<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0">
	<channel>
		<title>Sagä üsum Oberwallis | Virtuelles Walsermuseum</title>
		<link>https://www.walsermuseum.ch/?id=61</link>
		<description></description>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 02:57:21 +0200</pubDate>
		<category>Virtuelles Walsermuseum</category>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/susten-372</link>
			<title>Susten</title>
			<description>&lt;p&gt;Ein übermütiger Nachtbube beschloss eines Nachts zwei Mädchen zu erschrecken, welche den Sommer auf einer kleinen Alpe von Randa das Vieh verpflegten. Er ging als Toter verkleidet bis vor die Hüttentür, ging mit unheimlich brummender Stimme um die Hütte herum und polterte an die Wände. Die Töchterchen erschraken und beten um Hilfe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als er sich umblickte, stürzte sich ein dreibeiniges Pferd, mit einem grossen, glühenden Auge auf der Stirne, auf ihn zu. Er bat sie, dass sie ihm die Türe öffnen, aber die Mädchen liessen ihn nicht herein, denn sie fürchteten den Nachtbuben wie den Geist. Das Pferd kam immer näher. Er schlug die Hüttentüte ein und bekreuzte sich mit Weihwasser. Das Pferd mahnte ihn, dass er beim nächsten Mal, ihm nicht entkäme. Von da an soll der Knabe sich bekehrt haben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schnyder Vivienne&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613662098-6d6e4f14dd.jpg" length="59613" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/visp-371</link>
			<title>Visp</title>
			<description>&lt;p&gt;Ein Bauer, der sehr dem Trinken ergeben und Geiger war, forderte vom Wirt noch eine Flasche Wein. Dies soll sich in Visp zugetragen haben. &amp;bdquo;Bring mir noch eine Flasche Wein!&amp;ldquo; sagte der Bauer. &amp;bdquo;Du hast doch schon genug&amp;ldquo;, gab ihm der Wirt zur Antwort. Doch der Bauer hörte nicht auf. &amp;bdquo;Bring mir endlich eine Flasche Wein, ich werde dir dafür nach dem Tod spielen!&amp;ldquo;&amp;nbsp; &amp;bdquo;Ich bin einverstanden&amp;ldquo;, erwiderte ihm der Wirt, &amp;bdquo;wenn du mir nach dem Tod ein Lied spielst, so werde ich dir noch eine Flasche Wein geben.&amp;ldquo; An einem Abend, als der Wirt alleine im Zimmer war, hörte er draussen vor dem Haus ein lustiges Lied auf einer Geige spielen. Nachdem er einen Augenblick zugehört hatte, ging der Wirt vor das Haus, um zu sehen wer es sei. Leider fand er den Geiger nicht. Am folgenden Tag kam die Nachricht, der Bauer sei in der letzen Nacht und zwar um die gleiche Stunde, wo er das Lied gehört hatte, gestorben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Michael Teysseire&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;mündliche Überlieferung durch den Grossvater Otto Stoffel, Visp&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613662025-dbf00625c0.jpg" length="49722" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/naters-370</link>
			<title>Naters</title>
			<description>&lt;p&gt;In der Sage des Drachentöters geht es um einen Verstossenen und einen furchteinflössenden Natter, der in Naters im Natterloch lebte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Früher gab es in Naters einen grausamen, feuerspeienden Drachen, der das ganze Dorf in Angst und Schrecken versetzte, die Leute verzweifelten fast ob der Gefahr, welche von ihm ausging. Viele tapfere Ritter liessen beim Versuch ihn zu töten ihr Leben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Naters wurde zu der Zeit gerade ein Mann namens Jozzelin verurteilt, man gab ihm jedoch die &amp;bdquo;un-/barmherzige&amp;ldquo; Chance sich zu rehabilitieren, in dem er sich dem Drachen stellte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Jozzelin versuchte sein Glück jedoch im Gegensatz zu seinen glücklosen Vorgängern mit einer komplett verschiedenen Methode. Er ging zum Schneider, und liess sich eine Rüstung aus Leder herstellen, in welche er viele kleine Dolche einnähen liess. So geschützt, mit einem Schwert in der Hand ausgerüstet, stellte er sich dem Grauen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Kampf nahm seine vorgesehene Handlung und der Ritter wurde verschlungen. Doch die eingenähten Dolche zerfetzten dem Natter innerlich den Rachen und er starb.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit dem Schwert konnte Jozzelin sich nun durch den Bauch befreien und er wurde von seinem Schicksal befreit. Wie er Naters von seinem Leid erlöst hatte, erlöste ihn Naters von seiner Strafe und siefeierten noch am selben Abend ein Bombenfest.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schmid Aurel&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661958-1b08575aa6.jpg" length="120106" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/derborance-369</link>
			<title>Derborance</title>
			<description>&lt;p&gt;In dieser Nacht gab es ein Gewitter in Derborence. Orlan, der alte Schäfer und Victoria, seine Frau, konnten in ihrer Berghütte kein Auge schliessen, da der Sturm so heftig war. Plötzlich hat ein Blitz die alte Eiche neben dem Haus getroffen. Die Eiche stürzte um und hat das ganze Vieh getötet. Theodor, der Hirte, hat sich in Schutz gebracht und zwar an einem kleinen Zufluchtsort neben dem Gletscher Zanfleuron. Theodor war ein junger Mann, sehr reif und anständig für sein Alter. Er lebte mit seinem grossen Hund, Antrax. Dort machte er ein Feuer und trank ein wenig Alkohol, welchen ihm Victoria gegeben hatte. Diese Nacht konnte der Junge nicht mehr schlafen, weil der Sturm seine Kraft dort oben verdoppelte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mitten in der Nacht hat Antrax plötzlich laut gebellt, weil etwas oder jemand zu nahe an die Hütte kam. Als Theodor die Tür öffnete, sah er eine Prozession von Mönchen, schwarz gekleidet, mit ganz seltsamen Gesichtern. Theodor hatte so Angst, dass er sich nicht mehr bewegen konnte. Jedes dieser Wesen kam ganz nah an das Gebäude und machte auf seinem Weg zum verbotenen Gletscher ein Kreuz an die Hütte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am nächsten Tag kehrte Theodor wieder nach Derborence zurück. Als er angekommen war, sah er die Katastrophe. Das Vieh lag tot auf dem Boden und das alte Paar war nirgends zu sehen. Er entschied sich die Leute im Ort zu rufen. Alle haben dann angefangen nach Orlan und Victoria zu suchen. Am nächsten Tag hat ein Bauer die Knochen der beiden gefunden. Die blanken Knochen lagen auf dem Boden. Deswegen haben die Leute und Arthur, dem Holzfäller, ihre Waffen gepackt und haben auf der Alp übernachtet. Als sie sich am nächsten Tag trafen, fehlte Arthur.