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		<title>Schafzucht | Virtuelles Walsermuseum</title>
		<link>https://www.walsermuseum.ch/?id=52</link>
		<description></description>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 06:10:26 +0200</pubDate>
		<category>Virtuelles Walsermuseum</category>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/schafzucht/schwarznasuschaf-288</link>
			<title>Schwarznasuschaf</title>
			<description>&lt;p&gt;Im 15. Jahrhundert war im Wallis vor allem das Kupferschaf verbreitet, dessen Nachfahren laut Überlieferung die so genannten Älwen, gehörnte Schafe mit brauner Wolle, gewesen sein sollen. Aus Kreuzungen dieser &amp;laquo;Älwen&amp;raquo; mit den so genannten Schwarzen &amp;mdash; einer schwarzen, gehörnten Schafrasse unbekannter Herkunft &amp;mdash; entstanden angeblich die direkten Vorfahren des heutigen Schwarznasenschafes. Die neue Rasse wurde damals das &amp;laquo;schwarznasige Schaf vom Vispertal&amp;raquo; genannt, was darauf hindeutet, dass die Schwarznase vor allem im Oberwallis gehalten und gezüchtet wurde.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Walliser Gesetzbuch vom 24. November 1884 wurde die &amp;laquo;Verbesserung des Gross- und Kleinviehs sowie der Pferdegattung&amp;raquo; in einer Vollziehungsverordnung verankert, mit dem Ziel der Erhöhung der Mastleistung und des Wollertrags. In diesem Gesetz wird das Schwarznasenschaf erstmals schriftlich erwähnt und gleichzeitig als eine zu öffentlichen Schauen zugelassene Rasse erklärt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zur Umsetzung der erklärten Zuchtziele kreuzte man auch ausländische Schafrassen wie z. B. die australischen SouthdownSchafe ein. Diesen Versuchen war allerdings nur mässiger Erfolg beschieden. Die reine Schwarznasenzucht setzte sich mit ihren während Jahrhunderten verbesserten Eigenschaften &amp;ndash; wie zum Beispiel der Anpassungsfähigkeit an das rauhe Walliser Gebirgsklima, Futterverwertung, Fruchtbarkeit, Fleischqualität und Genügsamkeit &amp;ndash; gegenüber den Kreuzungen klar durch. Demgegenüber wurden Abstriche bei Wollertrag und -qualität in Kauf genommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Wolle der Schwarznase ist rauher und grober als die der anderen Schafrassen. Diese Tatsache war damals von hoher Bedeutung, weil die meiste Wolle von den Bauern selbst verarbeitet wurde und das grobe Schwarznasen-Vlies mit den zur Verfügung stehenden Geräten einfacher und mit einem geringeren Arbeitsaufwand verarbeitet werden konnte. Die Rauheit der Wolle kam wiederum der Stabilität und Festigkeit der Wollprodukte zugute.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die erste Oberwalliser Schwarznasen-Genossenschaft wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Naters gegründet. Heute kann man insgesamt 48 Züchtervereinigungen zwischen Leuk Stadt und dem Goms zählen. Diese gehören als Genossenschaften alle dem 1948 gegründeten Oberwalliser Schwarznasen-Verband an. Erklärtes Verbandsziel ist, die beliebten Walliser Schwarznasen nach definierten Standards zu erhalten und die Zucht qualitativ weiter zu verbessern.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.sn-verband.ch/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=105&amp;amp;Itemid=64&amp;quot;&gt;Rassenstandard&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Walliser_Schwarznasenschaf&amp;quot;&gt;Mehr auf Wikipedia&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Schnyder Mario in:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Traditionelle Nutztiere und Kulturpflanzen im Oberwallis. Eine Publikation der Naturforschenden Gesellschaft Oberwallis, NGO, Hersg. NGO, Rotten Verlag, Visp, 2001, S. 33 ff.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Weiterführende Literatur:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Theler Luzius: Die Schwarznase. Schafrasse des Oberwallis. Hrsg. Oberwalliser Schwarznasen-Schafzuchtverband, Visp.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 23. 08. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/schafzucht/wiisus-alpuschaaf-290</link>
