder vertikal, &lt;strong&gt;Chammmili&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Chammrad&lt;/strong&gt;, nach dem unterschlächtigen, &lt;strong&gt;Unnerschlagmili&lt;/strong&gt;, oder dem oberschlächtigen, &lt;strong&gt;Oberschlagmili&lt;/strong&gt;. Der Bilderduden verzeichnet noch den Typus des Mittelschlachtmühlenrades, den ich aber bei uns nicht finden konnte.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 67482,c; 6/489; 8/387; HK, 7 ff.]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Brig, 2003&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 9. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613397314-1ddbc52604.jpg" length="77606" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/weerter-zer-milli-216</link>
			<title>Weerter zer Milli</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Füessmili, f &lt;/strong&gt;Fussmühle, kleine Hausmühle, die ähnlich wie eine Töpferscheibe mit den Füssen angetrieben wurde. &lt;strong&gt;[vgl. Id. 1,1085]&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Iisustägg&lt;/strong&gt;, m Eisensteg; vgl. Pfanna, Pfannustägg; 1. Eiserner Steg; 2. Mühle: eicherner Querbalken mit &amp;laquo;Aufhelfvorrichtung&amp;raquo;, in den eine eiserne Pfanne eingelassen ist, worin das &lt;strong&gt;Miliiisu&lt;/strong&gt;, die stangenförmige Achse des Kolbens läuft. &lt;strong&gt;[Id.10/1495]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Imi&lt;/strong&gt;, n Gefäss,Hohlmass; kleines Holz- bzw. Blechgefäss (ca. 1/2 kg), Mahllohn für ein &lt;strong&gt;Fischji&lt;/strong&gt; &amp;nbsp;&lt;strong&gt;[Id. I7234; vgl. SDS, VII/59]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Löüfer&lt;/strong&gt;, m Läufer, Laufstein, vgl. &lt;strong&gt;Löüferstei&lt;/strong&gt;; 1. Läufer,einer der das Laufen sportlich betreibt; 2. Läufer: schmaler Teppich,Teppichbrücke; 3. Mühle: umlaufender, oberer Mühlstein &lt;strong&gt;[Id. 3/1146,W. 2239; Gr. 129]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Löüfstei&lt;/strong&gt;, m Laufstein; vgl. &lt;strong&gt;Löüfer&lt;/strong&gt;; Mühle: dieser Stein ist mit dem Dooro und der Triangla mit der Laufachse, &lt;strong&gt;Miliiisu&lt;/strong&gt;, verzahnt und wurde auch durch diese Achse auf den notwendigen Mahlabstand gehalten. &lt;strong&gt;[Id. 11/845]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mala&lt;/strong&gt;, f Mehlsack, Vorratssack, Hirtentasche, Brottasche; &lt;strong&gt;Anera hungrigu Suww tröümt immer &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;van ar määrwigu Mala&lt;/strong&gt;. &amp;laquo;Einer hungrigen Sau träumt immer von einem mehligen Sack.&amp;raquo; (&lt;strong&gt;SVSpr. S. 101&lt;/strong&gt;) Wenn man in Not ist, ist man auch mit wenig zufrieden. &lt;strong&gt;[Id. 4,168; Gr. 132]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mali&lt;/strong&gt;, f Mahlportion, ein Mahlvorgang; rein theoretisch kann man mahlen, solange das Mühlrad läuft. Da aber Wartungsarbeiten oder die Benutzung des Wassers zum Bewässern ein Abstellen der Mühle notwendig machten, wurde vorab im Winter und in Portionen gemahlen. Gewöhnlich wurde auch das Getreide eines Besitzers in einem Arbeitsgang gemahlen. Portioniert wurde aber auch, um den Anteil des Müllers als Lohn an der Arbeit zu berechnen (vgl. &lt;strong&gt;Imi&lt;/strong&gt;). &lt;strong&gt;[Id. 4/169]&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mäll&lt;/strong&gt;, n Mehl, Mahlprodukt; früher wurde mehr nach der Herstellungsart, denn nach der Getreidesorte unterschieden: gereinigtes Mehl vor allem aus Weizen (selten Gerste) gab das &lt;strong&gt;Wiissmäll&lt;/strong&gt;, aus Roggen das &lt;strong&gt;Pittilmäll&lt;/strong&gt;. Am häufigsten war aber das ungereinigte &lt;strong&gt;Grischmäll &lt;/strong&gt;aus Roggen. Roggen war die häufigste Getreidesorte; deshalb wurde Roggen auch allgemein als &lt;strong&gt;Chooru&lt;/strong&gt; &amp;laquo;Korn&amp;raquo; bezeichnet und das Roggenmehl als &lt;strong&gt;Choorumäll&lt;/strong&gt;. &lt;strong&gt;[Id. 4,217;W. 2393; Gr. 132]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mällchaschto&lt;/strong&gt;, m Mehlkasten, Holzkasten, in dem das gemahlene Mehl gesammelt wird.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mällkanaal&lt;/strong&gt;, m Mehlkanal; Mühle: Holzkanal, in dem das Mehl in den Mehlkasten fällt.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mallrilla&lt;/strong&gt;, f; &amp;nbsp;Mahlrinne; vgl. &lt;strong&gt;Mallrinna&lt;/strong&gt;; Vertiefungen im Mühlstein, in die sich das Mehl nach aussen in die Mahlrinne des Bodensteins bewegt und von dort in den &lt;strong&gt;Mällkanaal&lt;/strong&gt; fällt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Milibaarg&lt;/strong&gt;, m; Müllerabgabe, &amp;laquo;Barg&amp;raquo; als von einem Müller entrichtete Abgabe &lt;strong&gt;[Id. 4,1548]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Milibach&lt;/strong&gt;, m; Mühlbach; vgl. Miligrabo; Bach, Bächlein, das vor allem zum Antrieb von Mühlen verwendet wurde (vgl. Ortsname &amp;bdquo;Mühlebach&amp;ldquo; oder &amp;bdquo;Milibach&amp;ldquo; zwischen Unterbäch und Eischoll).&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Milifaart&lt;/strong&gt;, f; Mühlenfahrt, Fahrt mit dem Getreide zur Mühle &lt;strong&gt;[Id. 1,888]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Miligrabo&lt;/strong&gt;, m; Mühlgraben, Mühlekanal, häufig auch Milibach&lt;strong&gt; [Id. 2,682]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Miligüet&lt;/strong&gt;, n; Mahlgut; das zum Mahlen bestimmte und aus verschiedenen Fruchtarten gemischte Getreide. Dann bedeutet dies aber auch das daraus gewonnene Mehl. &lt;strong&gt;[Id. 3,550]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mililugi&lt;/strong&gt;, f; Mühlenlüge; Lüge von der Mühle aus verbreitet; Gerüchte gehen meistens von öffentlichen Treffpunkten aus; als derartiger Treffpunkt eignete sich früher auch bestens die Mühle. &lt;strong&gt;[Id. 3,1218]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Miliiisu&lt;/strong&gt;, n; Mühleisen; in alten Mühlen die eiserne Achse des Kolbens, &lt;strong&gt;Cholbo&lt;/strong&gt;, die auf dem Eisensteg, &lt;strong&gt;Iisustägg&lt;/strong&gt;, aufrecht steht und durch den Buchs, &lt;strong&gt;Buggs&lt;/strong&gt;, des Bodensteins hindurchgehend mit ihrem Dorn, &lt;strong&gt;Dooro&lt;/strong&gt;, in den &lt;strong&gt;Triangil &lt;/strong&gt;des Läufersteins passt und diesen somit zu bewegen vermag. Bei Stockmühlen ist das &lt;strong&gt;Miliiisu&lt;/strong&gt; direkt in den &lt;strong&gt;Wällböüm&lt;/strong&gt; eingelassen.&lt;strong&gt; [Id. I/542]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Militrichter&lt;/strong&gt;, m; Mahltrichter, Mahlspeicher; vgl. &lt;strong&gt;Trimmja&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Müllerloo, m; &lt;/strong&gt;Müllerlohn; vgl. &lt;strong&gt;Imi; &lt;/strong&gt;wurde dieser Lohn in Naturalien beglichen, betrug er in der Regel ein &lt;strong&gt;Imi. [3/1290]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pittil,m; &lt;/strong&gt;&amp;lsquo;Beutel’; Mühle: Sortiereinrichtung aus Seidengaze, mechanisch mit dem &lt;strong&gt;Wällböüm &lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;Miliiisu &lt;/strong&gt;verbunden, so dass ein siebendes Rütteln entsteht. In vielen Mühlen ist es ein eingebautes bewegliches Sieb, welches das gemahlene Mehl reinigt. &lt;strong&gt;Gipittlot &lt;/strong&gt;&amp;lsquo;gebeutelt’ wurde Weissmehl und Roggenmehl für Festtage: &lt;strong&gt;Pittilmäll, Pittilbroot, Pittilrieja, Rieja. &lt;/strong&gt;Das Roggenmehl wurde in der Regel nicht gereinigt und mit der Kleie, &lt;strong&gt;Grisch, &lt;/strong&gt;verbacken. &lt;strong&gt;[Id. 4,1855; vgl. Gr. 153]&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pittilbroot, n; &lt;/strong&gt;&amp;lsquo;Beutel’brot; vgl. &lt;strong&gt;Broot; &lt;/strong&gt;Brot aus gereinigtem Roggenmehl für spezielle Anlässe und Festtage.