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zwei Tage später fand man die blanken Knochen des Armen, wie eine alte Sage berichtet. Und seit dieser Zeit sagt man, dass die Blüemlisalp verflucht ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Raphaël Gillioz&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Übersetzung:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Gillioz Raphaël Korrektur: Simon Metry&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661885-0d6780e1b2.jpg" length="61148" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/naters-368</link>
			<title>Naters</title>
			<description>&lt;p&gt;Das Natterloch, wovon Naters seinen Namen haben soll, befindet sich eine kleine Strecke östlich des Dorfes. In dieser Felsenhöhle lebte vor alten Zeiten ein gräulicher Drache, der ringsum, selbst vom Brigerberg herab, Menschen und Vieh durch seinen giftigen Atem anzog und verschlang.&lt;br /&gt;
Einem zum Tod Verurteilten versprach man deshalb, ihm das Leben zu schenken, wenn er die Gemeinde von diesem Ungeheuer befreite. Er liess sich eine Lederkleidung anfertigen, umgab sich ringsum mit schneidenden und stechenden Werkzeugen und ging dann mit einem scharfen Schwert und einem Dolch dem Drachen entgegen.&lt;br /&gt;
So tapfer sich der Kämpfer auch gegen den Drachen verteidigte, er wurde doch vom giftigen Atem, der ihn aus dem Rachen der Natter anwehte, so betäubt, dass er überwunden und verschlungen wurde. Aber Gott, den er vorher um Hilfe bat, verliess ihn nicht. Der Mann gab nicht auf und durchstach die Eingeweide der Natter, so dass er sich mit Hilfe des Dolches einen Ausweg aus dem Bauch verschaffen konnte. Wie er nun aus dem scheusslichen Grab erstanden und den Drachen tot zu seinen Füssen liegen sah, zog er seine ledernen Handschuhe aus und hob dankend seinen von Gift getränkten Dolch zum Himmel empor. Aber in diesem Augenblick fiel ein Tropfen von dem furchtbaren Nattergift auf seine Hand und dieser Tropfen gab ihm den Tod.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Marc Bumann&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Buch: Naters, das grosse Dorf im Wallis von Erwin Jossen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661818-4b4621453a.jpg" length="50908" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/simplon-367</link>
			<title>Simplon</title>
			<description>&lt;p&gt;Ein Brigerberger lief eines abends am unteren Schallberg entlang, als er Licht in einer kleinen Hütte brennen sah. Als er sich der Hütte näherte, hörte er Geigenmusik und er erkannte hinter den Fenstern tanzende Gestalten. Da waren ein paar Leute, die heimlich tanzten, dachte sich der Mann. Er stieg einen Hügel hinauf, um die Leute unbemerkt beobachten zu können. Als er zuoberst auf dem Hügel angelangt war und freie Sicht auf das Fenster hatte, erlosch plötzlich das Licht und die Tanzmusik verstummte. Verwundert entschied er sich, zurück zum Haus zu laufen um der Sache auf den Grund zu gehen. Doch sobald er einen Schritt nach vorne trat, brannte das Licht wieder an und die Musik spielte erneut auf. Verdutzt trat er wieder einen Schritt zurück. Und da passierte es zum zweiten Mal&amp;ndash; das Licht erlosch und es war still. Jetzt wurde es ihm mulmig zu Mute und er rannte so schnell seine Beine ihn trugen Richtung Brigerberg. Erst beim &amp;bdquo;Chibriggelti&amp;ldquo; hielt er inne und kauerte sich hinter einen Baum. Dort wollte er warten, bis die Tanzleute auf ihrem Heimweg über die Brücke gehen würden. In den frühen Morgenstunden hörte er, wie das Jauchzen der Leute und die Tanzmusik immer näher kamen. Als die Leute die Brücke erreichten, erklang im Ried die Gebetsglocke und das ganze Tanzvolk stürze sich die Brücke hinunter.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sebastian Wyss&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&amp;nbsp;&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Andreas Weissen: Der Ettro ischt kchei Lugner gsii, CD&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661723-a0e41b44fa.jpg" length="45955" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/gondo--zwischbergen-366</link>
			<title>Gondo / Zwischbergen</title>
			<description>&lt;p&gt;In einem Turm in Gondo lebte einst ein welscher Mörder namens Pera, welcher reiche Leute, die durchs Zwischbergental reisten, ermordete um deren Reichtum zu stehlen. Er hatte einen Bruder, der es in seinem Haus im Zwischbergental auch nicht anders trieb. Eines Tages kam ein reicher Mailänder an seinem Turm vorbei und übernachtete vor des Mörders Turm. Pera sah, dass er einen wunderschönen goldenen Sattel besass und so tötete er ihn in der Nacht und stahl ihm den Sattel. Als die kluge Frau des Mailänders merkte, dass ihr Mann nicht nach Hause kam obwohl er schon lange angekommen sein sollte, zog sie mit einem schlechten Sattel auf um ihn zu suchen. Als sie beim Turm in Gondo vorbeikam, fragte sie Pera nach einem besseren Sattel, den sie wieder zurückbringen würde. Darauf meinte Pera, er hätte ganze 14 Sättel und sie könne einen passenden aussuchen. Als Pera ihr den vierzehnten Sattel gab, erkannte die Frau sofort den Sattel ihres Mannes. Sie nahm ihn und begab sich nach Brig, wo sie die Polizei benachrichtigte. Die Polizei ging auf die Jagd nach Pera, doch der war schon auf und davon. Erst am Abend konnten sie ihn schliesslich am Ufer eines Sees einfangen. Was mit seinem Bruder passierte, ist ungewiss. Jedoch wurden in Ställen nahe dem Turm und vor allem in einer grossen Grube viele Gebeine und Knochen von verwesten Menschen gefunden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Jean-Marc Klingele&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Sagenbuch (Sagen im Wallis) Erzählerin: Regula Klingele&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661651-765ae2fc6c.jpg" length="59324" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/loetschental-365</link>