			<title>Wiisus Alpuschaaf</title>
			<description>&lt;p&gt;Kopf mittellang und gut bewollt, mit breitem Maul; Ohren mittellang, waagrecht getragen; hornlos. Vlies (Wolle) rein weiss.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Rassenentstehung:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Das Weisse Alpenschaf ging aus verschiedenen Land-schlägen des Weissen Gebirgsschafes hervor. Mit Einkreuzungen von Merinoland- und Ile-de-France-Tieren wurde die Fleisch- und Wollleistung der ehemaligen, lokalen Landschläge nachhaltig verbessert. Diese ausländischen Rassen sind nach wie vor zur Veredelungskreuzung zugelassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.sszv.ch/&amp;quot;&gt;SSZV&lt;/a&gt;&amp;nbsp;und&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://www.tierportraet.ch/htm07/alpenschaf.php&amp;quot;&gt;mehr auf tierportraet.ch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 1. 9. 2010&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Fri, 19 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/schafzucht/wallisaer-landschaf-289</link>
			<title>Wallisär Landschaf</title>
			<description>&lt;p&gt;Das Walliser Landschaf wurde vor allem wegen seiner Wolle geschätzt, die als sehr gesund und warm galt. Ausserdem musste die Wolle zur Fabrikation des&amp;nbsp;Drilch&amp;nbsp;(Bauerntuch, Landtuch) dank der natürlichen Farbe nicht gefärbt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Anfang des 20. Jahrhunderts unterschied man noch zwischen dem alten rotbraunen Walliser Landschaf, auch als&amp;nbsp;&lt;strong&gt;älwes&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Farbe;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;älws&lt;/strong&gt;:&amp;nbsp;gelbbraun, fahlgelb)&amp;nbsp;&amp;nbsp;Schaf bezeichnet, und dem alten schwarzen Walliser Landschaf (Stebler, 1907; Blötzer, 1936). Das schwarze Landschaf nannte man auch &amp;quot;Lötschenschaf&amp;quot;. Es kam am häufigsten in seinem Heimatgebiet, dem Lötschental, vor und war mittelgross und gehörnt. Mastschafe lieferten 25 bis 30 kg Fleisch, die Wolle war 10 bis 15 cm lang.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Walliser Landschaf war nie sehr verbreitet. In den achtziger Jahren stand es kurz vor dem Aussterben. Nachdem bei wenigen Züchtern noch einige Tiere dieser Rasse gefunden worden waren, startete die Stiftung Pro Specie Rara&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Annette Weber: Walliser Landschaf (Roux du Valais), in: Traditionelle Nutztiere und Kulturpflanzen im Oberwallis, Rotten Verlag, NGO, Visp 2001.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&amp;quot;https://www.walliser-landschaf.ch/walliser-landschaf/rassestandard/&amp;quot;&gt;Rassenstandart&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://www.walliser-landschaf.ch/schaf/schaf.php&amp;quot;&gt;mehr&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 30. 8. 2010&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/schafzucht/widrimaert-287</link>
			<title>Widrimärt</title>
			<description>&lt;p&gt;Jeden zweiten Samstag im Monat März findet in Visp der traditionelle Ausstellungsmarkt der männlichen Tiere, also der Widdermarkt statt. Jeder für die Zucht bestimmte Widder muss an diesem Markt bis zum Alter von drei Jahren aufgeführt werden. Dabei werden ca. 600 sauber gewaschene Widder den Experten zur Beurteilung vorgeführt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dieses gelebte Walliser Kulturgut vermag jedes Jahr viele Freunde der Schwarznasenschafe anzuziehen und dabei werden die Widder nicht nur von den Schauexperten streng begutachtet und punktiert, sondern müssen auch den kritischen Blicken der Züchterkollegen standhalten.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;http://www.sn-verband.ch/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=102&amp;amp;Itemid=59&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 25. 8. 2010&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/schafzucht/glaecktag,-laecktag-286</link>
			<title>Gläcktag, Läcktag</title>