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pittilmäll, n; &lt;/strong&gt;&amp;lsquo;Beutel’mehl; vgl. &lt;strong&gt;Mäll; &lt;/strong&gt;gereinigtes, gesiebtes Roggenmehl von &amp;laquo;gebütlet&amp;raquo;, bütlen; vom Beuteln des Mehls in der Mühle &lt;strong&gt;[Id. 4/1921]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pittilrieja, f; &lt;/strong&gt;&amp;lsquo;Beutel’zopf; vgl. &lt;strong&gt;Pittilbroot&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rittilgstell, n &lt;/strong&gt;Rüttelgestell; vgl. &lt;strong&gt;Rittilschüe&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rittilschüe,m &lt;/strong&gt;Rüttelschuh; vgl. &lt;strong&gt;Rittilgstell, Dosierstäcko&lt;/strong&gt;; Vorrichtung, auf die der Getreidespeicher, &lt;strong&gt;Trimmja, &lt;/strong&gt;aufgesetzt ist, zum Dosieren und Verteilen des Korns. Diese Vorrichtung ist mit einem Stock mit dem Läuferstein verbunden, der dem Ganzen die rüttelnde Bewegung verleiht.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stockrad, n &lt;/strong&gt;Stockrad; vgl. &lt;strong&gt;Drilling; &lt;/strong&gt;Rad bestehend aus Stöcken, die ins Zahnrad greifen. &lt;strong&gt;[Id. 5/1105, 2a]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Walchi, f &lt;/strong&gt;Walke, das Mühlrad diente hier zum Heben von schweren Holzhämmern, die durch ihr Gewicht den groben Drillich, &lt;strong&gt;Trilch &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Wollstoff &amp;raquo; oder Leinenstoff kneteten und stampften (walken). &lt;strong&gt;[Id. 9,44 und 9,226;W. 3937; Gr. 236]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wällböüm,m &lt;/strong&gt;Wellbaum; vgl. &lt;strong&gt;Milirad, Miliiisu; &lt;/strong&gt;Radachse, deren Drehung bei der Stockmühle durch das &lt;strong&gt;Miliiisu &lt;/strong&gt;direkt auf den Laufstein und bei den übrigen Mühlen auf ein Zahnrad wirkte. &lt;strong&gt;[Id. 4,1249; HK, 11f.]&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wällzapfo,m &lt;/strong&gt;Wellenzapfen; um Reibungswiderstand zu verkleinern, wurden an beiden Enden des Wellbaums eiserne Lagerzapfen eingesetzt. &lt;strong&gt;[HK, S. 11]&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Brig, 2003&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 9. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613396730-20216dbd9a.jpg" length="73486" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/chammmili-215</link>
			<title>Chammmili</title>
			<description>&lt;p&gt;Das Wasserrad hatte einen Durchmesser von 2 bis 3 Metern. Je nach der Menge des zur Verfügung stehenden Wassers waren die Schaufeln des Rades anders gearbeitet. Bei genügend Wasser waren sie in gleichen Abständen angeordnet und bildeten mit dem Radboden kastenartige Gefässe, die nicht viel Wasser fassten. Floss aber nur wenig Wasser, dann waren die Schaufeln so angeordnet, dass sie eine Art Trog bildeten. Das Gewicht des Wassers trieb über die verlängerte Radachse das ebenfalls vertikale Kammrad, das seinerseits seine Kraft auf ein horizontales Zahnrad an der verlängerten Achse des rotierenden Mühlsteines übertrug. Der Nachteil dieses Typs war, dass das Mahlgut relativ hoch hinaufgebuckelt werden musste, weil das Kammrad einen Unterbau benötigte (vgl. Querschnitt).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zudem war sie schwieriger zu bauen, Zahnräder und doppelt so viele Lager erforderten einen grösseren Einsatz für den Unterhalt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Josef M. Imhof, in: Das harte Brot der Väter. Wir-Walser, Nr. 1/1985, Jahrgang 23, S. 3ff.&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 16. 11. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613396600-JM_Querschnitt_durch_eine_Kammmuehle.jpg" length="112690" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/stockmili-214</link>
			<title>Stockmili</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Stockmühle besticht durch die Einfachheit ihrer Bauart. Sie wurde von den Müllern des Dorfes oder von ortsansässigen, geschickten Handwerkern selbst konstruiert. Den Aufbau einer solchen Stockmühle gilt es nun am Beispiel Erneu zu verfolgen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Gebäude ist meist recht bescheiden, steht an einem Bach oder an einem kleineren Wasserlauf. Von aussen ist dem Gebäude seine Bestimmung kaum anzusehen, denn das turbinenartige Wasserrad läuft meist in einer eingelassenen Grube. Auch die Inneneinrichtung ist recht bescheiden. Das Wasser treibt einen &amp;laquo;Wendelbaum&amp;raquo;, eine hölzerne oder auch eiserne Stange, an der unten das Wasserrad angebracht ist. Diese Stange geht durch den unteren Stein der Mühle, den Bodenstein, durch und ist oben fest mit dem sich drehenden oberen Mühlstein verbunden. Was angeblich so einfach aussieht und einfach tönt, ist eine Technik, die sich über Jahrhunderte erhalten hat: primitiv, kaum störungsanfällig, tausendfach bewährt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sehen wir uns den Aufbau der Mühle näher an: Der wichtigste Teil ist die Welle, die in Erneu aus einem zirka 5 bis 6 cm dicken und 220 cm langen Eisenstab besteht, der unten eckig, von der Mitte bis zum oberen Ende rund ist (1). Auf der Fläche am unteren Ende ist ein zirka 3 cm tiefes pyramidenförmiges Loch zum Einstecken des Lagerbolzens. Etwa 15 cm weiter oben ist in der Stange ein rechteckiges Loch. Hier wird ein Keil eingesteckt, der das Turbinenrad trägt (2). Das Ganze ist auf einem lärchenen Balken aufgebaut, der eine Aufgabe zur Regulierung der Mühle hat (3). In diesen Balken ist ein Eisenstück von zirka 5 cm Dicke eingelassen (4), das Lager für den runden Bolzen (5), der oben in das pyramidenförmige Loch greift und sich unten im Eisenstück dreht. Es ist ein äusserst primitives Lager, es ist aber dauernd im fliessenden Wasser und so gekühlt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Nabe des Turbinenrades (6) ist ein Stück eines Lärchenstammes, ist 60 cm hoch und hat einen Durchmesser von 45 cm. Oben und unten ist die Nabe mit einem starken Eisenring gebunden, dazwischen sind die Einschnitte für die 12 Schaufeln des Rades ausgestemmt. Die Schaufeln (7) sind 38 cm hoch, 50 cm lang und 10 cm in die Nabe eingelassen. Am oberen Ende werden sie mit einem runden Deckel von 105 cm Durchmesser abgedeckt, um ein Hochspritzen des Wassers zu verhindern. Gerichtet wird das Rad mit einfachen Holzkeilen (8). Knapp unter dem Grundstein der Mühle dreht sich mit der Welle eine Holzscheibe von zirka 20 cm Durchmesser mit 2 Eisenbolzen (9). Sie haben die Aufgabe, den Schüttler in Betrieb zu halten. Diese Bolzen sind für das Klappern der Mühle verantwortlich. Der Grundstein der Mühle liegt auf zwei festen Balken auf, wird mit Keilen oder Schrauben gerichtet, hat einen Durchmesser von 105 cm und eine Dicke von 25 bis 30 cm (11). Aussen und auf der untern Seite ist er grob behauen, die Oberfläche ist sehr genau