			<title>Lötschental</title>
			<description>&lt;p&gt;Einst lebte tief drinnen&amp;nbsp; im Lötschental eine kleine Familie. Die Mutter erzog&amp;nbsp; ihre zwei Töchter alleine, da der Vater früh verstorben war. Im heissen Sommer herrschte oft Wassermangel. Gletscher waren nur auf der Schattenseite in Nischen und Spalten zu sehen. Mit der Hitze der Sonne verdorrte nach einiger Zeit auch das saftigste Gras und das Wasser für Vieh und Herd musste vielmals weit hergeholt werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eines Tages klopfte ein Schüler namens Lonza an die Türe der Familie. Er war gerade auf dem Weg, als es anfing zu stürmen und zu regnen. Als er sich am folgenden Tag bedankte für die groszügige Gastfreundschaft, tratschte er noch ein bisschen mit der Mutter und als sie sagte, dass sie grossen Wassermangel erleiden müssen, wusste ihnen der Schüler zu helfen. Die jüngere, reine Tochter solle von sieben Gletschern sieben Stücklein Eis abbrechen und die sieben Klumpen oben auf dem Passsattel der Lötschenlücke der Reihe nach hinlegen. Wenn im Spätherbst oben der Gletscher sichtbar werde, so würden sie sicherlich für immer genug Wasser haben. Die Mutter bedankte sich für den Rat und ging wieder ins Haus hinein. Nach stundenlangem suchen, hatte Seline endlich alle sieben Stücke beisammen und legte sie in einer Reihe nebeneinander in die Lötschenlücke.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Freude war gross, als die Töchter nach einiger Zeit hinauf zu den Eisstücken stiegen und die Stücke mal für mal immer grösser wurden. So hoch wie Felsblöcke waren sie im Spätherbst und im Winter wuchsen sie erstaunend in die Höhe und Breite, sodass der Gletscher im Sommer nicht mehr abzuschmelzen vermochte. Zuunterst aus dem Gletschertor entsprang ein kleines Bächlein, dem sie, zur Erinnerung an den Schüler, den Namen Lonza gaben. Bis heute trägt das Bächlein den Namen Lonza.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Robin Kuonen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;&lt;a href=&amp;quot;http://www.kulturbeo.ch/brauchtum/sagen_legenden.pdf&amp;quot;&gt;kulturbeo.ch&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661295-e0a155e70b.jpg" length="38659" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/lalden-364</link>
			<title>Lalden</title>
			<description>&lt;p&gt;Vor rund 60 Jahren lebte in Lalden ein Mann, namens Walther. Er war als erstes Kind geboren und war einziger Erbe, während seine drei jüngeren Brüder leer ausgingen. Da Walther so reichlich geerbt hatte, gehörtem ihm 2 Ställe, 40 Kühe, 2 Pferde und Weideland von ungefähr zehn Hektaren.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Leute im Dorf waren sehr arm und fast jeder Bauer war abhängig von Walther&amp;#39; s Landwirtschaft. So konnte Walther mit den Leuten unfairen Handel betreiben wie es ihm passte. Die Bauern mussten seine Angebote annehmen, weil sie keine andere Wahl hatten, um sonst über die Runden zu kommen. Er verpachtete ihnen ein Stück Weideland, wovon sie ihm 60% des Ertrags abgeben mussten, obwohl Walther für damalige Verhältnisse schon mehr als genug besass.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Sommer stellte er vier Hirte an, die für seine 40 Kühe sorgen sollten. Am Ende des Monats sprach er zu den jungen Hirten: &amp;bdquo;Ihr habt eure Arbeit schlecht gemacht, los verschwindet!&amp;ldquo; Als einer der Hirten aber fragte, wo denn der Lohn wäre, schnauzte ihn Walther an und jagte ihn gewaltsam aus dem Stall. Niemand wollte sich diesem ungerechten Mann in den Weg stellen. Keiner hatte einfach den Mut dazu.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Walther handelte vor allem mit Vieh; er wollte Vieh gegen Weideland tauschen. Mit seinen Brüdern handelte er ebenso und auch sie blieben unverschont vor seinen unfairen Tauschen. Als ihm sein Bruder Josef eines Tages ein Kalb bringen musste, um der Vereinbarung gerecht zu werden, schaute Walther das Kalb an; er meinte zu wissen, dass dieses Kalb, das schlechteste sein musste, welches sein Bruder im Stall hatte. Er holte ein grosses Messer aus dem Stall und stiess es dem Kalb voller Wut in den Bauch. Sein Bruder fiel auf die Knie und fing an zu schreien. Es war ein trauriger Anblick. Sein Bruder rief: &amp;bdquo;Ich habe dir mein bestes Kalb gebracht und du tötest es! Was bist du nur für ein schrecklicher Mensch? Fahr zur Hölle! Ja, der Teufel soll dich holen!&amp;ldquo; Daraufhin lachte Walther spöttisch und meinte zu seinem verzweifelten Bruder: &amp;bdquo;Ach du Armer, du wirst es im Leben nie zu etwas bringen. Dann soll mich doch der Teufel holen. Dann würde wenigstens einmal jemand auf dich hören.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am nächsten Morgen war ein Chaos im Dorf. Jedermann eilte mit einem Eimer voller Wasser umher, um den Stall von Walther zu löschen, der in Flammen steckte. Walther war darin eingeschlossen und zusammen mit seinen Kühen und Pferden sollte er dort verbrennen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch heute erzählt man sich in unserem Dorf diese Sage. Man sagt, dass Josef die letzten Worte von seinem grauenvollen Bruder hören konnte, die hiessen, &amp;quot;das ist die Hölle&amp;quot;!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mathias Schnydrig&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Eigenproduktion&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661199-017b4685a4.jpg" length="62994" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/visp-363</link>
			<title>Visp</title>