			<description>&lt;p&gt;Im Sommer wurden die Schafe auf die Alpe getrieben, wo sie teilweise sich selbst überlassen wurden; trotzdem besuchten die Schäfer ihre Schafe von Zeit zu Zeit und brachten &amp;icirc;hnen Kraftfutter - &lt;strong&gt;Gläck&lt;/strong&gt; (Salz und Getreide). An diesem&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Gläcktag&lt;/strong&gt; trafen sich die Schäfer und meisten kam es zu einem gemütlichen Plausch, aus dem mit der Zeit richtige Volksfeste entstanden (vgl. Schäferfest auf der &lt;a class=&amp;quot;external-link-new-window&amp;quot; href=&amp;quot;http://leukerbad.ch/de/page.cfm/Events_Veranstaltungen/EventsSLB/17564&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Gemmi&lt;/a&gt; oder auf der &lt;a class=&amp;quot;external-link-new-window&amp;quot; href=&amp;quot;http://il.youtube.com/watch?v=pr33g4ieZCs&amp;amp;feature=related&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;Belalp&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Geben wir hier nun Herr Kronig das Wort; er erzählt uns sein Erlebnis eines Gläcktages im Oberen Nesselta (Simplon, CH):&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Läcktag, Gläcktag&lt;/strong&gt; im Obernessel&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Einmal im Monat sammelte der Hirte, mit Hilfe einiger Freiwilligen die Schafe im Bereich des Glishorns, am Ort genannt &amp;laquo;Schteifäricha&amp;raquo;. Von dort wurden die Schafe dann am folgenden Sonntag zu den Färrichen im Obernesseltal für den Läcktag herunter getrieben. Die Läcktage waren für uns Buben richtige Erlebnisse. Bereits am Vortag kam der Vater auf die Alpe. Er brachte jedes Mal etwas Feines in seinem Rucksack mit: ein geformtes Weissbrot, ein paar Früchte oder ähnliches mehr. Der Läcktag war auch regelmässiger &amp;laquo;Waschtag&amp;raquo; für uns Buben und Gelegenheit, bessere Kleider - das &amp;laquo;Sonntagsgewand&amp;raquo; anzuziehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Früh, am Sonntagmorgen trafen die Schafbesitzer aus Glis, Gamsen und Umgebung im Nesseltal ein. Ein Stoffsack mit Gläck, sowie ein wenig Proviant für den Tag, füllten den Rucksack. Kaum angekommen, wurde verpflegt. Zum Trinken holte man kalte oder gewärmte Alpmilch bei den Älplern. DieMilch liess man sich schenken oder bezahlte ein paar Batzen. Für uns immer ein willkommener Zustupf in die recht karg bestückte Kasse. Der Läcktag begann jeweils mit der hl. Messe. Diese wurde meistens von einem Chorherrn, der vom Simplon-Hospiz kam, gefeiert.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Vor der Messe war Gelegenheit zur Beichte. Diese wurde in einer Alphütte &amp;laquo;abgenommen&amp;raquo;. Ich kann mich erinnern, dass wir Buben, während der Beichte der Mädchen, im Stall der Hütte mitzuhören versuchten, was da so an Sünden angefallen war. Viel war es nicht. Eine Kuh geschlagen, gestritten, gelogen und nicht immer aufs Wort gehorcht. Keine weltbewegenden Dinge, denn &amp;laquo;auf der Alp da gibt es ja bekanntlich keine Sünd&amp;raquo;. Beim Zuhören kamen wir uns ein wenig verrucht vor. Eingestehen mochte das aber niemand. Die Sonntagsmesse gehörte damals zum festen Bestandteil unseres Lebens. Um die messelose Zeit zwischen den Läcktagen zu überbrücken, wanderten wir auch mal über das &amp;laquo;Gälumji&amp;raquo; zum Simplon-Hospiz zur Messe, was einen Marsch von immerhin 3-4 Stunden bedeutete. Ich kann mich erinnern, dass wir bei einem solchen Gang auch mal eine Kuh mitführten, um diese nach der Messe zum Stier zu führen. Es fehlte in diesem Sommer ein Stier im Obernesseltal.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Damals stand noch keine Kapelle auf der Alpe. Die Messe wurde deshalb im Freien vor dem Holzkreuz bei Grossvaters Alphütte gelesen. Das Holzkreuz wurde für diese Gelegenheit mit Girlanden und Alpblumen geschmückt. War das Wetter allzu schlecht, wurde auch in einer Alphütte die Messe gehalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Ende der Messe begann der Abtrieb der Schafe vom Glishorn nach dem Obernesseltal. Ein beeindruckendes Bild! Die grosse Herde wälzte sich wie eine Lawine den gegenüberliegenden Berghang hinunter. In das Blöken der Schafe und das