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		<title>Gräti und Wärchziig | Virtuelles Walsermuseum</title>
		<link>https://www.walsermuseum.ch/?id=56</link>
		<description></description>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 02:31:09 +0200</pubDate>
		<category>Virtuelles Walsermuseum</category>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/geraete-und-werkzeug/muererwaerchziig-336</link>
			<title>Mürerwärchziig</title>
			<description>&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Steinbohrer&lt;/strong&gt;:&amp;nbsp;mit diesem Eisen werden Löcher in den Felsen gebohrt (vgl. Presslufthammer); zur Arbeit braucht es zwei Leute, einer hält das Eisen, dreht und lockert es laufend, der andere schlägt mit dem Vorschlaghammer auf das Eisen, so dass mit der Zeit ein rundes Loch entsteht. Diese Löcher brauchte man meistens zum Sprengen, das Loch wurde mit Sprengstoff gefüllt und dann der Felsen (oft Findlinge) zerstückelt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Blattenklinge&lt;/strong&gt;: mit diesem flachen Eisen wurde vor allem geschichtetes Gestein (z.B. Schiefer) gespalten; indem man dieses Eisen zwischen die Schichten trieb wurden Steinblatten (daher der Name) erstellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Bonschotten&lt;/strong&gt;: diese kleinen Keile benutzte man um Steine und Felsen zu spalten. Sie wurden vor allem bei kristallinem Gestein (z.B. Geneis, Granit)&amp;nbsp;genutzt. Sie wurden in kurzen Abständen (20 bis 30 cm) in gleichmässig in den Felsen geschlagen, so dass sich der Fels (Findling) in der vorgegebenen Linie spaltete.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fäustel&lt;/strong&gt;: auch Massetta genannt. Um die Steine zu bearbeiten benutzte man den&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Meissel&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(flach, für die Erweiterung von Spalten) oder das&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Spitzeisen&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(spitz, für die Barbeiten von rohe Oberfläche). Der Fäuste hatte das richtige Gewicht zum einhändigen Arbeiten (mit der anderen Hand musst man ja den Meissel oder das Spitzeisen halten) und erzeugte doch genügend Wucht, dass man mit der Arbeit auch vorankam.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das wichtigste Werkzeug war der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Mauerhammer&lt;/strong&gt;, er diente zur Feinarbeit und ersetzte Fäustel und Meissel. Ein geschickter Maurer schaut kurz die Lücke in der entstehenden Mauer an, dann warf er einen Blick auf den Steinvorrat, ergriff einen Stein, schlug mit dem Hammer einmal hier hin, dann noch dort und schwupps - der Stein passte genau in die Lücke.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sobald mit Kalk oder Zement gearbeitet wird oder sobald die Mauer verputzt wird, braucht der Mauerer zusätzlich natürlich eine ganze Batterie von&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Maurerkellen&lt;/strong&gt;: grosse, runde oder dreieckige&amp;nbsp;Kellen zum zementieren (Mörtel auf die Stein- oder Ziegellage bringen), kleine, spitze Kellen zum Fugen oder grosse, eckige Kellen zum bewerfen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Stütz-, Terassierungs- und auch Grundmauern wurden früher oft nach dem Prinzip: Handgelenk mal Pi, d.h. mit gesunden Augenmass gefertigt. Zwar spannte man zum Mauerbau oft eine Schnur (eine gerade Mauer auf der Grenze war notwendig, wollte man nicht mit dem Nachbarn Streit bekommen), aber auf&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Metermass,&amp;nbsp;Senkblei, Winkeleisen&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;oder&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Wasserwaage&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;konnte man noch verzichten. Heute sind sie unverzichtbare Werkzeuge des Maurers.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid, 7. 10. 08&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/geraete-und-werkzeug/hammaer-335</link>
			<title>Hammär</title>