			<description>&lt;p&gt;Ein Bauer, der gerne viel und oft trinkt und Geige spielt, sitzt in einer Kneipe. Dies geschieht in Visp. Er bestellt beim Wirt noch ein Glass Wein. Doch der weigert sich und sagt, dass er schon genug getrunken habe. Der Geiger lässt nicht locker und bittet ihn nochmals. Er wird ihm dafür nach seinem Tod ein Lied&amp;nbsp; auf der Geige vorspielen. Der Wirt ist einverstanden und bringt ihm seinen Wein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eines späten Abends ist der Wirt alleine in seinem Zimmer. Auf einmal hört er eine lustige Melodie auf einer Geige erklingen. Nach einer Weile zuhören geht der Wirt hinaus, um zu sehen, wer dieses schöne Lied spielt. Doch weder er noch die Anderen konnten den Spieler finden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am nächsten Tag kommt eine Nachricht, dass der Geiger gestorben ist. Dies geschah in der gleichen Stunde, als der Wirt in seinem Zimmer das Lied hörte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Joshua Lauber&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Die Sage habe ich im Internet unter Walliser Sagen gefunden. Die Produktion fand im Jahr 2004 statt. Der Auftrag kam vom rotten multimedia und wurde vom Radio Rottu Tonstudio aufgenommen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661108-86220bed92.jpg" length="55367" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/visperterminen-362</link>
			<title>Visperterminen</title>
			<description>&lt;p&gt;Einst lebte oberhalb von Visperterminen ein grosser Lindwurm, den die Leute fürchteten. Sein langer Schwanz war baumdick und aus seinem Hornpanzer ragten zwei zusammengefaltete Fledermausfügel hervor.&amp;nbsp; Er lag in seinem Nest und lauerte seiner Beute. Erblickte er irgendwo ein Lebewesen, schoss sein Echsenkopf hervor und er beobachtete mit seinen mannsgrossen Augen sein Opfer. Das letzte Stündlein des Opfers hatte geschlagen, egal ob es ein Schaf, eine Ziege, eine Kuh oder ein Mensch war, alle waren wie betäubt von dem Zauber in seinen Augen oder von dem Hauch seiner Nase. Wenn aber das Opfer sich dem Drachen näherte, öffnete er seinen Rachen und verschlang es.&amp;nbsp; Dieser Drache war eine furchtbare Plage für alle Dorfbewohner und niemand hatte eine Idee, wie man das Ungeheuer loswerden könnte. Dann geschah folgendes: Im Nanztal erschlug ein Mann eines Tages im Streit seinen Nachbarn. Das Gericht von Naters verurteilte den Mann zum Tode. Die Bevölkerung bat jedoch den Richter, man solle den Verurteilten freisprechen, wenn es ihm gelänge, den Lindwurm zu töten. Das Gericht ging auf den Vorschlag ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Mann fertigte sich ein Lederkleid mit eingearbeiteten Spiessen und Sensenspitzen. Er nahm in beide Hände ein scharfes Messer. So ausgerüstet machte er sich auf den Weg, um den Drachen zu töten. Als er die grossen Drachenaugen sah, lief er betäubt auf sie zu und da verschlang er den Verbrecher. Doch die Spiesse und Sensenspitzen drangen in die Wände der Speiseröhre des Drachen ein und durchstachen diese sogar. Blut spritzte aus dem Mund des Ungeheuers und in seinen entsetzlichen Schmerzen flog der Drache über das Nanztal und lies sich auf der gegenüberliegenden Talseite nieder und starb. Der Mann befreite sich mit seinen Messern aus dem Dracheninneren, dankte Gott&amp;nbsp; und war frei.&amp;nbsp; Die Spuren des Drachen sind aber bis heute an einem schlangenförmigen Wall im Nanztal noch zu sehen. Das einstige Nest des Drachen ist heute ein friedlicher Bergsee, und man würde nicht glauben, das hier einst ein Ungeheuer gehaust hatte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sarah Heinzmann&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Aus dem Buch &amp;sbquo;Visperterminen&amp;lsquo; von German Studer- Freuler&lt;/h5&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613661029-1c8ce4097e.jpg" length="48047" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/mund-361</link>
			<title>Mund</title>
			<description>&lt;p&gt;Einst vor langer Zeit trug der Teufel, aus dem Baltschiedertal, einen riesengrossen Stein auf seinem Rücken. Den er, aus Zorn über die Munder, die sich beschlossen haben eine Kirche zu bauen, herunter auf die Kirche rollen zu lassen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Eine Viertelstunde oberhalb von Mund begegnete ihm zufällig eine fromme alte Frau, die gerade den Weg zur Kirche über die Wiese nahm. Als sie den fürchterlichen Anblick und den bestialischen Gestank des Teufels bemerkte, erschrak sie und schrie: &amp;sbquo;&amp;quot; Jesus, Maria und Josef! Warum um Himmelswillen trägst du diesen Stein mit dir herum und was hast du bloss damit vor?&amp;quot;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Weil die alte Dame die drei heiligen Namen nannte, musste der Teufel, bevor er der alten Frau Antwort geben konnte, den Stein dorthin fallen lassen, wo er bis heute steht. Verwundernd und erzürnt versuchte er den Stein, mit schieben und ziehen, doch noch irgendwie den Abhang hinunter zu stossen. Doch dies gelang ihm nach mehreren enttäuschenden Versuchen und misslungenen Anläufen einfach nicht. Vor Wut und Zorn stampfte und tobte er, so dass die Erde zu beben anfing, doch schliesslich gab er auf und verschwand in der Dämmerung.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bloss noch die Fussabdrücke des Teufels sind neben dem Mundstein heute noch zu sehen. Damit aber der Teufel nie mehr auf die Idee kommen würde, einen weiteren Versuch mit dem Stein zu wagen, hat man auf dem Mundstein ein Kreuz aufgestellt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Silvan Zenklusen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Munderchronik&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660960-b298bf6329.jpg" length="38197" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/brig--simplon-360</link>
			<title>Brig / Simplon</title>