Glockengeläut mischten sich die Rufe des Hirten und der Treiber. Gelegentlich brach sich auch ein übermütiger Jauchzer in den Felsen. Geduldig warteten unterdessen die Schäfer bei den &lt;strong&gt;Färricha&lt;/strong&gt; auf das Eintreffen der Schafe und versuchten in der näher kommenden Herde bereits das eine oder andere Tier zu erkennen. Einmal im &lt;strong&gt;Höüptfärrich&lt;/strong&gt; zusammengetrieben, ging das Einsammeln der Tiere los. Getragen oder gezogen wurden die Tiere in die &lt;strong&gt;Familienfärricha&lt;/strong&gt; verbracht, wo in den Holzkänneln, den &lt;strong&gt;Niescha&lt;/strong&gt; (&lt;strong&gt;Niesch&lt;/strong&gt;), das von den Tieren heissbegehrte &lt;strong&gt;Gläck&lt;/strong&gt; ausgestreut war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Besondere Aufmerksamkeit verlangten die im Berg geworfenen Lämmer. Bereits beim Einlauf in den Gemeinschaftsfärrich mussten diese, wenn immer möglich, registriert werden. War dies nicht möglich, wurde das Muttertier wieder aus dem &lt;strong&gt;Familifärrich&lt;/strong&gt; entlassen um selber seine Nachkommenschaft zu suchen. Diese wurde dann fachkundig gekennzeichnet, mit einem Farbtupfer, einer &lt;strong&gt;Oorimargga&lt;/strong&gt;, Ohrenmarke oder einer &lt;strong&gt;Tässla&lt;/strong&gt;, Tessel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bald einmal blieben im Hauptfärrich nur noch wenige Tiere zurück. Solche, deren Besitzer aus irgendeinem Grund nicht kommen konnten oder dann auch aus andern Schafalpen zugelaufene Tiere. War das &lt;em&gt;Gläck&lt;/em&gt; aufgebraucht, führte jeder Schäfer seine Tiere zum nahe gelegenen Bach zur Tränke. Es oblag dann dem Hirten, die Tiere von den Alpweiden fernzuhalten und wieder auf den Weg zum Glishorn zu bringen. Dies war nicht immer eine leichte Aufgabe, besonders bei schlechtem Wetter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Schäfer labten sich anschliessend nochmals an Speise und Trank, bevor sie sich auf den Weg ins Tal machten. Unser Vater brach oft schon recht früh auf, weil Arbeit auf ihn wartete. Still wurde es dann wieder auf der Alpe. Von unserer Hütte aus konnten wir die ins Tal absteigenden Schäfer noch eine Zeitlang beobachten. Unser Vater machte etwa auf dem &amp;laquo;Birchlowwigrabuegg&amp;raquo; oder nach der &amp;laquo;Ahoruschlüöcht&amp;raquo; noch mal halt, um zurückzublicken und zu winken. Die aufkommende Wehmut machte aber bald einmal wieder dem Alpalltag Platz.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Rudolf Kronig: Vorbei &amp;ndash; doch unvergessen. Selbstversorgung und Nomadentum am Beispiel einer Gliser Bauernfamilie. Hrsg. Pro Historia Glis, Postfach 211, 3902, Brig, 2009.&lt;/h5&gt;

&lt;p&gt;Der Oberwalliser &lt;strong&gt;Komponist Ewald Muther&lt;/strong&gt; hat diesem Thema sogar ein Jodellied gewidmet. (vgl. &lt;strong&gt;Schäferlied&lt;/strong&gt;). In der dritten Strophe sehen wir ganz genau, dass so ein Läcktag mehr ein gesellschaftlicher Anlass, denn eine Tier halterische Notwendigkeit war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Lüog wie d Schaaf um d Niescha trenggunt. Ja, das Gläckji ischt halt güots.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aber öü ver menge Schäfer, ischt der Durscht bald grosse gnüeg&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;a class=&amp;quot;download&amp;quot; href=&amp;quot;fileadmin/uploads/pdf-files/Schaeferlied_Ewald_Muther.pdf&amp;quot;&gt;Lied ansehen&lt;/a&gt;&lt;a href=&amp;quot;?action=get_file&amp;amp;id=52&amp;amp;resource_link_id=300&amp;quot; target=&amp;quot;_blank&amp;quot;&gt;.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;&lt;hh5&gt;VS. 18. 08. 2010&lt;/hh5&gt;&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/schafzucht/schaafzeichnig-285</link>
			<title>Schaafzeichnig</title>