			<description>&lt;p&gt;Der Hammer war vermutlich das weitverbreiteste Werkzeug. In jedem Haushalt gabe es in der Regel drei Hammertypen:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;den Alltagshammer, das war im Dialekt einfach der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Hammer&lt;/strong&gt;; meistens war es ein&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Schlosserhammer&amp;quot;&gt;Schlosserhammer&lt;/a&gt;&amp;nbsp;nach deutscher Form; man brauchte ihn in unterschiedlichen Grössen für die vielseitigsten Arbeiten, vor allem zum Nägel einschlagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Für gröbere Arbeiten wurde der&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A4ustel&amp;quot;&gt;Fäustel&lt;/a&gt;,&lt;strong&gt;&amp;nbsp;d Massetta&lt;/strong&gt;, gebraucht. Mit der&amp;nbsp;Massetta&amp;nbsp;wurden Steine verkleinert oder vor allem mit dem Spitz- oder Flacheisen gearbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Praktisch in jedem Haushalt gab es auch einen&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Vorschlaghammer&amp;quot;&gt;Vorschlaghammer&lt;/a&gt;, der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schlegil&lt;/strong&gt;. Er wurde zweihändig geführt und für die gröbsten Arbeiten verwendet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da früher praktische jede Familie neben ihren beruflichen Tätigkeiten eine kleine Landwirtschaft (Selbstversorger) besass, gab es auch in jedem Haushalt mindestens eine&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Tangla&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;Dengelstock mit&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Tängilhammer&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Dengelhammer).&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Daneben gabe es auch schon früher eine unglaubliche Vielfalt von Spezialhämmer; praktisch jedes Handwerk hatte sein eigenes Sortiment (Schuster,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?id=55&amp;quot;&gt;Maurer&lt;/a&gt;,&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?id=55&amp;quot;&gt;Schmied&lt;/a&gt;, Steinmetz etc.). Ein kleines, anschauliches Beispiel soll die Vielfalt der&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;?id=50&amp;quot;&gt;Schmiedehämmer&lt;/a&gt;&amp;nbsp;aus der Grafik von Hans Schmid im nebenstehenden Bild sein.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 14. 2. 2011&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/geraete-und-werkzeug/saga-334</link>
			<title>Saga</title>
			<description>&lt;p&gt;Die Säge oder ein Sägeblatt besteht aus einer dünnen, am Rand mit meißelartigen Zähnen versehenen, linearen Stahlplatte oder einem runden Sägeblatt, das durch eine Kraft bewegt wird. Das Sägewerkzeug mit seinen Sägezähnen dringt in den Festkörper ein und durch Wegnahme dünner Späne (Sägespäne) wird eine schmale Nut eingearbeitet und eine Trennfuge entsteht. Je nachdem, ob das Sägeblatt mit der Hand oder mit Maschinenkraft bewegt wird, unterscheidet man zwischen Handsägen und Maschinensägen (oder Sägemaschinen). Die Säge ist ein zerspanendes Werkzeug. Eine kontinuierliche Bewegung der Sägezähne findet man beispielsweise an einer Kreissäge und eine diskontinuierliche bei den Handsägen wie dem Fuchsschwanz.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Um ein Festklemmen des Sägeblattes im Werkstoff, beispielsweise im Holz, zu verhindern, muss der Schnitt breiter sein als das Sägeblatt. Dies erreicht man durch ein gewelltes, gestauchtes oder sogenanntes geschränktes Sägeblatt. Bei einem gewellten Sägeblatt sitzen die einzelnen Zähne nicht auf einer geraden Linie, sondern laufen in leichten Kurven. Gestauchte Zähne sind an der Zahnspitze breiter. Bei einem geschränkten Sägeblatt sind die Zähne abwechselnd nach rechts und links gebogen. Heute findet man häufig auch eine Bestückung von Sägeblättern mit einem anderen Material, etwa Hartmetall, das entsprechend breiter als das Blatt ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sind die Sägezähne abgenutzt, so müssen sie nachgefeilt werden, eine mühsame und Geschick erfordernde Arbeit. Um dabei ein richtiges Einhalten der Zahnteilung und Zahnform zu sichern, hat man so genannte hinterlochte oder perforierte Sägen eingeführt. Diese haben gegenüber den Sägen mit vollem Sägeblatt den Vorteil, dass das Nachfeilen bedeutend rascher vor sich geht. Auch haben sie eine geringere Reibung, daher geringeres Schlottern (Wackeln) und geringere Erhitzung des Sägeblatts.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle: Wikipedia&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Abbindesäge&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die&amp;nbsp;Abbuntsaaga&amp;nbsp;wird zum Abbinden (maßgerechte Anreißen, Bearbeiten, Zusammenpassen und Kennzeichnen von Schnitt- und Rundholz) der Wände gebraucht. Sie sie hat ist kleiner als die&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Waldsaaga&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und hat eine feinere Zahnung, dies ergibt für die Sicht einen feineren Schnitt (&lt;strong&gt;Schroot&lt;/strong&gt;).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS. 29. 1. 2011&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Fuxschwanz&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Der Fuchsschwanz ist eine Säge mit kurzem, breitem Sägeblatt, das seine Steifigkeit durch eine entsprechende Blattdicke und -breite erhält. Sie wird hauptsächlich zum zersägen von Bretter verwendet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Fuxschwanz oder die Fuchsschwanzsäge wird auch zum Musizieren verwendet; mit einem Geigenbogen und der entsprechenden Biegung des Sägenblattes kann man ihr die unterschiedlichsten, tremolierenden, melancholischten Töne entlocken.