			<description>&lt;p&gt;Im Brand, oberhalb der Rohrflühe, lebten ein paar Wirtsleute, die nebenbei noch Landwirtschaft betrieben und die in der Nacht auf Raubzug gingen. Schon oft hatten sie reiche Kaufleute bestohlen und ausgeplündert. Man konnte ihnen aber nie etwas nachweissen, man wusste nur, dass sie sich immer als Frauen verkleidete um nicht erkannt zu werden. Doch Kaspar von Stockalper wollte diesem Treiben entgegen wirken. Weil alle Versuche bisher scheiterten, soll er sich zu folgenden Wagnis entschlossen haben. Er zog sich als armer, unsauberer Bettler und Narr an, ging nachts durch diesen voll gefahrlauernden Wald und wurde von den Räubern gefangen. Er konnte sich so gut verstellen, dass von den Räubern am Anfang niemand Verdacht schöpfte und einen Spion vermutete. Mit Freude und Gelächter wurde er der Koch der Räuber und musste ihnen Polenta kochen. Als jedoch einer der Räuber Stockalper zeigen wollte, wie man Polenta machen müsse, und dabei immer im Uhrzeigersinn umrührte, nahm er den Kochlöffel und sagte: &amp;bdquo;Äs geit nit immer nummu so, äs geit öi uf d ander Sitta&amp;ldquo; und rührte im Gegenuhrzeigersinn die Polenta. Die Räuber hatten an diesem, wie sie meinten,&amp;nbsp; naiven Einfall ihren Spass. Einige begannen jedoch mit verdächtigen Blicken den neuen Koch zu mustern und meinten: &amp;bdquo;Dieser Narr gefällt uns nicht, seine Augen sehen viel zu schlau aus. Wer weiss, vielleicht ist er doch ein Spion!&amp;ldquo; Es gab eine grosse Aufregung unter den Räubern, und Stockalper hatte befürchten müssen, plötzlich von den Räubern mit einem Dolch aufgeschlitzt zu werden. Doch Stockalper wusste sich weiter zu verstellen, dass sich fast alle Räuber wieder beruhigten und mit einem Lachen feststellten: &amp;quot;Un Göich isch un Göich!&amp;quot; Doch weil sich die Räuber durch Stockalper in zwei Gruppen spalteten, hielten sie es für besser, ihn mit beleidigten Sprüchen und Fusstritten aus ihrer Höhle zu jagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kaspar von Stockalper wusste nun was die Räuber für Pläne hatten und hat ihr Lager gründlich ausgekundschaftet. Er nahm seine Männer, lief mit ihnen zum Lager der Räuber, überwältigte sie im Schlaf und nahm sie gefangen. Vor dem Gericht in Brig erkannten sie zu ihrem grossen Ärger den Narren wieder und&amp;nbsp; machten einander gegenseitig Vorwürfe: &amp;quot;Hatten wir nicht recht, wenn wir behaupteten, es sei ein versteckter Spion?&amp;quot;&amp;nbsp; &amp;quot;Und&amp;quot; schmunzelte Stockalper, &amp;quot;hatte ich nicht auch recht, wenn ich sagte: &amp;lt;Äs geit nit immer nummu so, äs geit öi uf d anner Sitta!&amp;gt;?&amp;quot;.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Niels Hellrigl&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Peter Keckeis Sage der Schweiz Wallis&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660897-aac9434d8e.jpg" length="51601" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/gampel--jeizinen-359</link>
			<title>Gampel / Jeizinen</title>
			<description>&lt;p&gt;Eines Abends hatte ein Bürger, dessen Haus in der Gasse lag, spätabends noch einen Schlitten voll Holz geholt. Er war von der schweren körperlichen Arbeit wie zerschlagen und dachte nur noch an eine Tasse heissen Kaffee, eine warme Suppe und eine Schnitte Brot. Ausserdem war es zu dunkel und zu spät zum Abladen und deshalb liess er den beladenen Schlitten in der Gasse stehen, ging ins Haus und legte sich ins Bett.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Gegen Mitternacht hörte er draussen von weit her ein unheimliches Gemurmel. Hans-Josi dachte sich nichts Besonderes dabei. Plötzlich hörte er jemanden rufen: &amp;bdquo;Hans-Josi, tu den Schlitten weg, wir kommen.&amp;ldquo; Ärgerlich brüllte er zurück: &amp;ldquo;Ihr mögt wohl vorbei&amp;ldquo;. Er drehte sich auf die andere Seite und war kurz vor dem Einschlafen. Bald war es aber mit der Ruhe vorbei. Man befahl ihm noch einmal, diesmal lauter und eindringlicher: &amp;ldquo;Hans-Josi, tu den Schlitten weg, wir kommen&amp;ldquo;. Langsam wurde ihm eng ums Herz. Doch er nahm seinen ganzen Mut zusammen und rief genau so laut wie vorher zurück: &amp;bdquo;Ihr mögt wohl vorbei&amp;ldquo;. So einfach schien das nicht zu werden. Auch dieses Mal gab die Stimme nicht nach und rief: &amp;bdquo;Hans-Josi, tu den Schlitten weg, wir kommen &amp;ldquo; Diesmal stand er auf, aber er traute sich nicht vor das Haus. Er gab trotzdem ängstlich zurück: &amp;bdquo;Ihr mögt wohl vorbei.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bald darauf hörte Hans-Josi die Prozession, die vorüberzog; das Beten und Murmeln der armen Seelen. Da überkam ihn die Reue und er dachte, wenn er den Schlitten doch nur auf die Seite gestossen hätte. Aber jetzt war es zu spät. Er hatte Angst, dass die armen Seelen ihn noch einmal aufsuchen würden und er dachte, dass dies ganz sicher seine letzte Nacht werde. Aus Angst drehte und wälzte er sich die ganze Nacht von einer Seite auf die andere und war froh als endlich der Tag anbrach. Er hatte die Nacht trotz allem überstanden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nun wagte er kaum einen Blick zum Fenster hinaus. Er nahm allen Mut zusammen und nach einem Blick nach draussen trat er vor die Haustür. Was er da sah, liess ihm den Atem stocken und das Blut in den Adern gefrieren. Sein Schlitten war von den armen Seelen in hunderttausend Stücke zertreten worden. Es war nicht daran zu denken, dass er wieder geflickt werden konnte. Das Holz, welches Hans-Josi am Vortag gesammelt hatte, musste er sich mühsam vor seinem Haus zusammen suchen. Der Gratzug hatte gewütet und sich sein Wegrecht ganz einfach genommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Simon Metry&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Buch: Guntern: Walliser Sagen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660806-afe8cf514c_(1).jpg" length="68238" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/visperterminen-358</link>
			<title>Visperterminen</title>
			<description>&lt;p&gt;Eine halbe Stunde oberhalb des Dorfes Visperterminen steht die Waldkapelle. Unter den vielen Votivtafeln, die an der Wand hängen, fallen dem Besucher&amp;nbsp; ein Hufeisen und eine Haarflechte auf. Von diesem Hufeisen und der Haarflechte handelt die Sage.&lt;br /&gt;