			<description>&lt;p&gt;Jeder Schäfer muss, will er im Herbst seine Schafe wieder finden, sie als sein Eigentum kennzeichnen. Dies geschieht auf zwei Arten:&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Kerbschrift:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;mit dieser Methode wird das Schaf an den Ohren markiert; man schneidet den Tieren sein ganz persönliches Zeichen in ein, z.B. &lt;strong&gt;linggs, liibschalb an Gibil&lt;/strong&gt;; links, auf der Leibseite (hinten) ein Giebel (Dreieck). Grundsätzlich gibt es drei Unerscheidungsmöglichkeiten&lt;/p&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;linggs oder rächts&lt;/strong&gt;: linkes oder rechtes Ohr&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;&lt;strong&gt;öügschhalb oder liibschhalb&lt;/strong&gt;: Vorder- oder Augenseite, Rück- oder Leibseite&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;dann spielt die Form des Schnittes eine Rolle (vgl. Grafik links): 1. &lt;strong&gt;gschpaaltus,&lt;/strong&gt; gespalten, Schnitt; 2. &amp;nbsp;&lt;strong&gt;Halbmaanot&lt;/strong&gt;, Halbmond; 3. &lt;strong&gt;Gibil&lt;/strong&gt;, Giebel, Dreieck; 4. &lt;strong&gt;Hick/Schnitz&lt;/strong&gt;, Schnitt, Einschnitt quer zum Ohr (&lt;strong&gt;öügsch- oder liibschhalb&lt;/strong&gt;)&amp;nbsp;; 5. &lt;strong&gt;Wiichil&lt;/strong&gt;, Winkel, Ecke aus der Ohrspitze (&lt;strong&gt;öügsch- oder liibschhalb&lt;/strong&gt;); 6. &lt;strong&gt;gschnootz&lt;/strong&gt;, geschnitzt, Ohrspitze wird abgeschnitten; 7. &lt;strong&gt;Abschaalta/Pfeischter&lt;/strong&gt;, Viereck (&lt;strong&gt;öügsch- oder liibschhalb&lt;/strong&gt;); 8. &lt;strong&gt;Loch&lt;/strong&gt;, Loch; 9. &lt;strong&gt;schreeg obunab/liibschhalb gschnootz&lt;/strong&gt;, schräges abschneiden der Ohrspitze, schräg zur Leibesseite.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h2&gt;Hornbrand:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;diese Zeichnung gilt natürlich vor allem beim Schwarznasenschaf, das ja gehörnt ist. Mit einem glühenden Brandeisen wird dem Tier das Zeichen der Besitzerfamilie eingebrannt. Die Brandzeichen hatten früher im bäuerlichen Haushalt nicht nur für die Schafhaltung, sondern für die gesamte fahrbare Habe eine grosse Bedeutung.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Farbspray:&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;im Herbst werden die Herden zusammengetrieben und dann im Färrich &lt;strong&gt;gschidu&lt;/strong&gt; (getrennt), d.h. jeder Besitzer markiert seine Schafe vorgängig oder während der &lt;strong&gt;Schafscheidi&lt;/strong&gt;, (Trennung der Gesamtherde in die Herden der einzelnen Besitzer) mit einer eigenen Sprayfarbe.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Thele Luzius: Die Schwarznase. Schafrasse des Oberwallis.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;VS, 24. 8. 2010&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/schafzucht/begriffa-zer-schafhaltig-284</link>
			<title>Begriffa zer Schafhaltig</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schaaf&lt;/strong&gt;, n, Gattungsbezeichnung; traditionelles Nutztier (Id. 8/285ff.)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wider&lt;/strong&gt;, m; Widder, männliches Schaf&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bänzji&lt;/strong&gt;, n; &lt;strong&gt;Bänz&lt;/strong&gt;, m; junges Schaf, Lamm , &lt;em&gt;Chilber&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Frischig&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;br&lt;em&gt;e&lt;/em&gt;nnjocht&lt;/strong&gt;, Adj.; die schwarzen Flecken um die Augen- und Mundpartie sind nur schwach miteinander verbunden [IA, I/1983, 36]&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chilber&lt;/strong&gt;, m; &lt;strong&gt;Chilberli&lt;/strong&gt;, n;&amp;nbsp;weibliches Schaf im Stadium der Geschlechtsreife bis zur 1. Trächtigkeit, also im Alter von 1/2 - 2 Jahre (Id. 3/225)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chilberlamm&lt;/strong&gt;, n; junges, Milch säugendes Lamm, vgl. auch &lt;strong&gt;Milchlamm&lt;/strong&gt; (Id. 2/1272)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Frischig&lt;/strong&gt;, m; junger, verschnittener Widder (vgl. Hammel), (Id. 1/1332)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lamm&lt;/strong&gt;, n; jüngste Altersstufe des Schafes, manchmal mit Geschlechtspräzisierung: &lt;em&gt;Wider- oder