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 29. 1. 2011&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Spannsäge&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die&amp;nbsp;Spansaaga&amp;nbsp;gehört zur Kategorie der &amp;quot;Gestellsägen&amp;quot;; ein Gestell spannt das relativ dünne Sägeblatt, damit es sich beim Stoss nicht verbiegt. Die Spannsäge ist eine Einhandsäge und diente vor allem auf dem Bau zum Sägen von Leisten und Brettern.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS. 28. 1. 2011&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Spaltsäge&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Spaaltsaaga ist eine Zweihandsäge für zwei bis drei Personen. Mit ihr wurden die Balken für den Blockbau zugesägt. Der Balken wurde auf einen hohen Bock gelegt, ein Säger befand sich oberhalb des Balkens, der andere oder die anderen unterhalb und wurde gemeinsam die Säge rauf und runter gezogen. Bei der mechanischen Säge übernahm diese Bewegung das &amp;quot;Gatter&amp;quot; (vgl. Gattersäge).&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 28. 1. 2011&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Waldsaaga; Schrotsäge&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Die Waldsaaga oder Schrotsäge ist eine grobe Baumsäge mit bogenförmigem Blatt. Sie wird zweihändig von zwei Leuten bedient. Mit ihr werden im Wald die Bäume gefällt und in Rugel zersägt, daher auch ihr Name.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 29. 1. 2011&lt;/h5&gt;

&lt;h2&gt;Gattersäge&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;Eine&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Gattersäge&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;ist eine meist zum Rundholzaufschnitt oder für Naturwerkstein-Rohblöcke verwendete Maschine, die durch ein Schwungrad meist über einen Flachriemen, bei modernen Konstruktionen durch Pleuelstangen angetrieben wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das Schwungrad bewegt einen an Führungen geleiteten Rahmen durch eine Pleuelstange nach oben und unten, im Normalfall mit rund 270 bis 320 Hüben, bei modernen Maschinen bis zu 450 Hüben pro Minute. In diesem Gatterrahmen sind ein oder mehrere Sägeblätter, die in der Breite verstellbar sind, eingespannt.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;vgl.&amp;nbsp;&lt;a href=&amp;quot;http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/497054&amp;quot;&gt;de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/497054&lt;/a&gt;&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/geraete-und-werkzeug/tangla-333</link>
			<title>Tangla</title>
			<description>&lt;p&gt;Di&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Tangla&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;nahm man bei grösseren Arbeiten zum Mähen mit auf die Wiese, wurde die Sense,&amp;nbsp;Sägessa&amp;nbsp;stumpf, rammte man den Stock in die Erde und dengelte die Sense. Man legte den äussersten Teil des Schneideblattes der Sense auf das Halbrund des Dengeleisenkopfes und schlug nun mit dem Dengelhammer die Sense scharf. Das war eine heikle Arbeit, denn schlug man zu fest, entstanden kleine Risse in der Schneide und die Sense war ruiniert. Gute Mäder,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Meder&lt;/strong&gt;, dengelten ihre Sense selber und sie waren besonders Stolz auf die Schärfe ihrer Sense.&amp;nbsp; Anfänger liessen ihre Sense durch einen solchen &amp;quot;Meister&amp;quot; dengeln.&amp;nbsp; Meistens wurde aber diese Arbeit am Abend verrichtet. Und zu Heuerszeit klang das &amp;quot;Ping, Ping...&amp;quot; des Dengelns vielfältig durchs Dorf.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS. 14. 2. 2011&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/geraete-und-werkzeug/biaeltini-332</link>
			<title>Biältini</title>