In der Nähe des Gebidempasses befindet sich die Alpe Rüspeck. Wo heute nur mehr eine Stallung und eine Sennhütte stehen, soll früher ein grosses Dorf gestanden haben. Die Bewohner des Dorfes Rüspeck mussten ihre Toten bis zur Kirche von Naters tragen. In Rüspeck lebte ein Schmied. Eines Morgens als der Schmied in seiner Werkstatt hämmerte, kam ein Fremder&amp;nbsp; Reiter im vollen Galopp daher gesprengt und hielt bei der Schmiede an. &amp;quot;Meister, beschlage mir schnell das Pferd, ich habe noch einige Geschäfte im Dorf. In einer halben Stunde bin ich wieder da. Es eilt.&amp;quot; Da holte sich der Meister vier neue Hufeisen und begann seine Arbeit. Als er die Hufe des Pferdes ergriff,&amp;nbsp; röchelte und wieherte das Pferd in einer ihm bekannten Menschenstimme. &amp;quot;Schlage nicht zu hart, denn du schlägst auf dein eigenes Fleisch und Blut.&amp;quot; &amp;quot;Was soll das!&amp;quot;, schrie der Schmied erschrocken. &amp;quot;Ach&amp;quot;, erwiderte das Pferd, &amp;quot;schnell, beendige deine Arbeit, damit ich eiligst entfliehen kann. Ich bin es, deine Tochter, die du verwünscht hast. Und der mich reitet ist der Teufel, dem du mich übergeben hast. Heute ist der letzte Tag, an dem noch Rettung möglich ist, sonst bin ich für ewig verloren.&amp;quot; Der Vater antwortete: &amp;quot;Oh ich unglückseliger Vater, was kann ich für dich tun?&amp;quot; &amp;quot;Meine Rettung ist einzig möglich, wenn ich dem Teufel entlaufen und über neunundneunzig Friedhöfe springen kann.&amp;quot; &amp;quot;Gott, rette dich mein Kind&amp;quot;, seufzte der Vater, schlug die letzten Nägel ein und löste das Pferd vom Zaun. &amp;quot;Leb wohl mein Vater. Meine Brüder und Schwestern sollen für mich beten.&amp;quot; Mit diesen Worten ritt das Pferd von dannen. Als der fremde Reiter zurückkam und sah dass das Pferd nicht mehr dort war, donnerte er den Meister an: &amp;quot;Wo ist mein Pferd?&amp;quot; Der Schmied antwortete: &amp;quot;Es muss hinaus auf die Weide gegangen sein.&amp;quot; &amp;quot;Wie, du hast das Pferd losgebunden?&amp;quot; Der Meister erwiderte schlagfertig: &amp;quot;Bin ich denn der Hüter ihres Pferdes? Ich&amp;nbsp; habe es beschlagen und dafür habt ihr zu bezahlen. Das Übrige gibt mich nichts an.&amp;quot; Der Teufel grinste höhnisch und sprach: &amp;quot;Du sollst es bereuen, jetzt ist sie mein.&amp;quot;&amp;nbsp; Er warf das glühende Geld dem Meister vor die Füsse und suchte unter wildem Fluchen das Weite. &amp;quot;Heilige Jungfrau&amp;quot;, bat der unglückliche Vater, &amp;quot;Rette doch mein armes Kind. Ich will den Frevel,&amp;nbsp; den ich an ihm begangen habe wieder gutmachen.&amp;quot; Und auch seine Söhne und Töchter fielen auf die Knie und beteten für die arme Schwester.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim neunundneunzigsten Friedhof ergriff er im letzten Sprunge den Schweif des Pferdes, nämlich den Haarschopf der Tochter. Voller Zorn warf der Satan die Hufeisen und die ausgerissene Haarflechte auf den Boden. Nach vielen Tagesreisen kam die Tochter mit den Hufeisen und der Haarflechte im Hause des Vaters wieder an. Dieser schmiedete die vier Hufeisen in eines zusammen&amp;nbsp; und hing es neben der Haarflechte aus Dankbarkeit gegenüber der Muttergottes und zur ewigen Erinnerung an diese merkwürdige Begebenheit in der Waldkapelle auf.&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Guntern: &amp;nbsp;Volkserzählungen aus dem Oberwallis ( S.227)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Rahel Vomsattel&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660700-897ffe5a1d.jpg" length="85011" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/turtmann-turtmanntal-357</link>
			<title>Turtmann/Turtmanntal</title>
			<description>&lt;p&gt;Einmal ging ein ehrwürdiger Pfarrer ins Turtmanntal um dort die Messe zu lesen. Auf halbem Wege wurde er plötzlich von einem teuflischen Gestank geplagt. Der Gestank war so durchdringend, dass er sich die Nase zuhalten musste. Angewidert&amp;nbsp; sah er sich nach dem Ursprung dieses fürchterlichen Gestanks um. Da erspähte er in einem Stein dreizehn tiefe Fussstapfen die wie eingemeisselt waren. Verängstigt durch die unheimlichen Begebenheiten wollte der Priester schnell weiter zur Kirche, doch da sprang ihm der boshafte Teufel in den Weg und sprach: &amp;bdquo;Hier sollst du nicht mehr weiterkommen ausser du gestattest mir als Dämon in eine Ehebrecherin einzufahren.&amp;ldquo; &amp;bdquo;Niemals sollst du die Erlaubnis erhalten eine arme Frau zu quälen, es soll in Gottes Hand liegen der Frau eine gerechte Strafe zukommen zu lassen, sofern sie ein solches Verbrechen denn Tatsächlich begangen haben sollte. Er allein hat das Recht zu entscheiden wer die Gebote missachtet hat, und es liegt in seinem Ermessen das entsprechende Urteil zu fällen!&amp;ldquo; Entschlossen seinen Weg weiter zu gehen begann der Pfarrer einen erbitterten Kampf. Er holte ein goldenes Kreuz aus seiner Manteltasche und streckte es dem Teufel entgegen. &amp;bdquo;Vater&amp;ldquo;, rief er, &amp;bdquo;heilige diesen Boden, sodass nur mehr würdige Wesen ihn zu betreten vermögen. Heilige ihn damit ich meinen Weg fortsetzen kann um den gläubigen Christen ihre Predigt zu schenken. Gib mir die Kraft dieses blutrünstige Wesen der Menschheit fernzubringen!&amp;ldquo; Lange versuchte sich der Teufel zu wehren doch schliesslich musste er aufgeben. In seinem Zorn sprang er über den Weg und glitt mit seinem feurigen Gesäss über einen Stein. Daraus entstand eine&amp;nbsp; Traufe die bis heute zu sehen ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Irina Bregy&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Volkserzählungen aus dem Wallis&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660540-3395d774ea.jpg" length="33727" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/brig-356</link>
			<title>Brig</title>