bearbeitet. Immer ist der Bodenstein um einige Zentimeter grösser, hat meistens aussen einen Rand und ist leicht konvex gehauen. In dieser Vertiefung dreht sich dann der leicht konkave eigentliche Mühlstein (13), der mit der Welle durch einen aufgesteckten Eisenteil, die Haue (12), fest verbunden ist und sich im gleichen Tempo wie das Turbinenrad dreht. Das Lager im Grundstein ist aus Holz in zwei Teilen gefertigt (10), ist oben bündig mit dem&amp;nbsp; Grundstein und wird von unten verkeilt. Durch das Tempo des sich drehenden Steines wird das Mahlgut an den Rand geschleudert, läuft durch eine eingeschnittene Kerbe am Rand in den Mehlkanal und durch diesen auf das Sieb im Mehlkasten. Dieser Kern der Mühle, der sich drehende Mühlstein, wird abgedeckt durch einen runden Holzkasten mit einer zirka 20 cm hohen Zarge (14) und einem runden Holzdeckel. Die Zarge liegt auf dem Rand des Grundsteins und ist zugleich die Trägerin des Korntrichters. Dieser, ein trichterförmiges Holzgefäss (15), steckt in einem quaderförmigen, auf vier Beinen stehenden Holzring. Unten an der Verengung ist der bewegliche Korngeber (16) angehängt, der über einen herausragenden Bolzen von einem im Mühlstein eingeklemmten, speziellen Ring (17) in Bewegung gehalten wird und das Korn in richtiger, regulierbarer Menge ins Mahlwerk einfliessen lässt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ganz raffiniert war die Einrichtung zum Einstellen der Feinheit des Mehls. Die Welle samt Wasserrad und rotierendem Mühlstein stand auf einem Lärchenbalken (vgl. 3). Dieser Lärchenbalken ruhte quer auf einem andern und hing am andern Ende an einer Stange, die über eine Schraube gehoben oder gesenkt werden konnte. Mit ihr hob oder senkten sich auch die ganze Welle und der laufende Mühlstein. So einfach war das. Ein Problem stellte sich für viele Müller, die nicht warten wollten, bis der gefüllte Korntrichter leer war. Sie wurden zu Erfindern, um die Mühle selbsttätig zu stoppen. Der letzte Müller in Ernen hatte im Trichter eine Klappe festgemacht. War der Trichter gefüllt, wurde die Klappe hinuntergedrückt. Diese war über eine Umlenkrolle am Dach mit einem Gewicht verbunden. War der Trichter leer, sprang die Klappe hoch, das Gewicht fiel auf die Leitung, die zum Wassereinlauf am Ende der Wasserzufuhr ging und dort mit einem Deckel verbunden war. Das Gewicht löste einen Bolzen, der den Deckel hielt. Dieser fiel nun zu und stoppte den Wassereinlauf, die Mühle stand still.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In seinem Buch&amp;nbsp;&amp;laquo;Das Goms und die Gomser&amp;raquo;,&amp;nbsp;erschienen im Jahre 1903, sagte F. G. Stebler, dass in den Mühlen die Frucht einfach so heruntergemahlen wurde, auch das unreine Getreide, und dass sich alle diese Unreinigkeiten, darunter Stücke von Roggenähren, später im Brot wiederfinden.1)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Sieben des Mehls erfolgte meist von Hand mit dem Wollbeutel. Erst in neuerer Zeit wurden Seidenzylinder oder einfache Siebe eingebaut. Nur das zur Herstellung von Mehlspeisen (Knöpfli) benötigte Mehl liess man schon immer in der Mühle vom Krüsch säubern.&amp;#39;)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Mehlkasten der Mühle von Ernen ist ein auswechselbares Sieb eingebaut und eine Schüttelvorrichtung dazu. Die Kleie wurde in einen am Mehlkasten angebrachten Behälter geschüttet und als Viehfutter verwendet.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Josef M. Imhof, in: Das harte Brot der Väter. Wir-Walser, Nr. 1/1985, Jahrgang 23, S. 3ff.&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 16. 11. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613396465-JM_Querschnitt_durch_eine_Stockmuehle.jpg" length="72559" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/mili-213</link>
			<title>Mili</title>
			<description>&lt;p&gt;Historisch wird der Begriff Mühle im weiteren Sinn für gewerbliche Anlagen verwendet, die mit Wind- oder Wasserkraft betrieben werden (Papiermühle, Sägemühle, Steinmühle).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Alle technischen Vorgänge (Annahme, Reinigung, Vermahlung, Sichtung, Transport, Lagerung, Verpackung) werden mit dem Begriff Müllereitechnologie zusammengefasst. Die Lehre und Forschung über Mühlen und das Müllereiwesen (Terminologie, Technologie, Ökologie, Ethnologie, Wirtschaft, Geschichte, Recht, Schutz, Erhaltung und Restaurierung sowie ihre ästhetischen Werte) wird als Molinologie bezeichnet. (&lt;a href=&amp;quot;http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChle&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;vgl.)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mili&lt;/strong&gt;, f Mühle, bedeutet als Verkürzung nicht nur die eigentliche Mahlmaschine, sondern auch das Gebäude, das die Maschine ummantelt. Nach der Betriebsweise unterschied man: &lt;strong&gt;Stock&lt;/strong&gt;- oder &lt;strong&gt;Chammmili&lt;/strong&gt;, nach der Energiezufuhr: &lt;strong&gt;Wasser-, Wind-, Füess-, Trätt&lt;/strong&gt;- oder &lt;strong&gt;Oxumili&lt;/strong&gt;, &amp;laquo;Ochsenmühle&amp;raquo; nach der Art des verarbeiteten Materials: &lt;strong&gt;Chooru&lt;/strong&gt;-, Häärpfil- (Kartoffel-), &lt;strong&gt;Kaffee-, Obschtmili&lt;/strong&gt;. Mit der Arbeitsgang gemahlen und gleichzeitig von der Kleie getrennt werden. Im Oberwallis wurde das Getreide in der Regel zunächst in der &lt;strong&gt;Wanna&lt;/strong&gt; gesäubert und dann in die Mühle gebracht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Viele Walliser Dörfer stehen auf einem geschützten Rücken (Törbel, St. Luc); deshalb waren die Mühlen etwas abgelegen im nächsten Graben. Das Wasser wurde dann so intensiv genutzt, dass in den Gräben richtige &amp;laquo;Industriequartiere&amp;raquo; entstanden. Da standen Mühlen für all die verschiedenen Feldfrüchte und Verwendungszwecke wie &lt;strong&gt;Choorumili, Ellprässi, Nussmili, Walchi&lt;/strong&gt; etc.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Törbel standen einst sieben Mühlen nacheinander; heute stehen hier noch restaurierteine Stockmühle und eine Walke (demnächst wird auch eine Säge wieder eingerichtet); in St. Luc stehen fünf restaurierte Mühlen in einer Reihe.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id.4,187ff; Gr. 135]&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude. Brig, 2003&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.youtube.com/watch?v=5ryNC9OPwag&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Film&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 7. 9. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613396027-b70b73ae7d.jpg" length="73486" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/chooruspichaer-211</link>
			<title>Chooruspichär</title>
			<description>&lt;h2&gt;Der Kornstadel&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der im Dorf oder in einem besonderer Dorfteil stehende Kornstadel ist ein markantes Element unseres architektonischen Erbes. Üblicherweise von grossem Ausmas besteht der Stadel aus einem Trägerteil und dem eigentlichen Bergeraum. Die Tragkonstruktion soll den Garbenspeicher vor Boden feuchtigkeit und Nagetieren schützen.&lt;br /&gt;