Chilberlamm&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;m&lt;em&gt;i&lt;/em&gt;njocht&lt;/strong&gt;, Adj. der Kopf ist zwischen den Augen und dem Mund weiss [IA, I/1983, 36]&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Owwji&lt;/strong&gt;, f; Aue, weibliches Schaf meist&amp;nbsp;im Zustand der Mutterschaft; Schaf zusammen mit seinem Lamm / seinen Lämmern&amp;nbsp;(Id. 1.5), zur Präzisierung sagt man manchmal auch &lt;strong&gt;Lammerowwji&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;w&lt;em&gt;a&lt;/em&gt;ngocht&lt;/strong&gt;, Adj.; der Verbindungsstreifen zwischen Augen- und Mundpartie ist ganz schwarz [IA, I/1983, 36]&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Widerlamm&lt;/strong&gt;, n; männliches Lamm&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Äggla&lt;/strong&gt;, f;&amp;nbsp;Leber oder Lungenegel (Schafparasit)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Brand&lt;/strong&gt;, m; Brandzeichen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Brandiisu&lt;/strong&gt;, n; Brandeisen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;brännu&lt;/strong&gt;, V. tr.; brennen, mit dem Brandeisen kennzeichnen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chämma&lt;/strong&gt;, f.; Schaf mit weitem Hörner-Bogen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Chlaawo&lt;/strong&gt;, m; Klaue, Zehe der Huftiere&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dreejer&lt;/strong&gt;, m; I. Dreher; II. Schaf mit geraden Hörner&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fiertag&lt;/strong&gt;, m; I. Feiertag; II. Fiertaga, die Tage mit der Alpabfahrt mit Waschen, Prämierung und Scheren der Schafe (um den 22. September, Fest des Hl. Mauritius = Landespatron des Wallis)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;franzeslu&lt;/strong&gt;, V. tr.; Kastration durch Herausschneiden der Hoden&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ghoornoti&lt;/strong&gt;, n; die Gehörnten; wird fast nur im Plural verwendet, als Substantivierung des Adj.&amp;nbsp;ghoornots, gehörnt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;giblaats&lt;/strong&gt;, Adj.; gebläht&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Grisch&lt;/strong&gt;, m; I. Kleie; II. schwarzweiss geflecktes Schaf&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;güdligs&lt;/strong&gt;, Adj. Durchfall haben&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Gugger&lt;/strong&gt;, m; I. Kuckuck; II. Schaf mit engen nach vorne gerichteten Hörnern&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;heilu&lt;/strong&gt;, ., tr.; kastrieren&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Heillaschtig&lt;/strong&gt;, m; Gummiband zum Kastrieren&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Heilzanga&lt;/strong&gt;, f; Kastrierzange&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;jaaggigs&lt;/strong&gt;, Adj.; brünstig, wird sowohl für Mensch und Tier verwendet&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;jogglu&lt;/strong&gt;, V. tr.; Herde (Schafe, Kühe) schnell treiben, hetzen, jagen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;kaar&lt;/strong&gt;, auch&amp;nbsp;kaarte, &amp;nbsp;Adj.; stark behaart , von &amp;bdquo;ge-haart&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kaaretsch&lt;/strong&gt;, m; I. stark behaart, Mensch oder Tier; II. junger, stuppliger Knabe&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;lammju&lt;/strong&gt;, V. tr; ablammen, Gebären bei Schafen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lidji&lt;/strong&gt;, n; luftgetrockneter Schafgigot&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Lüüss&lt;/strong&gt;, f; Laus&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;markieru&lt;/strong&gt;, V. tr.; markieren, kennzeichnen, zeichnen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mutta&lt;/strong&gt;, f; Schaf ohne Horn, es wird dabei nicht zwischen Aue und Widder unterschieden&amp;nbsp;(Id. 4/571)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Oorzeichu&lt;/strong&gt;, n; Ohrzeichen, persönliche Kennzeichnung am Ohr&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pütz&lt;/strong&gt;, m; I. Kind, kleingewachsen: Mensch oder Tier&amp;nbsp;II.