			<description>&lt;p&gt;In jedem Haushalt fand man früher zwei bis drei Beile&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Bielli&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;von verschiedener Grösse, die aus einem Metallstück und einem hölzernen Stiel,&amp;nbsp;Still, früher&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Haaup&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;gefertigt waren. Das Metallstück bestand wie heute noch aus einer Schneide&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Räätsi&lt;/strong&gt;, heute immer mehr&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schniidi&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;geheißen und aus einer&amp;nbsp;Oese&amp;nbsp;Haus&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Hüüss&lt;/strong&gt;, die den verstärkten Rükkenteil des Stieles aufnimmt. Die Stiele stellten die meisten Bauern früher selber aus Eschenholz her, heute kommen sie meistens samt dem Metallstück zum Verkauf. Diese neuen Stiele sind der&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Oese&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;viel besser angepasst als die früher selbst fabrizierten, so dass die feinen Keile aus Lärchenholz auf der Stirnseite des Stieles erspart bleiben, die früher den Stiel an die&amp;nbsp;Oese&amp;nbsp;preßten. Vor Gebrauch legt man sie eine Zeitlang ins Wasser&amp;nbsp;mu tuet schi ds Lächne, früher&amp;nbsp;mu tüet schi ds Keppe. Eine ähnliche Form wie das Beil weist das sog.&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Waaldagschi&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Abb. e, f, g) auf, deren Haupt aber eine etwas größere&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Oese&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;besitzt, Blatt und Schneide dagegen sind gewöhnlich kleiner als beim üblichen Beil. Auch der Stiel ist länger und fester gebaut, denn man braucht sie nicht bloß wie das Beil um Äste zu verkleinern, sondern selbst, um schwere Baumstammabschnitte&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Totza&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;zu spalten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Breitaxt&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Pioola&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;(Abb. d) brauchte der Bauer vorwiegend zum Behauen der Baumstämme, nachdem er zuerst mit der Waldaxt die Rinde, Rinna, entfernt hatte: gschintot het. Selten geworden ist die Hohlaxt,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Hoola, Schääla,&amp;nbsp;Hoolagschi&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;genannt. Sie diente dazu , um Kännel,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chännil&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und Tröge,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Trogg&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;herzustellen. &amp;nbsp;(vgl. Camill Schmid)&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 30. 10 2017&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/geraete-und-werkzeug/chamma-331</link>
			<title>Chamma</title>
			<description>&lt;p&gt;Das junge Kalb wird sehr bald mit einem Strick&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schnotz&lt;/strong&gt;, einer Kette&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chetti&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;oder einem hölzernen Hals&amp;shy;band, der &amp;#39;Kämme&amp;#39;&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chamma&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;an die Krippe gebunden&amp;nbsp;gheftot.&amp;nbsp;Die Kämme besteht aus einem hufeisenförmig gebogenen Holz, das an den Enden zur Aufnahme eines Verbindungsstückes, des Schlüssels&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schlussil&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;durchlöchert ist. Sie hängt mitdem Verschluß nach oben um den Hals des Kalbes und hat gegenüber der Halskette oder dem Strick den Vorteil, daß das Kalb nicht gewürgt werden kann. Eine kurze Verbindungs&amp;shy;kette führt von der Kämme zur Krippe.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;VS, 3. 12. 12&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/arbeit/geraete-und-werkzeug/treichel-330</link>
			<title>Treichel</title>
			<description>&lt;p&gt;Je mehr die Schafzucht für viele zum Hobby wurde, um so mehr stieg auch der Wert einer guten, alten&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schaaftriichja&lt;/strong&gt;. So habe ich persönlich von einem Preis bis zu 2000 Fr. für eine&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Chranztriichja&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;&amp;quot;Kranztreichel, - wobei der Kranz ein bestimmtes Giesserzeichen war&amp;quot; - gehört.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Besonderen Schmuck erfährt der Treichelriemen,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Triichilriemo&lt;/strong&gt;; durch ihn wurde die Kuhtreichel immer mehr zu einem Ojekt für Geschenke bei Jubiläen oder als Preise für Stechfeste oder Ringkämpfe,&amp;nbsp;&lt;strong&gt;Schwingu&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Volmar Schmid: Kleines Walliser Wörterbuch. Gebäude.&lt;/h5&gt;
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			<pubDate>Wed, 17 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
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