Der Garbenspeicherraum ist ein gestrickte &lt;strong&gt;Blockbau&lt;/strong&gt; auf rechteckigem Grundriss, er kann ein oder mehrere Geschosse aufweisen. Die mit einer &amp;laquo;&lt;strong&gt;Spille&lt;/strong&gt;&amp;raquo;(Keilstange) versteif ten Giebelseiten tragen den einfachen Dachstock, der je nach Gegend mit Schindeln, Stein- oder Schieferplatten gedeckt ist (vgl. &lt;strong&gt;Dach&lt;/strong&gt;). Die unter dem Vordach liegenden &lt;strong&gt;Lauben&lt;/strong&gt; dienten ursprünglich zum Trocknen der Grossbohnen (die ebenfalls gedroschen wurden und wohl auch zum Ausreifenlassen de Korns.&lt;br /&gt;
Der Garbenspeicherraum ruht auf &lt;strong&gt;Stelzen&lt;/strong&gt; (Stützen); neben den vier Eckstelzen finde sich, je nach Grösse des Gebäudes, zwei bis zehn weitere Stelzen unter den Wände und als Stütze des Tenns. Um dem ganze Bau genügend Halt zu geben, verankert man die Stelzen in einem eckverkämmten &lt;strong&gt;Blockrahmen&lt;/strong&gt;. In den allereinfachsten Fällen genügt aber die Sicherung durch eine niedrig Grundmauer (Abb. 31 f). Das oft unbedeckte Untergeschoss dient als Lagerraum ; wenn es besser ausgebaut ist, wohl auch als Keller (der manchmal sogar gewölbt ist). Wie dieser Unterbau auch immer genutzt wird, die Stelzen lassen immer die Luft durchstreichen und schützen den Innenraum vor Bodenfeuchtigkeit (Der ausströmenden Feuchtigkeit wegen wird ein Stadelunterbau nie als eigentlicher Stall benützt). Die sogenannten &lt;strong&gt;Mäuseplatten&lt;/strong&gt; (&lt;strong&gt;Plaana&lt;/strong&gt;), runde auf den Stelzen liegende Steinplatten, bilden durch ihr Vorkragen ein für die Nagetiere unüberwindliches Hindernis.&lt;br /&gt;
Die Kornstadel des Wallis weichen im Typus wenig voneinander ab. Erwähnen wir dennoch, dass die Stelzen des Saastales meistens gemauert sind und dass viele Stadel des Entremont in einer mit Elementen des &lt;strong&gt;Ständerbaus&lt;/strong&gt; durchsetzten Blockbauweise errichtet wurden.&lt;br /&gt;
Grössenunterschiede der Kornstadel beruhen auf grösserem und kleinerem Wohlstand. Sehr grosse gehörten in den meisten Fällen einem zum Zehntenbezug berechtigten Herrn oder ist der Zehntenstadel der Gemeinde.&lt;br /&gt;
Der Kornstadel wurde seiner Doppelbestimmung entsprechend gebaut: einesteils für das Speichern der Garben, andernteils für das &lt;strong&gt;Dreschen&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
Die Garben müssen gut durchlüftet werden; deshalb sind die Zwischenwände des Speicherraums locker gebaut (Bal&amp;shy;ken oder Bretter, sogar Stäbe in grösseren Abständen). Durch diese Unterteilung vermeidet man das Ersticken zu grosser Haufen und erleichtert gleichzeitig die Benützung des Stadels durch mehrere Besitzer. Im oberen Wallis wurde recht häufig ein in Blockbau gezimmertes Abteil des Stadels als Kornspeicher eingerichtet. Je nach Stadelgrösse brachte man eine oder mehrere, durch einfachste Holzverschlüsse gesicherte Türen zum bequemen Einbringen der Garben an.&lt;br /&gt;
Gleich nach der Kornernte wurden die Saatkörner durch sorgsames Ausschütteln gut ausgereifter Ähren gewonnen; ebenso ging man vor, wenn man Flechtstroh für Hüte oder Bindstroh für die Reben möglichst ungebrochen bewahren wollte. Die für die Mühle bestimmten Körner wurden vom November an, nach den letzten Arbeiten des Bauern im Freien, mit dem Flegel aus den Ähren gedroschen. Der Stadel besitzt ein meistens durch die ganze Mitte des Baus reichendes Kastentenn zwischen den Vorratsabteilen. Es besteht aus einem äusserst sorgfältigt aus enggefügten Bohlen gefertigtem &lt;strong&gt;Tennboden &lt;/strong&gt;(&lt;strong&gt;Te&lt;/strong&gt;). Der Tennboden ist nach aussen zu einer balkonartigen &lt;strong&gt;Plattform&lt;/strong&gt; (&lt;strong&gt;Dilti&lt;/strong&gt;) vorgezogen, auf der sich die Drescher, wenn es die Umstände erfordern, aufhalten (Abb. 31 b). Das Korn wurde im Freien &lt;strong&gt;geworfelt&lt;/strong&gt; (vgl. &lt;strong&gt;wannu&lt;/strong&gt;), damit Spreu und Spelzen vom Wind weggetragen wurden. Das gedroschene Korn wurde in Säcke abgefüllt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quellen:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Zeugen der Vergangenheit im Wallis von heute. (Maiarbeiter der französischen Originalfassung Dr. Roae-Claire Schüle und Dr. Walter Ruppen übertrugen den Text ins Deutsche). Staat Wallis (DEKS), Sitten, 1975, S. 56 f.&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Volmar Schmid&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stadol,m Stadel, Kornstadel,&lt;/strong&gt; Garbenspeicherraum;Gebäude auf Stelzen mit runden Schieferplatten, die ein Eindringen von Mäusen verhindern. Das Idiotikon erklärt den Begriff als &amp;laquo;landw. Gebäude&amp;raquo; &amp;laquo;Scheune&amp;raquo;, so (sic!) Heu aufbewahrt und Vieh untergebracht wurde&amp;raquo; oder in der Alpwirtschaft als &amp;laquo;Heu- auch Streuscheune&amp;raquo;. Im Oberwallis hat das Gebäude, das wir als Stadel bezeichnen, immer nur die Funktion als Garbenspeicherraum und Dreschplatz. Der Stadel bestand aus einem eingeschossigen und einräumigen, gestelzten Kantholzblock und war im Gegensatz zum Speicher weniger sorgfältig verarbeitet, damit die Luft in ihm zirkulieren und so das Getreide besser trocknen konnte. Stand er allein, und das war in der Regel ausserhalb der geschlossenen Siedlungen, wies er meistens eine Vielzahl von Besitzern auf. An keinem anderen Gebäude kann man die Ökonomie des Bauens besser beurteilen als am Stadel: der Walliser hatte seinen Besitz weit verstreut, es wäre zu mühsam gewesen, die Ernte (Getreide, Heu) an einen Ort zusammenzutragen; darum erstellte er zusammen mit seinen Nachbarn jeweils vor Ort die entsprechenden Ökonomiegebäude. Statt das Heu zum Vieh zu tragen, liess er das Vieh zum Heu laufen,und statt die schweren Garben trug er das ausgedroschene Korn ins Dorf. Die Folge war aber, dass ein wohlhabender Bauer von bis zu zehn Stadeln Miteigentümer sein konnte. Das Innere des Stadels bestand aus einem Raum, der in der Mitte vom sorgfältig gefugten Tenn, &lt;strong&gt;Te, &lt;/strong&gt;dem Dreschplatz, in zwei Teile getrennt wurde. Diese wiederum wurden meist vertikal durch sogenannte Stutzwände in grössere oder kleinere Anteile, &lt;strong&gt;Schroote, &lt;/strong&gt;unterteilt. Im Goms konnten diese Abteile durch horizontale Lagerböden, &lt;strong&gt;Brigi, &lt;/strong&gt;noch zusätzlich aufgeteilt werden. In Dorfnähe bildeten Stadel und Speicher oft eine Einheit (vgl. Speicher).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 10/1334, a) und 10/1337, b); SDS, VII, 236ff.; Anderegg, 116; Zeugen, 56; Sandoz, 11 ff.]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Die wichtigsten Bauteile&lt;/h2&gt;