			<description>&lt;p&gt;Den ganzen Nachmittag schon, spielten die Kinder des Ortes Brig in den Weiden ausserhalb der Wohngegend und wie die Dämmerung kam, so machten sie sich auf den Weg nach Hause. Auf dem Dorfplatz, bei welchem sich ihre Wege trennten, bemerkten sie, dass einer ihrer Spielkameraden fehlte, nahmen jedoch an, dass dieser vor Müdigkeit, die alle Kinder nun langsam einholte, eine Abkürzung genommen habe und schon längst zu Hause sei, denn auf das Rufen seines Namens, war keine Reaktion zu vernehmen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als seine Geschwister jedoch zuhause ankamen und sich an den gedeckten Tisch setzten und seine Anwesenheit immer noch ausblieb, wollten sie sich bei den Eltern vergewissern, ob jener schon vor dem Abendessen ins Bett gegangen sei. Doch die vor Angst sich weitenden Augen der Mutter, die nun als erste Begriff, dass das Kind sich nicht im Dorf aufhielt, liessen die anderen auch schnell begreifen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wo ist er? Geht es ihm gut? Ist er davongelaufen oder gar entführt worden? Fragen, die das gesamte Denken der Mutter beherrschten, sie vor Angst kreidebleich werden liessen und die sich schliesslich setzten musste um nicht wegen eines Schwächeanfalls zu Boden zu fallen. Ähnliche Gedanken quälten auch des Vaters Gemüt, doch glaubte er nicht daran, das sein Kind sich verlaufen haben könnte.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch am gleichen Abend begann eine grosse Suchaktion, welche die ganze Ortschaft in Aufruhr versetzte. Drei Tage und drei Nächte lang, wurde nach dem verloren gegangenem Kind ohne Erfolg gesucht. Dann am dritten Tage, als sie ihre Suche, auf das ganze Glieserhorn erweiterten, fanden sie eine Hirtin, die das Kind vor drei Tagen gesehen haben wollte. &amp;bdquo;In grösster Eile, sodass es fast bei jedem Schritt auf diesem steinreichen Weg über seine Füsse stolperte, ist es den Weg dort entlanggelaufen.&amp;ldquo;, so der Hirtins Wissen, doch habe sie noch nichts von dem Tumult und der Suche im Tal mitbekommen und sich so nichts dabei gedacht. Hoffnung aus diesen Worten schöpfend, begannen die Bewohner von Brig mit neuem Elan zu Suchen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ständig riefen sie den Namen des verloren gegangenen Kindes und als die gerade gewonnene Hoffnung sich wieder verflüchtigen wollte und sie beschlossen, den Heimweg anzutreten, da die Dämmerung bald beginnen würde und sie noch den ganzen Abstieg vor sich hatten, trat aus einer Höhle, das Kind, das der Grund ihrer so verzweifelten Suche war.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit Tränen der Freude und der Erleichterung in den Augen, drückte die Mutter ihr wiedergefundenes Kind an sich. Nie mehr, wollte sie solchen Qualen ausgesetzt sein und als sie sich wieder ein bisschen beruhigt hatte, fragte der Vater, dem es sehr merkwürdig schien, dass das Kind nach drei Tagen schon so verwildert und fremd aussah, wie es denn kommen konnte, dass es sich in der ihm so bekannten Gegend, so hätte verlaufen können. Darauf antwortete es, ein wild aussehender Mann, habe es auf dem Weg nach Hause beim unheimlichen Graben fest an der Hand gepackt und es mit sich gezogen, in einer solchen Hast, dass es ihm fast nicht hätte folgen können. Doch habe ihm seine Kraft nur bis hier gereicht, weiter habe er keine Gewalt mehr über es haben mögen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Nacherzählt von &lt;strong&gt;Schnyder Jasmin;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Buch&amp;nbsp; &amp;quot;Sagen der Schweiz WALLIS&amp;quot;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660460-63ae20d859.jpg" length="71256" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/brig-355</link>
			<title>Brig</title>
			<description>&lt;p&gt;So fluchte er eines Tages: &amp;ldquo;Dass doch der Teufel und dem Ungemach ein Ende bereitet!&amp;ldquo; Kaum ausgesprochen so erschien gleich der Teufel und versprach ihm, all seine Sorgen&amp;nbsp; abzunehmen, wenn er sich dafür sieben Jahre nicht mehr pflege.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Verlockung des Goldes das nun auf dem Tisch lag war zu gross also ging er mit dem Teufel dieses Geschäft ein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;So zog Schwager Leide in das Wirtshaus gegenüber und entrichtete die Kosten für Kost und Logis.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Neben dem Wirtshaus wohnte ein Schuster der genau so versoffen und spielsüchtig war wie Schwager Leide, so hatte er auch ähnliche Geldsorgen und wollte den Wirt um 20 Franken anpumpen. Der hatte aber den Weinhändler gerade ausbezahlt und konnte ihm nichts geben. So schickte er ihn zum Schwager Leide, der zwar ein ungepflegter Schweinigel war aber Geld hatte. Schwager&amp;nbsp; Leide knauserte nicht und gab ihm die 20 Franken. Der Schuster dachte nicht daran ihm das Geld zurück zu zahlen, im Gegenteil er benötigte schon wieder einen Vorschuss. Der Wirt aber schickte ihn wieder zu Schwager Leide. Also bat er ihn wieder um Geld, Schwager Leide gab ihm grosszügig und sprach zu ihm er könne sich Zeit lassen mit dem Zurückzahlen, denn er hatte gefallen an den Schusterstöchtern gefunden. Doch er war sich nicht sicher da er sich schon ewig nicht mehr gewaschen hatte, ob sie ihn überhaupt wollten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als der Schuster den dritten Pump verlangte, schenkte er ihm ein Glas ein und so sprachen sie über dies, über jenes, bis er ihn endlich um die Hand einer seiner Töchter anhielt. Er könne ihm irgend eine geben egal welche.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Doch der Schuster machte ein nachdenkliches Gesicht, und meinte er müsse seine Töchter fragen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Zu Hause sprach er beim essen dieses Thema an und die zwei Ältesten&amp;nbsp; schüttelten sich vor Abscheu. Die eine sprach lieber würde sie sich erhängen, die andere sprach sie würde sich lieber im Fluss ertränken, doch die jüngste willigte mit Widerwillen ein, weil ihr der Vater leid tat und eine es tun musste.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Schuster war hin und her gezogen von der Liebe seiner Tochter und der Gier, Schwager Leide ist&amp;nbsp; schliesslich der Reichste Mann des Dorfes. Doch Babette hatte eingewilligt so ging er zu Schwager Leide und verkündete ihm das seine Jüngste eingewilligt hat.