&amp;nbsp;kleingewachsenes Schaf (Id. 4/2028)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;riitu&lt;/strong&gt;, V. tr.; I. reiten; II. begatten&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;seicku&lt;/strong&gt;, V. intr.; urinieren, Vulgärsprache bei Menschen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;schäru&lt;/strong&gt;, V. tr.; scheren&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;schiissigs&lt;/strong&gt;, Adj. den Duchfall haben, von &amp;bdquo;scheissen&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;schiissu&lt;/strong&gt;, V. intr.; den Kot ausscheiden, koten, scheissen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schlichti&lt;/strong&gt;, f.; Nachgeburt&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schnäggo&lt;/strong&gt;, m; I. Schnecke; II. Schaf mit engem Hörner-Bogen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Spettji&lt;/strong&gt;, n; weibliches Schaf im Alter von 1-2 Jahren&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Spriessi&lt;/strong&gt;, n; Schaf mit graden Hörnern&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Stutzer&lt;/strong&gt;, m; Schaf mit steil gebogenen Hörnern&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;süügu&lt;/strong&gt;, V. tr; I. saugen; II. säugen, Milch-Laktation&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tässla&lt;/strong&gt;, f; Tessel, Holzleistchen mit Hauszeichen als Eigentumsvermerk&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;tässlu&lt;/strong&gt;, V. tr. Kennzeichnung mit dem persönlichen (Haus)zeichen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;träägunt&lt;/strong&gt;, Adj.; trächtig&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Triichja&lt;/strong&gt;, f.; Treichel (Kühe, Schafe, Ziegen)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Triichilowwji&lt;/strong&gt;, n; Aue, Leittier mit Glocke&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Triichilriemo&lt;/strong&gt;, m; Treichelriemen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tschaaggo&lt;/strong&gt;, m; Bein, bei Mensch und Tier&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;tschäggots&lt;/strong&gt;, Adj. gefleckt, schwarzweiss gefleckt, beim Schaaf oder braunweiss beim Rind&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tschebil&lt;/strong&gt;, m: Bein, bei Mensch und Tier&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tschüüder&lt;/strong&gt;, m; I. ungekämmt, verwildert: Mench oer Tier,&amp;nbsp;II. ungepflegtes, schlecht gefüttertes Schaf&amp;nbsp;(Id. 8/278)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tütti&lt;/strong&gt;,&amp;nbsp;n; weibliches Schaf&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tschütti&lt;/strong&gt;, n; I. weibliches Schaf; II. dusseliges Mädchen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wiggo&lt;/strong&gt;, m; Widder&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wolletsch&lt;/strong&gt;, m; I. strubelig, langharig: Mensch oder Tier; gutbewolltes ca. halbjähriges Lamm&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Udil&lt;/strong&gt;, n; ungepflegtes, schlecht gefüttertes Schaf&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;verricku&lt;/strong&gt;, V. intr.; verrecken, verenden, elendiglich ableben&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;zeichnu&lt;/strong&gt;, V. tr.; markieren, (be-/kenn-)zeichnen&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zächa&lt;/strong&gt;, f; Zecke&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zoggil&lt;/strong&gt;, m; I. Klunken im Haar oder in der Wolle; II. minderwertiger Mensch&lt;/p&gt;

&lt;h5 class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot;&gt;Vgl. Theler Luzius. Die Schwarznase. Schafrasse des Oberwallis. Buchdruck Mengis, Visp&lt;/h5&gt;

&lt;h5 class=&amp;quot;accordeon_title_selector&amp;quot;&gt;VS, 1. 9. 2010&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Tue, 16 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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