&lt;h3&gt;Stadelbein und Mäuseplatte&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stadolplaana, f &lt;/strong&gt;Mäuseplatte; vgl.&lt;strong&gt;Miischplatta&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Stadolbei, n &lt;/strong&gt;Stadelbein, Stütze und Platte, Bein, Stock; vgl. &lt;strong&gt;Stadoltschaaggo, -pfiiler, -tschebil, Schibbei, &lt;/strong&gt;auch &lt;strong&gt;Plaana, Stadolplaana &lt;/strong&gt;senkrechte Stelze aus Holz (selten gemauert), auf welche die Mäuseplatte aufgelegt waren, die dann das ganze Geviert des Gebäudes trugen. Diese Stelzen bildeten einen Hohlraum zwischen dem Unterbau und dem eigentlichen Stadel oder Speicher; dadurch wurde die Luftzufuhr verbessert und für viel Ungeziefer, vor allem Mäuse, entstand ein unüberwindbarer Zwischenraum.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;[SDS, VII, 238]&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Miischplatta, f &lt;/strong&gt;Mäuseplatte; vgl. &lt;strong&gt;Plaane, Müüsuplatta; &lt;/strong&gt;runde, auf Stelzen liegende Steinplatte, die durch ihren Vorkragen für Mäuse ein unüberwindliches Hindernis bildete. Diese Mäuseplatten zusammen mit den Stelzen gaben dem Walliserstadel erst so richtig &amp;nbsp;typisches Aussehen. Sie haben unterschiedliche Namen: &lt;strong&gt;Plattu, Pfiilerplattu, Steiplattu,Schiibu, Schiibplatta, Schiibbeiplattu, Plaanu,Stadelplaana.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 5/106; SDS, VII/238, Gr. 138]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h3&gt;&lt;span&gt;Tenn&lt;/span&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chaschtute(n),&lt;/strong&gt; n Tenne, Kastentenne, Dreschplatz; vgl. &lt;strong&gt;Ten&lt;/strong&gt;. Beim Dreschen durften keine Getreidekörner verloren gehen; deshalb wurde dieser Teil am sorgfältigsten gebaut.Mit gefederten Bohlen, L-förmigen Eckbrettern, &lt;strong&gt;Fresch, &lt;/strong&gt;Sing. &lt;strong&gt;Frosch &lt;/strong&gt;und den Kastenbrettern wurde ein dichtgefugter Kasten konstruiert.&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;[SDS, VII/238 &amp;ndash; 240;W. 3547]&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Te(n), n Tenn&lt;/strong&gt; (das &amp;laquo;n&amp;raquo; wurde stark nasaliert); korridorartiger Platz im Stadel, 1 bis 2 m breit, in der Regel mitten durch das Gebäude laufend, zwischen den zu beiden Seiten angeordneten Garbenbehältern. Es diente als Korridor zwischen den verschiedenen Abteilen, aber vor allem als Dreschplatz. Darum wurde es besonders sorgfältig und &amp;nbsp;möglichst fugenlos gebaut (vgl. &lt;strong&gt;Frosch &lt;/strong&gt;und &lt;strong&gt;Fädra&lt;/strong&gt;); siehe auch &lt;strong&gt;Chaschtute(n)&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 12/111,2; SDS, VII/238;W. 3547]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h3&gt;Abteil&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schroota,&lt;/strong&gt; f Abteil, 1. Unterteilung der Scheune; Behältnis für das Heu; durch die Kammerlatte und Wände, &lt;strong&gt;Unnerschlacht, &lt;/strong&gt;im Ständerbau abgetrennt; bekam seinen Namen vom Schneiden des Heus, &lt;strong&gt;schrootu, &lt;/strong&gt;mit dem Heuschneider, &lt;strong&gt;Meissil; 2. &lt;/strong&gt;Behältnis für die Getreidegarben; durch die Kammerlatte und Wände im Ständerbau abgetrennte, nach dem Tenn hin offene Lagerräume.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 9/1687; SDS, VII/238; Rübel, 55; Gr. 180]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;h3&gt;&lt;strong&gt;&lt;span&gt;Dörrlaube&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/h3&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Derri,&lt;/strong&gt; f Dörrplatz, -laube; vgl. &lt;strong&gt;Löüba; &lt;/strong&gt;laubenartiger An- bzw. Vorbau auf dem &lt;strong&gt;Chriiter &lt;/strong&gt;(Sammelname, Sing. &lt;strong&gt;Chrüt), &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Kräuter&amp;raquo;, &lt;strong&gt;Groossboone, &lt;/strong&gt;f. Pl. G&lt;strong&gt;roossboona&lt;/strong&gt;, &amp;laquo;Grossbohnen&amp;raquo;, aber auch &lt;strong&gt;Derrfricht &lt;/strong&gt;(Pl.), &lt;strong&gt;Derrfrucht, &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Dörrfrüchte&amp;raquo;, geschützt vor Regen, konnten an der Luft getrocknet werden.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 7/147ff.; SDS, VII/238&amp;ndash;240]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613395384-3bf920d58a.jpg" length="85938" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/alphitta-210</link>
			<title>Alphitta</title>
			<description>&lt;p&gt;Alphütte; vgl. &lt;strong&gt;Alpji&lt;/strong&gt;; Mehrraum und Mehrzweckhütte,bestehend aus Obergeschoss: &amp;laquo;Heuraum&amp;raquo;, &lt;a href=&amp;quot;?id=14&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Stubji&lt;/strong&gt;, &lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&amp;laquo;Wohnraum&amp;raquo;, &lt;strong&gt;Chäller &lt;/strong&gt;oder &lt;a href=&amp;quot;?id=14&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Cheeschäller&lt;/strong&gt;, &lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&amp;laquo;Milch- und Käselager &amp;raquo;, &lt;strong&gt;Chuchi, Fiirhüss &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Vorraum mit Feuerstelle, &lt;strong&gt;Trächa, &lt;/strong&gt;mit den Einrichtungen zum Kochen und Käsen&amp;raquo; und dem Untergeschoss: &lt;a href=&amp;quot;?id=14&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;strong&gt;Veestall&lt;/strong&gt;, &lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;&amp;laquo;Viehstall, Grossvieh mit melkfähigen Kühen&amp;raquo;, &lt;strong&gt;Chlei- &lt;/strong&gt;oder &lt;strong&gt;Schmallveestall, &lt;/strong&gt;&amp;laquo;Kleinviehstall&amp;raquo; (Schweine, selten Schafe, Ziegen) mit einem Pferch für Schweine, &lt;strong&gt;Schwiichromo. &lt;/strong&gt;Die Masse waren sehr bescheiden, meistens verfügten die Hütten über ein Aussenmass, das 4 bis 6 x 5 bis 8 Meter nicht überschritt; Käsekeller und Schweinestall waren manchmal angebaut, &lt;strong&gt;Abuw; vergl. Anbuww&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 2,1781; SDS,VII/244,247]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613394019-5dafe2461b.jpg" length="82065" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/ziaegil-202</link>
			<title>Ziägil</title>
			<description>&lt;p&gt;Oberbegriff für Baustoffe aus gebranntem Ton: Mauerziegel, Deckenziegel, Dachziegel, Bodenplatten, im weiteren Sinne auch Klinker. Ziegel sind die ältesten künstlich geschaffenen Baustoffe. Als luftgetrocknete Lehmziegel hat man sie schon im 7. Jahrtausend v.&amp;nbsp;Chr. im Vorderen Orient nachgewiesen. In Deutschland wurden Ziegel erst durch die Römer bekannt. Ziegel werden aus Ton, Lehm oder tonigen Massen, teilweise mit magernden oder Poren bildenden Zusätzen in &amp;rarr;&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://www.wissen.de/&amp;quot;&gt;Ziegeleien&lt;/a&gt;&amp;nbsp;geformt und gebrannt. Die dabei physikalisch und chemisch bewirkte keramische Verfestigung verleiht den Ziegeln hervorragende Eigenschaften (Maßhaltigkeit, Porosität, Festigkeit, Beständigkeit gegen aggressive Substanzen).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;vgl.&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/technik/index,page=1278830.html&amp;quot;&gt;http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/technik/index,page=1278830.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613392702-2597aecc03.jpg" length="53803" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/hueuesbueww-205</link>
			<title>Hüüsbüww</title>
			<description>&lt;p&gt;Hausbau; vgl.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Buww&lt;/strong&gt;;&amp;nbsp;der Hausbau war immer ein Gemeinschaftswerk: man half sich gegenseitig beim Holen der Steine, dem Fällen der Bäume, dem Zusägen der Balken und dem eigentlichen Bau; da Bauen zu jener Zeit eine aufwändige Sache war, haben immer mehrere Gruppen&amp;nbsp;(&lt;strong&gt;Partiije&lt;/strong&gt;)&amp;nbsp;(z. B. Brüder, Schwäger) zusammen gebaut; so hatte das Wohnhaus, Scheune und Stall zwei bis drei Besitzer, Stadel und Speicher bis zu zehn. Die Entwicklung des Blockbaus zeichnet sich nach dem neuesten Forschungsstand (vgl. Walliser Bote, 163 Jahrgang, Nr.216, 19.09.03, S. 9) wie folgt ab: zunächst war der Blockbau aus Rundhölzer, z. B. das älteste bekannte Holzhaus im Wallis steht in Simplon Dorf 1199 (dieses Haus liegt im Dorfzentrum, ist aber mit einer Mauer ummantelt); im 13. und 14. Jahrhundert baute man Halbrundblockbauten mit Halblingen (Balken aus durch den Kern halbierten Baustämmen) mit Zeugen im Lötschental (Ferden); danach baute man mit den heute allgegenwärtigen Kanthölzern,ältester Zeuge ist hierfür das bekannte Dorfzentrum von Mühlebach, dessen ältestes Haus auf das 1381 zurückgeht.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;[Id. 2,1700;W. 1673]&lt;br /&gt;