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schwager Leide war ausser sich als er die Botschaft hörte, gab dem Schuster all das Geld das er bei sich trug. Dann verschob er die Hochzeit um 4 Wochen, denn dann war sein Fluch verflogen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am Hochzeitsmorgen kaufte er sich ein neues Gewand wusch sich gründlich und schnitt sich die Haare und die Nägel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als er dann&amp;nbsp; an der Tür stand und Babette ein Sträusschen überreichte, bekam er die anderen beiden Krämpfe vor Neid und rannten ins Feld hinaus beide wurden am Tag darauf tot aufgefunden. Die eine hatte sich in den Fluss geworfen, die andere hatte sich erhängt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Schwager Leide mit seiner Frau den Wagen besteigen wollte, erschien der Teufel und sprach zu ihm: &amp;bdquo; Jetzt haben wir beide etwas davon, du hast die eine, ich habe die andren zwei, so haben wir beide etwas davon.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Nacherzählt aus Johannes Jegerlehners &amp;bdquo;Walliser Sagen&amp;ldquo;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Diego Hager&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660364-7ceba79952.jpg" length="56129" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/leuk-354</link>
			<title>Leuk</title>
			<description>&lt;p&gt;Zu hinderst beim Illgraben gibt es eine gefürchtete Gegend, mit dem Namen Fanoischi, in der verstorbene Seelen herumirren. Im Fanoischi müssen die verstorbenen Ratsherren von Leuk büssen, für ihre Untaten und Ungerechtigkeiten, die sogenannten Güsler. Sie sind gefürchtete Männer die den Tod bringen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Ratsherr&amp;nbsp; hatte eine Magd, die einmal nach Siders ging. Da sie sich verspätet hatte kehrte sie nun in tiefster Nacht zurück zu ihrem Meister. Es war ihr nicht geheuer&amp;nbsp; so spät noch unterwegs zu sein da der Weg in den Wald führte. Als sie auf der Illbrücke&amp;nbsp; war und nach Leuk schaute sagte sie zu ihrem Begleiter: &amp;quot;Ist heute ein spezieller Anlass, dass in Leuk das Rathaus so beleuchtet ist?&amp;quot;&amp;nbsp; Da sie sich wunderten wollten sie in Leuk selber nachschauen. Auf dem Weg dorthin begegnete der Jungfrau plötzlich aus dem Nichts ein Ritter mit einem schnellen Galopp, hoch auf seinem Ross und die Augen starr in die Ferne gerichtet. Sie war erschrocken und fürchtete sich. Als der Ritter näher kam, erkannte die Magd ihren Meister Junker von Werra und wollte ihn grüssen, aber er antwortete nicht und ging weiter.&amp;nbsp; Sie war verwirrt und ging mit zügigen Schritten weiter.&amp;nbsp; In Leuk angekommen sah sie, dass&amp;nbsp; im Rathaus die Tür halb offen stand. Sie wusste dass man sich&amp;nbsp; im Rathaus um Mitternacht nicht herumtreiben sollte. Da die Neugier grösser war als der Verstand spähte sie hinein. Dort sah sie die Güsler und ihr Meister am Tische sitzen. Sie erschrak den es war unfassbar und unerklärlich da sie ihrem Meister vorhin&amp;nbsp; im Wald begegnet war. Sie eilte zur Meisterin und erzählte ihr den Vorfall. Die Meisterin bat sie, es niemandem zu erzählen und sie versprach es. Die Jungfrau&amp;nbsp; hielt sich daran, aber nach drei Tagen war der Meister tot.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Manti&amp;nbsp;Larissa&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quelle:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Buch Sagen der Schweiz WALLIS&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;h5&gt;Originaltext:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Die Güsler aus dem Fanoischi&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660241-a8d346fe0c.jpg" length="75334" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
		<item>
			<link>https://www.walsermuseum.ch/allgemein/jugendraum/sagen/turtmann-353</link>
			<title>Turtmann</title>
			<description>&lt;p&gt;Beim Ende der Gletscherzunge des Turtmanngletscher befand sich einst die Blüemlisalp. Diese war eine der schönsten Alpen des Tales. Saftige Wiesen und wunderschöne rosaschimmernde Alpenrosen schmückten die Alpe. Dort lebte ein geiziger Senn mit einer Jungfrau Kathrin, mit seinem blinden Vater und seinem schwarzen Hündchen. Sie führten ein sündhaftes Leben. Den blinden Vater vom Senn behandelten sie auf eine unmenschliche Weise. Kuhmist statt Butter strichen sie ihm aufs alte, harte Brot&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein grauenhaftes Hochgewitter brach eines Tages los. Herrschsüchtig befahl der Senn dem armseligen, blinden Vater das Vieh einzutreiben. Der verängstigte Vater gehorchte. Ein innerlicher Drang bewegte ihn dazu sich immer weiter von der Alpe zu entfernen, ihm folgten auch die verängstigten Kühe.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da brach der Gletscher donnernd ab und Eis- und Steinblöcke bedeckten die wunderschöne Blüemlisalp für immer. Der grimmige Senn, das böse Weib Kathrin und das schwarze Hündchen fanden ihr Grab unter den Trümmern der eingestürzten Felsen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Noch heute behaupten Turtmänner und Turtmännerinnen im Stausee das schwarze Hündchen zu sehen und eine schluchzende Stimme zu hören, die die Worte ruft: &amp;bdquo;Ich und meine Kathrin sind für immer und ewig in der Blüemlisalp gefangen!&amp;ldquo;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Elena Oggier&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Quellen:&lt;/h5&gt;

&lt;ul&gt;
	&lt;li&gt;Volkserzählungen aus dem Wallis, Josef Guntern S.100-102&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Guntern; Die Blüemlisalp&lt;/li&gt;
	&lt;li&gt;Vernaleken; Vom Untergang eines Sennen,&amp;nbsp;&amp;nbsp; seiner Kathrin und seines Hündchens&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2021 00:00:00 +0100</pubDate>
			<enclosure url="https://www.walsermuseum.ch/writable/media/1613660139-15e649917f.jpg" length="76801" type="image/jpeg">
</enclosure>
		</item>
	</channel>
</rss>