Volmar Schmid, Kleines Walliser Wörterbuch &amp;nbsp;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/weerter-zem-bachhiischi-209</link>
			<title>Weerter zem Bachhiischi</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bacherloo&lt;/strong&gt;, Bäckerlohn, Lohn des Bäckers oder der Gehilfen für das Backen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bacheta, Backete, Brotladung im Ofen, 50 bis 60 Brote&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bachgäälta&lt;/strong&gt;, Backzuber, Gelte; vgl. Müelta; kleine Backmulde&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bachholz&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp; Backholz,Holz zum Heizen des Backofens&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bachmäll&lt;/strong&gt;, Backmehl; vgl. &lt;strong&gt;Püürumäll&lt;/strong&gt;; eine etwas schwärzere Sorte, die man im Haushalt zum Backen verwendete. Früher wurde sehr viel Roggenmehl verwendet, aus dem die typischen Roggenbrote, &lt;a href=&amp;quot;?id=49&amp;quot;&gt;&lt;strong&gt;Roggubroot &lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;gebacken wurden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bachmäscher&lt;/strong&gt;,m Bauchgrimmen, Koliken beim Verzehr von frischem Brot&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bachmüelta&lt;/strong&gt;, f Backtrog; vgl. &lt;strong&gt;Müelta&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bachofo&lt;/strong&gt;,m Backofen; 1. teilweise Ausdruck für die ganze Anlage (überdachter Ofen oder sogar für das Backhaus); 2. der Ofen zum Brotbacken&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bachofuwäärchzig&lt;/strong&gt;, n Backofenwerkzeug; vgl. &lt;strong&gt;Cholrächo&lt;/strong&gt;, &amp;quot;Kohlenrechen&amp;quot;; &lt;strong&gt;Lüüder&lt;/strong&gt;, &amp;quot;Lappen&amp;quot;; &lt;strong&gt;Ofubäso&lt;/strong&gt;, &amp;quot;Ofenbesen&amp;quot;; &lt;strong&gt;Ofurächo&lt;/strong&gt;, &amp;quot;Ofenrechen&amp;quot;; &lt;strong&gt;Ofuchratzer&lt;/strong&gt;, &amp;quot;Ofenkratzer, -schaber&amp;quot;; &lt;strong&gt;Rabler&lt;/strong&gt;, &amp;quot;Rechen&amp;quot;; &lt;strong&gt;Schüüfla&lt;/strong&gt;, &amp;quot;Schaufel&amp;quot;; &lt;strong&gt;Schissil&lt;/strong&gt;, &amp;quot;Brotschaufel&amp;quot;;&lt;br /&gt;
mit diesen Werkzeugen wurde der Backofen bedient, mit der Schissil bzw. der Schüüfla die frischen Laibe in den Backofen &amp;lsquo;geschossen’ und die fertiggebackenen Brote herausgeholt, mit dem Cholrächo wurde die Glut&lt;br /&gt;
aus dem Ofen gescharrt, mit dem Ofubäso der Ofen gewischt und anschliessend mitdem Lüüder geputzt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bachtrogg&lt;/strong&gt;, Backtrog, vgl. Müelta&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bäckertschifra&lt;/strong&gt;, Brottragkorb, vgl. auch Broottschifra&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;vgl. auch:&lt;a href=&amp;quot;http://www.urchigs-terbil.ch/rundgang/backhaus/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt; Urchigs Terbil&lt;/a&gt;&lt;/h5&gt;

&lt;h5&gt;VS, 21. 4. 13&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613393578-da8ac2b771.jpg" length="39909" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/bachstuba-208</link>
			<title>Bachstuba</title>
			<description>&lt;p&gt;Backstube: Vorbereitungs- und Teigraum; in ihr befinden sich bei Genossenschaftsbäckereien alle Werkzeuge und Geräte, die zur Herstellung des Teigs notwendig sind; hier wurde der Teig in der&amp;nbsp;Müelta&amp;nbsp;produziert, auf dem Knettisch:&amp;nbsp;Broottisch, Brootbäich, Leibtisch, Leibbäich&amp;nbsp;(vom Verb leibu),&amp;nbsp;Teiglado,&lt;br /&gt;
Wirktisch geknetet, geformt und auf den Brotbrettern Brootbrätt bis zum Backen gelagert.&lt;br /&gt;
Diese Stube ist von der Küche mit dem Backofen abgetrennt, damit es hier&lt;br /&gt;
nicht zu heiss wurde, blieb die Türe geschlossen, die fertigen Laibe wurden durch&lt;br /&gt;
eine kleine Durchreiche&amp;nbsp;Durchreichi&amp;nbsp;zum Backofen geliefert.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 21. 4. 13&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613393385-a06eb2c679.jpg" length="37668" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/bachhueues-207</link>
			<title>Bachhüüs</title>
			<description>&lt;p&gt;In einem bestimmten Turnus konnten nun die einzelnen Gemeindemitglieder in Einzel- oder Genossenschaftsarbeit hier ihr Brot backen. Die Häufigkeit des Backens variierte von Ort zu Ort zwischen drei und vier Wochen (z.B. Lötschental) bis zu ein Mal im Jahr (Vispertal).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 21. 4. 2013&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613393311-bcb0c0fbd5.jpg" length="84678" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/laebunswiis-204</link>
			<title>Läbunswiis</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Walser waren zum grössten Teil Selbstversorger, d.h. sie lebten praktisch von ihrem Grund und Boden und versorgten sich mit allem Lebensnotwendigen selber. Wichtigstes Standbein war die Viehzucht, daneben produzierte der Ackerbau die Grundnahrungsmittel: Kartoffeln und Getreide. Fehlende lebensnotwendige Güter wurden im Tauschhandel (vor allem Käse und Vieh) bei den Nachbarn besorgt. Selten gab es in den Walsergebieten den Mehrzweckbau, meistens wurden für die verschiedenen Bedürfnisse die entsprechenden Bauten errichtet: Wohnhaus mit Keller und Estrich (für die Menschen und Vorräte), Stall und Scheune, der Gaden (für das Vieh), der Stadel (Getreide) und der Speicher (Vorräte). In den höher gelegenen Regionen, wo als Wirtschaftszweig nur noch die Viehzucht übrig blieb und wo man sich zum Teil nur im Sommer aufhielt, wurden Mehrbauten, die Alphütte, erstellt: sie bestand auf der ersten Ebene aus einem Stall und auf der zweiten aus einer Schlafstube, einem Küchenraum, einem Käse-, Milchkeller und einem kleinen Scheunenraum (Auf der Alpe wurde das Vieh nur bei Schlechtwettereinbrüchen, z.B. Schneefall für ganz wenige Tage mit Heu gefüttert).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Berg (und das waren die meisten Walserorte) kam zur Selbstversorgerwirtschaft der Umstand hinzu, dass sämtliche Güter auf den Rücken der Menschen transportiert wurden (für schwierigere Transporte und für den Handel mit dem Nachbarn gab es Maultiere), so dass man von einer regelrechten &amp;quot;Tragwirtschaft&amp;quot; sprechen kann. Man versuchte daher Transporte tunlichst zu vermeiden, deshalb liess man z.B. das Vieh zum Heu wandern. Man zog also mit dem Vieh, wenn die Vorräte in einer Scheune zu Ende gingen, zur nächsten (Vgl. &amp;quot;Stellä&amp;quot; und &amp;quot;Robä&amp;quot; /Graubünden oder &amp;quot;Firchefaaru&amp;quot; /Oberwallis).&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613392857-d1180cc125.jpg" length="62287" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/realteilig-203</link>
			<title>Realteilig</title>
			<description>&lt;p&gt;Im obigen Artikel über die Lebensweise haben wir mitbekommen, wie viele Bauten das Selbstversorgersystem verlangte. Durch die Erbteilung war der Boden so verzettelt, dass man in der Regel für den gleichen Zweck mehrere Bauten brauchte. Da aber meistens die Bodenfläche so klein war, brauchte man nie die ganze Baute und der Nachbar hatte das gleiche Problem, deshalb tat man sich zusammen und baute Scheunen, Ställe, Speicher und Stadel gemeinsam. Bei Scheunen und Ställen (gewöhnlich boten die Ställe Platz für 6 bis 10 Kühe) wurde halbiert oder gedrittelt, bei Speichern (Vorräte) habe ich schon Bauten mit bis zu sieben Besitzern gesehen. Beim Stadel (zur Getreidelagerung) benötigte man nur ein vertikales Abteil (Schrote, die manchmal auch noch horizontal geteilt war). Hier waren bis zu zwanzig Besitzer keine Seltenheit.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Selbst beim Wohnhaus tat man sich zusammen. Zwei bis drei Familien bauten ihr Haus gemeinsam: jede Familie war nun Eigentümerin eines Stockwerks, der Estrich gehörte in der Regel dem Besitzer&amp;nbsp;im obersten Stockwerk, die Keller wurden strikt getrennt und mit eigenen Zugängen versehen. Stockwerkeigentum, das als rechtliche Besitzform in der Schweiz erst seit ca. 1970 existiert, gab es bei den Wallisern (Walsern) schon seit Urzeiten.&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613392787-32a7294bdd.jpg" length="82683" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/buewwmaterial-201</link>
			<title>Büwwmaterial</title>
			<description>&lt;p&gt;Deshalb baute man praktisch alles aus Holz.&amp;nbsp; Für den traditionellen Blockbau verwendete man roh behauene oder gesägte Balken von ca. 16 cm Dicke. Diese Balken wurden an den Ecken verstrickt (Gwätt), so dass der Holzaufbau ein recht solider Kasten wurde. Die Fugen wurden mit Moos&amp;nbsp;abgedichtet, so dass man die Innenwände nicht zusätzlich behandeln oder vertäfern musste. Die ursprüngliche Technik (Satz, Stabilität) liess nur ganz kleine Fenster zu, deshalb reihte man gleich mehrere Fenster nebeneinander. Als Bauholz verwendete man die Lärche. Die unbehandelten rotgelben Balken färbten&amp;nbsp; sich unter der brennenden Sonne mit der Zeit ganz schwarz.&amp;nbsp;Wie sehr das Bauen von den Lebensumständen abhängt, zeigen Vergleiche verschiedener Bauweisen z.B. im Goms, in Ausserberg oder St. Luc (alles CH/VS). Im Goms regnet es deutlich mehr als im übrigen Oberwallis. Deshalb&amp;nbsp;wachsen hier die Lärchen höher und die Häuser werden&amp;nbsp;teilweise ganz aus Holz und behäbig breit gebaut. In Ausserberg oder St. Luc ist es sehr trocken, hier sind die Häuser schmal und hoch. Das Heu muss trocken liegen und es braucht Luft. Deshalb hat man Scheunen sehr oft, um Holz zu sparen, in der Ständerbautechnik erstellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wie sehr das Bauen vom vorhandenen Baumaterial abhängt, lässt sich am einfachsten an der Dachkonstruktion nachweisen. Gab es die leicht spaltbaren Granitplatten, wurden die Dächer mit diesen Steinplatten gedeckt, z.B. in Törbel (CH/VS) oder Vals (CH/GR). Diese Platten überdauerten Jahrhunderte, deshalb sind sie auch noch häufig im Originalzustand anzutreffen. Schlechter hielten&amp;nbsp;sich die Schieferplatten, z.B. im Raum Termen, Ried-Brig (CH/VS). Noch vergänglicher waren die Schindeldächer, z.B. in Eischoll (CH/VS) oder Silbertal (A/Va). Leider sind diese Dachlandschaften in den letzten 50 Jahren weitgehend zerfallen und wurden mit Eternitplatten oder Ziegeln ersetzt. Vereinzelt werden aber heute wieder Gebäude mit Schindeln gedeckt, z.B. Stadel in Bürchen, Kapelle in Silbertal. Eine spezielle Dachkonstruktion treffen wir südlich des Simplons (z.B. Simplon Dorf (CH/VS) oder Val Formazza&amp;nbsp;(I/VOC) an. Hier werden die Dächer mit kleinen, aber dicken Steinplatten richtig gehend gemauert. In Simplon Dorf finden wir noch eine weitere Spezialität. Hier ist das Klima so rau, dass die Holzhäuser nachträglich noch mit einer Steinmauer umgeben wurden. Und so paradox es klingen mag: das älteste Holzhaus der Schweiz ist in Simplon Dorf und es ist&amp;nbsp;- ein Steinhaus.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 2. 6. 2007&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613392531-1040bf0f7a.jpg" length="72769" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/bauen/buewart-200</link>
			<title>Büwart</title>
			<description>&lt;h2&gt;Hausbau&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Sowohl Wohn- wie auch Nutzgebäude wurden mit Ausnahme der Alphütten und des Val d&amp;#39;Illiez als Einzweckhäuser zum grössten Teil aus Holz gebaut. (Nur Repräsentationsbauten wie Kirchen, Kapellen oder Wohnhäuser reicher und mächtiger Familien, z.B. in den Burgschaften von Brig, Visp, Leuk oder Splügen wurden aus Stein gebaut. Vgl. Flückiger-Seiler, Roland: Die Bauernhäuser des Kanton Wallis. Bd 2, Das Wohnhaus in Steinbauweise und die Vielzweckhäuser (Val d&amp;#39;Illiez), Schweiz. Gesellschaft für Volkskunde, Basel 2000).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da in den seltensten Fällen das Haus einem einzigen Eigentümer gehörte, war der Bau in der Regel eine Gemeinschafts- oder Genossenschaftsarbeit. Der Bauherr besorgte sich in seiner Nachbarschaft die notwendigen Spezialisten und man begann, die Arbeiten zu planen. Im nahen Wald musste das notwendige Bauholz (meist Lärchen) geschlagen werden (Der Holzschlag musste vom Förster bewilligt werden und stammte aus dem eigenen Walde oder wurde als Burgerholz von der Burgerschaft zur Verfügung gestellt) und die Balken zugesägt bzw. zugehauen werden. Zunächst wurde diese Arbeit mit dem Zimmermannsbeil ausgeführt, dann wurden die Balken von Hand (Spaltsäge), später auf der mit Wasser betriebenen Genossenschaftssäge zurechtgeschnitten. Mit den Balken für Wände und Dach wurden auch die Bretter für Böden und Decken gesägt. Das Holz wurde dann in der Nähe der zukünftigen Baustelle gelagert und musste mindestens ein halbes Jahr trocknen, bis es weiterverarbeitet werden konnte. Gleichzeitig wurde das übrige Baumaterial bereitgestellt: ein speziell grosser lärchener Balken für die First, Steine für das Fundament und den Küchenteil (Fiirhüs: aus Sicherheitsgründen wurde an vielen Orten der Küchentrakt aus Steinen gemauert; und da ja die Wohnhäuser meist im Stockwerkeigentum errichtet wurden, zieht sich dieser Mauerteil sehr oft bis zum Dach hoch), Steinplatten oder Schindeln zum Decken des Dachs. Schon jetzt wurde beim Dorfschreiner der Auftrag für Türen, Fenster und Möbel gegeben und dabei auch schon das notwendige Material (Holz) herbeigeschafft.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;War nun das Material bereit und das Holz trocken, konnte mit dem eigentlichen Bau begonnen werden. Zuerst wurde eine Baugrube gegraben oder aus dem Felsen herausgehauen, denn der Keller musste &amp;quot;unter Land&amp;quot; (d.h. unter der Erdoberfläche) sein, damit er auch im Sommer die richtige Temperatur und Feuchtigkeit hatte, die notwendig war, um so vielartige Lebensmittel wie Käse, Trockenfleisch, Kartoffeln, Eingemachtes etc. zu lagern. Die Kellerhöhe beim Wohnhaus und sehr oft der Stall bei der Stallscheune wurden aus Stein errichtet. Erst ab dieser Ebene (1. Wohnfläche) wurde im Blockbau mit Holz weitergebaut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Blockbau wurde im Strickbauverfahren erstellt, d.h. die einzelnen Balken wurden in einer verkämmten Kreuzung der Wandbalken aufeinander geschichtet. Diese Überkreuzungen nennt man &amp;quot;&lt;strong&gt;Gwätt&lt;/strong&gt;&amp;quot; (von. wetten = verbinden) und sind bis heute ein typisches Merkmal des alpinen Blockbaus.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim Hausbau hatten unsere Ahnen mit zwei besonderen Schwierigkeiten zu kämpfen: Die eine war der &lt;strong&gt;Satz&lt;/strong&gt; (von setzen). Holz ist ein recht lebendiges Baumaterial und so bewegt es sich nach dem Einbau noch während Jahren. Wer in einem Holzhaus gelebt hat, weiss, wie die Balken über Jahrzehnte knacken, stöhnen und ächzen. Es bewegt sich nicht nur (verbiegt sich, reisst), es schrumpft vor allem, und zwar im Umfang der Balken und weniger in ihrer Länge. Und dies nennen wir den Satz. Damit dieser Satz sich nicht allzu sehr auswirken konnte, mussten vertikale Elemente möglichst klein gehalten werden und dies ist vor allem ein Grund für die sehr kleinen &lt;strong&gt;Fenster&lt;/strong&gt; der alten Walserhäuser. Damit trotzdem genügend Licht einfallen konnte, wurden immer ganze Fensterzeilen errichtet. Diese Fensterreihen wurden mit verschiedenen &lt;strong&gt;Friesen&lt;/strong&gt; verziert (an diesen Friesen lässt sich oft das Alter des Gebäudes ablesen: Kamm-, 15. Jh.; Rinnen-, 16. Jh.; Rillen-, 16./17. Jh.; Würfel- 17. Jh.; Wolfszahnfries 17. und 18. Jh.; Rauten-, 18. Jh.; Rundstab-, 18. Jh.; Ranken-, 19.Jh.; Wellenfries, 19. Jh./ vgl. Ruppen, Walter: Die Kunstdenkmäler des Kanton Wallis. Bd. I: Das Goms, Birkhäuser Verlag, Basel 1976). Diese kleinen Fenster vermochten nach der Mitte des letzten Jahrhunderts den Bedürfnissen ihrer Bewohner nicht mehr zu genügen. Deshalb wurden sie fast ausnahmslos vergrössert. Dabei wurden leider sehr viele dieser wunderschönen Friese zerschnitten (vgl. Bild).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die zweite Schwierigkeit war die Konstruktion des &lt;strong&gt;Giebels&lt;/strong&gt; für das Satteldach. Der Giebel wurde auf den Stirnseiten&amp;nbsp;auf die letzte Lage des Blockbaus aufgeschichtet und hatte die mächtige First zu tragen, die ihrerseits wieder die übrige Dachkonstruktion trug. Zunächst wurde die First auf einen aufrechten Balken gesetzt, der seinerseits auf der Seite mit schrägen Balken verstrebt wurde. Diese Art von Giebel wurde der Heidengiebel genannt (uralte Häuser, die scheinbar noch zur Heidenzeit, vor der Christianisierung erbaut wurden). Eine Volksmeinung, die eindeutig falsch ist, stammen doch die ältesten, heute noch bestehenden Holzhäuser aus dem 15. Jh. (Mühlebach, CH/VS). Aber dennoch lässt sich bis heute an diesem Giebel erkennen, dass es sich&amp;nbsp; mindestens um ein 400 - 500-jähriges Gebäude handelt. Später wurde die Giebelbautechnik verbessert, indem man für die First ein eigenes &amp;quot;Gwätt&amp;quot; einstrickte; zusätzlich wurden auch die Nebenfirsten mit dem übrigen Baukorpus verstrickt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Schmid Volmar. Gebäude. Wir-Walser, Brig, 2002&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Weitere Informationen: Egloff, Wilhelm und Annemarie Egloff-Bodmer. Die Bauernhäuser des Kanton Wallis. Bd. I: Das Land. Der Holzbau, das Wohnhaus. Hrsg. &amp;quot;Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde&amp;quot;, Basel, 1987.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Felsanker&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die technisch wohl bedeutenste Meisterleistung der Walliser ist die Methode, tragfähige Felsanker in steile bis senkrechte Felswände zu setzen. Da das Wallis seit Urzeiten über ein sehr trockenes Klima verfügt, waren seine Bewohner seit jeher darauf angewiesen, ihre Wiesen zu bewässern. Das Wasser musste sehr oft von weit her aus den Bächen der Seitentäler der Rhone über steile Felswände auf den fruchtbaren Boden geführt werden. Solche Wasserleiten oder Wasserfuhren nennen wir auch Suonen (Heilige Wasser)&amp;nbsp;/ (vgl. &lt;a href=&amp;quot;http://www.vsch-khe.de/&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;http://www.vsch-khe.de/&lt;/a&gt;). Über die Suonen und das Prinzip des&amp;nbsp; Bewässerns soll an einer anderen Stelle ausführlich berichtet werden. Hier geht es um die Technik der Verankerung solcher Wasserfuhren an steilen Felswänden.&amp;nbsp; An Seilen wurde ein Freiwilliger (oder durch das Los Bestimmter) an die notwendige Stelle abgeseilt. Hier musste er zuerst ein Loch in den Felsen hauen, dann in dieses Loch einen Balken verkeilen, in den&amp;nbsp;der Tragbalken eingefügt wurde. Dieses musste alle vier bis fünf Meter wiederholt werden. Nun konnten die Holzkännel in die vorgesehene Halterung gelegt werden und das Wasser konnte fliessen. Die Kännel wurden zusätzlich mit Holzbrettern abgedeckt, so dass die Leitung zusätzlich für Unterhaltsarbeiten als Fusspfad begangen werden konnte. Sehr oft wurden diese Kännel durch Steinschlag oder Lawinen zerstört. Dann musste die Dorfgemeinschaft ausrücken und den Kännel reparieren (Jakob Christoph Heer. An den heiligen Wassern. Er&amp;nbsp;hat diesem Thema 1910 einen seiner Unterhaltungsromane gewidmet). Mit Sicherheit beherrschten die Walliser bei der beginnenden Walserwanderung diese Technik schon, und es&amp;nbsp;waren die Walliser/Walser, die um 1250 mit dem sogenannten &amp;quot;Stiebenden Steg&amp;quot; die senkrechten Wände der Schöllenenschlucht überwanden und damit den Übergang über den Gotthard als durchgehende Nord-Süd-Verbindung erst ermöglichten. (vgl. &lt;a href=&amp;quot;http://www.geschichte-schweiz.ch/alte-eidgenossenschaft-1291.html&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;http://www.geschichte-schweiz.ch/alte-eidgenossenschaft-1291.html&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Mäuseplatten&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Ein interessantes bauliches Merkmal, dass sich in dieser Form fast nur bei den Walsern findet, ist die markante Mäuseplatte an Stadeln und Speichern. Um im Stadel das Korn und in den Speichern die Vorräte vor Mäusen und Ratten zu schützen, wurde eine effiziente Technik entwickelt.&amp;nbsp; Auf einem Unterbau aus Stein wurde ein kräftiger Holzrahmen (Blockrahmen) gelegt und in diesen wurde an den Ecken, bei grösseren Stadeln oder Speichern auch in der Mitte, ein senkrechter, sich nach oben verjüngender Pfosten eingefügt; auf diesen Pfosten legte man eine Steinplatte und darauf legte man die Basislage des im Blockbau konstruierten Gebäudes.&amp;nbsp; Die Steinplatten waren aus Schiefer oder Granit und ihre Flächen waren so glatt behauen, dass sich Mäuse und Ratten an ihrer Unterseite nicht festklammern konnten. Sie waren damit ein unüberwindbares Hindernis. Diese Steinplatten sind heute eines der Wahrzeichen der alpinen Baukultur des Wallis und bei den Walsern.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quellen:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Schmid Volmar. Gebäude. Wir-Walser, Brig, 2002&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 4. 6. 2007&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Mon, 15 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613392254-4c589b358b.jpg" length="101446" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
	</channel>
</rss>
